Die Auswahl an verschiedenen Newsletter-Anbietern ist riesig. Da ist es schwierig, sich für den richtigen zu entscheiden.
Mir ging es genauso wie dir:
Ich stand vor ein paar Jahren wie der Ochs vorm Berg. Überfordert von der Auswahl und von den Auswahlkriterien.
Und das Lesen von zig Vergleichsartikeln hat es nicht unbedingt besser gemacht. Denn dadurch haben sich die Auswahl und die möglichen Auswahlkriterien nicht verkleinert, sondern vergrößert.
Viele Rankings sind zudem nicht unabhängig, sondern richten sich nach der Höhe der Provision, die jemand für den Verkauf eines bestimmten Newsletter-Tools bekommt.
Dieser Artikel jedoch ist anders.
Ich stelle dir nicht 15, 30 oder sogar 50 verschiedene Softwares vor, sondern nur sechs. Softwares, die ich ausführlich getestet habe und uneingeschränkt empfehlen kann.
- CleverReach ist eine starke deutsche Mailchimp-Alternative mit deutscher Benutzeroberfläche, EU-Serverstandorten und einem dauerhaften Gratis-Tarif.
- Für einfaches E-Mail-Marketing reichen CleverReach oder Brevo aus. ActiveCampaign und GetResponse bieten stärkere Automatisierungen.
- Die Tarife sind nicht direkt vergleichbar. Einige Anbieter rechnen nach Kontakten ab, andere zusätzlich oder hauptsächlich nach dem Versandvolumen.
1. Einfache Newsletter-Tools
Der Funktionsumfang mancher Newsletter-Dienste ist gigantisch. Du kannst mit ihnen Landing-Pages erstellen, Split-Tests machen, Automationen erstellen, Webinare veranstalten und vieles mehr.
Viele dieser Funktionen sind jedoch nicht unbedingt nötig!
Wenn eine oder mehrere der folgenden Aussagen auf dich zutreffen, ist ein einfaches Newsletter-Tool für dich vollkommen ausreichend:
- „Ich möchte einfach einen wöchentlichen oder monatlichen Newsletter verschicken.“
- „Ich möchte nur sporadisch eine E-Mail an alle meine Kontakte schicken, um sie über Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten.“
- „Meine Kontakte sind in ihren Interessen und Problembewusstsein sehr homogen und müssen nicht segmentiert werden, z. B. Bestandskunden, die alle das gleiche Produkt gekauft haben.“
- „Meine E-Mail-Liste ist recht klein (unter 2.000 Kontakte) und es ist unwahrscheinlich oder auch nicht gewollt, dass meine E-Mail-Liste stark wächst.“
Die folgenden drei einfachen Newsletter-Softwares, die bis zu einer bestimmten Anzahl an Abonnenten oder E-Mails sogar kostenlos (!) sind, kann ich empfehlen:
1.1 CleverReach

Du willst etwas Vergleichbares wie MailChimp nur auf Deutsch?
Dann ist der Newsletter-Dienst CleverReach die richtige Wahl für dich.
Was die Benutzeroberfläche und den Funktionsumfang angeht, steht es dem US-amerikanischen Anbieter in kaum etwas nach und ist meiner Meinung nach die beste Mailchimp-Alternative.
Im Gegensatz zu MailChimp ist der Support, die Dokumentation und die Benutzeroberfläche jedoch komplett auf Deutsch:

Es ist zudem übersichtlicher und einfacher zu bedienen. MailChimp kann anfangs etwas verwirrend sein, manche Einstellungen muss man länger suchen.
Die Template-Auswahl ist mittlerweile umfangreich und profesionell und der neue Newletter-Editor ist sehr einfach zu bedienen:

Der gesamte Anmelde- und Abmelde-Prozess lässt sich bei CleverReach detailliert anpassen.
So lassen sich Formulare, die Opt-in-Mail, die Bestätigungs-E-Mail nach dem Opt-in und viele weitere Bestandteile des Prozesses frei gestalten und anpassen:

Neben dem Einzelversand von E-Mails bietet die Software unter anderem zeit- und aktionsgesteuerte Kampagnen, Autoresponder, RSS-Kampagnen und A/B-Splitt-Testing, womit es alle Funktionen bietet, die man sich für einfaches E-Mail-Marketing wünschen kann.
Bis zu 250 Abonnenten und 1.000 E-Mails pro Monat sind bei CleverReach kostenlos. Ähnlich wie bei MailChimp sind im Gratispaket manche Funktionen eingeschränkt. So lässt sich z. B. der CleverReach-Button in den Anmeldeformularen nicht ausblenden.
Wem Datenschutz wichtig ist, der ist bei CleverReach ebenfalls sehr gut aufgehoben:
CleverReach ist ein deutsches Unternehmen und unterliegt sowohl dem deutschen als auch dem EU-Datenschutzrecht. Zudem werden Daten bei CleverReach laut eigenen Angaben ausschließlich in der EU gespeichert.
- Leicht zu bedienen
- Übersichtliche Benutzeroberfläche
- Erstellung von Autorespondern und einfachen Automationen möglich (mit Drag-and-drop!)
- Sehr guter neuer Newsletter-Editor
- 120+ Templates
- A/B-Tests möglich
- Bis zu 250 Abonnenten und 1.000 E-Mails pro Monat kostenlos
- Serverstandort in der EU
- Deutscher Anbieter mit deutschem Support
- Benutzeroberfläche komplett auf Deutsch
- Agenturlösungen verfügbar
- kostenlose Online-Seminare und umfangreiches Helpcenter
1.2 Brevo

Brevo ist eigentlich ein französischer Anbieter. Anfang 2019 hat dieser jedoch den deutschen Newsletter-Dienst Newsletter2Go gekauft und auf Basis davon eine deutsche Zweigstelle eröffnet.
Entsprechend ist für deutsche Kunden auch eine deutsche GmbH zuständig. Die Server stehen ebenfalls in Deutschland, was eine höhere Rechtssicherheit als bei Mailchimp verspricht.
Die Software selbst überzeugt durch eine moderne Benutzeroberfläche und vielen Funktionen, wie einem Landing-Page-Builder, CRM-Funktionen, Live Chat, Autorespondern oder SMS-Kampagnen.
Im Gegensatz zu Mailchimp bestimmt sich der monatliche Preis nicht durch die Anzahl der Kontakte, sondern die Anzahl der verschickten E-Mails. Wenn du also viele Kontakte hast, aber nur recht selten E-Mails an diese verschickst, kann Brevo deutlich günstiger sein.
Einziges Manko:
Das Tool ist nicht so intuitiv und einfach zu bedienen wie CleverReach.
- Moderne Benutzeroberfläche
- Nützliche Zusatzfunktionen, wie Landing-Page-Builder, CRM-Funktionen, Live Chat, Autoresponder und SMS-Kampagnen
- Automatisierte Workflows
- Heat-Map, Echtzeit-Statistiken und Split-Tests möglich
- Serverstandort Deutschland
- Erstellung von Landingpages
- Günstig, wenn man im Verhältnis zur Kontaktzahl nur wenige E-Mails versendet
- Kostenloser Lite-Tarif
1.3 MailChimp

MailChimp gehört zu den bekanntesten E-Mail-Marketing-Plattformen und bietet besonders viele Integrationen.
Und das hat vor allem drei Gründe:
- MailChimp ist einfach zu bedienen
- Es gibt Integrationen für so ziemlich jedes Drittanbieter-Tool (Pop-up-Plugins, Kursplattformen, Page-Builder, Shopsysteme etc.)
- Der Gratis-Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte und 500 E-Mails pro Monat.
Es richtet sich also an alle, die nur ab und zu an ihre Kunden, potenziellen Kunden oder Mitglieder der eigenen Organisation eine Rundmail verschicken wollen.

MailChimp hat jedoch leider viele Nachteile:
Es ist zum Teil unflexibel und man kommt mit dem Funktionsumfang irgendwann an die Grenzen. So ist es z. B. Abonnenten nicht möglich, sich zweimal in dieselbe Liste einzutragen (was nachteilig ist, wenn du deinen bestehenden Abonnenten anbieten möchtest, dich in eine Warteliste o. ä. einzutragen).
Auch das Taggen (Einordnen) nach Interessen und die Entwicklung darauf basierender Automatisierungen ist nur zum Teil und/oder sehr umständlich möglich.
Zudem ist es komplett auf Englisch und bietet nur englischen Support.
Der größte Nachteil ist der Serverstandort in den USA. Dadurch ist die datenschutzrechtliche Prüfung aufwendiger als bei einem reinen EU-Anbieter.
Eine bayerische Datenschutzbehörde beanstandete 2021 in einem Einzelfall eine konkrete Mailchimp-Nutzung, weil der damalige Datentransfer nicht ausreichend geprüft worden war. Das war kein allgemeines Verbot.
Zu einem EU-Anbieter zu wechseln oder sich von vornherein für einen zu entscheiden, kann laut Rechtsanwalt Dr. Schwenke rechtliche Risiken verringern.
Alles in allem rate ich von MailChimp ab und empfehle dir, stattdessen CleverReach oder Brevo zu nutzen. Weitere deutsche Alternativen, habe ich dir in diesem Artikel zusammengestellt: Mailchimp-Alternativen: 4 deutsche Tools, die mindestens genauso gut sind
- Sehr guter Newsletter-Editor
- Einfache Bedienung
- Übersichtliche und moderne Benutzeroberfläche
- Kostenlos bis 250 Kontakte nutzbar (mit eingeschränktem Funktionsumfang)
- Erstellung von Landing-Pages möglich
- Erstellen von Autorespondern
- Sogar Erstellung einer eigenen Website möglich (seit Ende 2019)
- Schnittstellen zu so ziemlich jedem erdenklichen Drittanbieter-Tool (Pop-up-Plugins, Kursplattformen, Page-Builder, Shopsysteme, soziale Netzwerke etc.)
- Zwei-Faktor-Authentifizierung möglich (mit 10 % Rabatt!)
2. Tagbasierte Newsletter-Tools
Insbesondere, wenn du deine Kunden online gewinnst oder sogar ein reines Online-Business (also z. B. einen Online-Shop hast, Coach bist, Online-Kurse verkaufst etc.), dann wirst du mit einfachen Tools wie CleverReach oder MailChimp irgendwann an deine Grenzen kommen.
Ein kleines Beispiel:
Sagen wir, du bietest zwei kostenlose E-Books als Freebies an, weil du zwei verschiedene Zielgruppen mit deinem Coaching-Angebot ansprechen willst:
- 7 Marketing-Tipps für kleine und mittelständische Unternehmen
- 8 Regeln, um als Freelancer mehr Kunden zu gewinnen
Obwohl es mit Sicherheit Überschneidungen gibt, sind nicht alle deine Newsletter relevant für beiden Zielgruppen. Deshalb möchtest du diese in deinen Kontakten trennen.
Mit MailChimp oder CleverReach ist das zwar möglich, aber mit viel Fummelei verbunden.
Hier kommen sogenannte tagbasierte Tools ins Spiel:
2.1 ActiveCampaign

Ich bin Anfang 2019 von MailChimp zu ActiveCampaign gewechselt.
Und das hatte einen entscheidenden Grund:
Während ich mit dem Support, der Bedienung, der Zustellbarkeit und dem Newsletter-Editor bei MailChimp sehr zufrieden war, fehlten mir zwei Aspekte:
Aspekt #1: Bessere Segmentierung
Gradually ist ein Multithemen-Blog mit einer gemischten Zielgruppe. Und ich wollte die Möglichkeiten haben, meine Abonnenten in Interessengruppen zu sortieren, um Newsletter gezielter zu verschicken.
Relevante und auf Menschen genau zugeschnittene Inhalte zu erstellen, ist meiner Meinung nach das A und O im Online-Marketing.
Bei ActiveCampaign ist es etwa möglich, Leute basierend auf verschiedenen Aktionen Tags zuzuweisen.
Abonnenten werden bei mir z. B. durch Klick auf Links in E-Mails, Öffnen bestimmter E-Mails, durch den Download bestimmter Freebies oder Teilnahme an kostenlosen Kursen in Tags eingeteilt:

Aspekt #2: Einfachere Automatisierung mit mehr Möglichkeiten
Bei MailChimp ist Automatisierung ein Graus. Man kann zwar Automatisierungen erstellen, aber es mangelt an Funktionen und das Aufsetzen ist unnötig kompliziert.
Mit dem Newsletter-System von ActiveCampaign hingegen ist die Erstellung von Automatisierungen dank visuellem Workflow-Editor einfach und übersichtlich.

Auch komplexe Automatisierungen mit zahlreichen Abzweigungen sind problemlos möglich.
Was mir auch sehr gut gefällt:
Der aktuelle Starter-Tarif erlaubt nur fünf Aktionen pro Automation und eine begrenzte Segmentierung. Unbegrenzte Automationsschritte gibt es ab Plus. ActiveCampaign zeigt den exakten Preis erst nach Auswahl der Kontaktzahl und Abrechnungsoption an.
Natürlich ist auch bei ActiveCampaign nicht alles perfekt:
Den Newsletter-Editor bei MailChimp z. B. fand ich etwas besser und zuverlässiger als den von ActiveCampaign. Der kann bisweilen etwas hakelig sein.
Alles in allem bin ich mit ActiveCampaign jedoch sehr zufrieden und bereue den Wechsel nicht.
- Übersichtliche und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche
- Guter Newsletter-Editor
- Hohe Anpassbarkeit von Templates und Opt-in-Mails
- Einfache Erstellung von Automatisierungen per Drag-and-drop
- Komplexe Automatisierungen möglich
- Tagging auf Basis von Aktionen (z. B. Linkklick in E-Mail oder Kauf eines bestimmten Produktes)
- Kontakte, die ein Formular ausfüllen, können getaggt werden
- Viele Automations-Templates
- Es gibt die Möglichkeit, Automationen zu importieren
- Viele Integrationen
- Starter-Tarif für einfache Kampagnen und kurze Automationen
- Fortgeschrittene CRM-, Advertising-, Customer-Journey- und Machine-Learning-Funktionen im Plus- und Professional-Tarif
- Kostenloser Umzugsservice von der alten Newsletter-Software zu ActiveCampaign
- unbegrenzt viele E-Mails versenden
- Benutzeroberfläche auf Deutsch übersetzt
2.2 GetResponse

GetResponse zählt mit über 350.000 Kunden zu den größeren E-Mail-Marketing-Anbietern.
Angefangen bei einfachen Autorespondern in 1998 hat sich der polnische Newsletter-Service zu einer Branchengröße im Bereich Newsletter und E-Mail-Marketing entwickelt.
Das E-Mail-Marketing-Tool überzeugt durch eine moderne und übersichtliche Oberfläche, einen großen Funktionsumfang und viele Integrationsmöglichkeiten.
Der Starter-Tarif beginnt bei 19 $ pro Monat für bis zu 1.000 Kontakte. Bei jährlicher Zahlung sind es umgerechnet 15,58 $ pro Monat. Der Tarif enthält unbegrenzten E-Mail-Versand, aber nur einen individuellen Automationsworkflow.
Der Marketer-Tarif enthält unbegrenzte Automationsworkflows, fortgeschrittene Segmentierung, Sales-Funnel und E-Commerce-Funktionen.
Allerdings:
Wenn du dir viele oder komplexere Automatisierungen erstellen willst, dann ist ActiveCampaign die bessere Wahl.
- Übersichtliche und moderne Benutzeroberfläche
- schöne Newsletter-Templates
- Einfach zu bedienender Newsletter-Editor (Drag-and-drop)
- Auf Deutsch übersetzte Benutzeroberfläche und Dokumentation
- Deutscher Support
- Erstellung von Landing-Pages und Autofunnels (Kombination aus Landing-Page, E-Mail-Serie und Werbeanzeigen)
- Anbindung an Facebook Ads
- Einfaches CRM mit visueller Sales-Pipeline (ab dem Plus-Tarif)
- Scoring und Tagging von Kontakten
- Automatisierungen mit visuellem Workflow-Editor (wie bei ActiveCampaign)
- Viele Automatisierungs-Templates
- Webinar-Tool enthalten (ab dem Plus-Tarif)
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis von allen E-Mail-Marketing-Tools
- Erstellung von Umfragen möglich
- Schicke und einfach zu erstellende Opt-In-Formulare
2.3 MailerLite

MailerLite ist ein einsteigerfreundliches Newsletter-Tool, das mit einem sehr guten Newsletter-Editor ausgestattet ist:
E-Mails lassen sich per Drag-and-drop mit verschiedenen Blöcken gestalten und sehen von Haus aus sehr schick aus. MailerLite bietet zudem zahlreiche E-Mail-Templates für unterschiedliche Branchen und Anwendungszwecke an.
Zusatzfunktionen wie ein Landing-Page-Editor oder Pop-ups sind ebenfalls enthalten, die nicht nur umfassende Gestaltungsfunktionen, sondern auch Split-Tests bieten.
MailerLite bietet zudem einen Website-Baukasten, mit dem sich auch ein Blog erstellen lässt. Seit Juni 2026 heißen die bezahlten Tarife „Comfort“ und „Power“. Comfort erlaubt bis zu zehn Websites und zehn Landingpages. Power hebt diese Grenzen auf.
Mit den Automations lassen einfach E-Mail-Workflows basierend auf verschiedenen Triggern erstellen (z. B. wenn ein Tag hinzugefügt, ein Formular abgeschickt oder ein Abonnent auf einen Link in einer E-Mail klickt). Es ist damit einfach möglich, ein Freebie (Lead-Magnet) an deine Abonnenten zu schicken.
Die Preisstaffelung richtet sich nach der Anzahl der aktiven Abonnenten und dem Tarif. Bis zu 250 aktive Abonnenten lässt sich MailerLite gratis nutzen. Im Gratis-Tarif sind 2.500 E-Mails pro Monat enthalten.
Schade finde ist, dass die neue Version des Tools aktuell nur in englischer Sprache verfügbar ist, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.
- Faire Preise
- Kostenloser Tarif mit sehr umfangreichen Funktionen
- Keine Versandbegrenzung der Kontakte
- Sehr einsteigerfreundliches Backend
- Hochwertige E-Mail-Vorlagen
- Umfassende Split-Testing-Funktionen für Landingpages, E-Mails und Pop-ups
- Integrierte Landingpage-Software
- Website-Baukasten, sogar mit Blog-Funktion
- Umfangreiche Statistiken
3. Kleines Newsletter-Einmaleins
Hier findest du die wichtigsten Newsletter-Begriffe und ihre Bedeutungen:
- Automatisierung: System, um E-Mails nach bestimmten Abläufen oder Bedingungen zu schicken, z. B. wenn ein Abonnent auf einen Link in einer E-Mail klickt, bekommt er eine weitere E-Mail- oder E-Mail-Serie zugeschickt.
- Autoresponder: Wie Automatisierung, nur etwas einfacher, z. B. automatischer Versand einer E-Mail zum Geburtstag eines Kunden.
- Freebie: Kostenloser Inhalt, z. B. E-Book oder Video, der als Anreiz dient, sich in deine E-Mail-Liste einzutragen. Auch Lead-Magnet oder Ethical Bribe genannt.
- Tags: Schlagwörter, in die du E-Mail-Abonnenten einteilen kannst. Dienen dazu, Abonnenten nach Interessen oder Kundenstatus einzuordnen (bestehender Kunde, potenzieller Kunde etc.)
- Bounce: E-Mail, die nicht zugestellt werden kann (z. B. weil E-Mail-Adresse nicht mehr besteht oder Postfach voll ist).
- Opt-in-Formular: Formular, in das jemand seine E-Mail-Adresse und ggf. weitere Kontaktdaten eingeben kann, um zu deiner E-Mail-Liste hinzugefügt zu werden.
- Double-Opt-in: E-Mail mit Bestätigungslink, die nach Abschicken des Opt-in-Formulars versendet wird.
- Split-Test: Verschicken von zwei oder mehr Versionen einer E-Mail mit jeweils kleineren Veränderungen, z. B. in der Betreffzeile, um zu sehen, welche besser abschneidet.
4. Preisvergleich
Hier findest du einen belastbaren Überblick über die aktuellen Einstiegsbedingungen. Eine gemeinsame Preistabelle für feste Kontaktzahlen wäre irreführend, weil die Anbieter unterschiedliche Kontaktdefinitionen, Versandlimits und Tarifstufen verwenden.
Für erweiterte Tarife mit besserem Support und mehr Funktionen fallen die Preise mitunter höher aus.
Auch wichtig zu wissen:
Bei jährlicher Zahlungsweise sind die Preise mitunter niedriger. Bei GetResponse beträgt der ausgewiesene Jahresrabatt aktuell 18 %. CleverReach weist 10 % aus.
Bitte beachte zudem, dass der niedrigste Preis nicht automatisch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Beim ActiveCampaign-Starter sind Automationen zum Beispiel auf fünf Aktionen begrenzt.
Tool | Gratis oder Test | Bezahlter Einstieg | Abrechnung nach |
|---|---|---|---|
| CleverReach | 250 Empfänger, 1.000 E-Mails / Monat | Basic ab 15 € / Monat | Empfängern oder Versandvolumen |
| Brevo | 300 E-Mails / Tag | Starter ab 9 $ / Monat | E-Mail-Volumen und Kontaktstufe |
| Mailchimp | 250 Kontakte, 500 E-Mails / Monat | abhängig von Kontakten und Tarif | Kontakten und Versandlimit |
| ActiveCampaign | zeitlich begrenzter Test | individuell nach Kontaktzahl | Kontakten und Tarif |
| GetResponse | 14 Tage Premium-Test | Starter ab 19 $ / Monat bei 1.000 Kontakten | Kontakten und Tarif |
| MailerLite | 250 Abonnenten, 2.500 E-Mails / Monat | Comfort ab 12 $ / Monat | Abonnenten, Versand und Tarif |
Bei Brevo bestimmt vor allem das monatliche E-Mail-Volumen den Preis. Die gewählte Stufe begrenzt inzwischen zusätzlich die speicherbare Kontaktzahl. Im Gratis-Tarif kannst du bis zu 300 E-Mails pro Tag versenden.
Der Starter-Tarif beginnt bei monatlicher Zahlung bei 9 $ für 5.000 E-Mails pro Monat. Bei jährlicher Zahlung weist Brevo 8,08 $ pro Monat aus.
5. DSGVO & Datenschutz
Zugegeben:
Datenschutz ist kein Thema, das sonderlich sexy ist.
Dennoch musst du dich damit befassen, wenn du einen Newsletter erstellen möchtest
E-Mail-Marketing-Tools müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, damit sie rechtssicher genutzt werden können:
5.1 AV-Vertrag
Newsletter-Anbieter sind sogenannte Auftragsverarbeiter, da diese personenbezogene Daten (E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Vorname etc.) in deinem Auftrag verarbeiten.
Dementsprechend musst du, gemäß Bundesdatenschutzgesetzes (§11 BDSG) bzw. Art. 28 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit dem Anbieter einen sogenannten Auftragsverarbeitungsvertrag (kurz: AVV oder AV-Vertrag) schließen.
Alternativ können auch entsprechende Klauseln in der AGB des Newsletter-Anbieters vorhanden sein, wie es bei MailChimp der Fall ist:

5.2 Double-Opt-in
Zusätzlich ist es wichtig, ein E-Mail-Marketing-Tool mit einem sog. Double-Opt-in nutzen zu können.
Das heißt, dass jemand, der sich bei dir in den Newsletter einträgt, erst einmal eine E-Mail bekommt, um die Eintragung zu bestätigen.
Hier ein Beispiel für eine Double-Opt-in-Mail für den Blogmojo-Newsletter:

5.3 Serverstandort
Zu guter Letzt ist auch der Serverstandort nicht unwichtig:
Am sichersten ist es, wenn ein Newsletter-Anbieter seinen Serverstandort in Deutschland oder der EU hat.
Wenn der Anbieter aus einem Drittland kommt, sind zum Teil zusätzliche Anforderungen nötig.
Kommen Anbieter etwa aus den USA, was bei vielen Newsletter-Tools der Fall ist, ist laut Rechtsanwalt Dr. Schwenke der Abschluss von Standardvertragsklauseln (auch Standard Contract Clauses, kurz SCCs genannt) zwingend erforderlich. Zudem kann es nötig sein, weitere Prüfungen des Datentransfers durchzuführen.
5.4 Datenschutz aller Newsletter-Anbieter im Vergleich
In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht darüber, welche Datenschutzvoraussetzungen alle von mir vorgestellten Newsletter-Anbieter mitbringen:
Tool | AV-Vertrag | Double-Opt-in | Server-standort | SCCs |
|---|---|---|---|---|
| CleverReach | Ja, im Kundenbereich abschließbar | Ja | Deutschland | nicht nötig |
| Brevo | Ja, hier herunterladbar | Ja | Deutschland | nicht nötig |
| MailChimp | Ja, Teil der Standard Terms of Use | Ja | USA | Ja |
| ActiveCampaign | Ja, hier herunterladbar | Ja | USA | Ja |
| GetResponse | Ja, Teil der Terms of Service | Ja | Polen | nicht nötig |
| MailerLite | Ja, Teil der Terms of Use. | Ja | EU | nicht nötig |
6. Schnittstellen
Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl der passenden Software für Newsletter sind zudem die Schnittstellen (auch Integrationen genannt).
Nicht jedes Newsletter-Programm ist mit jedem Dritt-Anbieter kompatibel.
Hier findest du einen Überblick darüber, welche Schnittstellen die von mir vorgestellten E-Mail-Marketing-Tools bieten:
Tool | Thrive Leads | ablefy | Zapier | LeadPages | DigiMember | WordPress-Plugin | Google Analytics | WooCommerce |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CleverReach | Nein | Ja, via Zapier | Ja | Ja, via Code | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Brevo | Ja | Ja, via Zapier | Ja | Ja, via Zapier | Ja, via Zapier | Ja | Ja | Ja |
| MailChimp | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| ActiveCampaign | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| GetResponse | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| MailerLite | Ja | Ja, via Zapier | Ja | Ja | Ja, via Zapier | Ja | Ja | Ja |
7. Auf Deutsch verfügbar?
Viele E-Mail-Anbieter haben ein Problem:
Sie bieten zwar einen reichen Funktionsumfang, aber sind nicht auf Deutsch verfügbar.
Das ist eines der Haupt-Probleme von MailChimp, das weder eine deutsche Benutzeroberfläche noch deutschen Support oder eine deutschsprachige Dokumentation bietet.
Manche Programme sind auch nur teilweise auf Deutsch verfügbar, wie ActiveCampaign.
Hier findest du eine Übersicht über den aktuellen Sprachstatus aller vorgestellten Anbieter:
Tool | Deutsche Benutzeroberfläche | Deutscher Support | Deutsche Dokumentation |
|---|---|---|---|
| MailChimp | nur Englisch | nur Englisch | nur Englisch |
| Brevo | Ja | Ja | Ja |
| CleverReach | Ja | Ja | Ja |
| ActiveCampaign | Ja | Nein, nur Englisch | Nein, nur Englisch |
| GetResponse | Ja | Ja | Ja |
| MailerLite | nur Englisch | nur Englisch | nur Englisch |
8. Kann ich nicht auch Outlook oder Gmail zum Newsletter-Versand nehmen?
Vielleicht hast du dir schon einmal die Frage gestellt:
Warum 10, 20 oder sogar 50 € im Monat ausgeben?
Ich kann doch auch einfach Newsletter über meinen Gmail- oder GMX-Account oder über das Postfach meines Webhosters versenden.
Ich rate dir jedoch (in den meisten Fällen) davon ab!
Das hast mehrere Gründe:
- Es kann sein, dass dein E-Mail-Provider von deinem massenhaften E-Mail-Versand nicht sonderlich begeistert ist und deinen Account sperrt oder limitiert.
- Es kann schnell passieren, dass du bei den E-Mail-Providern auf der Empfängerseite auf Blacklists landest (z. B. wenn viele Leute deine E-Mails als Spam markieren). Und aus so einer Blacklist kommst du nur schwierig wieder heraus...
- Es ist schwieriger oder sogar unmöglich, rechtliche Vorgaben (wie das Vorhandensein eines Double-Opt-in oder eines Abmeldelinks in deine E-Mails) einzuhalten
Bei CleverReach, MailChimp und Co. hingegen werden E-Mails deutlich seltener als Spam erkannt.
Denn diese sind z. B. auf Whitelists wie der Certified Senders Alliance und deren Versandadressen besitzen bei Mail-Providern eine hohe Reputation.
Wie du einen Newsletter erstellst, zeige ich dir hier: Newsletter erstellen in 2026: Der ultimative Guide für Anfänger
9. Funktioniert E-Mail-Marketing überhaupt noch?
Na klar!
Ich wage sogar zu behaupten, dass E-Mail-Marketing aktuell eine regelrechte Renaissance erlebt.
Denn obwohl immer mehr Kundenbindung über soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook oder Twitter stattfindet, haben soziale Netzwerke gravierende Nachteile:
Nachteil #1: Du hast wenig Kontrolle über deine Kontakte!
Das heißt, wenn ein soziales Netzwerk von heute auf morgen dicht macht, sind alle deine Follower und Likes weg.
Wenn ein E-Mail-Marketing-Anbieter dicht macht, dann spiele ich einfach ein Backup meiner E-Mail-Liste bei einem anderen Anbieter ein und kann weitermachen wie vorher.
Nachteil #2: Die Reichweite von Facebook, Instagram und Co. sinkt immer mehr
Wenn du 10.000 Fans bei Facebook hast, heißt das nicht, dass du alle davon erreichst, wenn du etwas postest.
Du hast Glück, wenn 500 Leute (also 5 %) mit deinem Beitrag interagieren.
Wenn ich hingegen einen Newsletter herausschicke, erreiche ich durchschnittliche Öffnungsraten von 30 bis 40 %.
10. Welche Newsletter-Software eignet sich für wen?
Du bist nicht sicher, welches der oben aufgeführten E-Mail-Marketing-Tools sich für deinen Anwendungsfall eignet?
Kein Problem!
Hier findest du eine kleine Übersicht mit generellen Empfehlungen:
- Für Vereine: CleverReach
- Für gemeinnützige Organisationen/Non-Profits/NPOs: CleverReach (kostenlos für bis zu 1.000 Empfänger, siehe hier)
- Für Blogger: CleverReach (es sei denn, der Verkauf digitaler Infoprodukten ist geplant)
- Für Start-ups: GetResponse (kann mit den Anforderungen mitwachsen) oder CleverReach (falls Automatisierungen nicht nötig)
- Für Coaches und Berater: ActiveCampaign oder GetResponse
- Für Verkäufer digitaler Infoprodukte (Online-Kurs, E-Book etc.): ActiveCampaign oder GetResponse
- Für Online-Shops: ActiveCampaign oder CleverReach
- Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit lokalen Kunden: CleverReach
Falls du dir immer noch nicht sicher bist:
CleverReach ist mit seinem kostenlosen Tarif mit bis zu 250 Abonnenten am Anfang am einfachsten.
Der spätere Wechsel zu einem anderen Anbieter ist zwar mit ein bisschen Aufwand verbunden, aber immer möglich.
11. FAQ
Hier findest du Antworten zu häufig gestellten Fragen zu Newsletter-Tools:






