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14 Wege, mit deinem Blog Geld zu verdienen (die auch funktionieren)

Mit Bloggen Geld verdienen
Foto des Autors

Finn Hillebrandt

Zuletzt aktualisiert:

Wenn ich jemandem erzähle, dass ich hauptberuflich Blogger bin, kommt in 90 % aller Fälle die Frage: „Und damit kann man Geld verdienen?“

Und ich gestehe, dass mich diese Frage immer noch (zumindest im ersten Moment) erstaunt. Denn es ist für mich mittlerweile selbstverständlich, dass das möglich ist:

„Blogger“ oder „Influencer“ zu sein, hat sich im letzten Jahrzehnt von einem Hobby zu einem ernst zu nehmenden Beruf und Geschäftsmodell entwickelt. Nicht umsonst gibt es immer mehr Blogger, die mit ihrem Blog einen Nebenverdienst erzielen oder sogar komplett davon leben können.

Im Folgenden zeige ich dir 14 Wege auf, wie du mit dem Bloggen Geld verdienen kannst. Mit Tipps, Beispielen und ihren Vor- und Nachteilen:

1. Google AdSense

Aufwand: gering
Voraussetzungen: seriöse und fertige Website

Eine der einfachsten Möglichkeiten, mit deinem Blog Geld zu verdienen, ist Google AdSense.

Das funktioniert wie folgt

Du bindest einen Code-Schnipsel in deinen Blog ein (z. B. in ein Widget in der Sidebar). An dieser Stelle wird dann eine Werbeanzeige geschaltet. Wenn ein Besucher auf eine der Anzeigen klickt, dann bekommst du Geld (meist zwischen 0,10 und 0,80 € pro Klick, in manchen Fällen auch mehr).

Google stellt über ein dutzend verschiedene Anzeigengrößen zur Verfügung (darunter auch Anzeigen, die sich der Bildschirmgröße anpassen), sodass für jeden Blog die passende Größe dabei sein sollte.

Wir selbst verdienen damit aktuell nur einige Hundert Euro. Ich kenne aber einige Blogger, die damit sogar vierstellige Beträge im Monat verdienen. Dafür benötigt man aber in der Regel eine sehr hohe Anzahl an Seitenaufrufen (mindestens 200.000, wenn nicht sogar mehr) und eine große Anzahl an Werbeanzeigen auf dem Blog.

Vorteile

  • Einfach zu integrieren
  • Responsive Anzeigen für Mobilgeräte
  • Anzeigen passen sich automatisch an die Interessen deiner Leser an
  • Monatliche Auszahlung der Einnahmen
  • Umfangreiche Statistiken zur Optimierung der Nutzeraktion

Nachteile

  • Damit etwas dabei rumkommt, benötigt man meist hohe Besucherzahlen
  • Verschlechtert die Ladezeit
  • Wird von Adblockern oft blockiert und von Lesern immer häufiger ignoriert
  • Muss in der Datenschutzerklärung erwähnt werden und erfordert Einblendung eines Cookie-Hinweises

2. Werbebanner direkt vermarkten

Aufwand: gering – mittel
Voraussetzungen: oft höhere Besucherzahlen

Als Alternative zu Google AdSense kannst du auch selbst Werbebanner-Plätze auf deinem Blog verkaufen (sogenannte „Direkt-Vermarktung“). Wenn du einen festen Werbepartner gefunden hast, kann das erträglicher sein als Google AdSense oder andere Display-Netzwerke.

Die Abrechnung kann dabei auf verschiedene Arten erfolgen, wie z. B. pro Click, pro Aufrufe oder gegen einen monatlichen oder jährlichen Festbetrag.

Dass das sehr gut funktionieren kann, zeigt z. B. der TagSeoBlog von Martin Missfeldt, der mit Werbebanner-Vermietung etwa 600 € im Monat verdient.

Vorteile

  • Mitunter höhere Einnahmen als bei Google AdSense möglich
  • Wird in der Regel von Adblockern nicht erkannt
  • Muss nicht in der Datenschutzerklärung erwähnt werden und erfordert keine Einblendung eines Cookie-Hinweises
  • Nur geringe Auswirkungen auf die Ladezeit (bei Nur-Bild-Anzeigen)

Nachteile

  • Du musst selbst einen passenden Werbepartner finden
  • Ist nicht so gut auf das Interesse deiner Besucher zugeschnitten
  • Klassische Bannerwerbung wird von Besuchern immer häufiger ignoriert

3. Vermarkter

Aufwand: gering
Voraussetzungen: hohe Besucherzahlen

Wenn du dich nicht selbst um die Vermarktung deiner Bannerplätze kümmern möchtest, kannst du dafür auch einen Vermarkter beauftragen, der nach passenden Kunden für dich sucht.

Natürlich möchte der Vermarkter dafür einen Teil des Kuchens abhaben, dennoch kann sich das für dich lohnen. Denn erstens hat der Vermarkter in der Regel viel Erfahrung in der Kundenakquise, im Verhandeln von Preisen und einen bestehenden Kundenstamm.

Viele Vermarkter vermitteln neben Bannerplätzen auch Sponsored Posts, können dir also auch in dem Bereich Arbeit abnehmen.

Vorteile

  • Mitunter höhere Einnahmen als bei Google AdSense oder bei der Direkt-Vermarktung möglich
  • Vermitteln auch oft Sponsored Posts
  • Du hast mehr Zeit für deinen Blog

Nachteile

  • Der Vermarkter möchte einen Teil des Kuchens abhaben
  • Verträge sind oftmals exklusiv, dass heißt du bist in puncto Werbung komplett an den Vermarkter und die von diesem vermittelten Kunden gebunden

4. Affiliate-Programme

Aufwand: gering – mittel
Voraussetzungen: seriöse und fertige Website

Affiliate-Programme sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Du bindest einen Affiliate-Link in deinen Blog ein. Wenn ein Besucher auf diesen Link klickt und etwas auf der verlinkten Website bestellt (z. B. bei einem Online-Shop) oder sich für etwas registriert (z. B. einen Newsletter oder ein Gewinnspiel), dann bekommst du für diese Bestellung bzw. Registrierung eine Provision.

Die Höhe der Provision richtet sich nach dem Produktbereich. Für Elektronik bekommst du z. B. oft nur zwischen 1 und 4 % Provision, da dort die Margen recht gering sind. Für digitale Produkte, wie z. B. Software, E-Books oder Ähnliches, kannst du 30 % – 60 % Provision bekommen. Auch Affiliate-Programme im Finanzbereich gewähren hohe Provisionen.

Das beliebteste und bekannteste Affiliate-Programm bei Bloggern und Website-Betreibern ist wahrscheinlich das Amazon-Partnerprogramm. Es eignet sich auch gut für Anfänger, da die Einbindung Partnerlinks in den eigenen Blog denkbar einfach ist. Amazon bietet zudem Produkte aus so ziemlich jedem Bereich an. Leider sind die Provisionen vergleichsweise niedrig und die Cookie-Laufzeit mit einem Tag nicht besonders lang.

Wenn du an höheren Provisionen interessiert bist und andere Händler als Amazon auf deinem Blog bewerben möchtest, ist es am einfachsten, dich bei einem Affiliate-Netzwerk anzumelden. Affiliate-Netzwerke vereinen hunderte oder sogar tausende Partnerprogramme von Online-Shops und -Dienstleistern unter einem Dach.

Die größten Affiliate-Netzwerke für den deutschen Markt sind AWIN und affilinet. Dort findest du so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Andere empfehlenswerte Netzwerke sind z. B. belboon, SuperclixADCELLfinanceAdsCJ AffiliateWebgains oder Digistore24.

Viele Werbetreibende haben auch In-House-Partnerprogramme. Die Provisionen sind dort in der Regel etwas höher, weil kein Affiliate-Netzwerk dazwischen steht, das für die technische Umsetzung einen Teil des Kuchens abbekommt. Die Partnerschaft an sich ist meistens auch enger und persönlicher und man kann oft auch über Provisionen verhandeln.

Vorteile

  • Lassen sich unauffällig in die Website einbinden und stören nicht den Lesefluss
  • Ermöglichen mitunter deutlich höhere Einnahmen als Google AdSense
  • Man kann vom Verkauf von Produkten profitieren, ohne selbst Arbeit mit Versand oder Herstellung zu haben
  • Das Tracking der Verkäufe, die Auszahlung und Rechnungsstellung läuft meist automatisiert ab
  • Es gibt eine Vielzahl an Affiliate-Programmen und -Netzwerken, was eine Diversifizierung der Einkommensquellen erlaubt

Nachteile

  • Müssen als Werbung gekennzeichnet werden
  • Erfordern oftmals eine Bewerbung (nicht jede Website wird in jedem Partnerprogramm aufgenommen)
  • Vermittelte Verkäufe haben manchmal eine lange Bearbeitungszeit (es kann sein, dass ein Verkauf erst nach 3 Monaten vergütet wird)
  • Partnerprogramme können unter Umständen ihre Provisionen ändern, pausiert werden oder ganz schließen (du solltest dich also nicht nur auf ein einziges Partnerprogramm verlassen)
  • Vor allem geeignet für Google- oder Pinterest-Traffic (wenn Besucher schon ein Kaufinteresse haben)

5. Sponsored Posts

Aufwand: gering
Voraussetzungen: oft höhere Bekanntheit oder Besucherzahlen

Als Sponsored Posts (oft auch einfach nur als „Kooperationen“ bezeichnet) bezeichnet man Blogartikel, Social-Media-Posts oder eine Kombination aus beidem, für deren Veröffentlichung man von einem Unternehmen bezahlt wird. Darin werden Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens vorgestellt oder gezeigt.

Das kann z. B. ein Erfahrungs- oder Testbericht sein, ein Gewinnspiel, eine beiläufige Erwähnung oder Empfehlung eines Produkts oder ein Bericht von einem Event.

Wie viel du mit einem Sponsored Post verdienen kannst, richtet sich z. B. nach den Besucherzahlen auf deinem Blog, deinen Follower-Zahlen und der Interaktion auf verschiedenen Social-Media-Kanälen oder wie gut du zur Marke passt.

Ich kenne einige Blogger, die für einen gesponsorten Blogartikel über 3.000 € bekommen. Nach oben sind da kaum Grenzen gesetzt.

Vorteile

  • Recht einfach verdientes Geld
  • Je nach Bekanntheit, Reichweite und Zielgruppe des Blogs hohe Bezahlung für Sponsored Posts möglich
  • Längerfristige Kooperationen möglich, z. B. als Markenbotschafter

Nachteile

  • Meist nur einmalige Bezahlung pro Post
  • Einkommen nicht planbar und unregelmäßig
  • Sponsored Posts müssen klar als solche gekennzeichnet sein oder es besteht Abmahngefahr
  • Der Post und/oder das beworbene Unternehmen passen unter Umständen nicht hundertprozentig zum eigenen Blog
  • Man kann nicht zu viele Sponsored Posts pro Monat veröffentlichen oder man droht, die eigenen Leser zu vergraulen
  • Mitunter Abstrafung durch Google bei fehlender Markierung von Links mit dem nofollow-Attribut

6. Eigene Produkte verkaufen

Aufwand: hoch – sehr hoch
Voraussetzungen: Bekanntheit, Expertenstatus

Eigene Produkte auf deinem Blog verkaufen ist die Königsdisziplin!

Es kann zwar viel Arbeit und zum Teil auch hohen Investitionskosten verbunden sein, eigene Produkte zu entwickeln, herzustellen und zu verkaufen. Dafür kannst du dadurch aber auch mehr Geld mit deinem Blog verdienen als mit allen anderen hier erwähnten Methoden.

Du musst schließlich deinen Gewinn mit niemandem teilen. Du bekommst den ganzen Kuchen, nicht nur einen Teil davon.

Ein sehr gutes Beispiel ist unser SEO-Kurs, mit dem wir allein in 2021 über 100.000 € verdient haben:

Vorteile

  • Deutlich höhere Einnahmen möglich als bei anderen Methoden
  • Du bist von Werbepartnern unabhängig
  • Du kannst mit deinen Produkten die Bedürfnisse deiner Besucher besser erfüllen
  • Du kannst dich durch deine Produkte selbst verwirklichen

Nachteile

  • Du musst dich unter Umständen mit Kundensupport rumschlagen
  • Dein Abmahnrisiko ist höher und du musst mehr auf rechtliche Fallstricke achten
  • Es sind unter Umständen hohe Investitionen und/oder ein großer Zeitaufwand für die Produktentwicklung und -herstellung nötig
  • Du musst ein Bestellsystem in deinen Blog integrieren
  • Mehr Aufwand durch Warenversand (bei digitalen Produkten besser automatisierbar)
  • Mehr Verwaltungs- und Buchhaltungsaufwand

7. Spenden sammeln

Aufwand: gering
Voraussetzungen: aktive und dankbare Community

Wer mit einem Blog Geld verdienen möchte, kann auch von seinen Lesern Spenden zu sammeln. Als einzige Einnahmequellen funktioniert das oft nicht, kann aber dazu dienen, sich ein paar Euro nebenbei zu verdienen.

Als Gegenleistung für eine Spende kann man Lesern zum Beispiel anbieten, Artikel ein paar Tage früher zu lesen oder einen kleinen, exklusiven Newsletter bekommen.

Um das Sammeln von Spenden technisch auf dem Blog umzusetzen, gibt es neben Tipeee noch verschiedene Möglichkeiten und Systeme, wie z. B. die Einbindung eines Spenden-Button von PayPal oder den Micro-Donation-Dienst Flattr.

Vorteile

  • Unaufdringliche Form, um mit Bloggen Geld zu verdienen
  • Einfache Einbindung in den Blog

Nachteile

  • Du benötigst eine große und vor allem sehr treue Fangemeinde
  • Die Spendenbereitschaft ist leser- und themenabhängig
  • Erfordert ggf. die Minimierung oder den kompletten Verzicht auf andere Arten von Werbung
  • Deine Leser müssen sich unter Umständen bei einem Spendendienst anmelden, um die Spenden senden zu können
  • Deine Leser sind vielleicht erst dann dazu bereit, zu spenden, wenn sie dafür eine Gegenleistung bekommen (z. B. exklusive Blogartikel oder ein E-Book)

8. Gastbloggen

Aufwand: gering
Voraussetzungen: guter Schreibstil, bekannter Blog in einer Nische

Blogger sind aktuell sehr gefragt als Gastautoren oder sogar fest angestellte Redakteure für Corporate Blogs sowie Online- oder Offline-Magazine.

Nicht nur, weil Redaktionen immer frischen Content brauchen und stets auf der suchen nach neuen Redakteuren sind, sondern auch weil viele Blogger auch eine eigene Fanbase mitbringen.

Zudem gelten Blogger als authentisch und kommunizieren mit ihren Lesern meist auf einer persönlicheren und freundschaftlicheren Ebene (Stichwort: Leserbindung!), was vielen großen Redaktionen fehlt.

Vorteile

  • Du hast die Möglichkeit, deinen eigenen Blog zu promoten
  • Du kannst das Gastbloggen als Referenz nutzen, um bei anderen Blogs oder Online-Magazinen Gastautor zu werden
  • Du kannst oft deinen eigenen Blog verlinken

Nachteile

  • Du schreibst in der Zeit keine Inhalte für deinen eigenen Blog
  • Du musst oft die Rechte an deinem Post komplett an das Online-Magazin bzw. den Corporate Blog abtreten (inkl. Bilder) und kannst den Content nicht anderweitig verwenden

9. Events veranstalten

Aufwand: hoch
Voraussetzungen: gutes Netzwerk

Als Blogger kannst du auch Geld verdienen, indem du Events veranstaltest. Du kannst etwa Workshops für interessierte Leser anbieten, was vor allem bei DIY- oder Food-Bloggern beliebt ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Events für andere Blogger zu veranstalten. Erfolgreich mit diesem Konzept sind z. B. Clara und Ricarda, die mit ihrem Veranstaltungsnetzwerk BLOGST Workshops, Barcamps und Konferenzen für Blogger in ganz Deutschland organisieren.

Vorteile

  • Sehr gut zum Netzwerken, um neue Leute kennenzulernen und zum Aufbau der eigenen Marke

Nachteile

  • Viel organisatorischer Aufwand (Ticketverkauf, Räumlichkeiten, Catering etc.)
  • Zum Teil mit hohen Investitionen und damit mit Risiko verbunden
  • Vor allem Konferenzen sind oft nur mit Sponsoren profitabel

10. Mitgliederbereich

Aufwand: mittel – hoch

Ein kostenpflichtiger Mitgliederbereich ist die Steigerung oder weiter gefasste Form der Bezahlbarriere.

Mitglieder bekommen nicht nur exklusive Blogartikel zu lesen, sondern können auch auf andere exklusive Inhalte, wie z. B. Videos, E-Books, Cheatsheets, Tools, Wissensdatenbanken oder Ähnliches zugreifen.

Oft enthalten Mitgliedschaften auch Zugang zu privaten (Mastermind-)Gruppen, Coaching-Stunden, Webinaren oder einem Online-Kurs.

Vorteile

  • Einkommen ist sehr gut planbar
  • Du musst dir keine Werbepartner suchen
  • Du musst deine Besucher nicht zu anderen Websites schicken, um mit deinem Blog Geld zu verdienen

Nachteile

  • Erfordert Expertenstatus und gute Positionierung innerhalb einer Nische
  • Technische Einbindung des Mitgliederbereichs verantwortlich
  • Viel Aufwand, um exklusive Inhalte zu erstellen
  • Erfordert regelmäßige Updates, damit Kunden ihr Abo nicht kündigen

11. Coaching und Beratung

Aufwand: sehr hoch
Voraussetzungen: Expertenwissen und gutes Marketing

Wenn du als Blogger in deiner Nische als Experte giltst, kannst du auch mit Coaching und Beratung deinen Lebensunterhalt verdienen.

Wie bei digitalen Produkten funktioniert das am besten in klassischen Beratungsnischen wie Online-Marketing, Business und Karriere, Dating, Fitness, Finanzen, Self-Publishing oder Self-Help.

Wenn du die Probleme deiner Leser lösen kannst und diese zahlungswillig sind, funktioniert das auch in anderen Bereichen.

Vorteile

  • Hohe Stundensätze möglich
  • Du kannst Coachung und Beratung in vielen Fällen ortsunabhängig anbieten, z. B. per Skype, WhatsApp, E-Mail oder Telefon

Nachteile

  • Erfordert Expertenstatus und gute Positionierung innerhalb einer Nische

12. VG Wort

Aufwand: gering
Voraussetzungen: Blogartikel mit mind. 1.800 Zeichen und 1.500 Aufrufen pro Jahr

Die VG Wort ist so etwas wie die GEMA für Schriftsteller, Autoren und Verlage. Sie dient dazu, diese für illegale Kopien ihrer Texte zu entschädigen.

Dazu werden Gelder der Pauschalabgabe (auch Urheberrechtsabgabe genannt) verwendet, die z. B. auf Drucker und Scanner erhoben werden, die dann wiederum jährlich an Urheber und Verlage ausgezahlt werden.

Von der Ausschüttung können auch Urheber und Verlage profitieren, die ihre Texte im Internet veröffentlichen, wozu man als Blogger auch zählt.

Die Auszahlung erfolgt pro veröffentlichtem Blogartikel (2016 waren es 20,00 €). Dafür müssen die Blogartikel allerdings bestimmte Mindestaufrufzahlen (1.500 Aufrufe) erreichen und eine Mindestzeichenlänge (1.800 Zeichen) aufweisen.

Vor allem für größere Blogs mit vielen Blogartikeln kann sich das lohnen. Peer Wandiger von Selbstständig im Netz verdient damit laut eigenen Angaben etwa 4.000 € im Jahr.

Vorteile

  • Einfach verdientes Geld
  • Vor allem bei hohen Besucherzahlen und vielen Blogartikeln lohnenswert

Nachteile

  • Erfordert Anmeldung im T. O. M. bei der VG Wort und Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages
  • Jedem Blogartikel muss eine Zählmarke zugeordnet werden (geht aber recht einfach per Plugin, z. B. mit Prosodia VGW OS)
  • Jedes Jahr muss eine Meldung aller Blogartikel, die den Mindestzugriff erreichen, gemacht werden (für jeden Artikel einzeln, was recht aufwändig ist).
  • Der ganze Melde- und Anmeldungsprozess ist recht bürokratisch und umständlich

13. Linkverkauf oder -miete

Aufwand: mittel
Voraussetzungen: starke Domain-Authority, damit Linkverkauf interessant wird

Eine weitere Einnahmequelle für Blogger ist der Verkauf oder die Vermietung von Links aus dem eigenen Blog. Dabei kann man Links nicht nur aus Artikeln, sondern auch aus der Sidebar, von der Startseite oder im Footer verkaufen.

Bei der Miete erfolgt die Zahlung monatlich oder jährlich, beim Verkauf einmalig (der Link ist dann für einen vereinbarten Zeitraum oder für immer auf dem Blog online).

Warum du mit dem Linkverkauf Geld verdienen kannst, liegt auf der Hand: Unternehmen, insbesondere Online-Shops, haben oft Schwierigkeiten an relevante Backlinks zu kommen (z. B. für einzelne Produkte oder Kategorieseiten) und ranken deshalb bei Google nicht so gut. Deshalb stellt der Linkverkauf eine einfache Möglichkeit für Unternehmen dar, das eigene Google-Ranking zu pushen.

Vorteile

  • Sehr wenig Aufwand
  • Regelmäßiger monatlicher Verdienst
  • Je nach Authorität und Beliebtheit des eigenen Blogs hohe Erträge möglich
  • Man kann Kunden für Text-Links einfach über Online-Portale wie z. B. SeedingUp finden

Nachteile

  • Abstrafung durch Google bei Verkauf von dofollow-Links möglich
  • SEO-Nachteile bei seitenweiter Verlinkung (z. B. im Footer)
  • Verkaufen von dofollow-Links gilt als unprofessionell

14. Blog verkaufen

Aufwand: hoch
Voraussetzungen: passives Einkommen durch Blog

Sag mal spinnst du eigentlich? Geld verdienen, indem man seinen eigenen Blog verkauft…

Aber doch, das kann eine Option sein. Vor allem, wenn bei dir die Luft raus ist und du eigentlich seit Längerem ein neues Projekt starten möchtet (das Startkapital durch den Blogverkauf kann dabei sehr gelegen kommen!)

Allerdings würde ich dir dazu raten, dir das nicht zweimal, sondern fünfmal zu überlegen. Denn erstens ist dann dein Blog und damit deine Einkommensquelle erst einmal weg. Und zweitens kann es gut sein, dass du nicht die Summe mit dem Blogverkauf erzielen kannst, die du erwartest oder die du benötigst, um etwas Neues zu starten:

Das Problem bei vielen Blogs ist, dass sie an eine Person gebunden sind und deshalb nur bedingt von jemand anders fortgeführt werden kann. Zudem ist Käufern primär das passive Einkommen eines Blogs wichtig (also z. B. Einnahmen über AdSense oder Affiliate-Marketing). Viele Blogs erzielen allerdings fast ausschließlich aktives Einkommen (z. B. über Sponsored Posts).

Vorteile

  • Auf einen Schlag viel Geld, das du nutzen kannst, um ein neues Projekt zu starten

Nachteile

  • Dein Blog ist weg (und damit auch deine regelmäßige Einkommensquelle)
  • Du bekommst unter Umständen nicht das zurück, was du in deinen Blog investiert hast oder was du dir als Verkaufspreis vorgestellt hast

FAQ

Hier habe ich dir die Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Geld verdienen durch Bloggen zusammengestellt:

Ich kenne Blogger, die in kurzer Zeit auf ein Einkommen von 2.000 bis 4.000€ gekommen sind. Genau so gibt es aber Blogger, die über 5.000€ oder sogar über 10.000€ verdienen.

Es gibt viele verschiedene Wege, um als Blogger Geld zu verdienen, wie z. B.:

  1. Kooperationen/Sponsored Posts
  2. Affiliate-Marketing
  3. Coaching und Beratung
  4. Werbebanner
  5. Linkverkauf- oder miete
  6. Anbieten von Online-Kursen, E-Books oder anderen digitalen Produkten
  7. VG Wort
  8. Anbieten von Dienstleistungen
  9. Spenden sammeln
  10. Events veranstalten (z. B. Konferenzen oder Workshops)

Jeder Blogger verdient natürlich in jedem dieser Einkommensarten unterschiedlich, daher ist es schwer zu sagen, wie viel ein Blogger genau verdient.

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Das hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. die Auswahl deiner Nische, deiner investierten Zeit, Vorerfahrung, deiner persönlichen Motivation, ob du einen Mentor oder eine Mastermind-Gruppe hast usw.

Ich habe es 2011 innerhalb von 8 Monaten geschafft, vom Bloggen zu leben und meinen Job als Übersetzer aufzugeben. Ohne Mentor und ohne Vorkenntnisse.

Die Voraussetzungen waren damals jedoch noch einfacher.

Es kommt drauf an, wie du an das Bloggen herangehst.

Weltweit gibt es über 600 Millionen aktive Blogs und Bloggen ist weiterhin die dritthäufigste Content-Strategie.

Jedoch musst du dich heutzutage etwas mehr anstrengen, um bei Google auf Seite 1 zu ranken und damit die Leute zum Lesen deiner Inhalte zu bewegen, als du es in der Vergangenheit gemusst hättest.

Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gründer von Blogmojo, SEO-Experte mit 11+ Jahren Erfahrung, WordPress-Fan

Finn hilft Online-Unternehmern mehr Kunden und Besucher über Google zu bekommen.

Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt. Achtung, Nerd-Alarm! 🤓

Er teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 80+ Fachartikeln zu Online-Business, WordPress und SEO sowie in Online-Kursen, wie z. B. seinem SEO-Kurs „New Level SEO“ und seinem Mini-Kurs „Kann ich ranken?“.

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