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WordPress-Backup erstellen: Der komplette Guide (inkl. Plugin-Tipps!)

WordPress-Backup erstellen: Der komplette Guide

Die Katastrophe schlechthin:

WordPress spinnt und funktioniert nicht mehr fehlerfrei.

Nichts mehr zu machen, um die Website wieder zum Laufen zu bringen.

Solche Situationen bringen Gewinner und Verlierer hervor. Der Gewinner hat in der Vergangenheit regelmäßig Backups durchgeführt und kann eine aktuelle Sicherung in nur wenigen Sekunden wiederherstellen.

Der Verlierer hat darauf verzichtet und schaut nun in die Röhre. Er darf von null anfangen.

Damit du definitiv zu den Gewinner in einer solchen Situation zählst, zeige ich dir in diesem Beitrag Schritt für Schritt, wie du ein umfassendes WordPress-Backup erstellen und im Notfall auch wiederherstellen kannst.

Wenn du diese Schritte umsetzt, bist du auf der sicheren Seite

Packen wir es an!

1. WordPress-Backup per Plugin erstellen

Die einfachste und schnellste Methode, um ein WordPress Backup zu erstellen, ist die Nutzung eines Plugins.

Ich nutzte seit vielen Jahren UpdraftPlus.

Das meiner Meinung nach beste und umfangreichste Backup Plugin auf dem Markt.

Wie du mit UpdraftPlus ein Backup erstellst, zeige ich dir nun Schritt für Schritt

1.1 UpdraftPlus installieren

Mit über 2 Millionen aktiven Installationen ist UpdraftPlus eines der beliebtesten WordPress Plugins überhaupt.

Installiert wird es über die Plugin Bibliothek direkt in WordPress.

Installieren, aktivieren, loslegen!

1.2 Ein manuelles Erst-Backup machen

Bereits nach der Installation des Plugins fordert dich UpdraftPlus dazu auf, ein erstes Backup zu erstellen.

Über ein kleines Pop-up erscheint eine Einladung zu einem Rundgang, die du auf jeden Fall annehmen solltest, um dich mit dem Plugin vertraut zu machen.

Wir verzichten an dieser Stelle auf den Rundgang und führen direkt ein erstes manuelles Backup durch, um den Ist-Zustand deiner Website zu speichern und gegebenenfalls zukünftig wiederherstellen zu können.

UpdraftPlus führt dich nach der Installation durch das Plugin

Ein erfolgreiches Backup wird durch eine abschließende Meldung angezeigt.

Außerdem erscheint das gerade installierte Backup unter der Übersicht “Existing Backups”

UpdraftPlus bestätigt ein erfolgreiches Backup mit einer entsprechenden Meldung

Von hier aus könntest du später eine vorherige Version deiner Website wiederherstellen, sofern nach Änderungen Probleme auftreten.

Wie du eine Wiederherstellung mit UpdraftPlus durchführst, auch wenn du gar keinen Zugriff mehr auf das Backend von WordPress hast, erfährst du später.

Zunächst möchte ich dir im Detail die Einstellungsmöglichkeiten des Plugins vorstellen.

1.3 Regelmäßige Sicherungen einstellen

Im ersten Schritt solltest du einen automatischen Sicherungsplan erstellen.

UpdraftPlus bietet dir nämlich die Möglichkeit, Backups vollautomatisch in regelmäßigen Abständen zu erstellen, ohne dass du dich in das WordPress Backend einloggen musst.

Mithilfe von UpdraftPlus kannst du automatische Sicherungen erstellen

Im Menüpunkt Einstellungen stehen dir beim Sicherungsplan zwei Kategorien zur Verfügung:

  1. Datei-Sicherungsplan
  2. Datenbank-Sicherungsplan

Für die meisten Blogs ergibt es Sinn, Dateien in wöchentlichen Backups zu sichern. Kürzere Zeitintervalle sind nur dann notwendig, wenn du täglich an deinem Blog arbeitest und mehrere Artikel pro Woche veröffentlichst.

Wöchentliche Backups, die im Bedarfsfall durch eine manuelles Backup ergänzt werden, dürften demnach mehr als genug sein.

Ein Datenbank-Backup hingehen kann gerne täglich ausgeführt werden.

Da du deine Backups im Optimalfall auf einem externen Server sichern solltest (mehr dazu gleich), ist die Anzahl der Backups auch stark von dem hier zur Verfügung stehenden Speicherplatz abhängig. Zu häufige Backups können also schnell den Rahmen sprengen.

1.4 Online-Speicher einstellen

Im zweiten Schritt wirst du nach einem externen Speicher gefragt.

UpdarftPlus ist in der Lage, automatisch erstellte Backups auf dieses Medium zu transferieren, um eine erhöhte Sicherheit deines Backups zu gewährleisten.

Sollte deine WordPress Installation nämlich komplett unbrauchbar sein (z.B. nach einem Hackerangriff), kannst du auf hier gespeicherte Backups in der Regel nicht mehr zugreifen. Eine externe Speicherung beugt diesem Risiko vor.

Du hast die Wahl zwischen mehreren externen Online-Speichern wie Microsoft One Drive, Dropbox oder Google Drive.

Da die Installation auf dem Google Drive besonders simpel ist und außerdem kostenlos ist, empfehle ich dir für die ersten Schritte diesen Online-Speicher.

Wer Backups an das Google Drive sendet, sendet unter Umständen auch personenbezogene Daten seiner Besucher. Eine datenschutzkonforme Nutzung ist demnach nur bei Nutzung der GSuite möglich. Mehr dazu aber später.

Nachdem du dich für Google Drive entschieden hast, musst du im zweiten Schritt Online-Speicher und UpdraftPlus miteinander verknüpfen.

Hier macht es dir das Plugin relativ einfach, denn direkt nachdem du Google Drive ausgewählt hast, erscheint ein Link, der eine Authentifizierung bei Google ermöglicht.

Backups lassen sich bei UpdraftPlus direkt an das Google Drive senden

Ein Klick auf diesen Link führt dich direkt zum Google Anmeldefenster, in dem deine Zugangsdaten erfragt werden.

Im zweiten Schritt musst du UpdraftPlus eine Schreibberechtigung für dein Google Drive erstellen…

Das Google Drive erfordert die Legitimation von UpdraftPlus

…bevor du das Setup final abschließend kannst.

Nach einer erfolgreichen Verknüpfung beider Konten sollte eine Erfolgsmeldung in WordPress erscheinen.

Google bestätigt die erfolgreiche Verknüpfung mit UpdraftPlus

1.5 Zu sichernde Dateien festlegen

Im letzten Abschnitt der UpdraftPlus Einstellungen wirst du nach den zu sichernden Dateien gefragt.

Hier beinhalten die Voreinstellungen bereits eine abschließende Auswahl, die du eigentlich nicht zu ändern brauchst.

In UpdraftPlus legst du genau fest, welche Dateien gesichert werden sollen und welche nicht

Es existiert kaum ein Szenario, in dem es Sinn ergibt, nur Teile deiner Website zu sichern.

Heißt: Achte unbedingt darauf, dass alle Kontrollkästchen unter dem Menüpunkt “Zu Datei-Sicherung hinzufügen” aktiviert sind.

1.6 Backups herunterladen

Die von UpdraftPlus erstellten Backups werden im Ordner “UpdraftPlus” in deinem Google Drive abgespeichert.

Deine gesamten Backups werden im Google Drive übersichtlich dargestellt

Von hier aus kannst du direkt auf diese zugreifen und im Bedarfsfall herunterladen.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, speichert wichtige Backups zusätzlich auf einem externen und völlig autarken Datenträger wie einem USB-Stick.

1.7 Backups wiederherstellen

Ist der Fall der Fälle tatsächlich eingetreten und du bist auf die Wiederherstellung eines Backups angewiesen, erlaubt dir UpdraftPlus, Backups direkt über das Plugin wiederherzustellen.

Zwei Szenarien können hier eintreten:

Szenario 1: Zugriff auf WordPress 

Bist du nach wie vor in der Lage, auf das WordPress Backend deiner Website zuzugreifen, bietet dir UpdraftPlus die komfortable Möglichkeit, das letzte zur Verfügung stehende Backup direkt in der Plugin Übersicht auszuwählen und wiederherzustellen.

Alle Backups werden in UpdraftPlus im WordPress Backend angezeigt

Szenario 2: Kein Zugriff auf WordPress

Besteht die Möglichkeit nicht mehr, auf WordPress zuzugreifen, kommst du eventuell um eine Neuinstallation nicht herum.

In diesem Fall erscheint später auch kein Backup in der UpdraftPlus-Übersicht.

Bedeutet für dich: Manuell hochladen.

Wahlweise direkt in WordPress oder via FTP in den Ordner wp-content/updraft.

In UpdraftPlus kannst du externe Backups hochladen und wiederherstellen

In beiden Fällen führt dich UpdraftPlus im Anschluss in das Wiederherstellungsmenü, das in 3 Schritte gegliedert ist.

Schritt 1

Im ersten Schritt wählst du alle Komponenten aus, die du wiederherstellen möchtest.

UpdraftPlus führt dich durch die Wiederherstellung.

Das werden in 99 % aller Fälle alle Komponenten sein.

Schritt 2

Im zweiten Schritt wird UpdraftPlus dir eine kurze Bestätigung übermitteln, dass die Verarbeitung der Backup-Datei erfolgreich war und das Backup gestartet werden kann.

In UpdraftPlus kannst du festlegen, welche Tabellen wiederhergestellt werden sollen

Zusätzlich könnest du hier Tabellen ausschließen, deren Wiederherstellung du nicht wünschst.

Auch hier gilt: Es wird wahrscheinlich kaum vorkommen, dass einzelne Tabellen ausgeschlossen werden sollen. Folglich brauchst du hier also keine Änderungen vorzunehmen.

Mit einem Klick auf “Wiederherstellen” beginnt UpdraftPlus mit seiner Arbeit.

UpdraftPlus führt dich Schritt für Schritt durch die Wiederherstellung

Schritt 3

Nachdem die Wiederherstellung hoffentlich erfolgreich war und deine Website nun wieder zu 100 % fehlerfrei funktioniert, gibt es für dich nur noch eines zu tun: Alte Verzeichnisse löschen.

Hierzu wird dich UpdraftPlus direkt im WordPress Backend auffordern.

Nach der Wiederherstellung solltest du alte Verzeichnisse löschen

Das war’s.

Nun kannst du so weitermachen, als ob niemals etwas gewesen wäre 😉

2. Manuelles Backup per FTP und PHPMyAdmin

Ein WordPress Backup mit einem Plugin wie UpdraftPlus durchzuführen ist sicherlich der einfache und komfortable Weg.

Wenn du jedoch Anfänger bist, kann es nicht schaden auch mal ein manuelles Backup via FTP und PHPMyAdmin durchzuführen. Auf diese Weise lernst du nicht nur das WordPress Backend selbst, sondern auch die Struktur darum besser kennen. Das erhöht mit Sicherheit dein Verständnis bezüglich der gesamten Webseitenstruktur.

Wie du ein FTP-Backup durchführst, zeige ich dir nun Schritt für Schritt.

2.1 Dateien über FileZilla herunterladen

Im ersten Schritt benötigst du zunächst ein FTP-Programm wie beispielsweise FileZilla, das du hier kostenlos herunterladen kannst.

Bei FileZilla loggst du dich im Anschluss mit deinen FTP-Zugangsdaten ein, die du bei deinem Hoster erfragen kannst. Diese bestehen aus einem Servernamen, einem FTP-Benutzernamen und einem FTP-Passwort.

Nach dem Login liegt dir bereits deine gesamte WordPress Installation zu Füßen.

Theoretisch musst du hier nicht alles sichern, um ein vollständiges und funktionierendes Backup durchzuführen, da nicht alle Dateien individuellen Charakter besitzen, sondern schlichtweg WordPress Systemdateien sind, die auch im Rahmen einer Neuinstallation 1 : 1 erzeugt werden würden.

Natürlich ist es nicht falsch, den gesamten WordPress-Ordner zu sichern.

Sichere bei FileZilla nur die wichtigsten drei Dateien deiner WordPress Installation

Wichtig sind folgende drei Ordner/Dateien:

  1. wp-content
  2. wp-config.php
  3. .htaccess

Übrigens: Sichern in diesem Zusammenhang bedeutet: Herunterladen.

Empfehlen würde ich dir hier unbedingt, die gesicherten Daten auf einem externen, autarken Datenträger zu speichern.

2.2 Dateien über FileZilla wiederherstellen

Möchtest du die gesichert Dateien später wiederherstellen, genügt ein Upload über FileZilla.

Solltest du WordPress neu installiert haben, musst du gegebenenfalls bereits vorhandene Dateien in deinem Webspace ersetzen.

Du musst übrigens hier nicht alle Dateien uploaden. Hier kannst du Zeit sparen und dich zunächst nur auf die drei im vorherigen Abschnitt erwähnten Dateien konzentrieren.

2.3 Datenbank über PHPMyAdmin sichern

Die Datensicherung über FileZilla ist nicht der einzige Arbeitsschritt, der bei einem manuellen WordPress Backup auf dich wartet.

Auch die Datenbank muss unbedingt gesichert werden. Erst die Datenbank stellt nämlich ein sinnvolles Verhältnis zwischen den einzelnen Dateien her und sorgt für Ordnung in deiner WordPress Installation.

Eine Datenbanksicherung führst du über PHPMyAdmin aus.

Der Zugriff erfolgt in der Regel direkt über deinen Hoster.

Für die Anmeldung benötigst du nun einige Daten, die du bei der WordPress Installation in deiner wp-config.php Datei eingetragen hast.

Vergessen?

Kein Problem: Über FileZilla kannst du die Datei herunterladen und mithilfe eines Texteditors direkt darauf zugreifen.

Die Datei bitte nicht schließen, wir benötigen die Informationen gleich nochmal!

Das Passwort deiner Datenbank ist in der wp-config.php

Direkt nach dem Login in PHPMyAdmin kannst du mit der Arbeit beginnen.

In der linken Spalte findest du nun zahlreiche verschiedene Datenbanken.

Deine ganze Konzentration sollte jedoch ausschließlich der Datenbank gelten, deren Name in der wp-config.php Datei unter ‘DB_NAME’ zu finden ist.

Wähle diese Datenbank aus.

Nun sollten zahlreiche Tabellen in Untermenüs erscheinen. Wir bleiben jedoch in der ersten Ebene, schließlich ist es nicht unser Ziel, einzelne Tabellen, sondern die ganze Datenbank zu sichern.

Mit einem Klick auf “Exportieren” und einem anschließenden “OK” startet der Download der Datenbank automatisch. Erstellt wird eine Datei, die leicht an der Endung .sql zu erkennen ist.

Mit einem Klick auf Exportieren speicherst du deine Datenbank ab

Herzlichen Glückwunsch!

Deine Datenbank ist nun gesichert und bildet zusammen mit den Daten, die du zuvor über FileZilla gesichert hast, ein vollständiges WordPress Backup.

2.4 Datenbank über PHPMyAdmin wiederherstellen

Die Wiederherstellung einer Datenbank erfolgt ähnlich simpel wie auch die Wiederherstellung deiner WordPress-Dateien in FileZilla.

Direkt in der PHPMyAdmin-Oberfläche findest du den Reiter “Importieren”

Hier musst du lediglich deine Datenbank-Datei auswählen, die du zuvor gesichert hast und mit einem Klick auf “OK” hochladen.

Eine gesicherte Datenbank kannst du einfach über deinen Hoster importieren

Fertig.

Datenbank und WordPress-Dateien sind nun wiederhergestellt und bereit für den Einsatz.

Nicht alle Hoster ermöglichen einen Upload unbegrenzt großer Dateien. Sollte dein PHPMyAdmin-Backup zu groß sein, kann eine Komprimierung in das .zip-Format Abhilfe schaffen.

3. Schnelles Datenbank-Backup machen

Wie bereits in einem vorherigen Kapitel erwähnt sollte die Datenbank in kürzeren Abständen gesichert werden, als die Dateien.

In deiner Datenbank finden sich zum Beispiel auch die Kommentare deiner Leser und es wäre schließlich sehr schade, wenn Teile dieser verloren gehen würden.

Die gute Nachricht: UpdraftPlus bietet dir die Möglichkeit, ein solches Datenbank-Backup schnell und komfortabel durchzuführen.

Wähle hierzu zunächst unter “Sicherung/Wiederherstellung” die Schaltfläche “Jetzt sichern”.

Starte also ein manuelles Backup.

Einziger Unterschied zu einem vollständigen Backup: Es soll nicht die gesamte Website, sondern lediglich die Datenbank gesichert werden.

Folglich musst du das Häkchen bei “Deine Dateien zur Sicherung hinzufügen” entfernen.

Schnelles Datenbank Update mit Updraft Plus

Mit einem Klick auf “Jetzt sichern” wird ein Backup deiner Datenbank erstellt und direkt an deinen Remote-Speicher gesendet.

4. Schnelles Post-Backup machen

Möchtest du lediglich deine WordPress Posts oder sogar nur einen individuellen Beitrag sichern, kannst du dich eines in WordPress integrierten Werkzeugs bedienen: dem WordPress Exporter/Importer.

Dieser erstellt ein Backup in Form einer XML-Datei.

Unter “Werkzeuge > Daten exportieren” kannst du genau eingrenzen, was gesichert werden soll und was nicht.

Eingrenzen lässt sich das Post-Backup nach Kategorien, Autoren, Datum und Status.

Mithilfe des WordPress Exporter kannst du einzelne Beiträge exportieren

Möchtest du die gesicherten Beiträge später wiederherstellen, erfolgt dies mithilfe der Funktion “Daten importieren”. Hier wählst du zunächst den WordPress Importer aus…

Mit dem WordPress Importer kannst du einzelne Beiträge wiederherstellen

…und im Anschluss lädst du die XML-Datei hoch, die deine gewünschten Beiträge enthält.

5. Die 5 besten Backup-Plugins

Das bereits sehr ausführlich vorgestellte UpdraftPlus ist nicht das einzige umfassende WordPress Backup Plugin auf dem Markt.

Ich möchte dir insgesamt 5 Plugins vorstellen, die alle sehr gute Dienste leisten.

5.1 UpdraftPlus

Zugegeben: Auf den ersten Blick wirkt die Benutzeroberfläche von UpdraftPlus etwas unübersichtlich und kompliziert.

Der zweite Blick eröffnet jedoch einen gigantischen Funktionsumfang, den man in kaum einem anderen kostenlosen Backup Plugin findet. WordPress- und Datenbank-Backups lassen sich bequem mit nur einem Klick starten und auch automatisch planen.

Du selbst legst fest, wo dein Backup gespeichert werden soll. Du hast die Wahl zwischen zahlreichen verschiedenen Remote-Locations, wie zum Beispiel Dropbox oder Google Drive.

Mit der Premium-Version lässt sich ein sehr üppiger Funktionsumfang nochmals erweitern. So kannst du beispielsweise inkrementelle Backups (Backup wird nur erstellt, wenn deine Seite oder die Datenbank verändert wurden) problemlos mit UpdraftPlus Premium erstellen.

Sehr zu empfehlen sind auch die ergänzenden Plugins des Herstellers. Zum Beispiel UpdarftCentral Dashboard, mit dessen Hilfe sich mehrere Seiten verwalten lassen.

Vorteile

  • Manuelle und geplante Backups durchführbar
  • Datei- und Datenbank-Backups getrennt durchführbar
  • Übertragung zu Remote Location möglich
  • E-Mail-Benachrichtigung bei erfolgreichen Backups

Nachteile

  • Teilweise schlechte deutsche Übersetzung des Plugins
  • Kundendienst nur auf Englisch verfügbar
  • Eigens angelegte Verzeichnisse in der WordPress Installation werden durch die kostenlose Version nicht gesichert

5.2 BackWPup

BackWPup ist ein sehr umfangreiches um komplettes Backup Plugin für WordPress

BackWPup ist ein ähnlich beliebtes Backup Plugin wie auch UpdraftPlus, das in einer Free- und einer Premium-Version erhältlich ist. Auch hier gilt: Die Free-Version ist in den meisten Fällen völlig ausreichend.

Datei- und Datenbanksicherung, wahlweise manuell oder automatisiert nach striktem Zeitplan, sind für das Plugin kein Problem. Auch eine Übertragung zu Remote Locations wie Dropbox ist problemlos möglich.

Das Highlight des Plugins sind umfangreiche Optimierungs- und Reparaturfunktionen für die Datenbank. Diese sind extrem nützlich, sollte sich hier bei einem Backup einmal ein Fehler eingeschlichen haben.

Alles in allem kann BackWPup sehr empfohlen werden, auch wenn die automatisierte Import- und Wiederherstellungsfunktion erst mit der Premium-Funktion freigeschaltet wird.

Vorteile:

  • Manuelle und automatisierte Backups nach Zeitplan
  • Umfangreiche Funktionen in einer kostenlosen Basis-Version
  • Übertragung der Backups an Remote Location
  • Reparatur- und Optimierungsfunktion für Datenbanken
  • Übersichtliches und strukturiertes Design

Nachteile: 

  • Wiederherstellung von Backups im Plugin erst mit Premium-Version möglich

 5.3 BackUpWordPress

BackUpWordPress ist ein komplettes Backup Plugin für WordPress

BackUpWordPress ist das perfekte Backup Plugin, wenn du nach einer minimalistischen Lösung suchst, die dennoch alles Funktionen mitbringt, die man grundsätzlich von einem solchen WordPress Plugin erwartet.

Backups von Dateien und Datenbanken können stündlich bis wöchentlich automatisch gesichert und auf dem Webspace gespeichert werden.

Schmerzlich vermisst wird jedoch die Möglichkeit, Backups an eine Remote Location übertragen zu können. Auch eine Wiederherstellung eines Backups direkt im Plugin ist nicht möglich.

BackUpWordPress ist somit nur eine zu empfehlende Lösung für kleine und wirklich sehr übersichtliche Blogs, da es sich aufgrund seines simplen Aufbaus perfekt eignet, um erste Erfahrungen mit dem Thema WordPress Backup zu sammeln.

Vorteile: 

  • Automatische Backups von Dateien und Datenbanken
  • Sehr übersichtlicher und logischer Aufbau

Nachteile:

  • Keine Übertragung an eine Remote Location möglich
  • Keine Wiederherstellungsfunktion im Plugin
  • Backups werden auf dem Webspace abgelegt

5.4 WP-DBManager

Der WordPress DB-Manager lässt dich deine Datenbank sichern

WP-DBManager konzentriert sich auf die Sicherung deiner Datenbank. Ein Datei-Backup ist mit diesem Plugin nicht möglich. Auch wenn WP-DBManager zwischenzeitlich etwas in die Jahre gekommen scheint, erfüllt es dennoch sehr zuverlässig seinen Zweck.

Regelmäßige automatische Sicherungen der Datenbank sind ebenfalls kein Problem.

Zudem bietet das Plugin eine umfangreiche Reparaturfunktion für beschädigte Datenbanken.

Eine Übertragung der gesicherten Dateien zu externen Cloud-Speicherplätzen ist jedoch leider nicht möglich.

WP-DBManager ist sicherlich nicht das umfangreichste WordPress Backup Plugin, kann jedoch die perfekte Alternative sein, wenn du deine Dateien manuell via FTP, deine Datenbank jedoch in sehr kurzen Abständen automatisch sichern möchtest.

Vorteile:

  • WP-DBManager ist kostenlos erhältlich
  • Automatische Backups der Datenbank möglich
  • Umfangreiche Reparaturfunktion für beschädigte Datenbanken

Nachteile:

  • Keine Übertragung zu Remote Locations möglich
  • Keine Datei-Sicherung integriert
  • Sicherung der Datenbank wird direkt auf dem Webspace abgelegt

5.5 BackupBuddy

BackupBuddy ist ein sehr umfangreiches Premium Plugin für WordPress Backups

BackupBuddy ist das einzige kostenpflichtige Backup Plugin in dieser Liste, das jedoch mit einem sehr großen Funktionsumfang begeistert. Nicht ohne Grund nutzen zwischenzeitlich über 500.000 WordPress-Anwender diese Lösung.

BackupBuddy besitzt alle Funktionen, die von einem Premium-Plugin erwartet werden: Manuelle und auch zeitgesteuerte Backups, eine zuverlässige Übertragung zu externen Cloud-Speicherplätzen, sowie eine Sicherung von Dateien und der Datenbank.

Zusätzlich erhältst du bei BackupBuddy 1 GB Cloud-Storage direkt vom Hersteller, die du für die Speicherung deiner Backups nutzen kannst.

Der größte Pluspunkt dieses Plugins ist jedoch die Funktion “iThemes Sync”, mit deren Hilfe sich bis zu 10 WordPress-Seiten von einem Dashboard managen lassen.

Backups können im Plugin bequem wiederhergestellt werden. Sogar das einfache Klonen einer WordPress Seite ist hier möglich.

Mit einem Preis von 56 US-Dollar pro Lizenz ist das Plugin definitiv einen näheren Blick wert.

Vorteile: 

  • Automatisierte Backups und Real-Time-Backups möglich
  • Einfache Übertragung an Online-Cloud-Speicher
  • Kostenlos 1 GB Cloud-Storage vom Hersteller
  • Bis zu 10 WordPress Websites von einem Dashboard managen
  • Backups bequem im Plugin wiederherstellen inkl. Klon-Funktion

Nachteile:

  • Kostenpflichtig

6. Was gibt es bei Backups zu beachten?

6.1 Häufigkeit

Die Zeitintervalle deiner Backups sollten unbedingt an deine Website angepasst sein.

Wenn du nur wenige neue Artikel pro Monat veröffentlichst, wirst du sicherlich mit einem wöchentlichen Backup sehr gut beraten sein.

Wer hingegen mehrere neue Inhalte pro Woche produziert und zudem immer wieder Änderungen am Design oder der Struktur seiner Website vornimmt, der sollte unbedingt auch Backups in sehr kurzen Zeitabständen durchführen.

Generell würde ich dir empfehlen, nach umfangreichen Änderungen immer ein manuelles Backup durchzuführen.

Auch ein tägliches Datenbank-Backup solltest du unbedingt in Betracht ziehen. In der Datenbank werden schließlich wichtige Inhalte wie beispielsweise Kommentare deiner Besucher gespeichert.

6.2 Backup an Remote Location

Ein Backup bringt nur dann etwas, wenn du es getrennt von deiner Website verwahrst. Schließlich benötigst du ein Backup immer dann, wenn du mit erheblichen Problemen konfrontiert bis, die sich oftmals auf deinen gesamten Webspace auswirken.

Ein Backup, das unter dem gleichen Webspace wie auch deine WordPress Installation abgelegt wird, ist nicht zu empfehlen.

Wie gut, dass Backup Plugins eine schnelle und sichere Übertragung deiner Datei- und Datenbank-Backups an externe Cloud-Speicher (Remote Locations) ermöglichen.

Sehr zu empfehlen sind hier Dienste wie DropBox oder Google Drive. Vorsicht ist hier allerdings in Sachen Datenschutz geboten, auf den ich im nächsten Abschnitt noch genauer eingehen möchte. Bei einer Übertragung von Backups an externe Dienste gilt es nämlich, einige Stolpersteine unbedingt aus dem Weg zu räumen.

Viele Plugin Hersteller bieten außerdem eigene Cloud-Speicher an. Wenn du dich für die Backup-Lösung UpdraftPlus entscheidest, ist der Updarft Vault sehr zu empfehlen. Dieser wird dir in einer Größe von 1 GB beim Kauf der Premium-Version automatisch zur Verfügung stellt.

6.3 Datenschutz

Auch beim Thema WordPress Backups solltest du den Datenschutz auf keinen Fall vernachlässigen. Backups enthalten eine Fülle an personenbezogenen Daten deiner Nutzer, die einen DSGVO konformen und sicheren Umgang erfordern.

Besonders auf diese Punkte solltest du unbedingt achten:

1. Verschlüsselte Verbindung

Beim Down- und Upload eines Backups mittels FileZilla solltest du eine verschlüsselte Verbindung nutzen.

Hier ist SFTP deutlich besser als FTP.

Die meisten modernen und guten Hoster stellen dir mittlerweile SFTP zur Verfügung, sodass dies kein Problem darstellen sollte.

2. Remote Location in der EU

Überträgst du Backups an einen externen Cloud-Dienst, sollte dieser im Idealfall in der EU beheimatet sein. Zumindest die Server, auf denen deine Daten abgelegt werden, sollten in der EU stehen.

Der Grund: Nur Remote Locations in der EU sind auch an die strengen Vorgaben der DSGVO gebunden und müssen diese umsetzen.

Außerdem sind an die Übertragung personenbezogener Daten außerhalb der EU größere Hürden geknüpft.

3. AV-Verträge

Verarbeitet ein Dritter personenbezogene Daten, die du erhebst, ist mit diesem Datenverarbeiter unbedingt eine AV-Vertrag (Vertrags zur Auftragsverarbeitung) zu schließen.

Und da genau das bei einer Remote Location der Fall ist, wird ein solcher AV-Vertrag zwingend vorausgesetzt.

Entscheidend ist hier jedoch, wie der Dienst mit deinen Daten umgeht. Während DropBox keinen Zugriff auf deine Daten besitzt (per AGB ausgeschlossen) und du alleiniger Besitzer dieser bleibst (hier wäre also nicht zwingend ein AV-Vertrag notwendig), räumen sich Google und Apple für ihre Cloud-Dienste ein einfaches, weltweites Nutzungsrecht ein. Hier wäre also ein AV-Vertrag zwingend erforderlich, da Google und Apple theoretisch Zugang zum Inhalt deiner Backups hätten.

Leider bietet gerade Google diesen Vertrag erst ab der kostenpflichtigen GSuite an. Sollten also deine Backups personenbezogene Daten (IP-Adresse, E-Mail-Adressen, etc.) enthalten, lässt sich das kostenlose Google Drive nicht rechtssicher nutzen.

Mehr zu diesem Thema findest du hier.

Sehr viele Hoster führen automatische Backups deines Webspace durch. Folglich solltest du unbedingt daran denken, auch hier einen AV-Vertrag abzuschließen.

4. Speicherdauer im Blick behalten

Die DSGVO schreibt im Artikel 5 vor, dass personenbezogene Daten nur solange gespeichert werden dürfen, wie es für den jeweiligen Zweck erforderlich ist.

Im Zusammenhang mit der Aufbewahrung von Backups bedeutet das: Ältere Backups solltest du sofort löschen, wenn du diese nicht mehr benötigst und neuere Sicherungen existieren.

7. Alternative: Staging

Eine perfekte Alternative zu klassischen Backups kann das Staging sein.

Eine kurze Erklärung: Mithilfe von Staging kreierst du eine virtuelle, jedoch komplett identische Version deiner Website. Innerhalb der virtuellen Staging-Umgebung kannst du Änderungen am Inhalt, am Code oder am Design der Seite vornehmen, ohne dass die Live-Version deiner Website tangiert wird.

Durch Staging wird also die Gefahr vor fehlerhaften Code-Änderungen die schlussendlich in 99,9 Prozent aller Fälle dazu führen, dass du überhaupt ein Backup benötigst, komplett egalisiert.

So könntest du zum Beispiel ein WordPress Update innerhalb der Staging-Umgebung zunächst testen, bevor du es auf deine Live-Website überträgst.

Eine tolles Staging-Plugin für WordPress ist WPStaging Pro.

8. FAQ

Hier findest du Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Backups für WordPress:

8.1 Wie mache ich ein Backup einer Multisite?

Zahlreiche Plugins bieten die Funktion an, Backups von Multisites zu erstellen. Beispiele wären hier die kostenlosen BackUpWordPress oder BackWPup, sowie das kostenpflichtige Tool BackupBuddy.

8.2 Wie mache ich ein Backup von WooCommerce?

Moderne Backup Plugins wie UpdraftPlus sichern WooCommerce und die zugehörigen Datenbanken automatisch mit. WooCommerce selbst empfiehlt den Einsatz von Jetpack.

8.3 Wie kann ich meine Theme-Einstellungen sichern?

Theme-Einstellungen lassen sich wahlweise direkt über das Theme selbst sichern (in der Regel nur bei Premium Themes möglich) oder mithilfe von Backup-Plugins wie UpdraftPlus.

8.4 Wie mache ich ein Backup bei WordPress.com?

Backups auf WordPress.com werden mithilfe des “Export-Tool” erstellt. Dieses findest du direkt im Backend deines WordPress.com Blogs. Mithilfe dieses Tools kannst du deine Website übrigens auch auf andere Systeme übertragen.

8.5 Was sind inkrementelle Backups? Und wie richte ich diese ein?

Bei einem inkrementellen Backup werden nur die Dateien gesichert, die sich im Vergleich zum letzten Backup geändert haben. Dadurch werden deutlich weniger Dateien gesichert, was sowohl die Größe der Sicherung, also auch den Zeiteinsatz deutlich verkleinert.

Der Nachteil: Es müssen bei einem Schadensfall unter Umständen mehrere Sicherungen eingespielt werden, um eine vollständige Version deiner Website zu erhalten.

Viele Backup Plugins, unter anderem auch UpdraftPlus, sind in der Lage, inkrementelle Backups zu erstellen. Meist ist diese Funktion jedoch erst ab der Premium-Version verfügbar.

8.6 Wie stelle ich eine WordPress-Website ohne Backup wieder her?

Da gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Du fragst deinen Hoster, die Website wieder herstellen kann (bei den meisten Hostern werden Dateien und Datenbanken für mindestens eine Woche gesichert)
  2. Google-Cache (einfach cache: und deine URL bei Google eingeben und du kommst auf die letzte Version, die Google von deiner Seite gespeicher hat)
  3. Die Wayback-Machine des Internet Archives

Bei beiden kann es jedoch sein, dass Seiten nur unvollständig vorhanden sind. Ein richtiger Ersatz für Back-ups sind sie also nicht.

8.7 Wie kann ich eine Website klonen und dann auf einem anderen Server installieren?

Mithilfe eines WordPress-Backups lässt sich eine komplette Seite klonen und problemlos auf einem anderen Server wiederherstellen. Wichtig ist in diesem Fall, dass alle Daten sowie alle Datenbanken gesichert und auf dem neuen Server aufgespielt werden.

Dazu kannst du z. B. das Plugin Duplicator nutzen.

Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gründer von Blogmojo, WordPress-Fan und SEO-Experte mit 10+ Jahren Erfahrung.

Finns große Leidenschaft ist es, epische Blogartikel zu schreiben und bei Google zu ranken (und nein, dass du hier gelandet bist, ist kein Zufall). 😎

Sein Motto und seine Mission lauten: Unf*ck SEO! ✊

Bei SEO setzt er entsprechend nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt (Achtung, Nerd-Alarm!).

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