7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

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7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

10 Keyword-Tools, mit denen du garantiert großartige Keywords findest

Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.

So wird es dir mit deinen Google-Rankings ergehen, wenn du keine Keyword-Tools nutzt. Sie sind essenziell und unverzichtbar für jeden SEO-Werkzeugkasten.

Das Problem:

Es gibt hunderte verschiedene Tools zur Keyword-Recherche auf dem Markt. Wer soll sich da zurechtfinden?

Die gute Nachricht:

Du brauchst nicht auf eigene Faust herausfinden, welche davon gut sind! Denn ich habe in meinen 8 Jahren SEO-Erfahrung dutzende Tools ausprobiert. Von kostenlos bis mehrere hundert Euro im Monat.

In diesem Artikel stelle ich dir die 10 Keyword-Tools vor, bei denen ich hängen geblieben bin. Tools, mit denen ich etliche großartige Keywords gefunden habe und die ich mitunter seit Jahren für die Keyword-Recherche nutze.

1. Google-Tools

Warum in die Ferne schweifen?

Google selbst bietet großartige Tools zur Keyword-Recherche und -Analyse an. Und das komplett kostenlos!

1.1 Google Trends (kostenlos)

Bei Google Trends kannst du sehen, wie oft in welchem Land und welcher Region Keywords von Google-Nutzern eingegeben werden.

Das Tool eignet sich sehr gut, um saisonale und regionale Schwankungen bei Keywords zu ermitteln. Oder um abzuschätzen, ob das Suchvolumen für ein Keyword sinken oder steigen wird.

Zur Beobachtung der eigenen Marke ist es ebenfalls super:

Google Trends

Einziges Manko:

Das Interesse an bestimmen Keywords wird leider nicht in absoluten, sondern nur in relativen Werten zum totalen Suchaufkommen dargestellt.

1.2 Google Search Console (kostenlos)

Die Search Console (ehemals Google Webmaster Tools) ist ein nicht nur ein wichtiges Tool, um SEO-Fehler auf deiner eigenen Website zu finden und Google dabei zu helfen, deine Website effizienter in den Suchindex aufzunehmen.

Sie lässt sich auch sehr gut für Keyword-Recherche und -Monitoring nutzen!

So werden für jede Website Keywords mit Ranking, Impressionen, Klickrate und Klickzahlen anzeigt. Dadurch kannst du großartige neue Keywords finden, für die du noch nicht rankst oder noch besser ranken könntest.

Mit der neuen Google Search Console, die im Januar 2018 vorgestellt wurde, werden dir Daten nicht mehr nur über 90 Tage, sondern über 18 Monate angezeigt. Zudem wurde Benutzeroberfläche übersichtlicher und moderner gestaltet:

Google Search Console

1.3 Google Ads Keyword-Planer (kostenlos)

Der Google Ads Keyword-Planer (ehemals Google Adwords Keyword Tool) war jahrelang das Standard-Tool für Keyword-Recherche.

Leider ist er als solches nur noch bedingt brauchbar.

Denn seit August 2016 wird bei den Keyword-Ideen nur noch die exakte Anzahl an monatlichen Suchanfragen für Keywords angezeigt, wenn du eine aktive Ads-Kampagne hast.

Wenn du keine aktive Kampagne hast, wirst du mit ungefähren Größenordnungen von 10 – 100, 100 – 1.000, 1.000 – 10.000 etc. abgespeist (im Bild rosa markiert):

Ungenaues Suchvolumen bei Keyword-Ideen im Google Keyword Planner

Auch wird das Suchvolumen von Keywords (z. B. Singular und Plural) in Gruppen zusammengefasst, was das Suchvolumen noch ungenauer werden lässt. Das heißt, dass für keyword tool, keyword tools oder keywordtool jeweils dasselbe Suchvolumen angezeigt würde.

Du kannst allerdings ein bisschen tricksen, um dir ein genauere Suchvolumen für ein Keyword anzeigen zu lassen. Dazu wählst du es über die Checkbox in den Keyword-Ideen aus und fügt es oben zu einem Plan hinzu.

Dann gelangst du zur Planübersicht. Dort wählst du oben rechts als Zeitraum ein Jahr aus (im Beispiel der 13. Dez. 2018 bis 12. Dez. 2019):

Keyword zu einem Plan hinzufügen, um Suchvolumen zu sehen

Anschließend teilst du die angezeigten Impressionen (1200) durch 12 und erhältst 100 Impressionen. Das heißt keywordtool hat etwa 100 monatliche Suchanfragen.

Ich empfinde diesen Prozess jedoch als zu umständlich. Zudem darf man nie vergessen, dass es sich um Impressionen von Werbeanzeigen und nicht von Suchanfragen an sich handelt, was nicht 100% deckungsgleich ist.

Ich rate dir deshalb dazu, stattdessen den KWFinder zu nutzen (siehe weiter unten).

Hinweis: Bitte beachte, dass der Keyword Planner für Google-Werbekunden und nicht für SEO entwickelt wurde. Das heißt Werte wie Gebote, Wettbewerb oder CPC (Cost-per-Click) beziehen sich immer auf die Schaltung von Werbeanzeigen in der Google-Suche.

1.4 Google Suggest (kostenlos)

Google Suggest, auch Google Autocomplete genannt, ist kein eigenständiges Tool, sondern eine Funktion in der Google-Suche.

Gib einfach ein Keyword bei Google ein und du bekommst automatisch weitere Keyword-Vorschläge angezeigt:

Google Suggest

Weiter unten auf der Sucherergebnis-Seite zeigt Google ebenfalls ähnliche Suchanfragen an:

Ähnliche Suchanfragen in den SERPs

2. Klassische Keyword-Tools

Ein klassisches Keyword-Tool sollte auf keinen Fall in deinem SEO-Werkzeugkasten fehlen!

Klassische Keyword-Tools geben nicht nur Keyword-Ideen aus, sondern zeigen auch weitere wichtige Eigenschaften dieser Keywords an, wie z. B. Suchvolumen, CPC, Konkurrenz bei Google Ads und die Suchergebnisse, die dafür ausgegeben werden.

Ideal ist es zudem, wenn du innerhalb des Tools gleich die Konkurrenz analysieren und Keywords nach ihren Eigenschaften filtern kannst.

2.1 KWFinder (ab 25,90 €/Monat)

Der KWFinder ist mein Lieblings-Tool zur Keyword-Recherche.

Er zeigt nicht nur Keyword-Vorschläge mit Suchvolumen, Trends und CPC an, sondern zu jedem Keyword auch die entsprechenden Suchergebnisse an. Diese werden zusammen mit diversen Link-Kennzahlen und den Facebook-Shares in einer Tabelle neben den Keyword-Vorschlägen dargestellt:

Im KWFinder werden Keyword-Vorschläge und die dazugehörigen SERPs angezeigt

Praktisch für Anfänger ist der SEO Difficulty Score:

Keywords mit schwacher Konkurrenz kannst du an hell- und dunkelgrünen Scores erkennen, was sehr gut für eine erste Einschätzung ist.

Im Basic-Plan für etwa 26 € im Monat kannst du 100 Keyword-Abfragen täglich machen, was selbst für mich mehr als genug ist.

Dazu erhältst im Rahmen der mangools Suite noch viele weitere nützliche Tools, wie z. B.  SERPWatcher zum Überwachen der eigenen Rankings.

2.2 Ubersuggest (kostenlos)

Ursprünglich hat Ubersuggest nur Keyword-Vorschläge ausgegeben, war also ein einfaches Suggest-Tool. Seit Internetmogul Neil Patel es übernommen hat, wurde es runderneuert.

Es hat nicht nur ein neues modernes Interface bekommen, sondern dir zeigt nun auch Suchvolumina, Stärke der Konkurrenz und einen Überblick über die Suchergebnisse an.

Und das komplett kostenlos und ohne Einschränkungen!

Keyword-Ideen bei Ubersuggest

Ich nutze es vor allem, um schnell einen Überblick über Long-Tail-Keywords zu bekommen.

Den KWFinder hat es trotz der vielen Verbesserungen jedoch nicht als mein Haupt-Tool ablösen können, denn…

  • Der KWFinder eine größere Datenbasis. Für die meisten Keywords zeigt der KWFinder doppelt oder sogar dreimal so viele Keyword-Ideen als Ubersuggest an.
  • Das Suchvolumen bei Ubersuggest ist weniger akkurat.
  • Die errechnete Konkurrenzstärke ist ebenfalls nicht so akkurat. Ubersuggest tendiert dazu, die Konkurrenz als zu schwach einzuschätzen.
  • Ubersuggest gibt Keyword-Ideen nur anhand von Google Suggest (siehe 1.4) aus, wodurch dir viele ähnliche Keywords durch die Lappen gehen (erkennbar daran, dass die meisten Ideen mit dem eingegebenen Keyword anfangen).

3. Suggest-Tools

Wenn du ein Keyword in ein Suggest-Tool eingibst, bekommst du eine Liste mit Keyword-Vorschlägen (ohne Suchvolumen und andere Daten) ausgegeben. Diese kannst du wiederum als Liste in KWFinder oder Google Keyword-Planer eingeben:

3.1 Answer The Public (kostenlos)

Answer the Public ist ein großartiges Keyword-Tool, um Long-Tail-Keywords zu finden. Es sammelt Vorschläge aus der Google-Suche und ordnet sie nach Präpositionen und Fragen:

Präpositionen zum Keyword "Suchmachinenoptimierun" in Answer The Public

Es eignet sich auch sehr gut dazu, die verschiedenen Suchintentionen hinter einem Keyword herauszufinden und die Zielgruppe besser kennenlernen.

Aus dem obigen Diagramm lässt sich zum Beispiel ablesen, dass Nutzer, die nach dem sehr allgemeinen Keyword suchmaschinenoptimierung bei Google suchen:

  • auf den Plattformen Jimdo und WordPress unterwegs sind
  • hauptsächlich Anfänger sind
  • kleine und mittlere Unternehmen sind, wie z. B. Ärzte, Hotels, Rechtsanwälte, Fotografen etc.
  • eine Anleitung oder Übersicht dazu lesen möchten

Das hilft dir erstens dabei, deine Inhalte besser auf die Bedürfnisse von Suchmaschinen-Nutzern zuzuschneiden und ihre Fragen besser beantworten.

Zweitens kannst du die verschiedenen Aspekte eines Themas besser zu überblicken. Somit wird es für dich leichter, Blogartikel inhaltlich zu strukturieren und Zwischenüberschriften zu finden.

3.2 SEORCH (kostenlos)

Der deutsche Dienst SEORCH ist ebenfalls super, um dir einen schnellen Überblick über ein Thema zu verschaffen. Neben einem W-Fragen-Tool und einem Ranking-Checker bietet es auch eine Suggest-Funktion.

Diese zeigt dir Keyword-Vorschläge aus verschiedenen Diensten an, wie z. B. Yandex, Amazon, YouTube, Ebay, Wikipedia und Bing:

Long-Tail-Keywords generiert von SEORCH

4. Profi-Tools

Profi-Tools bieten bei der Keyword-Recherche zwei entscheidende Vorteile gegenüber klassischen Keyword-Tools:

Erstens haben sie eine größere Datenbasis. Das heißt, du bekommst dort Keywords angezeigt, die du bei Ubersuggest bzw. dem KWFinder nicht finden würdest. Zudem sind die dazugehörigen Daten, wie z. B. das Suchvolumen, zuverlässiger.

Zweitens erlauben sie die Keyword-Analyse auf Domain-Ebene. Das heißt, du kannst dir anzeigen lassen, für welche Keywords eine Website und deren Unterseiten genau ranken.

4.1 SEMRush (ab 83 $/Monat)

SEMRush ist seit eh und je das Tool zur Konkurrenzanalyse. Der Fokus von SEMRush liegt zwar auf SEA, also bezahlter Suchmaschinen-Werbung, es ist aber ebenso brauchbar für SEO.

So zeigt es z. B. die allgemeine Sichtbarkeit eine Domain und alle Keywords an, für die eine Domain rankt. Sortierbar nach Suchvolumen, geschätztem Traffic pro Keyword uvm.:

Die Domain-Analyse bei SEMRush bietet eine Übersicht über alle Keywords, für die eine Domain rankt

Auch kannst du dir anzeigen lassen, über welche Unterseiten der meiste Traffic kommt und für welche und wie viele Keywords diese ranken.

So lässt sich zum Beispiel herausfinden, dass Spiegel Online viele Suchmaschinen-Besucher über einen Brutto-Netto-Rechner bekommt (vierte Seite von oben):

SEMRush: Keyword-Analyse der Unterseiten einer Domain

Mein Lieblingsfunktion bei SEMRush ist jedoch mit Abstand das Keyword Magic Tool. Es handelt sich dabei um ein klassisches Keyword-Tool, das Keyword-Vorschläge ausgibt und Suchvolumina anzeigt.

Aber mit einem genialen Twist.

Denn es gruppiert Long-Tail-Keywords nach Oberkategorien (linke Spalte). So kannst du gleich sehen, für welchen Aspekt eines Keywords sich Suchende am meisten interessieren:

SEMRush Keyword Magic Tool

4.2 ahrefs (ab 82 $/Monat)

ahrefs ist das aktuell beste Allround-Tool für SEO, das es auf dem Markt gibt.

Es gibt zwar Tools, die einzelne Aspekte besser können, wie z. B. On-Page-Analysen oder Keyword-Recherche. Aber an das Gesamtpaket von ahrefs kommen andere Profi-Tools wie SISTRIX, XOVI, Moz, Majestic, SEMRush etc. nicht heran.

Die Spezialität von ahrefs ist seit jeher die Backlink-Analyse, in welcher es durch seine riesige Datenbasis aus über 12 Trillionen Links alle anderen Tools um Längen überholt.

Das gleiche gilt für Keyword-Recherche. ahrefs bietet von allen Tools die größte Datenbasis und die genausten Keyword-Daten.

Die Recherche ist über den Keyword Explorer möglich:

ahrefs Keyword-Explorer

Dieser zeigt nicht nur diverse Keyword-Ideen für ein eingegebenes Keyword an (Keywords mit gleichen Wörtern, Suchvorschläge und Keywords, für welche die Top-10-Webseiten auch ranken), sondern auch Daten wie z. B.:

  • Suchvolumen
  • den Oberbegriff (zur besseren Einordnung in ein bestimmtes Thema)
  • CPC (Cost-per-Click)
  • die Keyword-Schwierigkeit
  • wie das Verhältnis zwischen Suchen mit Klicks und ohne Klicks ist

Bei der Keyword-Analyse auf Domain-Ebene zeigt sich die klare Überlegenheit gegenüber SEMRush. Die Übersicht der Top-Seiten sieht zwar ähnlich aus, für manche Seiten findet ahrefs jedoch deutlich mehr Keywords.

ahrefs findet beim Brutto-Netto-Rechner z. B. 2.967 Keywords, was knapp 1.300 Keywords mehr sind als bei SEMRush:

ahrefs Site Explorer Top Pages

5. FAQ

Antworten auf häufige Fragen zu Keyword-Tools:

5.1 Welche Alternativen gibt es zu AnswerThePublic?

Als Alternative zu AnswerThePublic eignet sich zum einen UberSuggest, welches seit kurzem Keyword-Listen in die Kategorien Suggestions, Ähnlich, Fragen, Vorschläge und Vergleiche einteilt.

Zum anderen kannst du auch die Funktionen Autocomplete und Questions vom KWFinder nutzen.

5.2 Warum zeigen manche Tools bestimmte Keywords nicht an?

Wenn du mit einem Tool nach Keywords suchst, solltest du folgendes nicht vergessen:

Keyword-Tools sind nie hundertprozentig genau oder zeigen dir ein komplettes Bild aller Suchanfragen an, die Menschen bei Google eintippen.

Jedes Tool hat eine begrenzte Keyword-Datenbank mit ein paar Millionen oder ggf. auch Milliarden Keywords. Alles, was darüber hinausgeht, wird nicht erfasst.

5.3 Welches Tool ist am besten, um herauszufinden, für welche Keywords ich selbst ranke?

Die Google Search Console bietet von allen Tools die genausten und umfangreichsten Keyword-Daten für deine eigene Website, da von Google selbst.

Aber auch hier solltest du nicht vergessen:

Kleine Abweichungen zu Google Analytics oder anderen Tracking-Tools sind immer möglich.

5.4 Welche Keyword-Tools eignen sich für Bing?

Generell alle Keyword-Tools, die du für Google auch benutzen würdest.

Falls du wissen möchtest, welches Suchvolumen bestimmte Keywords bei Bing haben, empfiehlt sich das Keyword Research Tool, das Bestandteil der Bing Webmaster Tools ist.

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn ist Gründer von Blogmojo und seit 2011 als Internet-Unternehmer selbstständig. Er ist WordPress-Fan und absoluter SEO-Nerd, der mindestens 2 Case Studys gleichzeitig am Laufen hat, um zu sehen, was bei Google gerade funktioniert. Er liebt Espresso und Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss (90% und aufwärts).

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