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Online-Shop erstellen in 2022: Die komplette Anleitung

Online-Shop erstellen

Online-Shops schießen wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden.

Kein Wunder!

Der eigene Online-Shop ist einer der simpelsten und lukrativsten Wege, um im E-Commerce-Bereich Fuß zu fassen und eigene Produkte zu verkaufen.

Die Möglichkeiten, die es gibt, sind heute vielfältig und ermöglichen es, verschiedenste Projekte umzusetzen. Neben dem kleinen Nischen-Shop bis zu großen Warenwirtschaftssystemen kannst du alles bequem von zu Hause aus steuern.

Wie du deinen eigenen Online-Shop ins Leben rufst und welche Schritte im Detail dafür nötig sind, zeige ich dir detailliert in diesem Beitrag.

1. Vorüberlegungen: Konzept erstellen

Bevor du mit der praktischen Umsetzung deines Online-Shops startest, sollte dir unbedingt vorab klar sein, dass Shop nicht gleich Shop ist. Neben grundlegenden Unterscheidungsmerkmalen wie dem Vertrieb eigener oder fremder Produkte existieren unzählige kleine Details, die maßgeblich für den Erfolg deiner späteren Verkaufsstrategie sein können.

Das bedeutet: Die Erstellung eines umfassenden Konzepts sollte immer dein erster Schritt sein.

Dabei können dir folgende 3 Fragen erheblich weiterhelfen:

1.1 Welche Produkte möchte ich verkaufen?

Die Produkte bilden das Herzstück deines Shops.

Hier stellt sich zunächst die Frage, ob du selbstproduzierte Waren vertreibst oder im Rahmen einer Affiliate-Partnerschaft die Produkte externer Hersteller verkaufen möchtest. Auch die Produktart spielt eine wichtige Rolle, denn es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Verkauf physischer und elektronischer Waren.

In einer weiteren Einstufung solltest du dir außerdem vorab über die Produktkategorie im Klaren sein, denn diese wird die Zielgruppe, die du erreichen möchtest, entscheidend prägen. Daraus resultieren bestimmte Anforderungen an das Design deines Shops und die Tonalität deiner Verkaufstexte und Produktbeschreibungen.

1.2 Wie groß ist meine Produktpalette?

Planst du nur wenige Produkte zu vertreiben, vielleicht sogar mit nur einem Kernprodukt oder möchtest du mit deinem Shop eine große Palette verschiedener Produkte abdecken?

Die Antwort auf diese Frage beeinflusst das Shopsystem (dazu gleich im nächsten Kapitel mehr) entscheidend.

1.3 Welches Zeitpensum steht mir zur Verfügung?

Ein eigener Online-Shop erfordert Arbeitszeit. Nicht nur die Abwicklung der Verkäufe, sondern auch Buchhaltung, technische Administration und Content-Pflege sind Arbeiten, die regelmäßig anfallen.

Du solltest dir also vorab unbedingt die Frage stellen, wie viel Zeit du wöchentlich bzw. monatlich für deinen Shop investieren kannst. Insbesondere bei einem sehr knappen Zeitansatz solltest du bereits frühzeitig darüber nachdenken, so viele Prozesse wie möglich zu automatisieren.

2. Die passende Shop-Software finden

Wie bereits erwähnt steht dir eine Fülle verschiedener Systeme zur Verfügung, die sich teilweise stark in ihren Ausstattungsmerkmalen und Eigenschaften unterscheiden. Diese lassen sich grob in drei Kategorien aufteilen:

  • Baukastensysteme: Mit einem fertigen Baukastensystem kommen Website, Hosting, Domain und Shop-Software aus einer Hand und sind sozusagen eine All-in-one-Lösung. Insbesondere für Einsteiger empfehlenswert.
  • Spezialisierte Shopsysteme: Mit spezialisierten Shopsystemen wie Shopify lassen sich moderne und professionelle Shops aufsetzen (die Schritt-für-Schritt-Anleitung kommt gleich)
  • Komplexe Warenwirtschaft: Wenn du einen Shop mit einer größeren Produktpalette ins Leben rufen möchtest, solltest du auf komplexe Warenwirtschaftssysteme wie Magento zurückgreifen.

Im Folgenden stelle ich dir drei beliebte Shopsysteme, die 95 % aller Anwendungsfälle abdecken sollten:

2.1 Shopify

Shopify

Shopify hat sich in den letzten Jahren still und heimlich zur beliebtesten Online-Shop-Software entwickelt und expandiert auch in Deutschland sehr stark.

Der Grund dafür ist schnell erklärt: Shopify bietet ein sehr innovatives Baukastensystem, das es dir nicht nur erlaubt, deine Website und deinen Shop mithilfe eines Drag-and-drop-Builders komplett ohne Programmierkenntnisse zu entwerfen, sondern stellt dir auch eine umfangreiche App-Datenbank zur Verfügung. Dadurch lässt sich dein Shop sehr individuell anpassen.

Ebenfalls sehr von Vorteil sind die zahlreichen Tutorials und Anleitungen, die vor allem Einsteiger ansprechen.

Für wen ist Shopify geeignet?

Shopify ist die Eier legende Wollmilchsau, wenn es um die Erstellung eines Online-Shops geht.

Dank des sehr flexiblen Baukastensystems kannst du mit der Software sowohl kleinere als auch mittelgroße Verkaufsportale ins Leben rufen. Mithilfe von Apps lassen sich sehr flexible Systeme entwickeln, die maßgeschneidert auf deine Bedürfnisse sind.

Was mir auch sehr gut gefällt, ist, dass sowohl Marketing wie auch die spätere Bestellabwicklung direkt im Backend von Shopify durchgeführt werden kann.

Kurzum: Shopify ist eine wirklich tolle Lösung für Einsteiger!

Vorteile

  • Sehr flexibel anpassbar dank Baukastensystem
  • Transparente Kosten
  • Umfangreicher App-Store
  • Marketing- und Bezahlfunktionen sind integriert
  • Sehr detaillierte Anleitungen für Einsteiger
  • Content-Marketing über Blogging-Funktion möglich
  • Große Community (YouTube, Facebook-Gruppen, etc.)
  • Sehr guter Support

Nachteile

  • Monatliche Kosten
  • (noch) nicht ganzheitlich an deutsche Gesetze angepasst (Anpassungen erforderlich)

2.2 WooCommerce

WooCommerce

Wenn du bereits eine WordPress-Website betreibst, dann sollte WooCommerce das Shop-System deiner Wahl sein. Mithilfe des Plugins lassen sich Verkaufsfunktionen einfach und schnell zu deiner Seite hinzufügen, die spätere Verwaltung deines Shops erfolgt direkt im WordPress-Backend.

Der große Vorteil von WooCommerce ist, dass zahlreiche Marketing- und Plugin-Anbieter eine Kompatibilität mit WooCommerce garantieren. So lässt sich unter anderem dein E-Mail-Marketing direkt an Verkäufe koppeln, was unter Umständen deutlich höhere Umsätze verspricht.

Auch die Bedienung der Software ist wirklich simpel.

Wenn du mit WordPress zurechtkommst, dann wirst du auch keine Probleme mit WooCommerce haben. Neue Produkte werden, ähnlich wie ein Blogbeitrag erstellt und im Anschluss auch wie diese verwaltet. Auch die Kategorie-Verwaltung ist auf bereits vertraute Art und Weise möglich.

Seinen größten Joker spielt WooCommerce aus, wenn du umfangreiche Content-Marketing-Kampagnen planst. Denn über Widgets lassen sich Produkte aus deinem Shop direkt in Blogbeiträge integrieren. Dadurch verschmelzen interessante Artikel direkt mit Produkten und können einfach und schnell monetarisiert werden.

Für wen ist WooCommerce geeignet?

WooCommerce ist die beste Lösung, wenn du einen Shop direkt in eine bereits bestehende WordPress-Website integrieren möchtest oder die Erstellung einer WordPress-Website planst.

Eine ausführliche Anleitung, wie du mit WordPress und WooCommerce einen Online-Shop einrichtest, findest du hier: Online-Shop mit WordPress erstellen: Die komplette Anleitung

Vorteile

  • kostenlos
  • 100 % kompatibel mit WordPress
  • Sehr einfach in der Anwendung
  • Erweiterbar durch hunderte Drittanbieter-Plugins
  • Riesige Community
  • problemlose Integration in bestehende Website möglich
  • Kommt auch mit großen Produktpaletten mühelos klar

Nachteile

  • Für Nicht-WordPress-Nutzer aufwendig
  • Entwickler-Support könnte besser sein
  • Erfordert weitere Plugins und Anpassungen, um in Deutschland nutzbar zu sein (z. B. Germanized)

2.3 Wix

Wix

Homepage-Baukästen wie der von Wix erfreuen sich bei unerfahrenen Nutzern, die gerne ihr lokales Ladengeschäft an die Online-Welt anschließen würden, immer größerer Beliebtheit.

Das ist verständlich, denn mithilfe von Wix lässt sich binnen weniger Stunden ein funktionierender Shop erstellen.

Der größte Vorteil dieser Baukästen liegt in der Anwendbarkeit, denn mithilfe großer Vorlagendatenbanken und eines sogenannten WYSIWYG-Editors („What you see is what you get“) lassen sich gänzlich ohne Programmierkenntnisse wirklich professionell wirkende Seiten erstellen, die keine Wünsche offenlassen.

Ergänzend sind die Baukästen mit Marketing- und Verwaltungsfunktionen im Backend gespickt, welche die komplette Verwaltung deines Shops und den Bestellungen an Ort und Stelle ermöglichen.

Für wen ist Wix geeignet?

Wix ist einen näheren Blick wert, wenn du erste Gehversuche mit einem Online-Shop unternehmen möchtest und bislang über keine Erfahrungen in diesem Bereich verfügst. In diesem Fall ist ein schneller und professioneller Einstieg garantiert.  

Allerdings solltest du dir im Klaren darüber sein, dass diese Baukastensysteme in der Regel nur mit kleineren Produktpaletten zurechtkommen.

Vorteile

  • Ideal für unerfahrene Einsteiger geeignet
  • Steuerung und Verwaltung des Shops durch ein zentrales Backend
  • Sehr simple und innovative Shop-Erstellung
  • Guter Support im Hintergrund
  • Erweiterte Funktionen durch Apps möglich
  • Verkauf digitaler und physischer Produkte möglich

Nachteile

  • Nicht billig (monatliche Kosten)
  • Nur für kleine Produktpaletten geeignet

3. Erstelle deinen Online-Shop in 12 einfachen Schritten

In diesem Abschnitte führe ich dich Schritt für Schritt durch den Erstellungsprozess eines Shopify-Online-Shops.

Warum Shopify?

In meinen Augen ist Shopify die innovativste und am einfachsten nutzbare Software. Insbesondere für Einsteiger, die noch über keine eigene Website verfügen, ist Shopify wirklich genial.

Eines noch: Ich beginne bei dieser Anleitung wirklich bewusst mit dem ersten Schritt, also der Suche nach einer Nische, einem Unternehmensnamen und der Produktrecherche. Einfach aus dem Grund, weil ich dich mit dieser Anleitung wirklich von Beginn an abholen möchte.

Selbstverständlich kannst du, sofern die Produkte, die du verkaufen möchtest, bereits feststehen, an einer beliebigen Stelle einsteigen.

Schritt 1: Nische und Produkte finden

Du möchtest einen eigenen Online-Shop ins Leben rufen, verfügst jedoch bislang über keine Produkte, die du verkaufen kannst?

Kein Problem!

Shopify bietet eine direkte Anbindung an zahlreiche Apps wie AliExpress, die es dir ermöglichen, fertige Produkte von Drittanbietern über deine Verkaufsplattform zu vertreiben (Stichwort: Dropshipping).

Im ersten Schritt gilt es also, Produkte für deinen Shop zu finden, die zum einen in einer lukrativen Nische angesiedelt sind und zum anderen zu einem attraktiven Verkaufspreis vertrieben werden können.  

Auch wenn ich dir an dieser Stelle kein komplettes Tutorial für die Nischen- und Produktrecherche liefern kann (das wäre schlichtweg zu umfangreich), möchte ich dir einige Hilfestellungen an die Hand geben:

  • Suche nach Produkte mit wenig Konkurrenz aber hoher Nachfrage (dürfte klar sein)
  • Konzentriere dich zu Beginn auf Subnischen (das sind kleine Teile größerer Kategorien)
  • Beginn mit wenigen Produkten (maximal 3 Stück) und baue hierfür eine Expertise auf
  • Suche Produkte, die sich über Content-Marketing bewerben lassen (dazu später mehr)

Im Allgemeinen würde ich die Nischen- und Produktsuche unter das Motto „Masse statt Klasse“ stellen. Dir sollte klar sein, dass du nur mit einem sehr spezifischen Produktsortiment eine Chance gegen Amazon, Ebay und Co. haben wirst. Im Idealfall fokussierst du dich sogar nur auf eine sehr spitze und spezielle Nische und baust hier Expertise auf.

Folgende Tools können dir dabei helfen:

  • Amazon: Suche nach Subnischen und identifiziere Verkaufsschlager mithilfe des Verkaufsrankings
  • Keyword-Tools wie Semrush oder KWFinder: Identifiziere Produkte mit hohen Suchvolumina bei wenig Konkurrenz
  • Foren und Fragen-Antwort-Portale: Recherchiere, welche Produkte in einer Nische am meisten Interesse wecken
  • Google Trends: Verschaffe dir einen Überblick, wie das Interesse an einer Nische / einem Produkt im Verlauf eines Jahres ist

Ich würde dir dringend ans Herz legen, genügend Zeit mit der Nischen- und Produktsuche zu verbringen. Wenn du hier deine Hausaufgaben machst, wird der Einstieg in die E-Commerce-Welt deutlich leichter. Tummeln sich zu viele Konkurrenten innerhalb der von dir gewählten Nische, wird es für dich als Einsteiger schwierig, Verkäufe zu generieren.   

Schritt 2: Der Shop- und Unternehmensnamen

Shopify Namen finden

Ist eine Nische gefunden, geht es im zweiten Schritt darum, den richtigen Shop-Namen zu finden.

Glaube mir: Das ist deutlich schwieriger, als du vielleicht denkst. Ein guter Shop-Name sollte nämlich einige Kriterien erfüllen, die dir wahrscheinlich noch gar nicht bewusst sind.

Zum einen solltest du unbedingt darauf achten, dass der Name mit der von dir gewählten Nische verknüpft werden kann. Im Idealfall ist sogar der Überbegriff darin in einer Form enthalten (was je nach gewählter Nische nicht immer möglich sein wird). Zum anderen solltest du darauf achten, dass der Shop-Name brandable ist.

Was heißt das?

Ich gebe dir ein Beispiel: Ein passionierter Motorrad-Fahrer möchte einen Shop für eine spezielle Art von Helm ins Leben rufen. Er vertreibt Helme, die mit kunstvollen Graffiti verziert sind.

Der Shop-Name graffiti-motorrad-helm-shop.de zeigt zwar auf den ersten Blick, was einen Besucher erwartet, wirklich brandable ist dieser jedoch nicht.

Anders sieht es bei crazy-helmets.de aus. Auch hier ist ungefähr klar, was sich hinter der Domain verbirgt. Zusätzlich macht der Name „Crazy Helmets“ auch als Name für Social Media Profile eine gute Form.

Achtung: Wenn du einen Namen für deinen Shop gefunden hast, solltest du kurz überprüfen, ob dieser nicht bereits vergeben ist und vielleicht sogar als Marke eingetragen wurde. Das machst du über die Recherche-Funktion des deutschen Markenregisters.

Fassen wir noch einmal zusammen.

Der Name deines Shops sollte:

  • Einprägsam sein
  • Das Thema deiner Nische enthalten
  • Brandable sein
  • Keine Markenrechte verletzen

Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, all diese Kriterien in einem Namen zu vereinen. Als kleine Hilfestellung findest du unter bei den Shopify Tools einen Namensgenerator, der dich bei deiner Suche etwas unterstützen kann.    

Schritt 3: Registrierung durchführen

Shopify Anmeldung

Nachdem der Name deines Shops gefunden ist, kannst du mit dem Registrierungsprozess beginnen.

Die gute Nachricht: Du kannst Shopify zunächst risikolos und kostenlos testen. Auch der Einrichtungsprozess ist wirklich simpel und erfordert lediglich vier Schritte.

Neben klassischen Angaben wie E-Mail-Adresse oder dem Shop-Namen müssen außerdem einige Fragen beantwortet werden und du musst das Land auswählen, aus dem du verkaufst.

Leider ist gerade der Verkauf aus Deutschland mit einigem Mehraufwand verbunden, denn Shopify ist nicht per se an deutsche Gesetze angepasst. Dazu aber später mehr (inkl. Problemlösung). 😉

Schritt 4: Shopify-Theme finden

Shopify Theme finden

Im nächsten Schritt darfst du bereits das Theme auswählen, das für deinen Shop verwenden möchtest. Hier spielt die definierte Zielgruppe, die du bereits bei deinen Vorüberlegungen definiert haben solltest, eine wichtige Rolle.

Shopify bietet dir eine Fülle verschiedener Themes, von denen einige kostenfrei, die Mehrzahl jedoch kostenpflichtig sind.

Nimm dir die Zeit und durchstöbere die Theme-Bibliothek in Ruhe. Du kannst auch mehr als einen Favoriten zu deiner persönlichen Theme-Datenbank hinzufügen und beliebig aktivieren, auch zu einem späteren Zeitpunkt. Heißt: Die Auswahl, die du jetzt triffst, ist nicht dauerhaft bindenden.

Dennoch würde ich dir empfehlen, von Beginn an mit einem passenden Theme zu arbeiten. Später Änderungen führen unter Umständen zu Fehlern im Design, die behoben werden müssen.

Übrigens: Im Rahmen der Shopify-Testphase kannst du auch kostenpflichtige Premium-Themes kostenlos ausprobieren. Der richtige Zeitpunkt also, um zu überlegen, ob sich diese Premium-Themes für dein Vorhaben lohnen könnten. Allerdings solltest du wissen, dass der Premium-Beitrag dann fällig wird, wenn du deinen Shop veröffentlichst.  

Nachdem du das Theme deiner Wahl ausgewählt hast, übernimmst du die Einstellungen mit einem abschließenden Klick auf „Veröffentlichen“.

Schritt 5: Shop-Design anpassen

Shopify Theme anpassen

Auf Basis des von dir gewählten Themes kannst du im nächsten Schritt das Design deines Shops anpassen.

Das bedeutet: Hier legst du Seitenstruktur und vor allem das Farbkonzept deines Shops fest.

In das Design-Menü gelangst du über die Schaltfläche Anpassen in der Theme-Übersicht. Es öffnet sich im Anschluss eine Live-Preview, die alle Änderungen sofort übersichtlich darstellt und stark an den WordPress-Customizer erinnert. Mit einem Unterschied: Bei Shopify kannst du auch Inhalte wie Texte direkt in dieser Live-Vorschau ändern.

Ähnlich wie im WordPress-Customizer sind auch bei Shopify alle Menü-Einträge und Links klickbar, sodass du diesen folgen und dadurch jede beliebige Seite direkt bearbeiten kannst.

Übrigens: Auch globale Einstellungen wie die Schriftart lassen sich hier konfigurieren. Hierfür musst du die Theme-Einstellungen besuchen (Schaltfläche unten links).    

Schritt 6: Zahlungsanbieter einbinden

Shopify Zahlungen

Damit deine Kunden erworbene Produkte schnell und unkompliziert bezahlen können, musst du zum Abschluss der Ersteinrichtung Zahlungsdienstanbieter hinzufügen. Dies ist ein essenzieller Schritt, den du nicht auf später verschieben solltest, da du einen Shop andernfalls nicht veröffentlichen kannst.

Die entsprechenden Konfigurationsmöglichkeiten findest du unter Einstellungen > Zahlungen.

Neben Shopify Payments stehen dir auch Drittanbieter zur Verfügung. Beide haben Vor- und Nachteile, auf die ich kurz näher eingehen möchte.

Shopify Payments

Hierbei handelt es sich um den hauseigenen Bezahldienst von Shopify.

Dabei ist es jedoch wichtig zu verstehen, dass es dahinter kein eigenes Transaktionssystem verbirgt. Auch Shopify Payments greift also auf verbreitete Bezahldienste zurück und ermöglicht deinen Kunden dadurch ein hohes Maß an Flexibilität.

Die Vorteile liegen vordergründig in der einfachen Integration und einer wirklich übersichtlichen Gebührenstruktur.

Eingerichtet wird der Bezahldienst über den Button „Shopify Payments aktivieren“. Nachdem du im nächsten Schritt deine Daten (Namen und Adresse) eingegeben hast, ist der Dienst auch schon aktiviert.

Drittanbieter

Auch wenn ich es toll finde, dass Shopify dich nicht an den eigenen Bezahldienst bindet, würde ich nur aus triftigen Gründen auf Drittanbieter zurückgreifen. Hier bezahlst du nämlich neben der Transaktionsgebühr für den Drittanbieter auch eine kleine Gebühr an Shopify.

Schritt 7: Versandarten und -kosten definieren

Shopify Versand

Die Offenlegung von Versandbedingungen schafft nicht nur Transparenz für deine Kunden, sondern ist in Deutschland auch gesetzlich vorgeschrieben.

Heißt: Bevor du deinen Shop veröffentlichst, solltest du die entsprechenden Einstellungen unbedingt vornehmen.

Die Konfiguration erfolgt im Menü unter Einstellungen > Versand und Zustellung.

Hier kannst du im Anschluss deinen Versandtarif, also die Kosten pro Bestellung definieren und außerdem individuelle Versandoptionen hinzufügen. Auch der Versandzeitraum kann hier definiert werden.

Bitte beachte, dass in den Standardeinstellungen ein weltweiter Versand aktiviert. Sofern du das nicht anbieten möchtest, musst du diese Konfiguration unbedingt abändern.

Tipp: Die meisten Online-Shops bieten heute einen kostenlosen Versand bei Erreichen eines bestimmten Bestellwerts an. Diese Option solltest du unbedingt in Betracht ziehen, um konkurrenzfähig zu sein und deine Verkäufe bzw. den Kundenwert zu steigern.

Schritt 8: Produkte hinzufügen

Shopify Produkt hinzufügen

Nachdem die optischen Einstellungen (vorerst) abgeschlossen sind, kannst du endlich mit einem der zentralen Arbeitsschritte beginnen: dem Hinzufügen von ersten Produkten.

In das zugehörige Menü gelangst du, indem du im Dashboard auf den Reiter Produkte klickst.

Das Produktmenü selbst ist übersichtlich und wirklich intuitiv gestaltet. Auf sehr einfache Art und Weise lassen sich neue Einträge anlegen und mit einem Titel, einer Beschreibung und Bildern versehen.

Achtung: Vergiss nicht, Kategorien anzulegen, um von Beginn an einen möglichst übersichtlichen Shop zu besitzen. Zu welchem Zeitpunkt du das machst, spielt keine Rolle, denn Produkte lassen sich auch im Nachhinein einer Kategorie zuweisen.

Solltest du die Versandkosten für die Kunden per Gewicht berechnen, so musst du ebenfalls in der Produktübersicht das Gewicht des jeweiligen Produktes eintragen. Anschließend sind alle vorerst wichtigen Produkteigenschaften hinterlegt und das Produkt ist bereit zum Verkauf.

Diese Schritte wiederholst du einfach mit jedem Produkt, bis alle Produkte online gestellt sind. Generell ist das Onlineshop-Erstellen nun abgeschlossen und du bist bereit, um Produkte zu verkaufen und Zahlungen entgegenzunehmen.

Schritt 9: Apps und Erweiterungen hinzufügen

Shopify Apps

Ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass ich an Shopify hauptsächlich die Flexibilität und Anpassbarkeit an die eigenen Bedürfnisse schätze: Über den App Store lässt sich der Shop mit erweiterten Funktionen versehen.

Diese Apps bieten jedoch nicht nur ein Mehr an Funktionen, sondern unterstützten dich auch bei der Automatisierbarkeit, was schlussendlich eine entscheidende Voraussetzung ist, um den Shop später zu skalieren. Insbesondere die Rechnungserstellung und bei Dropshipping-Shops auch der Versand sollten komplett autark laufen.  

Im Shopify-App-Store finden sich auch einige nützliche Erweiterungen, um die Conversion-Rate deines Shops zu steigern. So kannst du zum Beispiel limitierte Angebote, Banner oder Pop-Ups hinzufügen.

Schritt 10: Rechtstexte einpflegen

Shopify Rechtstexte einfpegen

Noch bevor du deinen Shop veröffentlichst, solltest du sicherstellen, dass dieser an die rechtlichen Voraussetzungen angepasst ist.

Heißt: Informiere dich, welche Gesetze und Bedingungen du, abhängig von deinem Standort, erfüllen musst.

Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf das Thema eingehen, da ich mich im nächsten Kapitel ausführlich damit auseinandersetze.

Schritt 11: Testen, testen und testen

Herzlichen Glückwunsch! Dein Shopify-Shop ist fertig konfiguriert und wartet darauf, von dir veröffentlicht zu werden.

Bevor du jedoch final auf den Veröffentlichen-Button klickst, solltest du alle Funktionen und das Design der einzelnen Seiten testen und genauer unter die Lupe nehmen.

Das bedeutet: Führe Testbestellungen durch und wirf einen Blick auf jede einzelne Seite. Insbesondere der Warenkorb und Checkout-Prozess sollten fehlerfrei funktionieren.  

Schritt 12: Shop veröffentlichen

Spätestens mit der Veröffentlichung deines Shops endet der kostenfreie Testzeitraum.

Das bedeutet: Du musst dich an dieser Stelle mit den Plänen beschäftigen und eine für dich passende Option wählen.

Für Einsteiger wird Shopify Basic in der Regel vollkommen ausreichend sein.

Übrigens: Nach erster Veröffentlichung ist dein Shop durch ein Passwort geschützt. Dieses musst du zunächst entfernen. Die zugehörige Einstellung findest du unter Onlineshop > Konfigurationen > Passwortschutz. Nachdem du diesen deaktiviert hast, können endlich potenzielle Kunden deine Seite besuchen und du kannst mit dem Verkaufen beginnen. 

4. Online-Shop rechtssicher machen

Beim Betrieb eines Online-Shops ist es eine essenzielle Voraussetzung, dass du dich mit den rechtlichen Gegebenheiten und Anforderungen beschäftigst.

Hier lauern nämlich viele Stolpersteine, die deine Konkurrenten gerne im Rahmen des Wettbewerbsrechts nutzen und Fehler schnell abmahnen.

Rechtssicherheit und Datenschutz wirken für dich vielleicht wie ein Buch mit sieben Siegeln. Das sollte dich jedoch niemals davon abhalten, mit deinem Shop zu starten. Letztlich sind die Vorgaben leicht umzusetzen, wenn du weißt, worauf du achten musst. ☝️

Wenn du ganz auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst du eine der vielen Online-Kanzleien beauftragen, die wunderschöne Online-Shop-Pakete anbieten und deinen Shop in regelmäßigen Abständen auf die aktuelle Rechtslage prüfen. Und die außerdem bei der Erstellung von AGB, Impressum und Datenschutzerklärung behilflich sind.

Disclaimer: Auch wenn ich mich sehr viel mit Datenschutz und Internetrecht beschäftigt habe, sollte dieses Kapitel keinesfalls als rechtliche Beratung verstanden werden. Ich habe zwar alle Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, dennoch bitte ich dich, alle Gegebenheiten individuell für deine Situation von einem Fachmann prüfen zu lassen.

4.1 Vor dem Start deines Shops

Als Online-Shop-Betreiber musst du in Deutschland ein Gewerbe anmelden, sofern du nicht als Freiberufler eingestuft wirst (wenn du etwa deine eigenen Fotografien vertreibst).

Das ganze funktioniert relativ simpel bei der für deinen Wohnort zuständigen Gemeinde – teilweise sogar schon online.

Bezüglich der Rechtsform (also Einzelunternehmer, GmbH, UG etc.) solltest du unbedingt mit deinem Steuerberater Rücksprache halten.

4.2 Wichtige Rechtstexte

Es ist zwingend erforderlich, verschiedene Rechtstexte zu erstellen, in deinen Shop einzupflegen und zu veröffentlichen, sodass deine Besucher jederzeit auf diese zurückgreifen können.

Achtung: Diese Rechtstexte müssen von jeder Seite deines Shops mit maximal zwei Klicks erreichbar sein und der Link hierzu muss klar beschrieben werden. Ich empfehle, die nachfolgend aufgeführten Texte im Footer deines Shops zu verlinken.

Impressum

Ich weiß, dass in vielen Online-Foren rechtlich fragwürdige Diskussionen zu diesem Thema stattfinden, die oft zu dem Ergebnis kommen, dass ein Impressum unter bestimmten Voraussetzungen nicht erforderlich ist.

Vergiss es. Ein Impressum ist Pflicht!

Neben Vor- und Nachname, der Adresse deines Unternehmens sowie eine Kontaktmöglichkeit über E-Mail und Telefon gehören hier auch Dinge wie Gerichtsstand oder deine Umsatzsteuer-ID (sofern vorhanden) hinein.

Hier findest du einen guten Impressumsgenerator.

Datenschutzerklärung

Deine Besucher müssen im Detail darüber aufgeklärt werden, welche Daten wann, wo und zu welchem Zweck von dir als Shop-Betreiber erhoben und gespeichert werden – auch, welche Cookies zum Einsatz kommen. Dargelegt werden müssen diese Informationen in der Datenschutzerklärung.

Dieses Thema ist wirklich komplex und sollte von dir auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden.

Ich kann dir nur raten: Befasse dich wirklich ausführlich mit dem Thema Datenschutz und überleg lieber zweimal, ob du gewisse Daten erheben musst. Ich habe zum Beispiel auf Blogmojo keine Analytics-Tools wie Google Analytics oder Matomo im Einsatz und setze keine einwilligungspflichtigen Cookies.

Widerrufsrecht

Die Widerrufsbelehrung muss zum einen direkt im Online-Shop aufrufbar sein, zum anderen muss diese Kunden nach dem Bestellvorgang per Mail übersandt werden.

Außerdem ist es erforderlich, dass deine Kunden im Rahmen des Bestellvorgangs auf diese hingewiesen werden, damit eine Bestätigung (z. B. über eine Checkbox) erfolgen kann.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

AGB sind nicht zwingend erforderlich, können jedoch dabei helfen, klare rechtliche Vorgaben zu schaffen. Es gibt jedoch kein Gesetz, das vorschreibt, dass du als Shop-Betreiber AGB besitzen und veröffentlichen musst.

Achtung: Wenn du dich dazu entschließt, AGB zu formulieren, solltest du das gemeinsam mit einem Rechtsanwalt tun und hierfür keine vorgefertigten Texte aus dem Netz verwenden. Allgemeine Geschäftsbedingungen sind ein sehr individueller Rechtstext, der im Detail an deine Gegebenheiten angepasst werden muss. Außerdem sind hier Kleinigkeiten in der Formulierung entscheidend.

4.3 Angaben im Online-Shop

Auch wenn du in der Gestaltung deines Online-Shops relativ frei bist, existieren verschiedene rechtliche Vorgaben, die du auf jeden Fall einhalten musst.

Preisangaben

Ein Produkt muss mit einer Preisangabe verknüpft sein.

Alle Preise müssen als Bruttopreise genannt werden, außerdem muss die enthaltene Mehrwertsteuer genau ausgewiesen sein.

Bestell-Button

Ein gerne gemachter Fehler von unerfahrenen Shop-Betreibern ist eine rechtlich nicht zulässige Ausgestaltung des finalen Bestell-Buttons. Gerichte haben nämlich in der Vergangenheit entschieden, dass dieser eindeutig aufzeigen muss, dass mit einem Klick eine zahlungspflichtige Transaktion eingeleitet wird.

Das bedeutet: Formulierungen wie „Weiter“ oder „Bestellung übermitteln“ sind schlichtweg nicht zulässig!

Ich würde dir unbedingt empfehlen, einen wirklich eindeutigen Wortlaut wie „Jetzt kostenpflichtig bestellen“ zu wählen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Bestellbestätigung

Nach Abschluss einer Bestellung musst du deinem Kunden eine schriftliche Bestellbestätigung zusenden. Das erledigen Tools wie Shopify zwar automatisch per E-Mail, dennoch musst du diese anpassen und sicherstellen, dass auch die Widerrufsbelehrungen enthalten sind.

Versandinformationen

Versandinformationen und vor allem Versandkosten müssen dem Kunden transparent im Rahmen des Bestellvorgangs dargestellt werden. Ich würde dir empfehlen, eine eigene Unterseite für dieses Thema zu schaffen und eine Verlinkung hierzu ebenfalls im Footer zu platzieren.  

4.4 Marketing

Wenn du dich dafür entscheidest, E-Mail-Adressen deiner Nutzer für Marketing-Zwecke zu erheben (was ich dir dringend raten würde), muss hierfür zwingend eine aktive Einwilligung der Nutzer erfolgen, bevor du dieses das erste Mal zu Werbezwecken kontaktierst.

Außerdem muss diese Bestätigung im sogenannten Double-Opt-in-Verfahren erfolgen. Neben der aktiven Einwilligung auf der Website muss eine E-Mail mit einem Bestätigungslink von dir verschickt werden, den der Nutzer erneut aktiv bestätigen muss.

Halte dich bitte unbedingt an dieses Prozedere und übernehme Kunden nicht automatisch im Rahmen eines Bestellvorgangs auch in die Marketing-Liste.

5. Bewährte Tipps für mehr Verkäufe

5.1 Landing-Pages

Landing-Pages sind eine hervorragende Möglichkeit, um einzelne Produkte zu erklären und zu bewerben.

Ich habe zum Beispiel für meinen SEO-Kurs eine eigene Landing-Page erstellt, die den Kurs im Detail vorstellt und außerdem zahlreiche verkaufsfördernde Elemente wie Kundenstimmen enthält.

Auch bei einem Online-Shop können solche Landing-Pages die Verkäufe beflügeln.

Einen Guide, wie du verkaufsstarke Landingpages erstellst, findest du hier: Landingpage erstellen in 2022: Der komplette Guide (inkl. Tools)

Zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Landingpages habe ich dir in diesem Artikel zusammengestellt:

5.2 Split-Testing

In einem Online-Shop gibt es zahlreiche Stufen und Prozesse, die ein Besucher durchlaufen muss, bevor er schlussendlich zum Käufer wird.

Folglich gibt es viele Stellschrauben, um deine Conversion-Rate zu erhöhen. Darunter etwa:

  • Produktbezeichnungen
  • Produktbeschreibungen
  • Überschriften
  • Buttons
  • Preise
  • Versandkosten
  • Produktbilder
  • Testimonials oder Kundenbewertungen
  • Shop-Bewertungen

Als Shop-Betreiber kannst du unmöglich von Beginn an die ideale Kombination dieser Elemente kennen. Daher lautet die Devise: Testen, testen, testen.

Mit sogenannten Split-Tests (auch A/B Tests) kannst du verschiedene Varianten eines Elements erstellen (z. B. der Farbe des Kaufen-Buttons) und so analysieren, welche Version die besten Ergebnisse erzielt.

Split-Tests sind wirklich Gold wert und sollten von Beginn an in deinem Shop ausgeführt werden.

Das Tolle ist, dass sich solche Tests in der Praxis sehr einfach umsetzen lassen. Für WordPress existieren hierfür unzählige Plugins und auch Shopify bietet eine sehr einfache Lösung.

Tipp: Teste pro Seite immer nur ein Element und führe niemals mehrere Split-Tests gleichzeitig aus. Sonst kannst du nicht identifizieren, welches Element schlussendlich einen Boost für die Verkäufe generiert hat.

5.3 E-Mail-Marketing

Vielleicht bist du in der Vergangenheit schon einmal über das Zitat „Das Geld liegt in der Liste“ gestolpert. Gemeint ist hiermit, dass eine gut geführte E-Mail-Liste mit vielen potenziellen Käufern die Verkäufe deiner Produkte beflügeln kann.

Diese Aussage kann ich zu 100 % unterstreichen!

Bei Blogmojo habe ich einen E-Mail-Verteiler mit über 10.000 Kontakten aufgebaut, die regelmäßig meine Newsletter lesen und meinem Blog, den Affiliate-Provisionen und auch den Verkäufen meiner Kurse einen wirklichen Boost verleihen.

Ohne meinen E-Mail-Verteiler wäre ich heute nicht so erfolgreich, wie ich tatsächlich bin.

Daher empfehle ich dir, von Beginn an daran zu arbeiten, einen E-Mail-Verteiler aufzubauen. Hierfür existieren sowohl für Shopify als auch für WordPress tolle Erweiterungen, die dir dabei helfen.

Ich habe für dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, die dir im Detail zeigt, wie du einen starken Newsletter aufbauen kannst. Diese findest du hier: Newsletter erstellen in 2022: Der ultimative Guide für Anfänger

Achtung: Bitte beachte die rechtlichen Vorgaben, die für das Einsammeln von E-Mail-Adressen in Deutschland gelten. Auch hier kann es bei falscher Vorgehensweise zu Abmahnungen kommen.

5.4 Umfragen

Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto besser kannst du Produktbeschreibungen, Design und Werbetexte an diese anpassen.

Ein hervorragendes Mittel hierfür sind Umfragen.

Mithilfe Umfragen erfährst du nicht nur mehr über die Besucher deines Shops, sondern auch über Wünsche und Probleme deiner Zielgruppe.

Ich empfehle dir, folgende Fragen in eine Umfrage einzubauen:

  • Alter, Geschlecht oder Beruf
  • Größtes Problem bei XY
  • Größte Wünsche oder Ziele
  • Gewünschte Hilfestellung bei Zielerreichung

Übrigens: Wenn du bereits einen ordentlichen E-Mail-Verteiler aufgebaut hast, kannst du mit einer einfachen Mail schnell mehrere Tausend Menschen erreichen und bitten, an deiner Umfrage teilzunehmen. Genial, oder nicht? 😎

Profi-Tipp: Belohne die Teilnahme an einer Umfrage, zum Beispiel mit einem Rabattcode. Dadurch werden deutlich mehr Menschen daran teilnehmen.

6. Traffic für den Shop generieren

6.1 Content-Marketing

Für dich als kleiner Shop-Betreiber ist es, je nach Nische, teilweise sehr schwierig, gegen große Konkurrenten zu bestehen.

Eine tolle Möglichkeit, die zudem wenig bis gar kein Kapital erfordert, ist Content-Marketing.

Was ist Content-Marketing denn schon wieder?

Ganz einfach: Dahinter verbirgt sich die Methode, durch informative Inhalte potenzielle Kunden bereits bei der Recherche zu einem bestimmten Problem abzuholen. Ohne, dass diese bereits nach einem konkreten Produkt suchen.

Ein Beispiel:

Stell dir vor, du vertreibst Schimmel-Entferner in deinem Online-Shop. Im Rahmen einer Content-Marketing-Strategie könntest du verschiedene Themen zu Schimmel in deinem Blog abdecken. Darunter zum Beispiel:

  • Schimmel in der Wohnung vermeiden – 7 geniale Tipps
  • 4 Hausmittel gegen Schimmel
  • Schimmel sofort erkennen und effektiv bekämpfen

Durch diese Beiträge holst du Besucher auf deinen Blog, die sich für das Thema Schimmel interessieren, musst dich jedoch nicht mit deinen Mitbewerbern um umkämpfte Keywords wie „Schimmel-Entferner kaufen“ streiten.

Ein weiterer Vorteil von Content-Marketing ist die Tatsache, dass du dir durch informative Beiträge einen Experten-Status in einer Nische aufbauen kannst.

Glaube mir: Für jeden Online-Shop und jedes Produkt existiert eine passende Content-Marketing-Strategie, du musst nur kreativ sein.

Richtig gut funktioniert Content-Marketing übrigens, wenn es dir gelingt, eine persönliche Note durch individuelle Erfahrungen einzubauen.

6.2 Social-Media-Marketing

Die sozialen Medien eröffnen dir unzählige Möglichkeiten, deine Produkte zu bewerben und Kunden zu generieren.

Wie wäre es zum Beispiel mit Erklärungen und Anleitungen zu deinen Produkten über YouTube, Live-Videos bei Facebook und tolle Bilder zu deinen Artikeln bei Instagram?

6.3 Werbeanzeigen

Wenn du bereits erste Verkäufe generiert und erste Erfahrungen im E-Commerce-Bereich gesammelt hast, kannst du überlegen, deine Einnahmen zu reinvestieren und über Ads neue Kunden zu akquirieren.

Je nach Produkt kannst du das sehr erfolgreich über Facebook, Instagram oder auch Google versuchen.

Werbeanzeigen können ein echter Treiber für deine Verkäufe sein, auf der anderen Seite jedoch auch sehr viel Geld vernichten, wenn du nicht weißt, was du tust. Daher empfehle ich dir, zu Beginn mit Experten zu arbeiten, die dich bei deinen ersten Anzeigen unterstützen.

7. FAQ

Hier habe ich dir Antworten auf häufige Fragen rund um die Erstellung eines Online-Shops zusammengestellt:

Leider fällt mir keine hochwertige Lösung ein, mit der du einen kostenlosen Online-Shop erstellen kannst.

Es gibt zwar viele Anbieter, die einen kostenlosen Test ermöglichen (z. B. Shopify), aber auch bei vermeintlichen Gratis-Lösungen wie einem WooCommerce-Shop in Verbindung mit WordPress fallen Gebühren für Hosting und Domain an.

Diese Antwort lässt sich nicht pauschal beantworten.

Je nach der von dir gewählten Lösung fallen entweder Gebühren für die benutzte Software an oder du bezahlst für Hosting und Domain. Dazu kommen noch variable Gebühren für die Erstellung von Produktfotos, AGB, Datenschutzerklärung oder zusätzliche Plugins, Schnittstellen oder Add-ons.

Mit mindestens 30 € pro Monat solltest du auf jeden Fall rechnen, selbst wenn du nur einen sehr einfachen Shop betreibst.

In den meisten Fällen wirst du für den Betrieb eines Online-Shops ein Gewerbe benötigen.

Ausgenommen hiervon sind sogenannte Freiberufler, also Personen, die künstlerisch tätig sind und über den Shop ihre eigenen Produkte vertreiben. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Maler oder Fotografen.

Für Einsteiger eignet sich Shopify sehr gut, da die Software einfach zu bedienen ist und dank zahlreicher Apps mit zusätzlichen Anforderungen wachsen kann.

Wenn du bereits eine WordPress-Website betreibst, dann empfehle ich dir WooCommerce.

Die rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb eines Online-Shops sind komplex, aber nicht unmöglich umsetzen. Ich würde dir empfehlen, einen kompetenten Berater zu suchen, der dich bei diesem Thema unterstützt. Es existieren zahlreiche Online-Rechtsberatungen, die auf E-Commerce spezialisiert sind.

Als kleiner Überblick:

  • Impressum und Datenschutz
  • Widerrufsbelehrungen
  • Angaben zum Versand
  • Preisangaben
  • Korrekt gestalteter Bestell-Button
  • Übersendung einer Bestell-Bestätigung
Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gründer von Blogmojo, SEO-Experte mit 11+ Jahren Erfahrung, WordPress-Fan

Finn hilft Online-Unternehmern mehr Kunden und Besucher über Google zu bekommen.

Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt. Achtung, Nerd-Alarm! 🤓

Er teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 80+ Fachartikeln zu Online-Business, WordPress und SEO sowie in Online-Kursen, wie z. B. seinem SEO-Kurs „New Level SEO“ und seinem Mini-Kurs „Kann ich ranken?“.

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