So findest du das beste WordPress-Hosting für deinen Blog

In den mittlerweile fast 6 Jahren, die ich nun mit WordPress arbeite, habe ich etwa 30 verschiedene Hosting-Anbieter für größere und kleine Webprojekte ausprobiert. Dabei habe ich viele positive, aber auch so manche negative Erfahrungen gemacht.

In diesem Guide möchte ich meine Erfahrungen und mein Wissen mit dir teilen, damit du das beste WordPress-Hosting für deinen Blog finden kannst.

1. Warum die Auswahl des richtigen Hostings so wichtig ist

Anbieter, bei denen du eine WordPress-Website hosten kannst, gibt es viele. Bei Preis, Leistung, Performance und Support gibt es jedoch mitunter himmelweite Unterschiede.

Ein Hoster-Wechsel die Ladezeit deiner Website z. B. deutlich verbessern. Das macht deine Website nicht nur nutzerfreundlicher, sondern sorgt auch für ein besseres Google-Ranking.

Durch die Auswahl des richtigen Hosters lässt sich auch mitunter viel Geld sparen und Stress durch kompetenten und schnellen Support vermeiden.

Dabei ist die erste oder günstigste Wahl nicht immer die beste. Massenhoster wie 1&1, Strato, DomainFactory oder HostEurope locken mit tollen Angeboten, bei denen man aber letzten Endes durch schlechten Support, teure Zusatzleistungen und unzuverlässiges Hosting draufzahlt.

2. Was sollte gutes WordPress-Hosting bieten?

Im Folgenden findest du die meiner Meinung nach wichtigsten Ausstattungsmerkmale und Serviceleistungen, die gutes WordPress-Hosting bieten sollte:

Serverstandort in Deutschland (oder in Nachbarländern)

Dein Hosting-Anbieter sein Rechenzentrum möglichst nahe am Standort deiner Besucher stehen haben. Sonst verlängert sich durch den längeren Leitungsweg auch die Ladezeit. Wenn deine Besucher größtenteils aus Deutschland kommen, sollte dein Server auch in Deutschland (oder ggf. auch in einem Nachbarland wie Österreich oder den Niederlanden stehen).

Gratis SSL-Zertifikat

Ich habe mittlerweile alle meine Websites auf HTTPS umgestellt. Es gibt meinen Besuchern mehr Sicherheit und hat Ranking-Vorteile bei Google. Seit Ende 2015 haben Hoster die Möglichkeit über Let's Encrypt ihren Kunden kostenlos und automatisiert SSL-Zertifikate auszustellen. Wenn ein Hoster das nicht integriert hat, musst du pro Domain mit 3-10 € zusätzlichen monatlichen Kosten rechnen, was nicht sein muss.

SSD-Festplatten anstatt HDDs

SSD-Festplatten habe nicht nur schnellere Zugriffzeiten als HDDs, sondern können auch mehr Ein-/Ausgaben pro Sekunde (IOPS) durchführen. Das spiegelt sich auch in der Ladezeit und der Laststabilität deines Blogs wieder.

Genug Festplattenspeicher

Vor allem Bilder-Galerien, vielen Beiträge oder manche WordPress-Plugins brauchen viel Speicherplatz. Ich empfehle pro WordPress-Installation mindestens 2 GB Festplattenspeicher, besser noch 5 GB.

PHP 7

Gutes WordPress-Hosting sollte auf jeden Fall PHP 7 anbieten, mit dem WordPress fast doppelt so schnell läuft wie mit PHP 5.6. Es gibt zwar einige Plugins und Themes, die noch nicht zu 100% mit PHP 7 kompatibel sind, generell sollte die Verwendung der neusten PHP-Version mit WordPress aber keine Probleme machen.

Die richtigen PHP-Einstellungen

Neben der PHP-Version sind auch die richtigen PHP-Einstellungen für die Performance deines WordPress-Blogs wichtig. Auf Folgendes solltest du auf jeden Fall achten:

  • memory_limit = mind. 128M, besser noch 256M
  • mod_rewrite = ON (nötig für schöne Permalinks)

Zudem ist es hilfreich, wenn man wichtige PHP-Einstellungen selbst verändern kann, wie z. B. upload_max_filesize, max_execution_time, max_input_vars oder post_max_size.

HTTP/2

HTTP/2 ist der Nachfolger von HTTP/1.1. Durch bessere Datenkomprimierung und die Möglichkeit des Zusammenfassens mehrerer Anfragen beschleunigt HTTP/2 Datenübertragung von Webserver zum Browser enorm. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass dein WordPress-Hoster den neuen Standard unterstützt.

Guten Support

Der ideale WordPress-Hoster sollte kompetenten Support bieten, der rund um die Uhr und an 7 Tagen die Woche erreichbar ist. Eine schnelle Reaktionszeit auf Anfragen ist ebenfalls sehr wichtig, denn lange Downzeiten, eine langsame Website oder Fehlfunktionen sorgen für Besucher-, Einnahmen- und Rankingverluste.

Automatische Backups

Ich habe auf allen meinen WordPress-Blogs Backup-Plugins installiert, die Backups an einen externen FTP-Server senden. Mir ist dennoch sehr wichtig, dass der Hosting-Anbieter selbst ebenfalls eine automatische Backup-Lösung anbietet, die für den Fall greifen kann, dass eines meiner eigenen Backups fehlgeschlagen ist.

Hohe Uptime

Neben der Performance ist auch die Zuverlässigkeit bei WordPress-Webhostern entscheidend. Denn der schnellste WordPress-Blog bringt dir nichts, wenn dieser einmal die Woche für einen halben Tag offline ist. Ideal ist eine Uptime von 99,8% oder höher.

3. WordPress-Hosting für Anfänger

Für Anfänger und kleinere Blogs, die bis zu 1.000 Besucher am Tag bekommen, reicht in der Regel Shared-Hosting, also ein Webhosting-Tarif, bei dem du dir einen Server mit mehreren Leuten teilst. Ich empfehle folgenden Webhosting-Tarif:

webgo CMS Pro

Der Webhosting-Tarif webgo CMS Pro ist günstig und bietet alles, was du für deinen WordPress-Hosting brauchst, wie z. B. ein kostenloses SSL-Zertifikat über Let's Encrypt, die neuste PHP-Version, genug Speicherplatz und Server-Ressourcen sowie eine Inklusiv-Domain (.de).

Ich selbst habe 3 kleinere Blogs bei webgo gehostet und bin mit der Performance, der Ausstattung und der Benutzeroberfläche bis jetzt sehr zufrieden.

webgo CMS Pro eignet sich besonders gut für dich, wenn du dir noch nicht sicher bist, ob Bloggen überhaupt etwas für dich ist, denn es erfordert keine großen Investitionen. Du zahlst keinen Einrichtungspreis und die ersten sechs Monate sind kostenlos.

4. WordPress-Hosting für mittelgroße Blogs

Für mittelgroße Blogs mit 1.000 bis 5.000 Besuchern am Tag sind die meisten Shared-Hosting-Pakete zu schwachbrüstig. Hier empfiehlt sich ein vServer (kurz für Virtual Server). Dort teilst du dir zwar ebenfalls die Ressourcen eines Servers mit anderen Kunden, jedoch steht dir dort ein fester Anteil der Ressourcen zu.

Raidboxes

Das Starter-Tarif von Raidboxes für 15 € im Monat ist ideal für etwas größere Blogs. Durch Einsatz von nginx als Webserver-Software und serverseitigem Caching (nginx FastCGI Caching) lädt dein Blog nicht nur schnell, sondern ist auch gut gerüstet für plötzliche Besucherstürme, die ein Shared-Hosting-Paket unter der Last einknicken lassen würden.

Die vServer von Raidboxes, auch Boxen genannt, sind speziell für die Verwendung von WordPress optimiert. Die WordPress-Installation ist dabei schon auf jeder Box vorinstalliert und -konfiguriert. Man braucht kein Backup-Plugin, denn Raidboxes erstellt automatisch tägliche Backups, die man einfach über das Dashboard einspielen kann. Auch auf ein Sicherheitsplugin kann man verzichten, denn die WordPress-Installation wird seitens Raidboxes gut gegen Hacker-Angriffe abgeschottet.

Ich bin seit einigen Monaten mit drei meiner größeren Blogs zu Raidboxes umgezogen und sowohl Performance und Bedienbarkeit als auch Kundenservice konnten mich bis jetzt überzeugen.

5. WordPress-Hosting für große Blogs

Für große Blogs mit mehr als 5.000 Besuchern am Tag solltest du am besten auf einen eigenen Server, einen sogenannten Dedicated Server, umsteigen.

Bei Dedicated Servern hat man immer zwei Möglichkeiten: Managed Server oder Root Server. Bei ersterem wird die Server-Software vom Host betreut, bei zweiterem musst dich darum selbst kümmern.

Wenn du keine Ahnung von Server-Administration hast und auch keine Lust hast, dich eingehender damit auseinanderzusetzen, würde ich dir immer zu einem Managed Server raten. Denn aus einem Server die maximale Performance herauszuholen und diesen gegen Angriffe abzusichern, erfordert viel Fachwissen.

Empfehlenswerte Anbieter für Managed Server sind zum Beispiel:

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