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WordPress-Hosting 2023: 5 Anbieter im Vergleich

WordPress-Hosting
Foto des Autors

Finn Hillebrandt

Zuletzt aktualisiert:

Die Suche nach dem richtigen WordPress-Hosting kann frustrierend sein.

Ich spreche da aus Erfahrung


Denn in den 12+ Jahren, in denen ich mit WordPress arbeite, habe ich bereits ĂŒber 60 verschiedene Hosting-Anbieter fĂŒr grĂ¶ĂŸere und kleine Webprojekte ausprobiert.

Dabei habe ich positive, aber auch sehr viele negative Erfahrungen gemacht.

Und in diesem Vergleich möchte ich diese Erfahrungen mit dir teilen!

Im Detail erfÀhrst du:

  • Wie fĂŒnf beliebte WordPress-Hoster im Vergleich abschneiden (inkl. Performance-Tests).
  • Die besten Hosting-Tarife fĂŒr verschiedene Anwendungsszenarien (kleine Websites, WooCommerce, Affiliate-Seiten etc.)
  • Was gutes WordPress-Hosting wirklich braucht

Warum?

Damit auch du das beste WordPress-Hosting fĂŒr deinen Blog oder deine Website finden kannst!

Aber ohne dutzende Anbieter durchzuprobieren und dein Geld zu verbrennen (so wie ich). 🙈

1. WordPress-Hosting im Vergleich

WPspace Pro-Tarif HostPress STARTER-Tarif Raidboxes STARTER-Tarif WP-Projects Hosting Basic 4.0 WordPress.com Business
Preis
netto / Monat (jÀhrl. Zahlungsw.)
14,99€ 25€ 16,20€ 14,90€ 25€
Websites 1 1 1 10 1
Staging-Sites 1 1 1 5
Speicher 5 GB SSD 10 GB SSD 5 GB SSD 25 GB SSD 200 GB HDD
vCore CPUs 2 2 1 2
RAM 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB
PostfĂ€cher 5 5 ∞
Umzug-Service
.de-Domain
netto pro Jahr
17,00 € 18,00 € 12,00 € 9,90 €
Inklusiv-Domains 1 1 (im 1. Jahr)
PHP-Versionen 7.3 – 8.1 7.3 – 8.1 7.2 – 8.1 7.2 – 8.1 7.4 – 8.1
Inklusiv-Lizenzen Divi, WP Rocket WP Rocket Jetpack, Premium Themes
Autom. Backups 7 Tage 14 Tage 14 Tage 7 Tage 30 Tage (mit Jetpack)
Serverstandort Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland USA
Zum Anbieter Dauerhaft
gratis testen
Gratis
Demo-Umzug
7 Tage
gratis testen
14 Tage
gratis testen
Dauerhaft
gratis testen
Tipp: Du hast kein Problem damit, WordPress selbst zu installieren und zu warten? Dann tut es auch normales Webhosting, das meist deutlich gĂŒnstiger ist.

2. Hosting-Anbieter im Detail

Hier findest du ausfĂŒhrlichere Beschreibungen zu allen getesteten WordPress-Hostern und deren Vor- und Nachteile:

Platz 1: WPspace

WPspace
Bestes Feature: Gratis Pagespeed-Optimierung
GrĂ¶ĂŸte EinschrĂ€nkung: nur 5 GB Speicher
Preis: 14,99 € / Monat (jĂ€hrl. Zahlungsweise)

WPspace ist ein recht neuer Player auf dem deutschen Hosting-Markt. Das dahinter stehende Unternehmen, die Broll IT & Media GmbH gibt es zwar schon lÀnger, WPspace als Hosting-Angebot allerdings erst seit Anfang 2021.

Entsprechend war ich auch skeptisch, denn ich habe schon viele Hoster kommen und gehen sehen.

Nach intensivem Testen und Ausprobieren kann ich jedoch sagen:

WPspace ist mein neuer Lieblingshoster. ❀

Ich muss jedoch zugeben, dass es eher Liebe auf den zweiten Blick war. Denn auf dem Papier unterscheidet sich WPspace erst einmal kaum von anderen Managed WordPress-Hostern:

WordPress ist vorinstalliert, es gibt integrierte Caching- und Sicherheitsfunktionen, Versprechen von Top-Performance, kostenloses SSL-Zertifikat, sehr guten Kunden-Service, automatische Backups und so weiter.

Der Teufel (oder hier der Testsieger) steckt, wie immer, im Detail:

1. WPspace bietet mehr Ausstattung fĂŒrs Geld

FĂŒr 14,99 € netto im Monat bekommst du das gleiche wie im Raidboxes STARTER-Tarif, der 16,20 € pro Monat kostet.

Allerdings bekommst du bei WPspace mehr Rechenpower (2 vCore CPUs statt einer), Premium-Lizenzen fĂŒr Divi und WP Rocket und 5 E-Mail-PostfĂ€cher inklusive.

Allein fĂŒr die Premium-Lizenzen mĂŒsste man ca. 11 € pro Monat ausgeben, fĂŒr das Mail-Hosting bei Raidboxes noch einmal 1 bis 2 €. Und zwei vCore CPUs bekommt man bei Raidboxes erst beim Pro-Tarif, der bei jĂ€hrlicher Zahlungsweise 49,50 € netto im Monat kostet.

2. Top-Performance

Mit einer Ladezeit von 469 ms zwischen Juli 2022 und Januar 2023 (gemessen ohne Caching-Plugin, Performance-Optimierung oder serverseitiges Caching) schneidet WPspace sehr gut ab. Nur HostPress war mit 430 ms ein paar Millisekunden schneller:

3. PageSpeed-Optimierung inklusive

Auf Wunsch fĂŒhrt WPspace eine kostenlose PageSpeed-Optimierung deiner Website durch, was ein einzigartiger Service ist, den kein anderer WordPress-Hoster bietet.

Dabei werden serverseitige Einstellungen vorgenommen und WP Rocket installiert und konfiguriert.

Ich habe das mit zwei Websites getestet und die Resultate sind super! đŸ’Ș

Die absolute Ladezeit meiner Test-Website verbesserte sich durch die Optimierung deutlich von 814 ms auf 279 ms. Auch einzelne Kennzahlen wie Largest Contentful Paint (LCP) oder Time to Interactive (TTI) wurden mehr als halbiert:

Vorher- und Nachher-Vergleich meiner Test-Wesite nach der PageSpeed-Optimierung von WPspace

Um das Team von WPspace ein wenig herauszufordern, habe ich noch eine Optimierung von Blogmojo selbst in Auftrag gegeben. Und selbst bei meiner extrem durchoptimierten und super schlanken Website konnte das Team unter anderem den LCP und FCP um ca. 30 ms verbessern, was ich nicht erwartet hÀtte:

Nach der Optimierung geben die Experten von WPspace zudem individuelle Empfehlungen bzgl. Plugins und Setup, um die Website-Performance noch weiter zu optimieren (bei der Optimierung selbst werden keine Änderungen an Code, Plugins, Themes oder Bildern vorgenommen).

4. Kostenloser Tarif

Alle Anbieter im Test erlauben es dir, ihr Hosting fĂŒr einen bestimmten Zeitraum zu testen. Bei Tarifen, die 15 € oder mehr im Monat kosten, ist das auch begrĂŒĂŸenswert.

WPspace geht dabei jedoch noch einen Schritt weiter. đŸ’Ș

Es gibt einen kostenlosen Tarif, den du nicht nur fĂŒr 7 oder 14 Tage, sondern dauerhaft testen kannst:

DafĂŒr ist es auch nicht nötig, eine Kreditkarte anzulegen oder Ähnliches. Ein Kunden-Account reicht. 😉

Vorteile

  • Lizenzen fĂŒr WP Rocket und Divi inklusive (Wert ca. 130 € pro Jahr)
  • 2 vCPUs (Raidboxes bietet nur eine)
  • Sehr gute Performance
  • Gratis PageSpeed-Optimierung durch Experten
  • Bestes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis im Test (bei jĂ€hrlicher Zahlungsweise)
  • 5 E-Mail-PostfĂ€cher inklusive
  • Kostenloser Umzug-Service fĂŒr die Website
  • Kostenloser Umzug-Service fĂŒr 5 PostfĂ€cher
  • Klonen von WordPress-Websites mit einem Klick
  • Kundenbereich und Adminpanel sind ĂŒbersichtlich und modern
  • Staging-Umgebung
  • Serverstandort Deutschland
  • Schneller, kompetenter und sehr freundlicher Support
  • Sehr gute Uptime (die zweitbeste im Test nach Raidboxes)

Nachteile

  • Webspace-Verwaltung mit Plesk Obsidian nicht so ĂŒbersichtlich wie bei Raidboxes
  • Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten bei jĂ€hrlicher Zahlungsweise
  • Keine Inklusiv-Domain
  • .de-Domain recht teuer
  • Nur 5 GB SSD-Speicher (1 GB Extra-Speicher kosten jedoch nur 0,40 € pro Monat mehr)

Platz 2: HostPress

HostPress Webhosting
Bestes Feature: Beste Performance im Test
GrĂ¶ĂŸte EinschrĂ€nkung: hoher Preis
Preis: 25 € / Monat (jĂ€hrl. Zahlungsweise)

Der STARTER-Tarif von HostPress bietet eine Àhnliche Ausstattung wie der Pro-Tarif bei WPspace.

Er bietet 10 GB SSD-Speicher, 2 GB RAM, 2 vCore CPUs und 5 E-Mail-PostfĂ€cher. Ein kostenloser Umzug und eine Lizenz fĂŒr WP Rocket sind ebenfalls mit dabei.

HostPress setzt dabei ebenfalls auf die VerwaltungsoberflĂ€che Plesk Obsidian, mit der sich einfach und unkompliziert SSL-Zertifikate anlegen, PHP-Einstellungen Ă€ndern und WordPress-Installationen mit dem WordPress Toolkit verwalten (z. B. automatische Updates, Sicherheitseinstellungen etc.) lassen.

Positiv hervorzuheben ist der Support, der auf eine Test-Anfrage schnell, kompetent und zuvorkommend antwortete. HostPress erzielt zudem sehr gute durchschnittliche Kundenbewertungen bei Bewertungsportalen wie ProvenExpert oder HOSTtest.

HostPress erzielte Top-Ergebnisse bei der Performance. Mit 430 ms war meine Test-Website 39 ms schneller als WPspace:

HostPress ist im Vergleich zu anderen Anbietern leider deutlich teurer:

Der STARTER-Tarif kostet 25 € pro Monat bei jĂ€hrlicher Zahlungsweise. Der Pro-Tarif von WPspace nur 14,99 €.

Selbst, wenn man 5 GB Speicher bei WPspace Pro dazubucht, um auch auf 10 GB zu kommen, zahlt man nur 16 € pro Monat und damit immer noch 9 € weniger im Monat (also 108 € weniger pro Jahr).

Aufgrund des deutlich schlechteren Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnisses muss sich HostPress mit dem zweiten Platz begnĂŒgen (im Vergleich zu unserem WordPress-Hosting-Vergleich 2022 hat sich der Vorsprung von WPspace jedoch verringert).

Vorteile

  • 5 E-Mail-PostfĂ€cher inklusive
  • WP Rocket inklusive
  • Sehr gute durchschnittliche Kundenbewertungen
  • Sehr gute Performance
  • Schneller, kompetenter und zuvorkommender Support
  • Rabatt bei jĂ€hrlicher Laufzeit
  • Kostenloser Umzug-Service
  • Serverstandort Deutschland
  • Kundenbereich und Adminpanel sind ĂŒbersichtlich und modern
  • WordPress Toolkit zur Administration von WordPress direkt in Plesk Obsidian
  • Staging-Umgebung
  • Garantierte Reaktionszeit des Supports
  • Sehr gute Uptime (WPspace und Raidboxes waren jedoch noch ein kleines bisschen besser)

Nachteile

  • Teuer im Vergleich zu anderen Anbietern
  • Webspace-Verwaltung mit Plesk Obsidian nicht so ĂŒbersichtlich wie bei Raidboxes
  • Nur 7 Tage lang testbar (aber mit Demo-Umzug)
  • Keine Inklusiv-Domain
  • .de-Domain recht teuer

Platz 3: Raidboxes

Raidboxes
Bestes Feature: Toller und einfach bedienbarer Kundenbereich
GrĂ¶ĂŸte EinschrĂ€nkung: Nicht (mehr) so gute Ladezeit
Preis: 16,20 € / Monat (jĂ€hrl.

Die Hosting-Pakete von Raidboxes, auch Boxen genannt, sind speziell fĂŒr die Verwendung von WordPress optimiert. Die WordPress-Installation ist dabei schon auf jeder Box vorinstalliert und -konfiguriert.

Raidboxes erstellt automatisch tĂ€gliche Backups, die man einfach ĂŒber das Dashboard einspielen oder daraus eine neue Box machen kann.

Die Core-Dateien selbst sind im Gegensatz zu WP-Projects, WPspace und HostPress nicht von WordPress oder dich als Nutzer ĂŒber Ă€nderbar, was fĂŒr zusĂ€tzliche Sicherheit sorgt. WordPress-Core-Updates werden zudem von Raidboxes nach einer bestimmten Zeit automatisch eingespielt (wichtige Sicherheitsupdates innerhalb kurzer Zeit).

Raidboxes ĂŒberzeugt durch einen nutzerfreundlichen und sogar mobil gut bedienbaren Kundenbereich, der dennoch Raum fĂŒr einige erweiterte Einstellungsmöglichkeiten bietet, z. B. Security Header oder Single Sign-On.

Durch den Einsatz von vServern, SSD-Festplatten und nginx als Webserver-Software erzielen meine Websites bei Raidboxes gute Ladezeiten.

In den 5+ Jahren, in denen ich Raidboxes genutzt habe, habe ich grĂ¶ĂŸtenteils gute Erfahrungen gemacht. Der Kundenservice ist top. Sehr freundlich, kompetent und schnell.

Allerdings muss ich auch sagen, dass Raidboxes sich in den letzten 2 Jahren etwas verschlechtert hat:

1. Ladezeit

Mit einer Ladezeit von 635 ms landete Raidboxes im Speed-Test auf Platz 3, wodurch es sich im Vergleich zu 2022, wo die Ladezeit noch bei 669 ms lag, leicht verbessert hat:

Im Vergleich zu 2020 hat sich Raidboxes jedoch nach wie vor verschlechtert. Vor 2 Jahren lag die durchschnittliche Response Time noch bei 547 ms und war damit ca. 90 ms besser:

2. Innovation & neue Features

In letzter Zeit sind nicht mehr viele Features oder Verbesserungen an den Boxen selbst dazugekommen, was ich schade finde.

Die einzige grĂ¶ĂŸere Neuerung in den letzten 1,5 Jahren ist Multisite-UnterstĂŒtzung, die im Mai 2022 eingefĂŒhrt wurde.

Allerdings ist diese noch in der Beta-Phase und nur fĂŒr Pro-Tarife verfĂŒgbar. Zudem warten Nutzer da schon seit 2015 drauf.

3. Teure Preise fĂŒr Pro-Tarife

Mit 16,20 € pro Monat (bei jĂ€hrlicher Zahlungsweise) ist der STARTER-Tarif fair bepreist, auch wenn WPspace oder WP-Projects etwas mehr fĂŒrs Geld bieten.

Ich muss auch lobend hervorheben, dass man seit Mitte Juli 2022 bei Raidboxes Rabatt bekommt, wenn man sich fĂŒr halbjĂ€hrliche, jĂ€hrliche oder zweijĂ€hrliche Zahlungsweise entscheidet.

Die Pro-Tarife finde ich im Vergleich zu den Tarifen anderer Anbieter allerdings nach wie vor zu teuer:

FĂŒr 49,50 € pro Monat (bei jĂ€hrlicher Zahlungsweise) bekomme ich im Pro-Tarif bei Raidboxes zwei CPU vCores, 20 GB SSD-Speicher und 4 GB RAM:

FĂŒr 29,99 €, also knapp die HĂ€lfte, bekomme ich bei WPspace den Pro XL Tarif mit 4 CPU vCores (doppelt so viele), 15 GB SDD-Speicher und 4 GB RAM:

Selbst wenn ich noch 5 GB SSD-Zusatzspeicher buchen wĂŒrde, um ebenfalls auf 20 GB wie bei Raidboxes zu kommen, lĂ€ge ich bei WPspace Pro XL nur bei 31 € pro Monat.

Kurzum:

Alles in allem konnte sich Raidboxes im Vergleich zum letzten Jahr verbessern und sich einen guten dritten Platz sichern. Es kommt aber nach wie vor nicht ganz an HostPress und WPspace heran.

Vorteile

  • Übersichtlicher, moderner und mobil nutzbarer Kundenbereich
  • Boxen sind monatlich kĂŒndbar
  • Gute Ladezeiten durch schnelles serverseitiges Caching (kein Extra-Caching-Plugin erforderlich)
  • kostenloser Umzug-Service fĂŒr die Website
  • kostenlose Staging-Umgebung
  • Schneller und sehr netter Support
  • Serverstandort Deutschland
  • Boxen können 14 Tage kostenlos getestet werden (Ab dem PRO-Tarif allerdings nur 4 Tage)
  • Diverse fortgeschrittene Sicherheitseinstellungen (Security Header, Single Sign-On, XML-RPC Blocker etc.)
  • Abgesicherte WordPress-Installation (Core-Dateien nicht bearbeitbar)
  • Rabatte fĂŒr halbjĂ€hrliche, jĂ€hrliche und 2-jĂ€hrliche Zahlung
  • Arbeitet aktiv an seiner Nachhaltigkeit und hat z. B. bis Ende 2022 ĂŒber 440.000 BĂ€ume gespendet
  • Beste Uptime im Test

Nachteile

  • nur eine vCPU (WPspace bietet zwei)
  • keine Inklusiv-Lizenzen
  • keine Inklusiv-Domain
  • nur 5 GB SSD-Speicher (1 GB Extra-Speicher kosten 1 € pro Monat mehr)
  • kein exec() erlaubt, wodurch du Plugins wie den EWWW Image Optimizer nicht mehr nutzen kannst (nur mit API)
  • keine Inklusiv-Domain
  • E-Mail-Postfach kostet extra

Platz 4: WP-Projects

WP-Projects
Bestes Feature: Mehrere WordPress-Websites möglich
GrĂ¶ĂŸte EinschrĂ€nkung: Performance schlechter als bei WPspace
Preis: 14,90 € pro Monat

WP-Projects ist ein WordPress-Hoster, der sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-VerhÀltnis auszeichnet.

FĂŒr 14,90 € pro Monat bekommst du im Tarif „Hosting Basic 4.0“ 25 GB SSD-Speicher, beliebig viele E-Mail-PostfĂ€cher und sogar eine Inklusiv-Domain (nicht nur .de, sondern auch .com).

WP Projects bietet, genauso so wie WPSpace und HostPress, die Möglichkeit, WordPress-Websites ĂŒber das WordPress Toolkit von Plesk zu verwalten. Das bringt diverse Komfort-Funktionen bei der Installation und Wartung mit sich:

  • WordPress-Installation mit einem Klick
  • Automatische WordPress-Updates (mit automatischer ÜberprĂŒfung, ob durch das Update irgendetwas kaputt gehen könnte)
  • Umfassender Sicherheitscheck
  • WordPress klonen mit einem Klick

Der grĂ¶ĂŸte Vorteil gegenĂŒber anderen getesteten Anbietern:

Du kannst nicht nur eine, sondern bis zu zehn WordPress-Websites mit dem Tarif hosten.

Das ist optimal, wenn du mehrere kleinere Websites hosten möchtest. Zumal der Tarif nicht einen nginx-Server, sondern einen Litespeed-Server bietet, der vermutlich besser mit vielen gleichzeitigen Besuchern umgehen kann.

Zum Testsieger hat es jedoch nicht ganz gereicht. WP-Projects Hosting Basic 4.0 kommt auf eine durchschnittliche Response Time von 678 ms, womit es hinter HostPress, Raidboxes und WPspace liegt und sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 45 ms verschlechtert hat:

Vorteile

  • Bis zu 10 WordPress-Websites möglich
  • Inklusiv-Domain (auch .com)
  • unbegrenzt viele E-Mail-PostfĂ€cher
  • 1 Monat Vertragslaufzeit
  • 14 Tage kostenlos testen
  • LiteSpeed als Webserver
  • WordPress-Toolkit von Plesk mit vielen Admin- und Wartungsfunktionen
  • Komprimierung mit Brotli möglich (bisschen besser als gzip)
  • HTTP/2 und HTTP/3
  • Telefon-Support unter der Woche
  • kostenloser Umzug-Service fĂŒr die Website
  • kostenloser Umzug-Service fĂŒr bis zu drei E-Mail-PostfĂ€cher
  • Klonen von WordPress-Websites mit einem Klick
  • Serverstandort Deutschland
  • .de-Zusatzdomains mit 9,90 € pro Monat am gĂŒnstigsten von allen Anbietern

Nachteile

  • keine Lizenzen inklusive
  • Shared Hosting und kein vServer (jedem Nutzer stehen jedoch laut Anbieter 2 GB RAM und 2 vCPUs zur VerfĂŒgung)
  • keine PageSpeed-Optimierung inklusive
  • eher fĂŒr Fortgeschrittene als fĂŒr AnfĂ€nger
  • keine priorisierte Ticketbearbeitung (aber 24/7 Störungsmeldung via Ticket und E-Mail)
  • Schlechteste Uptime im Test
  • Webspace-Verwaltung mit Plesk Obsidian nicht so ĂŒbersichtlich wie bei Raidboxes

Platz 5: WordPress.com

Bestes Feature: Viele Premium-Themes inklusive
GrĂ¶ĂŸte EinschrĂ€nkung: Serverstandort in den USA
Preis 25 $ pro Monat

WordPress.com ist der Àlteste und bekannteste Managed WordPress-Hoster.

Der Dienst stammt von Automattic, dem Unternehmen von Matt Mullenweg, einem der ursprĂŒnglichen Entwickler der Open-Source-Software WordPress.org. Das Unternehmen ist seit 2005 Hauptkoordinator und die treibende Kraft hinter der Software.

Ist damit WordPress.com die erste Wahl fĂŒr WordPress-Hosting?

Leider nein.

Der Business-Tarif ist zum einen mit 25 € im Monat recht teuer. Zum anderen ist WordPress.com teilweise unflexibel:

So ist es zwar möglich, eigene Plugins und Themes zu installieren, es gibt allerdings nach wie vor eine lange Liste mit inkompatiblen Plugins.

Dazu zĂ€hlen zum Beispiel sĂ€mtliche Backup-Plugins, was es unmöglich macht, eigene automatisierte Backups zu erstellen. FĂŒr mich ein absolutes No-Go!

Ein weiterer großer Nachteil ist, dass der Serverstandort in den USA ist, was rechtliche Risiken mit sich bringen kann, seit das EU/US-Privacy Shield im Juli 2020 vom EuGH gekippt wurde.

Zudem kannst du davon ausgehen, dass die Ladezeit deiner Website bei deutschen Nutzern etwa eine Sekunde höher ist als bei den restlichen vorgestellten WordPress-Hostern, die ihren Serverstandort alle in Deutschland haben.

Zu guter Letzt ist der Support leider nur auf Englisch verfĂŒgbar, was ein Nachteil sein könnte, wenn du die Sprache nicht so gut beherrschst.

Vorteile

  • Zahlreiche Premium-Themes inklusive
  • Jetpack-Grundfunktionen inklusive (z. B. Statistiken, AktivitĂ€tsprotokoll und Backup-Funktion)
  • dauerhaft kostenlos testbar
  • ZuverlĂ€ssige und einfach zu bedienende Backup-Funktion
  • eine Inklusiv-Domain (allerdings nur im ersten Jahr kostenlos)
  • viel Speicherplatz
  • Gute AMP-Integration
  • Schneller und zuverlĂ€ssiger Admin-Bereich
  • Vertrag und Domain lassen sich im Admin-Bereich verwalten
  • Einfache Einrichtung von WooCommerce
  • Support antwortet meist schnell (in den US-amerikanischen GeschĂ€ftszeiten)

Nachteile

  • Serverstandort in den USA, was rechtliche Probleme bereiten kann
  • Schlechteste Ladezeit im Test (ca. 1 Sekunde langsamer als alle deutschen WordPress-Hoster)
  • Support nur auf Englisch
  • keine eigenen Backup-Plugins erlaubt (nur das hauseigene Jetpack)
  • Dokumentation teilweise nur auf Englisch
  • E-Mail-Postfach kostet extra
  • keine .de-Domains buchbar (hier musst du auf einen externen Domain-Anbieter zurĂŒckgreifen)
  • Lange Liste mit inkompatiblen Plugins, darunter viele Optimierungs-, Caching- und Sicherheits-Plugins

3. GĂŒnstigere Alternative: Normales Webhosting

Managed WordPress-Hosting bietet mehr Komfort als normales Webhosting.

Allerdings:

DafĂŒr ist es auch mitunter drei, vier oder fĂŒnfmal so teuer. đŸ˜±

Wenn du viele kleinere Websites hast, dann mitunter 10 oder 20 Mal so teuer, denn viele Managed-Hosting-Tarife bieten nur Platz fĂŒr eine WordPress-Installation.

Das ist ein Overkill, wenn du Kosten sparen willst oder du kein Problem damit hast, deine WordPress-Website selbst zu installieren, sichern, warten und dich komplett um die Performance zu kĂŒmmern (oder es dir sogar Spaß macht).

In dem Fall kann ich dir webgo als „normalen Webhoster“ ans Herz legen:

webgo

WordPress-Hosting bei webgo

Bei webgo bin ich selbst seit Januar 2017 Kunde und bin bis jetzt sehr zufrieden damit.

Das Webhosting bei webgo ist sehr zuverlÀssig. Meine Test-Website hatte von Juni 2020 bis Juni 2022 eine Uptime von 99,980 % mit lediglich zwei AusfÀllen.

Dank einer Kombination der Server-Software Apache und nginx sind die Ladezeiten ebenfalls hervorragend.

In meinem Webhosting-Vergleich schnitt webgo in den Speed-Tests ĂŒberdurchschnittlich gut ab und konnte sich meistens Top-Positionen sichern.

Die Preise sind zudem fair und die Webhosting-Pakete modern ausgestattet (PHP 8.1, http/2, Let’s Encrypt etc.).

Der Kundenservice reagiert schnell und (meist) kompetent auf Anfragen. KĂŒndigungen, das HinzufĂŒgen von Domains, Abschluss des AV-Vertrags oder Tarif-Upgrades kann man bequem ĂŒber das Kundenportal erledigen.

Wenn du den Gutschein-Code blogmojo wĂ€hrend des Bestellvorgangs (bei der Angabe deiner persönlichen Daten) eingibst, bekommst du 10 € Rabatt.

Vorteile

  • faire Preise
  • Let’s Encrypt in allen Tarifen kostenlos enthalten
  • garantierter RAM
  • schneller Support via E-Mail, Telefon oder Chat
  • sehr gute Ladezeiten und VerfĂŒgbarkeit
  • die ersten 6 Monate kostenlos
  • Inklusiv-Domains in jedem Hosting-Paket
  • externe Domains einfach und kostenlos aufschaltbar (keine SelbstverstĂ€ndlichkeit bei deutschen Hostern)
  • kostenlose E-Mail-PostfĂ€cher
  • 1-Click-Installer fĂŒr WordPress, Joomla und Co.
  • Datenbanken auf SSD-Festplatten
  • KĂŒndigung und Abschluss von AV-Vertrag bequem online möglich
  • Übersichtliche VertragsĂŒbersicht und einfacher Bestellvorgang
  • Serverstandort Deutschland
  • IP-Logging lĂ€sst sich ausschalten

Nachteile

  • unĂŒbersichtliche Tarifauswahl
  • Veraltetes Userinterface beim webgo Webspace-Admin
  • 1-Click-Installer hat manchmal nicht die neuste WordPress-Version

4. Was ist Managed WordPress-Hosting?

Bei Managed WordPress-Hosting handelt es sich um Webhosting, bei dem die Verwaltung und Administration deiner WordPress-Website gĂ€nzlich oder teilweise vom Hoster ĂŒbernommen wird.

Die Bandbreite der enthaltenen Leistungen und die Definition von „Managed WordPress-Hosting“ ist von Hoster zu Hoster unterschiedlich. Allen Anbieter gemeinsam ist, dass WordPress schon vorinstalliert und vorkonfiguriert ist. Die Vorkonfiguration impliziert meist Caching, automatische Backups, Sicherheits- und Performance-Einstellungen. Der Support ist weitreichender und kompetenter (vor allem bei WordPress-Fragen) als bei normalen Hostern.

Hier findest du einen detaillierteren Überblick ĂŒber die Unterschiede:

FeatureNormales WebhostingManaged WordPress-Hosting
Installationselbst installierenvorinstalliert
WordPress-Managementmeist manuell Umfassende Management-Funktionen, z. B. WordPress Toolkit von Plesk
Automatische BackupsJa, aber meist nur ĂŒber Support einspielbarJa, meist selbst einspielbar
WordPress-Updates ĂŒbernimmt HosterNein, auch nicht gegen Aufpreisteilweise (oder zumindest gg. Aufpreis)
Speicherplatzgroßeher klein
Kostenlos testenNeinJa
Core-Dateien ÀnderbarJa, alleTeilweise nein, da vom Hoster verwaltet
Alle Plugins nutzbar?Jabei manchen Hostern leicht eingeschrÀnkt
Ladezeitoptimierungkomplett selbst machenviele Maßnahmen schon umgesetzt
WordPress-Sicherheitmeist selbst machenviele Maßnahmen schon umgesetzt
Supportvon sehr schlecht bis gutmeist sehr gut
PreisgĂŒnstig bis normalteurer fĂŒr die gleiche Ausstattung

Unterm Strich musst dich weniger um die Technik kĂŒmmern und hast mehr Zeit fĂŒr die wichtigen Dinge in deinem Business. đŸ’Ș

Managed WordPress-Hosting ist natĂŒrlich kein Muss, sondern lediglich ein Komfortfaktor. Wenn du dir 14 € oder mehr im Monat nicht leisten kannst oder Spaß daran hast, WordPress komplett selbst zu konfigurieren, tut es normales Webhosting auch. 😉

5. Welcher Hosting-Tarif eignet sich fĂŒr mich?

Es ist blöd, fĂŒr mehr zu bezahlen, als du eigentlich benötigst.

Es ist mindestens genauso blöd durch einen zu schwachen Server langsame Ladezeiten oder Ausfallzeiten zu haben.

Deshalb habe ich dir Hosting-Tarife fĂŒr verschiedene Seitenaufrufszahlen herausgesucht. Bitte beachte, dass es sich dabei um Richtwerte handelt.

Wie sehr dein Server belastet wird, hĂ€ngt auch von anderen Faktoren ab, z. B. welche und wie viele Plugins du installiert hast, die Anzahl deiner Posts, verwendete Caching-Methoden und einiges mehr.

5.1 Hosting fĂŒr AnfĂ€nger und kleine Websites

FĂŒr AnfĂ€nger und kleinere Websites, die bis zu 2.000 Seitenaufrufe am Tag bekommen, empfehle ich entweder einen kleineren vServer oder ein Shared-Hosting-Paket bei einem normalen Webhoster:

  1. WPspace Pro
  2. webgo CMS Pro (sehr gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis und auch fĂŒr mehrere Websites geeignet)
Hinweis: Bei Shared Hosting teilst du dir einen Server und dessen Ressourcen mit anderen Kunden.

5.2 Hosting fĂŒr mittelgroße Websites

FĂŒr Websites oder Blogs mit 2.000 bis 7.000 Seitenaufrufen am Tag empfehle ich unbedingt einen vServer:

  1. WPspace Pro XL
  2. webgo Managed SSD vServer
Hinweis: Bei einem vServer teilst du dir ebenfalls einen Server mit anderen Kunden, hast aber fest zugewiesene Server-Ressourcen. Das heißt du wirst von der Überbenutzung anderer Kunden nicht negativ beeinflusst:

5.3 Hosting fĂŒr große Websites und Online-Shops

FĂŒr Websites oder Blogs mit mehr als 7.000 Seitenaufrufen am Tag oder fĂŒr einen Online-Shop solltest du am besten auf einen eigenen Server, einen sogenannten Dedicated Server, oder einen großen vServer umsteigen.

Bei Dedicated Servern hat man immer zwei Möglichkeiten: Managed Server oder Root Server. Bei ersterem wird die Server-Software vom Host betreut, bei zweiterem musst dich darum selbst kĂŒmmern.

Wenn du nichts von Server-Administration weißt, wĂŒrde ich dir immer zu einem Managed Server raten. Denn aus einem Server die maximale Performance herauszuholen und diesen gegen Angriffe abzusichern, erfordert viel Zeit und Fachwissen.

  1. WPspace Woocommerce
  2. webgo Managed Dedicated Server

5.4 Hosting fĂŒr Affiliates, Webdesigner und Agenturen

Du betreibst als Affiliate viele eigenen Projekte oder betreust als Webdesigner oder Agentur die Websites vieler Kunden?

Dann muss eine Lösung her, mit der sich viele Websites ohne Leistungseinbußen auf einmal hosten lassen:

  1. WP-Projects Managed Agenturserver
  2. webgo Managed Dedicated Server

6. Was sollte ein guter WordPress-Hoster bieten?

Damit deine WordPress-Website möglichst schnell und fehlerfrei lĂ€uft, du so wenig Stress wie möglich damit hast und du datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite bist, sollte dein Webhoster bestimmte Kriterien erfĂŒllen.

6.1 Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV)

Hosting-Anbieter sind Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Dementsprechend solltest du, um datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, mit deinem Hoster einen Auftragsverarbeitungsvertrag (auch AV-Vertrag oder AVV genannt) abschließen.

Der Vertragsabschluss sollte idealerweise online und mit wenigen Klicks möglich sein. Eine Auswahl verschiedener WordPress-Hosts, die AV-VertrĂ€ge anbieten, findest du in meiner Liste mit AV-VertrĂ€gen.

WordPress-HosterAV-Vertrag
WPspaceIm Kundenbereich abschließbar
raidboxesOnline ausfĂŒllen und per E-Mail schicken
HostPressHerunterladen, unterschreiben und per E-Mail schicken
WP-ProjectsIm Kundenbereich abschließbar
WordPress.comIm Kundenbereich anfordern und per E-Mail schicken

6.2 Gratis SSL-Zertifikat

Ein SSL-Zertifikat ist mittlerweile Pflicht fĂŒr jede Website. Nicht nur aus DatenschutzgrĂŒnden, sondern auch weil


  1. Browser wie Firefox oder Chrome nicht verschlĂŒsselte Verbindungen zu Websites als nicht sicher brandmarken.
  2. HTTPS Ranking-Vorteile bei Google bietet.
  3. deine Website dann von HTTP/2 profitieren kann, was deine Ladezeit verbessert.

Alle in diesem Artikel vorgestellten WordPress-Hoster bieten kostenlose SSL-Zertifikate ĂŒber Let’s Encrypt an. Die Einrichtung ist einfach bis sehr einfach:

Hosting-TarifSSL-ZertifikatEinrichtung
WPspace ProLet’s Encrypteinfach
Raidboxes STARTERLet’s Encryptsehr einfach
WP-Projects Basic 4.0Let’s Encrypteinfach
HostPress STARTERLet’s Encrypteinfach
WordPress.com PROLet’s Encryptautomatisch

Bei Raidboxes musst du zum Beispiel nur einen Schalter umlegen, um WordPress auf HTTPS umzustellen. Dabei wird nicht nur das SSL-Zertifikat eingerichtet, sondern es werden auch alle URLs in der WordPress-Datenbank umgestellt:

SSL in den Raidboxes-Einstellungen aktivieren

6.3 Serverstandort in Deutschland (oder zumindest in der EU)

Datenschutzrechtlich ist es mit Abstand am sichersten, wenn die Server deines Hosters in Deutschland stehen. Am zweitsichersten ist ein Standort innerhalb der EU, da dort dank der DSGVO das gleiche hohe Datenschutzniveau gilt.

Was die Ladezeit betrifft, sollte das Rechenzentrum deines WordPress-Hosters möglichst nahe am Standort deiner Besucher sein. Sonst verlÀngert sich die Ladezeit durch den lÀngeren Leitungsweg.

Hier findest du einen Überblick ĂŒber die Standorte aller getesteten Hoster:

WordPress-HosterServerstandortRechenzentrum
WPspaceDeutschlandHetzner, gridscale
RaidboxesDeutschlandHetzner, dogado, Digital Ocean
WP-ProjectsDeutschlandHetzner, diva-e
HostPressDeutschlandgridscale, Hetzner, KrÀmer IT
WordPress.comUSAAWS (Amazon Web Services)

Das heißt:

Wenn deine Besucher grĂ¶ĂŸtenteils aus Deutschland kommen, sollte dein Server auch in Deutschland (oder ggf. auch in einem Nachbarland wie Österreich oder den Niederlanden stehen).

6.4 Festplatten-Speicher

SSD-Festplatten haben nicht nur schnellere Zugriffszeiten als HDDs, sondern können auch mehr Ein-/Ausgaben pro Sekunde (IOPS) durchfĂŒhren.

Das spiegelt sich auch in der Ladezeit und der LaststabilitÀt deiner Website wider. Vor allem MySQL-Datenbanken sollten auf SSD-Festplatten liegen.

Zudem sollte pro WordPress-Installation genug Speicherplatz zur VerfĂŒgung stehen:

Hosting-TarifTypSpeichergrĂ¶ĂŸe
WPspace ProSSD5 GB
Raidboxes STARTERSSD5 GB
WP-Projects Basic 4.0SSD25 GB
HostPress STARTERSSD10 GB
WordPress.com BusinessHDD50 GB

6.5 PHP-Version

Gutes Hosting fĂŒr WordPress sollte mindestens PHP 7.4 anbieten, besser noch PHP 8.0 oder höher. Nicht nur aus SicherheitsgrĂŒnden, sondern auch aus Performance-GrĂŒnden.

Denn mit PHP 7+ laufen WordPress bis zu dreimal so schnell wie mit PHP 5.6!

Laut einer Untersuchung des amerikanischen WordPress-Hosters Kinsta kommt die neuste PHP-Version 7.4 auf sage und schreibe 313 Requests/Sekunde, wÀhrend PHP 5.6 gerade einmal ca. 98 schafft:

PHP 5 vs. PHP 7

Hier findest du einen Überblick darĂŒber, welcher Tarif welche PHP-Version bietet:

Hosting-TarifPHP-Versionen
WPspace Pro7.3 – 8.1
Raidboxes STARTER7.2 – 8.1
WP-Projects Basic 4.07.2 – 8.1
HostPress STARTER7.3 – 8.1
WordPress.com Business7.4 – 8.1

6.6 Die richtigen PHP-Einstellungen

Neben der PHP-Version sind auch die richtigen PHP-Einstellungen fĂŒr die Performance deiner WordPress-Website wichtig. Achte auf Folgendes:

  • memory_limit = mind. 128M, besser noch 256M
  • mod_rewrite = ON (nötig fĂŒr schöne Permalinks)

Zudem ist es hilfreich, wenn man wichtige PHP-Einstellungen selbst verĂ€ndern kann, wie upload_max_filesize, max_execution_time, max_input_vars oder post_max_size.

Hosting-TarifPHP Memory Limit
WPspace Pro256 MB
raidboxes STARTER256 MB
WP-Projects Basic 4.0256 MB
HostPress STARTER256 MB
WordPress.com Business512 MB

6.7 HTTP/2 und HTTP/3

HTTP/2 ist der Nachfolger von HTTP/1.1. Durch bessere Komprimierung und das Zusammenfassen mehrerer Server-Anfragen beschleunigt HTTP/2 die DatenĂŒbertragung vom Webserver zum Browser enorm.

HTTP/3 ist der Nachfolger von HTTP/2, frĂŒher bekannt als HTTP-over-QUIC. QUIC (Quick UDP Internet Connections) wurde ursprĂŒnglich von Google entwickelt. HTTP/3 wird von vielen modernen Browsern bereits unterstĂŒtzt. Seit Version 87 ist es standardmĂ€ĂŸig in Chrome aktiviert.

Hier findest du einen Überblick darĂŒber, welcher Hosting-Tarif welche HTTP-Version(en) unterstĂŒtzt:

Hosting-TarifHTTP-Version
WPspace ProHTTP/2
Raidboxes STARTERHTTP/2
WP-Projects Basic 4.0HTTP/3 & HTTP/2
HostPress STARTERHTTP/2
WordPress.com BusinessHTTP/2

6.8 Guter Support

Der ideale WordPress-Hoster sollte kompetenten Support bieten. FĂŒr NotfĂ€lle am besten rund um die Uhr und an 7 Tagen die Woche erreichbar sein.

Eine schnelle Reaktionszeit auf Anfragen ist ebenfalls sehr wichtig. Lange Ausfallzeiten, eine langsame Website oder Fehlfunktionen sorgen fĂŒr Frust bei Besuchern, Einnahmeverluste und können negative Auswirkungen auf deine Google-Rankings haben.

6.9 Hohe Uptime

Neben der Performance ist auch die ZuverlÀssigkeit bei WordPress-Webhostern entscheidend.

Die schnellste WordPress-Website bringt dir nichts, wenn dieser einmal die Woche fĂŒr einen halben Tag offline ist. Ideal ist eine Uptime (VerfĂŒgbarkeit) von 99,8 % oder höher, was alle getesteten WordPress-Hoster im Test erreicht haben:

Hosting-TarifUptime (01.07.22 bis 01.01.23)
WPspace Pro99,998 %
Raidboxes STARTER99,999 %
WP-Projects Basic 4.099,951 %
HostPress STARTER99,995 %
WordPress.com Pro99,992 %

7. FAQ

Hier findest du Antworten auf hÀufige Fragen zu WordPress-Hosting:

Ja, es gibt kostenloses WordPress-Hosting.

WPspace bietet einen dauerhaften kostenlosen Hosting-Tarif an, der Platz fĂŒr eine WordPress-Website und 300 MB Speicher enthĂ€lt.

Auch mit WordPress.com kannst du einen kostenlosen WordPress-Blog erstellen. Dort kannst du jedoch keine eigenen Plugins oder Themes installieren und keine eigene Domain aufschalten.

Ich rate von US-amerikanischen WordPress-Hostern wie WPEngine, Bluehost, Kinsta, Flywheel oder Dreamhost fĂŒr eine deutsche Website eher ab.

Das hat mehrere GrĂŒnde:

  • Es gibt meist nur englischsprachigen Support
  • Probleme mit dem Datenschutz
  • Support durch Zeitverschiebung schwerer zu erreichen
  • Ladezeit ist durch lĂ€ngeren Leitungsweg deutlich höher (oft mehr als eine Sekunde höher)

WordPress gibt in seinen Mindestanforderungen folgende Werte fĂŒr Webhoster vor:

  • PHP-Version 7.4 oder höher.
  • MySQL-Version 5.7 oder höher oder alternativ MariaDB-Version 10.3 oder höher.
  • HTTPS-UnterstĂŒtzung (SSL-Zertifikat installierbar)

WordPress lÀuft zwar auch mit PHP 5.6.20+ und MySQL 5.0+. Die Nutzung dieser Versionen stellt jedoch ein Sicherheitsrisiko dar, da diese nicht mehr weiterentwickelt werden.

Ein SSL-Zertifikat ist zum Betrieb von WordPress ebenfalls nicht unbedingt erforderlich, aber aus Sicherheit- und DatenschutzgrĂŒnden empfehlenswert.

Um WordPress bei deinem Webhoster zu installieren, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Richte ein SSL-Zertifikat an (mit Let’s Encrypt)
  2. Erstelle eine Datenbank
  3. Lade die WordPress-Installationsdateien in deutscher Sprache als ZIP-Datei herunter und entpacke sie
  4. Benenne wp-config-sample.php in wp-config.php um und trage die Zugangsdaten zur Datenbank bei deinem Webhoster (Datenbankname, Datenbankbenutzer und Passwort) ein
  5. Übertrage mit dem Programm FileZilla alle Dateien auf deinen FTP-Server (in das Verzeichnis, das deiner Domain zugeordnet ist)
  6. Ruf deine Website-URL auf und folge den weiteren Anweisungen

Eine umfangreiche und fĂŒr AnfĂ€nger geeignete Anleitung, wie du WordPress installieren kannst, findest du hier: WordPress installieren: Die idiotensichere Anleitung

Wenn du dich fĂŒr einen Managed WordPress-Hoster entscheidest, kannst du dir die MĂŒhe sparen, denn WordPress ist dort schon vorinstalliert.

Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

GrĂŒnder von Blogmojo, SEO-Experte mit 11+ Jahren Erfahrung, WordPress-Fan

Finn hilft Online-Unternehmern mehr Besucher und Kunden ĂŒber Google zu bekommen.

Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern fĂŒhrt stĂ€ndig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt. Achtung, Nerd-Alarm! đŸ€“

Er teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 100+ Fachartikeln zu Online-Business, WordPress und SEO sowie in Online-Kursen, wie seinem SEO-Kurs „New Level SEO“ und seinem Mini-Kurs „Kann ich ranken?“.

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