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Die 12 Gesetze unglaublich erfolgreicher Blogartikel

Die 4 besten Newsletter-Tools in 2020 (inkl. Vor- und Nachteilen)

MailChimp, GetResponse oder vielleicht doch CleverReach?

Die Auswahl an verschiedenen Newsletter-Anbietern ist riesig. Da ist es schwierig sich für den richtigen zu entscheiden.

Und glaub mir:

Mir ging es genauso wie dir.

Ich stand vor drei Jahren wie der Ochs vorm Berg. Überfordert von der Auswahl und von den Auswahlkriterien.

Und das Lesen von zig Vergleichsartikeln hat es nicht unbedingt besser gemacht. Denn dadurch haben sich die Auswahl und die möglichen Auswahlkriterien nicht verkleinert, sondern vergrößert.

Dazu kommt:

Viele Rankings sind nicht unabhängig, sondern richten sich nach der Höhe der Provision, die jemand für den Verkauf eines bestimmten Newsletter-Tools bekommt.

Dieser Artikel jedoch ist anders.

Ich stelle dir nicht 15, 30 oder sogar 50 verschiedene Softwares vor, sondern nur vier. Softwares, die ich z. T. jahrelang verwende und uneingeschränkt empfehlen kann.

Und ja, bei den vier Tools ist mit Sicherheit auch etwas für dich dabei.

Egal, ob du nur sporadisch E-Mails an deine Kunden versenden oder komplexe Automatisierungen erstellen willst.

Kleines Newsletter-Einmaleins

Hier findest du die wichtigsten Newsletter-Begriffe und ihre Bedeutungen:

  • Automatisierung: System, um E-Mails nach bestimmten Abläufen oder Bedingungen zu schicken, z. B. wenn ein Abonennt auf einen Link in einer E-Mail klickt, bekommt er eine weitere E-Mail- oder E-Mail-Serie zugeschickt.
  • Autoresponder: Wie Automatisierung, nur etwas einfacher, z. B. automatischer Versand einer E-Mail zum Geburtstag eines Kunden.
  • Freebie: Kostenloser Inhalt, z. B. E-Book oder Video, der als Einreiz dient, sich in deine E-Mail-Liste einzutragen. Auch Lead-Magnet oder Ethical Bribe genannt.
  • Tags: Schlagwörter, in die man E-Mail-Abonennten einteilen kann. Dienen dazu Abonennten nach Interessen oder Kundenstatus einzuordnen (bestehender Kunde, potenzieller Kunde etc.)
  • Bounce: E-Mail, die nicht zugestellt werden kann (z. B. weil E-Mail-Adresse nicht mehr besteht oder Postfach voll ist).
  • Opt-In-Formular: Formular, in das jemand seine E-Mail-Adresse eingeben kann, um zu deiner E-Mail-Liste hinzugefügt zu werden.
  • Double-Opt-In: E-Mail mit Bestätigungslink, die nach Abschicken des Opt-In-Formulars versendet wird.
  • Split-Test: Verschicken von zwei oder mehr Versionen einer E-Mail mit jeweils kleineren Veränderungen, z. B. in der Betreffzeile, um zu sehen, welche besser abschneidet.

1. Einfache Newsletter-Tools

Der Funktionsumfang mancher Newsletter-Dienste ist gigantisch.

Du kannst mit ihnen Landing-Pages erstellen, Splittests machen, Automationen erstellen, Webinare veranstalten und vieles mehr.

Viele dieser Funktionen sind jedoch nicht unbedingt nötig!

Wenn eine oder mehrere der folgenden Aussagen auf dich zutreffen, ist ein einfaches Newsletter-Tool für dich vollkommen ausreichend:

  • “Ich möchte einfach nur einen wöchentlichen oder monatlichen Newsletter verschicken.”
  • “Ich möchte nur sporadisch eine E-Mail an alle meine Kontakte schicken, um sie über Neuigkeiten, Änderungen in deinem Unternehmen oder deiner Organisation auf dem Laufenden zu halten “
  • “Meine Kontakte sind vom Problembewusstsein und in ihren Interessen sehr homogen und müssen nicht segmentiert werden, z. B. Bestandskunden, die alle das gleiche Produkt gekauft haben und alle aus der gleichen Branche stammen.”
  • “Meine E-Mail-Liste ist recht klein (unter 2.000 Kontakte) und es ist unwahrscheinlich oder auch nicht gewollt, das meine E-Mail-Liste stark weiter wächst.”

Die folgenden zwei einfachen Newsletter-Softwares, die bis zu einer bestimmen Anzahl an Abonnenten sogar kostenlos (!) sind, kann ich empfehlen:

MailChimp

Mailchimp

MailChimp ist der Platzhirsch unter den E-Mail-Marketing-Anbietern. Mit mehr als 12,3 Millionen aktiven Nutzern und einem Marktanteil von ca. 60% ist es die mit Abstand beliebteste Newsletter-Software weltweit.

Und das hat vor allem drei Gründe:

  1. MailChimp ist einfach zu bedienen
  2. Es gibt Integrationen für so ziemlich jedes Drittanbieter-Tool (Pop-up-Plugins, Kursplattformen, Page-Builder, Shopsysteme etc.)
  3. Es ist bis zu 2.000 Kontakten kostenlos.

Es ist also ideal für alle, die einfach nur ab und zu an ihre Kunden, potenziellen Kunden oder Mitglieder der eigenen Organisation eine Rundmail verschicken wollen.

Doch MailChimp hat jedoch auch Nachteile:

Es ist zum Teil unflexibel und man kommt mit dem Funktionsumfang irgendwann an die Grenzen.

So ist es z. B. Abonnenten nicht möglich, sich zweimal in dieselbe Liste einzutragen (was nachteilig ist, wenn du deinen bestehen Abonnenten anbieten möchtest, dich in eine Warteliste o. ä. einzutragen).

Auch das Taggen (Einordnen) nach Interessen und die Entwicklung darauf basierender Automatisierungen ist nur zum Teil und/oder sehr umständlich möglich.

Zudem ist es komplett auf Englisch und bietet nur englischen Support.

Jetzt kostenlos testen!

Vorteile

  • Sehr guter Newsletter-Editor
  • Einfache Bedienung
  • Übersichtliche und moderne Benutzeroberfläche
  • Kostenlos bis 2.000 Kontakte nutzbar (mit eingeschränktem Funktionsumfang)
  • Erstellung von Landing-Pages möglich
  • Erstellen von Autorespondern
  • Sogar Erstellung einer eigenen Website möglich (seit Ende 2019)
  • Schnittstellen zu so ziemlich jedem erdenklichen Drittanbieter-Tool (Pop-up-Plugins, Kursplattformen, Page-Builder, Shopsysteme, soziale Netzwerke etc.)
  • Zwei-Faktor-Autentifizierung möglich (mit 10% Rabatt!)

Nachteile

  • Benutzeroberfläche ist nur auf Englisch
  • Support ist nur auf Englisch
  • Keine komplexen Automatisierungen möglich
  • Automatisierungen anzulegen ist z. T. umständlich
  • Kein automatisches Tagging (z. B. auf Basis von Aktivität, bestimmten Aktionen oder auf Eintragung in ein bestimmtes Newsletter-Formular etc.) möglich
  • Im Free-Zahlungsplan wird unter jeder E-Mail das MailChimp-Logo angezeigt

CleverReach (die deutsche MailChimp-Alternative!)

CleverReach

Du willst etwas Vergleichbares wie MailChimp nur auf Deutsch?

Dann ist CleverReach die richtige Wahl für dich.

Was die Benutzeroberfläche und den Funktionsumfang angeht, steht es dem US-amerikanischen Anbieter in kaum etwas nach und ist meiner Meinung nach die beste Mailchimp-Alternative.

Im Gegensatz zu MailChimp ist die Benutzeroberfläche, der Support und die Dokumentation komplett auf Deutsch.

Es ist zudem übersichtlicher und einfacher zu bedienen. MailChimp kann anfangs etwas verwirrend sein, manche Einstellungen muss man länger suchen.

Die Newsletter-Templates von CleverReach sind, zugegebenerweise, etwas in die Jahre gekommen und müssten mal wieder aktualisiert werden. Der WYSIWYG-Editor zur Newsletter-Erstellung ist dafür top!

Die Anmeldeformulare sowie der gesamte Opt-In- und Opt-Out-Prozess bieten viele Einstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten:

Neben dem Einzelversand von E-Mail bietet die Software unter anderem zeit- und aktionsgesteuerte Kampagnen, Autoresponder, RSS-Kampagnen und A/B-Splittesting, womit es alle Funktionen bietet, die man sich für einfaches E-Mail-Marketing wünschen kann.

Bis zu 250 Abonnenten und 1.000 E-Mails pro Monat sind bei CleverReach kostenlos. Ähnlich wie bei MailChimp sind im Gratispaket manche Funktionen eingeschränkt. So lässt sich z. B. der CleverReach-Button in den Anmeldeformularen nicht ausblenden.

Wem Datenschutz wichtig ist, der ist bei CleverReach ebenfalls sehr gut aufgehoben:

CleverReach ist ein deutsches Unternehmen und unterliegt sowohl dem deutschen als auch EU-Datenschutzrecht. Zudem werden Daten bei CleverReach laut eigenen Angaben ausschließlich in der EU gespeichert.

Jetzt kostenlos testen!

Vorteile

  • Leicht zu bedienen
  • Übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Erstellung von Autorespondern und einfachen Automationen möglich (mit Drag & Drop!)
  • Guter Newsletter-Editor
  • A/B-Tests möglich
  • Bis zu 250 Abonnenten und 1.000 E-Mails pro Monat kostenlos
  • Serverstandort in der EU
  • Deutscher Anbieter mit deutschem Support
  • Benutzeroberfläche komplett auf Deutsch
  • Agenturlösungen verfügbar
  • kostenlose Webinare und umfangreiches Helpcenter

Nachteile

  • Tagging nur bedingt/umständlich möglich
  • Keine komplexen Automationen möglich
  • Kostenloses Paket bietet nur 250 Kontakte (MailChimp bietet 2.000)
  • Bietet bei weitem nicht so viele Schnittstellen wie MailChimp an
  • Newsletter-Templates sehen zum Teil altbacken aus

2. Tagbasierte Newsletter-Tools

Insbesondere, wenn du deine Kunden online gewinnst oder sogar ein reines Online-Business (also z. B. einen Online-Shop hast, Coach bist, Online-Kurse verkaufst etc.), dann wirst du mit einfachen Tools wie CleverReach oder MailChimp irgendwann an deine Grenzen kommen.

Ein kleines Beispiel:

Sagen wir du bietest zwei kostenlose E-Books als Freebies an, weil du zwei verschiedene Zielgruppen mit deinem Coaching-Angebot ansprechen willst:

  1. 7 Marketing-Tipps für kleine und mittelständische Unternehmen
  2. 8 Regeln, um als Freelancer mehr Kunden zu gewinnen

Obwohl es mit Sicherheit Überschneidungen gibt, sind nicht alle deine Newsletter relevant für beiden Zielgruppen. Deshalb möchtest du diese in deinen Kontakten trennen.

Mit MailChimp oder CleverReach ist das zwar möglich, aber mit viel Fummelei verbunden.

Hier kommen sogenannte tagbasierte Tools ins Spiel:

ActiveCampaign

ActiveCampaign

Ich bin Anfang 2019 von MailChimp zu ActiveCampaign gewechselt. Und das hatte einen entscheidenen Grund:

Während ich mit dem Support, der Bedienung, der Zustellbarkeit und dem Newsletter-Editor bei MailChimp sehr zufrieden war, fehlten mir zwei Aspekte:

Aspekt #1: Bessere Segmentierung

Blogmojo ist ein Multithemen-Blog mit einer gemischten Zielgruppe. Und ich wollte die Möglichkeiten haben, meine Abonennten in Interessengruppen zu sortieren, um Newsletter gezielter zu verschicken.

Relevante und auf Menschen genau zugeschnittene Inhalte zu erstellen ist meiner Meinung nach das A und O im Online-Marketing.

Bei ActiveCampaign ist es zum Beispiel möglich, Leute basierend auf Link-Klicks oder je nach ausgefülltem Formular bestimmte Tags zuzuweisen.

Aspekt #2: Einfachere Automatisierung mit mehr Möglichkeiten

Bei MailChimp ist Automatisierung ein Graus. Man kann zwar Automatisierungen erstellen, aber es mangelt an Funktionen und das Aufsetzen ist unnötig kompliziert.

Mit ActiveCampaign ist die Erstellung dank visuellem Workflow-Editor einfach und übersichtlich. Zudem ist die Erstellung von komplexen Automatisierungen möglich.

Was mir auch sehr gut gefällt:

Alle Automatisierungsfunktionen sind schon ab dem Lite-Tarif ab 9 € pro Monat (111 € bei 10.000 Kontakten) verfügbar. Bei anderen Softwares muss man für einen ähnlichen Funktionsumfang deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Natürlich ist auch bei ActiveCampaign nicht alles perfekt:

Den Newsletter-Editor bei MailChimp z. B. fand ich etwas besser und zuverlässiger, als den von ActiveCampaign, der manchmal etwas hakelig sein kann.

Alles in allem bin ich mit ActiveCampaign jedoch sehr zufrieden und bereue den Wechsel nicht.

Jetzt kostenlos testen!

Vorteile

  • Übersichtliche und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche
  • Guter Newsletter-Editor
  • Hohe Anpassbarkeit von Templates und Opt-In-E-Mails
  • Einfache Erstellung von Automatisierungen per Drag & Drop
  • Komplexe Automatisierungen möglich
  • Tagging auf Basis von Aktionen (z. B. Linkklick in E-Mail oder Kauf eines bestimmten Produktes)
  • Kontakte, die ein Formular ausfüllen, können getaggt werden
  • Viele Automations-Templates
  • Es gibt die Möglichkeit, Automationen zu importieren
  • Viele Integrationen
  • Günstiger Lite-Tarif ab 9 € im Monat (enthält unbegrenzte Automationen!)
  • Fortgeschrittene CRM-, Advertising-, Customer-Journey- und Machine-Learning-Funktionen im Plus- und Professional-Tarif
  • Kostenloser Umzugsservice von der alten Newsletter-Software zu ActiveCampaign
  • unbegrenzt viele E-Mails versenden
  • Benutzeroberfläche auf Deutsch übersetzt

Nachteile

  • Newsletter-Editor manchmal etwas träge, verliert zudem manchmal die Formatierung
  • Reporting könnte umfangreicher sein
  • kein deutscher Support
  • teilweise Übersetzungsfehler in der deutschen Benutzeroberfläche
  • keine Extras wie Landing-Page-Builder, Webinare, Website-Baukasten oder ähnliches
  • Auswahl an Newsletter-Templates könnte besser sein

GetResponse

GetResponse

GetResponse zählt mit über 350.000 Kunden zu den größeren E-Mail-Marketing-Anbietern.

Angefangen bei einfachen Autorespondern in 1998 hat sich der polnische Anbieter zu einer Branchengröße im Bereich Newsletter und E-Mail-Marketing entwickelt.

Das E-Mail-Marketing-Tool überzeugt durch eine moderne und übersichtliche Oberfläche, einen großen Funktionsumfang und viele Integrationsmöglichkeiten.

Dabei ist es preislich deutlich günstiger als CleverReach und MailChimp:

Der Basic-Tarif von GetResponse, der ungefähr mit dem Standard-Tarif von MailChimp und dem kostenpflichtigen Tarif von CleverReach vergleichbar ist, kostet für 10.000 Kontakte nur 59 € pro Monat. CleverReach hingegen kostet 100 € pro Monat und Mailchimp 99$ pro Monat (also ca. 90 €).

Im Plus-Tarif für 85 € pro Monat bei 10.000 Kontakten eignet es sich sogar deutlich besser als MailChimp oder CleverReach, um Prozesse der Kundenbindung zu automatisieren und Sales-Funnel zu erstellen.

Allerdings:

Wenn dir du viele oder komplexere Automatisierungen erstellen willst, dann ist ActiveCampaign die bessere Wahl.

Jetzt kostenlos testen!

Vorteile

  • Übersichtliche und moderne Benutzeroberfläche
  • sehr schöne Newsletter-Templates
  • Einfach zu bedienender Newsletter-Editor (Drag & Drop)
  • Auf Deutsch übersetzte Benutzeroberfläche und Dokumentation
  • Deutscher Support
  • Erstellung von Landing-Pages und Autofunnels (Kombination aus Landing-Page, E-Mail-Serie und Werbeanzeigen)
  • Anbindung an Facebook Ads
  • einfaches CRM mit visueller Sales-Pipeline (ab dem Plus-Tarif)
  • Scoring und Tagging von Kontakten (ab dem Plus-Tarif)
  • Automatisierungen mit visuellem Workflow-Editor (wie bei ActiveCampaign)
  • Viele Automatisierungs-Templates
  • Webinar-Tool enthalten (ab dem Plus-Tarif)
  • bestes Preis-Leistungs-Verhältnis von allen E-Mail-Marketing-Tools
  • Erstellung von Umfragen möglich
  • Schicke und einfach zu erstellende Opt-In-Formulare

Nachteile

  • Erstellungen von Automatisierungen nicht so einfach wie bei ActiveCampaign
  • Benutzeroberfläche nicht so übersichtlich wie bei ActiveCampaign
  • Nur 5 Automatisierungsworkflows im Plus-Tarif möglich
  • Webinare sind im Plus-Tarif auf 100 Teilnehmer begrenzt

3. Preisvergleich

Hier findest du einen Überblick über die monatlichen Kosten aller Tools im jeweils günstigsten verfügbaren Tarif für die gewählte Kontaktanzahl und bei monatlicher Zahlungsweise.

Für erweiterte Tarife mit besseren Support und mehr Funktionen fallen die Preise mitunter höher aus.

Auch wichtig zu wissen:

Bei jährlicher oder zweijährlicher Zahlungsweise sind die Preise mitunter deutlich niedriger (bei ActiveCampaign spart man bei jährlicher Zahlungsweise z. B. bis zu 40 %, bei GetResponse spart man jährlich 18 % und zweijährlich sogar 30 %).

Bitte beachte zudem, dass der günstige Preis nicht unbedingt das günstigste Preis-Leistungsverhältnis darstellt. So kann der günstigste Tarif bei ActiveCampaign z. B. deutlich mehr als der Basic-Tarif bei GetResponse.

KontakteMailChimpCleverReachGetReponseActiveCampaign
2500 €0 €13 €15 $
5000 €15 €13 €15 $
1.0000 €20 €13 €29 $
2.0000 €35 €22 €49 $
5.00045,50 €55 €40 €89 $
10.000068,26 €100 €59 €139 $
20.0000144,73 €140 €129 €225 $
50.000235,75 €400 €220 €299 $
100.000499,00 €900 €400 €459 $

4. DSGVO & Datenschutz

Datenschutz ist ein Thema, mit dem du dich vielleicht nicht unbedingt befassen willst, aber befassen musst, wenn du einen Newsletter erstellen möchtest:

Newsletter-Anbieter sind z. B. sogenannte Auftragsverarbeiter, da diese personenbezogene Daten (E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Vorname etc.) in deinem Auftrag verarbeiten.

Dementsprechend musst du, gemäß Bundesdatenschutzgesetzes (§11 BDSG) bzw. Art. 28 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit dem Anbieter entweder einen AV-Vertrag schließen oder es müssen entsprechende Klauseln in der AGB vorhanden sein.

Zusätzlich ist es wichtig, ein E-Mail-Marketing-Tool mit einem sog. Double-Opt-In nutzen zu können. Das heißt, dass jemand, der sich bei dir in den Newsletter einträgt, erst einmal eine E-Mail bekommt, um die Eintragung zu bestätigen.

Zu guter Letzt ist auch der Serverstandort nicht unwichtig:

Am sichersten ist es, wenn ein Newsletter-Anbieter seinen Serverstandort in Deutschland oder der EU hat. Dann ist sichergestellt, dass sich dieser an die strengen EU-weiten Datenschutzstandards hält.

Wenn der Anbieter aus einem Drittland kommt, sind zum Teil zusätzliche Anforderungen nötig. Kommt ein Anbieter zum Beispiel aus den USA, wie MailChimp und ActiveCampaign, muss dieser nach dem EU-US-Privacy-Shield zertifiziert sein.

In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht darüber, welche Datenschutzvoraussetzungen alle von mir vorgestellten Tools mitbringen:

ToolAV-VertragDouble-Opt-InServerstandortPrivacy-Shield
CleverReachJa, kann im Kundenbereich abgeschlossen werdenJaDeutschlandnicht nötig
MailChimpJa, Bestandteil der Standard Terms of UseJaUSAJa
ActiveCampaignJa, kann hier heruntergeladen werdenJaUSAJa
GetResponseJa, Bestandteil der Terms of ServiceJaPolennicht nötig

5. Schnittstellen

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der passenden Newsletter-Software sind zudem die Schnittstellen (auch Integrationen genannt).

Nicht jedes Newsletter-Programm ist mit jedem Dritt-Anbieter kompatibel.

Hier findest du einen Überblick darüber, welche Schnittstellen die von mir vorgestellten E-Mail-Marketing-Tools bieten:

Thrive LeadselopageZapierLeadPagesDigimemberWordPress-PluginGoogle AnalyticsWooCommerce
CleverReach?Ja, über ZapierJaJa, über Einfügen von CodeJaJaJaJa
MailChimpJaJaJaJaJaJaJaJa
ActiveCampaignJaJaJaJaJaJaJaJa
GetResponseJaJaJaJaJaJaJaJa

PS: Wenn dir die Vielfalt an Schnittstellen am wichtigsten ist, dann nimm MailChimp. Die beliebte E-Mail-Marketing-Plattform aus Atlanta, Georgia bietet die mit Abstand größte Auswahl an Schnittstellen auf dem Markt an.

6. Auf Deutsch verfügbar?

Viele E-Mail-Anbieter haben ein Problem:

Sie bieten zwar einen reichen Funktionsumfang, aber sind nicht auf Deutsch verfügbar.

Das ist z. B. eines der Probleme von MailChimp, das weder eine deutsche Benutzeroberfläche noch deutschen Support oder eine deutsprachige Dokumentation bietet.

Manche Programme sind auch nur teilweise auf Deutsch verfügbar, wie z. B. ActiveCampaign.

Hier findest du eine Übersicht über den aktuellen Sprachstatus aller vorgestellten Anbieter:

Deutsche BenutzeroberflächeDeutscher SupportDeutsche Dokumentation
MailChimpNein, nur EnglischNein, nur EnglischNein, nur Englisch
CleverReachJaJaJa
ActiveCampaignJaNein, nur EnglischNein, nur Englisch
GetResponseJaJaJa

7. Kann ich nicht auch Outlook oder Gmail zum Newsletter-Versand nehmen?

Vielleicht hast du dir schon einmal die Frage gestellt:

Warum 10, 20 oder sogar 50 € im Monat ausgeben?

Ich kann doch auch einfach Newsletter über meinen Gmail-Account, GMX-Account, über das Postfach bei meinem Webhoster oder über ein WordPress-Plugin für den Newsletter-Versand (wie z. B. Newsletter von Stefano Lissa) versenden!

Ich rate dir jedoch dringend davon ab!

Das hast mehrere Gründe:

  1. Es kann sein, dass dein E-Mail-Provider vom deinem massenhaften E-Mail-Versand nicht sonderlich begeistert ist und deinen Account sperrt oder limitiert
  2. Es kann schnell passieren, dass du bei den E-Mail-Providern auf der Empfängerseite auf Blacklists landest (z. B. wenn viele Leute deine E-Mails als Spam markieren). Und aus so einer Blacklist kommst du nur sehr schwer wieder heraus…
  3. Es ist schwieriger oder sogar unmöglich, rechtliche Vorgaben (wie z. B. das Vorhandenseins eines Double-Opt-Ins oder eines Abmeldelinks in deine E-Mails) einzuhalten

Bei CleverReach, MailChimp und Co. hingegen werden E-Mails deutlich seltener als Spam erkannt. Denn diese sind z. B. auf Whitelists wie der Certified Senders Alliance und deren Versendeadressen besitzen bei Mail-Providern ein hohe Reputation.

8. Funktioniert E-Mail-Marketing überhaupt noch?

Na klar!

Ich wage sogar zu behaupten, dass E-Mail-Marketing aktuell eine regelrechte Renaissance erlebt.

Denn obwohl immer mehr Kundenbindung über soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook oder Twitter stattfindet, haben soziale Netzwerke gravierende Nachteile:

So hast du zum Beispiel nur wenig Kontrolle über deine Kontakte:

Das heißt, wenn ein soziales Netzwerk von heute auf morgen dicht macht, sind alle deine Follower und Likes weg.

Wenn ein E-Mail-Marketing-Anbieter dicht macht, dann spiele ich einfach ein Backup meiner E-Mail-Liste bei einem anderen Anbieter ein und kann weitermachen wie vorher.

Zudem sinkt Reichweite von Facebook, Instagram und Co. immer mehr:

Wenn du 10.000 Fans bei Facebook hast, heißt das nicht, dass du alle davon erreichst, wenn du etwas postest.

Du hast Glück, wenn du 500 Leute (also 5%) mit deinem Beitrag interagieren.

Wenn ich hingegen einen Newsletter herausschicke, erreiche ich durchschnittliche Öffnungsraten von 30 bis 40%.

9. Welche Newsletter-Software eignet sich für wen?

Du bist nicht sicher, welches der oben aufgeführten E-Mail-Marketing-Tools sich für deinen Anwendungsfall eignet?

Kein Problem!

Hier findest du eine kleine Übersicht mit generellen Empfehlungen:

Falls du dir immer noch nicht sicher bist:

MailChimp ist mit seinem kostenlosen Tarif mit bis zu 2.000 Abonnenten am Anfang am einfachsten.

Der spätere Wechsel zu einem anderen Anbieter ist zwar mit ein bisschen Aufwand verbunden, aber immer möglich.

10. FAQ

Hier findest du Antworten zu häufig gestellten Fragen zu Newsletter-Tools:

10.1 Gibt es auch kostenlose Newsletter-Tools?

Ja, MailChimp bietet einen sehr guten kostenlosen Tarif mit bis zu 2.000 Kontakten.

CleverReach ist bis zu 250 Kontakten und 1.000 versendeten E-Mails/pro Monat ebenfalls kostenlos.

10.2 Welches WordPress-Plugin empfiehlst du zur Lead-Gewinnung?

Ich persönlich nutze das Plugin Thrive Leads, um Pop-ups und Opt-In-Formulare auf meiner Website einzubinden.

Als ich noch MailChimp genutzt habe, habe ich eine Kombination aus MailChimp for WordPress und Boxzilla genutzt, was ebenfalls sehr gut funktioniert hat.

10.3 Was ist ein Tag?

Das Wort Tag (sprich Täg) kommt aus dem Englischen und heißt soviel wie Schlagwort oder Stichwort.

Tags dienen dazu, deine Kontakte nach Interessen, demografischen Merkmalen, ihren Zielen/Problemen oder nach Kundenstatus einzuteilen.

Für einen Ernährungsberater könnten sich z. B. folgende Tags ergeben:

  • Ernährungstyp: Veganer, Vegetarier, Allesesser
  • Zielsetzung: Abnehmen, Ausdauer erhöhen, Muskelaufbau
  • Alter: unter 30, 30 bis 50, über 50
  • Kundenstatus: kostenlosen Online-Kurs abgeschlossen, Kennenlerngespräch geführt, Coaching

Diese Tags ermöglichen unserem Ernährungsberater E-Mails deutlich gezielter zu verschicken.

So kann er z. B. vermeiden, dass vegane Kontakte sich irgendwann aus seiner Liste austragen, weil sie öfter mal Rezepte mit Fleisch oder Eiern zugeschickt bekommen.

Oder er kann Upsell-Produkte an alle Kunden schicken, die bereits ein Coaching bei ihm gebucht haben. Oder Downsell-Produkte an alle Kunden, die zwar ein Kennenlerngespräch mit ihm geführt haben, aber es nicht gebucht haben.

10.4 Was ist ein Autoresponder?

Ein Autoresponder eine automatisch verschickte E-Mail deines Newsletter-Anbieters (MailChimp, ActiveCampaign etc.).

Jedem Autoresponder geht ein bestimmtes Ereignis (z. B. Geburtstag eines Abonnenten) oder eine bestimmte Aktion eines Abonnenten (Abonnent kauft ein Produkt oder trägt sich in eine E-Mail-Liste ein) voraus.

Beispiel:

Ein Abonnent trägt sich in die E-Mail-Liste einer Ernährungsberatung ein.

Er bekommt anschließend eine Willkommens-E-Mail und darauf folgende eine fünfteilige E-Mail-Serie mit Abnehmtipps und -rezepten zugesendet (jeden Tag eine E-Mail).

10.5 Was ist eine Automatisierung?

Eine Automatisierung geht einen Schritt weiter als ein Autoresponder.

Wie der Autoresponder wird auch eine Automatisierung durch eine bestimmte Aktion eines Abonnenten ausgelöst. Sie enthält jedoch weitere bedingte Anweisungen und Verzweigungen.

Beispiel:

Ein Abonnent trägt sich in die E-Mail-Liste einer Ernährungsberatung ein.

Er bekommt eine Willkommens-E-Mail, in der er zunächst auszuwählen, ob er Veganer, Vegetarier oder Allesesser (mithilfe von 3 Links).

Klickt der Abonnent auf den Veganer-Link bekommt er von der E-Mail-Marketing-Software den Tag Veganer zugewiesen.

Die Zuweisung des Tags startet eine angepasste E-Mail-Serie, in der ausschließlich vegane Rezepte vorgestellt werden.

10.6 Gibt es auch Open-Source-Software zum Newsletter-Versand?

Ja, die gibt es.

Zu bekannten Open-Source-Tools gehören z. B. OpenEMM, Mailtrain und Mautic.

Während dies Vorteile bietet wie Datenhoheit, freier Standortwahl, individuelle Anpassbarkeit und Unabhängigkeit von cloudbasierten Anbietern, bringt der Betrieb einer solchen Software auch viele Nachteile mit sich:

So benötigst du noch einen eigenen Server, musst die Software selbst installieren und richtig konfigurieren, musst sowohl Server als auch Software warten und dich um Datenschutz- und -Sicherheit selbst kümmern, hast keinen oder nicht so guten Support, könntest Probleme mit der Zustellbarkeit bekommen etc.

10.7 Welche deutschen Newsletter-Anbieter gibt es?

Neben dem hier vorgestellten CleverReach gibt es noch:

  • Klick-Tipp (einziges tagbasiertes Newsletter-Tool aus Deutschland)
  • rapidmail (einfaches Tool mit günstigen Preisen)
  • Newsletter2Go (einfaches Newsletter-Tool, wurde im letzten Jahr vom franzöischen Anbieter sendinblue übernommen)
  • CleverElements (einfaches Tool mit schönem Interface)

Weiterführende Infos inkl. einer Auflistung der Vor- und Nachteile der aufgeführten Anbieter findest du in meinem Artikel zu MailChimp-Alternativen.

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn ist Gründer von Blogmojo und seit 2011 als Internet-Unternehmer selbstständig. Er ist WordPress-Fan und absoluter SEO-Nerd, der mindestens 2 Case Studys gleichzeitig am Laufen hat, um zu sehen, was bei Google gerade funktioniert. Er liebt Espresso und Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss (90% und aufwärts).

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