Verkaufst du bisher deine Produkte über eBay, Amazon oder andere Online-Marktplätze und bist unzufrieden über die hohen Gebühren?
Oder hast du ein eigenes Produkt entwickelt, aber weißt noch nicht, wie du es online verkaufen kannst?
Dann geht es dir genau so, wie uns im Jahr 2021:
Neben unserer Website betreiben wir einen erfolgreichen Instagram-Kanal zum Thema basteln, über den wir Bastelboxen verkaufen wollten.
Um das beste Shopsystem dafür zu finden, haben wir wochenlang recherchiert und bekannte Anbieter ausführlich verglichen.
Für dieses Update habe ich Preise, Tarifgrenzen und zentrale Funktionen erneut in den aktuellen Anbieteroberflächen und auf den offiziellen Produktseiten geprüft.
In diesem Artikel findest du meine Erfahrungen und die verifizierten Anbieterangaben, damit du das passende Shopsystem für deine Bedürfnisse auswählen kannst.
- Shopify ist die ausgewogenste Cloud-Lösung für einen eigenständigen Shop. Basic kostet bei jährlicher Zahlung aktuell 25 € pro Monat.
- WooCommerce, Magento Open Source, PrestaShop und Shopware Community Edition haben keine Lizenzgebühr. Hosting, Wartung, Erweiterungen und Zahlungsabwicklung kosten trotzdem Geld.
- Vergleiche nicht nur den Grundpreis. Auftragsgebühren, Zahlungsgebühren, Umsatzgrenzen, Apps und rechtliche Anpassungen können die Gesamtkosten deutlich erhöhen.
Die besten Cloud-Lösungen
Cloudbasierte Shopsysteme sind vermutlich für die meisten Anfänger und auch Fortgeschrittenen der einfachste Weg, um einen eigenen Online-Shop zu erstellen.
Du brauchst keinen eigenen Server und musst dich nicht um das Hosting kümmern. Das übernimmt der Anbieter. Du kannst deinen Shop über den Browser einrichten und verwalten.
Dieses Prinzip nennt sich auch „Mietshop“ oder Software-as-a-Service (SaaS).
1. Wix

Wix gehört, neben Shopify, zu den bekanntesten Lösungen für Online-Shops. Es handelt sich dabei aber nicht um ein klassisches Shopsystem, sondern um einen Homepage-Baukasten mit E-Commerce-Funktion.
Dadurch ist Wix auch dafür geeignet, einen eigenen Blog zu starten oder verschiedene Arten von Websites zu erstellen.
Die fehlende Fokussierung empfinde ich keineswegs als Nachteil. Ganz im Gegenteil. Wix bietet neben einem klassischen Shop auch eine sehr gute Blogging-Funktion, sodass du deine Verkäufe durch Content-Marketing pushen kannst. Und nein, das Erstellen von Blogartikeln kann schneller gehen, als du denkst. Es gibt mittlerweile viele Hilfsmittel wie KI-Textgeneratoren.
Zusätzlich erwarten dich im Backend E-Mail-Marketing-Funktionen, eine ordentliche Warenwirtschaft sowie umfangreiche Statistik-Tools.
Für wen eignet sich Wix?
Du möchtest einen Online-Shop erstellen, ohne dich viel mit technischen Hintergründen zu befassen?
Dann ist Wix ideal, denn dank des hervorragenden Drag-and-drop-Builders kannst du Änderungen an deiner Website völlig ohne Programmierkenntnisse vornehmen.
Außerdem empfehle ich Wix, wenn du eine E-Mail-Liste aufbauen und ergänzend zu deinen Produkten einen eigenen Blog betreiben möchtest. Gerade für kleinere Shops kann ein solcher Blog eine tolle Lösung sein, um Besucher zu generieren.
- Sehr einsteigerfreundlich
- Einfach zu bedienender Drag-and-drop-Editor
- Sehr gute Abstufung in den Tarifen
- Marketing-Tools (z. B. E-Mail-Liste)
- Gute Warenwirtschaft
- Analytics
- Kompetenter und freundlicher Support
2. Shopify

Shopify gehört zu den bekanntesten Shop-Lösungen am Markt. Das liegt unter anderem an der einfachen Bedienbarkeit. Das Backend ist aufgeräumt, Änderungen nimmst du über einen Drag-and-drop-Editor mit Live-Preview vor und alle wichtigen Einstellungen findest du zentral im Menü.
Auch die Erweiterbarkeit über Apps ist eine große Stärke. Zahlreiche Erweiterungen lassen sich individuell kombinieren.
Shopify ist gleichermaßen für Einsteiger und Profis ein tolles Shopsystem, mit dem sich nahezu jedes Projekt umsetzen lässt.
Übrigens:
Du kannst Shopify 3 Tage kostenlos testen und danach für 1 $ pro Monat weitere 3 Monate nutzen. Die jeweils freigeschalteten Funktionen richten sich nach dem gewählten Tarif.
Für wen eignet sich Shopify?
Das einfach zu implementierende Shopsystem von Shopify richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen. Auch Start-ups finden hier die nötigen Werkzeuge, um ihren ersten professionellen Webshop zu veröffentlichen.
Unternehmen mit einem bestehenden Kundenstamm können ihren Shop leicht auf ihre eigenen Anforderungen und die ihrer Kunden zuschneiden.
Shopify Starter kostet 5 $ pro Monat und eignet sich vor allem für Verkäufe über Social Media, Messenger oder einen einfachen Link. Für einen frei gestaltbaren Onlineshop brauchst du mindestens Basic. Shopify Plus richtet sich an komplexe Unternehmen.
- Kostenloser Testzeitraum
- Faires Preis-Leistungs-Verhältnis
- Sehr einsteigerfreundlich
- Mehrere Templates verfügbar
- Erweiterbar durch zahlreiche Apps
- Einfaches Dropshipping möglich
3. Squarespace

Squarespace wurde ursprünglich als klassischer Homepage-Baukasten konzipiert. Das zentrale Element ist ein exzellenter Drag-and-drop-Builder, mit dem auch Einsteiger professionelle Shops erstellen können. Ergänzend dazu gibt es eine Fülle an Templates, die du per Mausklick importierst.
In den letzten Jahren hat Squarespace viele E-Commerce-Funktionen ergänzt, die dir helfen, einen vollständigen Webshop aufzubauen. Dazu kommen Marketing-Features wie Gutscheincodes und umfassende Analytics.
Für wen eignet sich Squarespace?
Mit Squarespace baust du nicht nur deinen Shop, sondern eine komplette Website drumherum.
Die Blogging-Funktion ist für einen Baukasten ordentlich. Wenn Content der Kern deines Projekts ist, bietet WordPress deutlich mehr Flexibilität.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Einfach zu bedienender Drag-and-drop-Builder
- Starke Blogging-Funktion
- Gute Performance
- Analytics direkt integriert
- Marketing-Tools wie Gutscheincodes
4. ALZURA Shop

Alzura stammt von der ALZURA AG, die seit 1998 E-Commerce-Lösungen entwickelt.
Neben einem Drag-and-drop-Builder bekommst du ein CMS, das die Verwaltung deines Produktportfolios zum Kinderspiel macht.
Darüber hinaus findest du erweiterte Shop-Tools wie Gutscheine, Filterfunktionen oder Mitgliederkonten.
Der Basic-Tarif kostet aktuell 9 € netto pro Monat plus 0,69 € pro Auftrag. Wenn der Shop vollständig werbefrei sein soll, kommen laut Tarifseite 50 € netto pro Monat hinzu.

Für wen eignet sich ein ALZURA Shop?
ALZURA ist eine komplette Shop-Lösung für kleine und mittelgroße Projekte. Die aktuellen Tarife enthalten neben Shop-Funktionen auch einen WordPress-Blog. Prüfe vor der Buchung besonders die Auftragsgebühr und den Aufpreis für einen werbefreien Shop.
- Sehr übersichtliches Backend
- Viele Funktionen zum fairen Preis
- Drag-and-drop-Builder
- Erweiterte Shop-Funktionen wie Gutscheincodes
- Viele Designvorlagen
- Mehrsprachigkeit
5. Gambio Cloud

Wenn du einen deutschen Anbieter bevorzugst, ist Gambio Cloud eine sehr gute Option.
Du erhältst einen Drag-and-drop-Builder mit Vorlagen, kannst mehrere Mitarbeiter mit detaillierten Rechten anlegen und bei Bedarf auf einen lokalen Content-Delivery-Partner zurückgreifen.
Damit du vom Start weg eine ansprechende Website bekommst, hat Gambio einen schnellen Einrichter an Bord. In wenigen Minuten stehen Produkt, Kategorie und Checkout bereit, um mit ersten Verkäufen zu starten.
Darüber hinaus punktet Gambio mit einem integrierten Newsletter und mehreren Zahlungsoptionen, etwa PayPal, Klarna, Rechnung und Vorkasse. Hinzu kommen eine doppelte Bestellbestätigung, automatisierte Retouren, eine Warenwirtschaft und eine DATEV-Schnittstelle.
Der Starter-Tarif kostet bei jährlicher Buchung 29 € pro Monat. Enthalten sind 500 € monatliches Freivolumen. Auf den darüber hinausgehenden Umsatz erhebt Gambio laut Tarifübersicht 1,5 % Transaktionsgebühr.
Auch im Bereich Multichannel ist Gambio stark. Du kannst deine Produkte über Schnittstellen auf Marktplätzen wie eBay oder Amazon anbieten. Ein eigener Marktplatz sorgt zusätzlich für Reichweite.
Für wen eignet sich Gambio Cloud?
Die Gambio Cloud ist ein kompaktes und einfach zu bedienendes Shopsystem mit Stärken in Design, Marketing und SEO. Vor allem Multichannel-Verkäufer profitieren von den Schnittstellen zu eBay oder Amazon.
- Schnelle Einrichtung
- Viele integrierte Zahlungsarten
- Multichannel-Vertrieb inklusive eigenem Marktplatz
- Newsletter und Gutscheine integriert
- DATEV-Schnittstelle
- Serverstandort Deutschland
6. BigCommerce

BigCommerce richtet sich an fortgeschrittene Nutzer mit Web-Erfahrung. Trotzdem führt dich ein Setup-Assistent Schritt für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen.
Im Vergleich zu Shopify oder Wix ist BigCommerce deutlich komplexer, liefert im Gegenzug aber Funktionen, die sonst nur Enterprise-Lösungen bieten. Dazu gehören B2B-Funktionen, Headless-Commerce-Schnittstellen, detaillierte Versandregeln und zahlreiche Zahlungsarten.
Du kannst mehrere Shops innerhalb eines Accounts verwalten, was für internationale Teams spannend ist. Zudem lassen sich Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder Pinterest direkt anbinden.
Für wen eignet sich BigCommerce?
BigCommerce ist eine robuste Lösung für wachsende Unternehmen und Konzerne mit internationalen Ambitionen.
Du benötigst dafür allerdings ein Team, das mit komplexen Systemen umgehen kann. Dann kann sich der große Funktionsumfang auszahlen.
- Sehr großer Funktionsumfang inklusive Enterprise-Features
- Headless-Commerce und Multi-Store-Verwaltung
- Viele Drittanbieter-Integrationen
- Gute Multichannel-Anbindung
- Skalierbar für internationale Teams
7. Ecwid

Ecwid (E-Commerce-Widget) ist seit 2009 am Markt und in über 175 Ländern vertreten. Anders als klassische Shopsysteme hat Ecwid seine Wurzeln in einer App, mit der du E-Commerce-Funktionen auf bestehenden Websites nachrüstest. Heute gibt es zusätzlich einen vollwertigen Baukasten.
Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht mehr. Der kostenpflichtige Starter-Tarif kostet 5 € pro Monat und erlaubt bis zu 10 Produkte. Venture kostet bei jährlicher Zahlung 29 € pro Monat und erweitert den Shop auf bis zu 100 Produkte, digitale Güter, Gutscheine und weitere Verkaufskanäle.
Die Anbindung von Social-Media-Kanälen sowie Point-of-Sale-Lösungen (z. B. Square) ist bereits integriert.
Für wen eignet sich Ecwid?
Den Starter-Tarif von Ecwid solltest du vor einer Buchung anhand deines Abrechnungslandes prüfen, weil Ecwid in mehreren Währungen abrechnet. Ecwid ist vor allem für Betreiber bestehender Websites interessant, die ohne Systemwechsel E-Commerce-Funktionen ergänzen möchten.
- Starter-Tarif für bis zu 10 Produkte
- Lässt sich in bestehende Websites integrieren
- POS- und Social-Media-Verkauf
- Digitale Produkte und Services
- Einfache Bedienung
8. Weebly

Weebly ist in erster Linie ein Homepage-Baukasten, der um E-Commerce-Funktionen erweitert wurde.
Das Tool ist leicht zu bedienen, wird aber deutlich weniger aktiv weiterentwickelt als Wix, Squarespace oder Squares eigene Plattform Square Online.
Du kannst digitale Produkte verkaufen, Gutscheine anlegen und grundlegende SEO-Einstellungen vornehmen. Umfangreiche Marketing-Automatisierungen fehlen dagegen.
Für wen eignet sich Weebly?
Weebly kommt vor allem für bestehende Projekte infrage. Für einen neuen Shop würde ich ein aktiver weiterentwickeltes System wählen.
Für ambitioniertere Projekte würde ich dir allerdings eher Wix oder Squarespace empfehlen. Wenn du bereits eine WordPress-Website hast, lohnt sich außerdem ein Blick darauf, wie du einen WordPress-Shop erstellst.
- Sehr einfache Bedienung
- Drag-and-drop-Editor
- Digitale Produkte möglich
- Gutscheine integriert
- Günstiger Einstieg
On-Premise-Shopsysteme
On-Premise bedeutet, dass du die Shopsoftware auf deinem eigenen Server betreibst. Du hast volle Kontrolle, bist aber auch für Hosting, Updates und Sicherheit verantwortlich.
9. Shopware

Shopware ist ein Shopsystem eines deutschen Anbieters. Das erleichtert die Abstimmung mit deutschsprachigen Partnern. Rechtssicher wird ein Shop dadurch aber nicht automatisch. Rechtstexte, Checkout, Datenschutzeinstellungen und angebundene Dienste musst du passend zu deinem Geschäftsmodell konfigurieren und prüfen lassen.
Shopware bietet umfangreiche Funktionen für Marketing, Content-Management (CMS) und Personalisierung. Besonders praktisch ist der Rule Builder, mit dem du individuelle Regeln für Preise, Versand oder Promotions definierst.
Du kannst auf den Shopware Store zurückgreifen und Shopware headless betreiben, wenn du mehrere Frontends versorgen willst.
Die selbst gehostete Community Edition ist kostenlos. Der kostenpflichtige Rise-Plan beginnt aktuell bei 600 € netto pro Monat. Shopware nennt außerdem den Bruttowarenwert und weitere individuelle Faktoren als Grundlage der Preisgestaltung.
Für wen eignet sich Shopware?
Shopware spielt seine Stärken bei großen Projekten und B2B-Lösungen aus, die stark individualisiert werden müssen.
Du solltest allerdings ein erfahrenes Team oder eine Agentur einplanen, denn Setup, Wartung und Updates sind deutlich aufwendiger.
- Deutscher Anbieter und Open-Source-Kern
- Umfangreiches CMS und Marketing-Tools
- Headless-fähig
- Großer Plugin-Marktplatz
- B2B-Funktionen
10. Gambio (On-Premise)

Gambio gibt es nicht nur als Cloud-Version, sondern auch als Self-Hosted-Variante. Du kannst sie auf deinem eigenen Server oder auf einem von Gambio empfohlenen Webspace installieren. Benötigt werden mindestens 500 MB Speicher, PHP 8.0 und MySQL 5.7 beziehungsweise MariaDB 10.2.
Der Funktionsumfang ähnelt der Cloud-Version. Du bekommst vorgefertigte Designs, einen Customizer, Produktvarianten, einen mehrsprachigen Shop sowie Newsletter und Gutscheincodes. Add-ons kannst du individuell dazubuchen.
Dank Schnittstellen zu DATEV und der Möglichkeit, mehrere Mitarbeiter mit Rechten auszustatten, eignet sich Gambio auch für Teams.
Der aktuelle Vertrag kostet 252 € pro Jahr. Für Zahlungen über den Gambio Hub kommen 0,2 % Transaktionsgebühr hinzu. Rechnung, Vorkasse und Nachnahme sind laut Anbieter davon ausgenommen.
Für wen eignet sich Gambio (On-Premise)?
Wenn du die volle Kontrolle über deinen Shop haben möchtest und Hosting, Wartung sowie Updates selbst übernehmen kannst, ist Gambio eine mögliche Lösung für kleinere und mittlere Shops. Es fallen weiterhin jährliche Vertragskosten und gegebenenfalls die Hub-Gebühr an.
- Fester Jahrespreis für Updates, Hub und Support
- Viele Funktionen sofort enthalten
- Mehrsprachigkeit
- Newsletter und Gutscheine integriert
- Gute Schnittstellen (z. B. DATEV)
Open-Source-Shopsysteme
Bei Open-Source-Systemen ist der Softwarekern ohne Lizenzgebühr erhältlich. Hosting, Wartung, Sicherheit, Zahlungsabwicklung, Erweiterungen und rechtliche Anpassungen verursachen trotzdem Kosten. Dafür erhältst du viel technische Kontrolle.
11. WooCommerce (mit WordPress)

WooCommerce ist eines der bekanntesten Systeme auf dem Markt. Es ist kein eigenständiges Shopsystem, sondern ein WordPress-Plugin, das kostenlos installiert werden kann.
Es fügt sich in die WordPress-Oberfläche ein und erweitert deine bestehende Website um zentrale Shop-Funktionen.
Produkte legst du direkt im Backend an, Designs kannst du über den Customizer oder Page-Builder wie Elementor anpassen.
WooCommerce lässt sich mit vielen Drittanbieter-Tools kombinieren und detailliert an deine Bedürfnisse anpassen.
Das Core-Plugin ist kostenlos. Hosting, Zahlungsgebühren, Wartung und viele Erweiterungen musst du separat einkalkulieren.
Für wen eignet sich WooCommerce?
Ideal für alle, die bereits eine WordPress-Website besitzen und diese um einen Shop erweitern möchten.
Nach der Installation kannst du physische und digitale Produkte verkaufen, Abonnements anbieten und nahezu jede gewünschte Funktion nachrüsten.
- Core-Plugin kostenlos und Open Source
- Gigantische Community
- Einfache Bedienung für WordPress-Nutzer
- Nahtlose Integration
- Skalierbar auch für größere Produktpaletten
- Beliebige Erweiterungen via Plugins
12. Adobe Commerce (Magento)

Adobe Commerce ist die kostenpflichtige Enterprise-Plattform von Adobe. Daneben gibt es weiterhin Magento Open Source als kostenlos verfügbaren Open-Source-Kern. Beide Produkte richten sich eher an technisch erfahrene Teams als an Einsteiger.
Magento Open Source enthält grundlegende E-Commerce-Funktionen, aber keinen Adobe-Commerce-Vertrag. Adobe Commerce ergänzt unter anderem Cloud-, Skalierungs-, B2B- und Support-Leistungen. Einen öffentlichen Listenpreis nennt Adobe nicht. Unternehmen müssen ein individuelles Angebot anfordern.
Für wen eignet sich Adobe Commerce?
Für Unternehmen mit umfangreichen Produktkatalogen, die maximale Kontrolle und Flexibilität benötigen.
Wer ohnehin Adobe-Kunde ist, kann zusätzliche Produkte aus dem Adobe-Ökosystem anbinden. Wegen der hohen technischen und organisatorischen Anforderungen ist eine erfahrene Implementierungsmannschaft einzuplanen.
- Magento Open Source als kostenloser, offener Kern
- Adobe Commerce für komplexe B2B- und B2C-Anforderungen
- Mehrere Shops, Marken und Märkte zentral verwaltbar
- Großer Funktionsumfang und umfangreiche Schnittstellen
- Herstellersupport in der kostenpflichtigen Adobe-Edition
13. PrestaShop

PrestaShop ist ein quelloffenes Shopsystem mit umfangreicher Produktverwaltung, Multistore-Funktionen und einem großen Modulangebot.
Der Open-Source-Kern ist ohne Lizenzgebühr verfügbar. Das offizielle Installationspaket kann zusätzlich kommerzielle Module enthalten. Trotz Installationsassistent ist PrestaShop deutlich komplexer als die meisten Systeme in dieser Liste. Hast du dich einmal eingearbeitet, stehen dir jedoch nahezu unbegrenzte Möglichkeiten offen.
Zum Funktionsumfang gehören unter anderem:
- Umfangreiche Produktverwaltung
- Mehrere Shops und Sprachen
- Erweiterungen über Module
- SEO-Funktionen
- Webservice-Schnittstelle
PrestaShop wurde für Profis entwickelt und lässt kaum Wünsche offen.
Für wen eignet sich PrestaShop?
Für erfahrene E-Commerce-Teams, die die volle Kontrolle über ihr System benötigen.
Die Einrichtung ist komplex, der Funktionsumfang dafür riesengroß.
- Open-Source-Kern ohne Lizenzgebühr
- Viele Designvorlagen
- Umfangreiche Produktverwaltung
- Multistore und umfangreiche Schnittstellen
So wählst du das passende Shopsystem aus
Bevor du dich entscheidest, solltest du Produktanzahl, Zielmärkte, Zahlungsarten, benötigte Schnittstellen und dein vollständiges Monatsbudget festlegen. Plane dabei auch Apps, Hosting, Wartung, Transaktionsgebühren und rechtliche Anpassungen ein.
Ein Cloud-System passt meist besser, wenn du ohne eigenes Technikteam starten möchtest. Ein selbst gehostetes Open-Source-System bietet mehr Kontrolle, verlangt aber regelmäßige Updates, Backups, Sicherheitsarbeit und technisches Know-how.
Welche Shopsysteme sind am beliebtesten?
Belastbare Marktanteile lassen sich aus öffentlich verfügbaren Daten nicht eindeutig ableiten. Anbieter wie BuiltWith und W3Techs erfassen unterschiedliche Website-Mengen und erkennen Shopsysteme mit unterschiedlichen Methoden. Solche Prozentwerte sind daher nicht direkt vergleichbar.
Als zusätzliche Orientierung habe ich am 23. Juli 2026 die Suchbegriffe Shopify, WooCommerce, Shopware, Magento und Wix in Google Trends für Deutschland und die letzten fünf Jahre verglichen.
Shopify erzielt in diesem Vergleich das höchste relative Suchinteresse. Es folgen Wix und Shopware. Diese Werte messen Suchanfragen, nicht die Zahl aktiver Shops oder deren Umsatz.

Kleines Online-Shop-Glossar
Drop-Shipping
Drop-Shipping bezeichnet ein Verkaufsmodell, bei dem Händler Waren nicht selbst lagern. Stattdessen werden Produkte nach dem Kauf direkt von einem Lieferanten an den Kunden versendet.
Warenwirtschaftssystem
Ein Warenwirtschaftssystem (WaWi) überwacht Bestände und Bewegungen von Waren. Du siehst damit Lagerbestände sowie Verkäufe und Einkäufe.
ERP-System
ERP steht für Enterprise Resource Planning. Ein ERP-System kann Prozesse eines Unternehmens abbilden, von Fertigung über Einkauf und Verkauf bis zur Mitarbeitersteuerung.
E-Commerce-Plattform
Eine E-Commerce-Plattform ist eine Softwarelösung, mit der du einen Shop erstellst und betreibst. Sie besteht aus dem Frontend (sichtbarer Teil) und dem Backend (Administration).
Check-out-Funnel
Der Check-out ist der „Kassenbereich“ eines Shops. Er besteht häufig aus mehreren Schritten, etwa Adresseingabe, Versandart, Bezahlart und Bestätigung, und wird als Check-out-Funnel bezeichnet.
Call to Action
Ein Call to Action ist eine direkte Handlungsaufforderung, meist als Button („Jetzt kaufen“, „Jetzt registrieren“). Ziel ist es, Nutzer zur Conversion zu führen.
Digitale Produkte
Digitale Produkte werden elektronisch bereitgestellt, etwa E-Books, Software oder Online-Kurse.
mCommerce
mCommerce beschreibt den Handel über mobile Geräte wie Smartphones. Dazu zählen Shopping, E-Banking und mobile Zahlungen.
Multichannel
Beim Multichannel-Handel verkaufst du nicht nur über deinen Shop, sondern auch über weitere Kanäle wie Etsy, eBay oder Amazon.
Omnichannel
Omnichannel steht für den kombinierten Einsatz mehrerer Marketing- und Vertriebskanäle. Neben E-Mail-Marketing können das Blogartikel oder YouTube-Videos sein.
Händlerkonto
Ein Händlerkonto, auch Merchant Account genannt, dient der Abwicklung von Kartenzahlungen. Viele Zahlungsdienstleister bündeln diese Funktion heute in ihrem Angebot, sodass Händler nicht immer ein separates Konto eröffnen müssen.
Customer Journey
Die Customer Journey beschreibt den Weg eines Kunden vom ersten Kontakt bis zum Kaufabschluss, etwa über Blogartikel, Videos und schließlich den Shop.
Frontend und Backend
Frontend ist der sichtbare Teil für Besucher, Backend der Administrationsbereich mit Warenwirtschaft, Content-Pflege und Einstellungen.
Einkaufswagen
Der Einkaufswagen sammelt ausgewählte Produkte. Technisch wird er meist über Cookies realisiert und bildet den Start des Check-outs.
Upsell
Beim Upsell werden Kunden nach dem Kauf passende Zusatzprodukte angeboten, z. B. Benzin oder Abdeckhauben zum Rasenmäher.
Cross-Sell
Beim Cross-Sell platzierst du ergänzende Produkte, etwa eine Hülle zum Smartphone.
Social Proof
Social Proof bezeichnet soziale Signale, die Vertrauen schaffen können, etwa nachvollziehbare Kundenbewertungen, Fallstudien oder die dokumentierte Nutzung eines Produkts durch andere Menschen.
Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Shopsystems achten?
Shopsysteme unterscheiden sich stark in Aufmachung und Funktionsumfang. Analysiere daher zuerst deine eigenen Bedürfnisse.
Auf diese Qualitätsmerkmale solltest du achten:
- Bedienbarkeit: Ein gutes Shopsystem ist übersichtlich und klar strukturiert. Gerade als Einsteiger solltest du auf einen nicht zu überladenen Funktionsumfang achten.
- Vorlagen und Templates: Sie erleichtern den Start enorm. Ein gutes System bringt genügend Vorlagen mit, die du schnell importieren kannst.
- Warenwirtschaft: Behalte Lagerbestand, Verkäufe und Retouren im Blick. Eine gut funktionierende Warenwirtschaft ist Pflicht.
- Marketing-Funktionen: Newsletter, Gutscheine oder Automatisierungen können deine Verkäufe deutlich steigern.
- Content-Marketing-Funktion: Blogs helfen dir, Traffic aufzubauen. Ideal, wenn das Shopsystem Blogging-Funktionen mitbringt.
- Support: Bei Fragen oder Problemen sollten kompetente Ansprechpartner schnell helfen. Ein längerer Ausfall kann Umsatz kosten.






