Ich nutze WordPress seit 2011. In dieser Zeit habe ich den Wechsel vom Classic Editor zu Gutenberg miterlebt, den Aufstieg von WooCommerce, die Ankunft der Block-Themes und zuletzt den ganzen Mullenweg-vs.-WP-Engine-Streit. Aus der einfachen Blogging-Software ist in diesen 14 Jahren das meistgenutzte CMS der Welt geworden.
In diesem Artikel findest du über 80 aktuelle WordPress-Statistiken zu Marktanteil, Plugins, Themes, Sicherheit, WooCommerce, der Community und vielen anderen Themen. Alle Zahlen kommen aus offiziellen Quellen (W3Techs, Patchstack, BuiltWith, WordPress.org) und sind auf dem Stand von März 2026.
- WordPress betreibt 42,4 % aller Websites weltweit (590+ Mio.) und 59,7 % aller Websites mit CMS. Der nächste Konkurrent (Shopify) kommt auf nur 5,1 %.
- Es gibt 60.000+ Plugins und 14.000+ Themes. Die beliebtesten Plugins (Yoast SEO, Elementor, Contact Form 7) haben jeweils über 10 Mio. aktive Installationen.
- WooCommerce betreibt über 4,5 Mio. Online-Shops. Das WordPress-Ökosystem generiert jährlich über 600 Mrd. USD an wirtschaftlicher Aktivität.
1. WordPress-Marktanteil
WordPress ist der unangefochtene Platzhirsch unter den Content-Management-Systemen. Kein anderes CMS kommt auch nur annähernd an seinen Marktanteil heran:
CMS-Marktanteile (Top 10)
Quelle: W3Techs (März 2026)
59,7 % Marktanteil unter allen CMS. 42,4 % aller Websites im gesamten Internet. Der nächste Verfolger Shopify kommt auf 5,1 %. Das ist nicht einfach Marktführerschaft, das ist eine andere Liga.
WordPress-Marktanteil im Zeitverlauf
Das Wachstum von WordPress war beeindruckend, hat sich aber in den letzten Jahren verlangsamt:
WordPress-Anteil an allen Websites (in %)
Quelle: W3Techs
Seit 2022 stagniert der Marktanteil bei rund 43 %. Das liegt nicht daran, dass WordPress an Beliebtheit verliert, sondern daran, dass Plattformen wie Shopify, Wix und Squarespace in bestimmten Nischen (insbesondere E-Commerce und Einsteiger-Websites) stärker gewachsen sind.
Und ja: Auch ich teste regelmäßig Alternativen wie Webflow, Ghost oder Astro. Trotzdem komme ich seit über 14 Jahren immer wieder zu WordPress zurück. Kein anderes System bietet diese Mischung aus Flexibilität, Plugin-Auswahl und Community.
2. WordPress.org vs. WordPress.com
Es gibt zwei Varianten von WordPress. Die selbst gehostete Open-Source-Version (WordPress.org) und den gehosteten Service (WordPress.com).
Merkmal | WordPress.org | WordPress.com |
|---|---|---|
| Typ | Open Source (selbst hosten) | Gehosteter Service |
| Kosten | Kostenlos + Hosting | Freemium (0-45 USD/Monat) |
| Plugins | 60.000+ verfügbar | Nur in Business-Plan |
| Themes | 14.000+ verfügbar | Eingeschränkte Auswahl |
| Flexibilität | Vollständig | Eingeschränkt |
| Eigentum | Du besitzt alles | Plattform-Abhängigkeit |
Für professionelle Blogs und Websites empfehle ich bedingungslos die selbst gehostete Version. Bei WordPress.com bist du auf Plugins, Themes und Funktionen beschränkt, die Automattic für dich freischaltet. Bei WordPress.org gehört dir deine Website wirklich.
3. Plugin-Statistiken
Das riesige Plugin-Ökosystem ist einer der wichtigsten Gründe für den Erfolg von WordPress. Es gibt über 60.000 kostenlose Plugins im offiziellen Verzeichnis.
Beliebteste WordPress-Plugins
Beliebteste Plugins (aktive Installationen)
Quelle: WordPress.org Plugin Directory (März 2026)
Yoast SEO ist mit über 13 Millionen aktiven Installationen das beliebteste WordPress-Plugin überhaupt. Allerdings: Beliebt heißt nicht automatisch besser. Ich selbst nutze seit Jahren lieber Rank Math, weil es schneller und in der kostenlosen Version deutlich umfangreicher ist. Bei den Page Buildern ist und bleibt Elementor mein Favorit.
Plugin-Nutzung pro Website
Die durchschnittliche WordPress-Website nutzt 12 bis 15 Plugins. Klingt nach wenig, ist aber oft schon zu viel. Jedes Plugin lädt eigenes CSS und JavaScript, baut eigene Datenbankabfragen und kann eine Sicherheitslücke einschleppen. Meine Faustregel: lieber 8 ausgewählte Plugins als 20 zusammengewürfelte. In meinem Artikel über die besten WordPress-Plugins findest du meine kuratierte Auswahl.
4. Theme-Statistiken
Im WordPress.org-Verzeichnis stehen über 14.000 kostenlose Themes zur Verfügung. Hinzu kommen über 12.000 Premium-Themes allein auf ThemeForest, dazu Anbieter wie Astra, Kadence, GeneratePress oder StudioPress.
Theme-Trends
Der größte Trend im Theme-Bereich ist der Übergang von klassischen PHP-Themes zu Block-Themes, die den Full Site Editor (FSE) nutzen. Seit WordPress 5.9 (Januar 2022) können Block-Themes die gesamte Website über den Gutenberg-Editor gestalten.
Allerdings:
Noch immer nutzen die meisten Websites klassische Themes. Block-Themes machen erst einen kleinen Teil der aktiven Installationen aus. Das liegt vor allem daran, dass bestehende Websites nicht so einfach migriert werden können. Auch ich bin auf Blogmojo aus genau diesem Grund noch beim klassischen Theme.
5. WordPress-Sicherheit
Wo viel Marktanteil ist, sind auch viele Angreifer. WordPress ist nicht unsicherer als andere CMS, es ist nur ein deutlich attraktiveres Ziel. Die gute Nachricht: Die meisten Sicherheitsprobleme lassen sich mit ein paar simplen Maßnahmen vermeiden.
Wo liegen die Schwachstellen?
WordPress-Schwachstellen nach Ursprung
Quelle: Patchstack State of WordPress Security (2026)
91 % aller WordPress-Schwachstellen stammen aus Plugins. Das zeigt, wie wichtig es ist, nur vertrauenswürdige Plugins zu verwenden und diese regelmäßig zu aktualisieren.
Sicherheitsstatistiken
Drei Dinge reichen für 90 % der Sicherheit: ein gutes WordPress-Sicherheits-Plugin, regelmäßige Updates für WordPress, Themes und Plugins, dazu starke Passwörter und idealerweise Zwei-Faktor-Authentifizierung. Damit bist du besser aufgestellt als die allermeisten WordPress-Websites da draußen.
6. WooCommerce und E-Commerce
WooCommerce ist die beliebteste E-Commerce-Lösung für WordPress und eine der größten E-Commerce-Plattformen überhaupt.
E-Commerce-Plattform-Vergleich
E-Commerce-Plattform-Marktanteile
Quellen: BuiltWith, W3Techs (2025-2026)
Wenn du einen WordPress-Online-Shop erstellen möchtest, führt an WooCommerce kaum ein Weg vorbei. Es ist kostenlos, extrem flexibel und profitiert vom gesamten WordPress-Ökosystem. Allerdings: Für reine Shop-Projekte ohne Blog ist Shopify oft die unkompliziertere Wahl. WooCommerce spielt seine Stärken vor allem aus, wenn Shop und Content-Marketing zusammen laufen sollen.
7. WordPress-Performance
Die Performance einer WordPress-Website hängt stark vom Hosting, den verwendeten Plugins und der Optimierung ab.
Ladezeiten
Falls dein WordPress langsam ist, kann ein gutes Caching-Plugin wie WP Rocket oder LiteSpeed Cache Wunder wirken. Zusammen mit einem ordentlichen WordPress-Hosting sind Ladezeiten unter 2 Sekunden absolut realistisch. Auf Blogmojo erreiche ich mit WP Rocket und Cloudflare PageSpeed-Scores von 96 bis 100.
8. WordPress-Community
Einer der größten Vorteile von WordPress ist die riesige Community. Über 2.000 aktive Core-Contributors entwickeln den Code weiter, dazu kommen über 50.000 Plugin-Entwickler und mehr als 200 Übersetzungs-Teams.
WordCamp-Events
WordCamps sind ehrenamtlich organisierte Community-Events rund um WordPress. Vom kleinen lokalen Meetup bis zum internationalen WordCamp Europe mit über 3.000 Teilnehmern. Tickets kosten meist nur 20 bis 50 € und sind genau das richtige Format, wenn du WordPress nicht nur nutzen, sondern verstehen willst.
9. WordPress-Ökonomie
WordPress ist nicht nur eine Software. Es ist ein ganzes Wirtschafts-Ökosystem.
600 Milliarden USD jährliche wirtschaftliche Aktivität. Das ist mehr als das BIP von Belgien oder Schweden. Hosting-Anbieter, Plugin- und Theme-Entwickler, Agenturen, Freelancer, Online-Shops, Kursanbieter wie ich selbst. Sie alle leben direkt oder indirekt von WordPress.
10. WordPress-Versionen und Updates
WordPress wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die aktuellste Major Version ist WordPress 6.9 (Dezember 2025).
Release-Rhythmus
Versionsverteilung
Nicht alle WordPress-Websites nutzen die neueste Version. Ca. 68 % der Websites laufen auf der aktuellen Major Version. Die restlichen 32 % nutzen ältere Versionen, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.
WordPress-Versionsverteilung
Quelle: WordPress.org (geschätzt, März 2026)
11. WordPress vs. andere Plattformen
WordPress wird gerne mit Website-Baukästen wie Wix und Squarespace verglichen. Beide haben ihre Berechtigung, spielen aber in einer anderen Liga:
Merkmal | WordPress | Wix | Squarespace |
|---|---|---|---|
| Marktanteil (alle Sites) | 42,4 % | 4,3 % | 2,5 % |
| CMS-Marktanteil | 59,7 % | 4,3 % | 2,5 % |
| Kosten (ab) | 5 €/Monat | 17 €/Monat | 16 €/Monat |
| Plugins/Apps | 60.000+ | 500+ | 30+ |
| SEO-Flexibilität | Sehr hoch | Mittel | Mittel |
| Lernkurve | Mittel | Niedrig | Niedrig |
WordPress gewinnt klar bei Flexibilität, SEO und langfristigen Kosten. Wix und Squarespace sind einfacher zu bedienen, fühlen sich nach drei Jahren aber oft wie eine Sackgasse an. Spätestens, wenn du ernsthaft SEO machen oder den Anbieter wechseln möchtest.
Kurzum: Für professionelle Blogs und wachsende Websites ist WordPress seit 14 Jahren meine erste Wahl. Und ich sehe aktuell kein einziges System am Horizont, das daran in den nächsten Jahren etwas ändern wird.






