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Die 12 Gesetze unglaublich erfolgreicher Blogartikel

Wie du WordPress in 13 einfachen Schritten schneller machen kannst

Dein WordPress ist schneckenlahm?

Dann solltest du dringend handeln, denn dadurch gehen dir mitunter etliche Leser verloren!

Denn unter Umständen kann dein Google-Ranking und laut einer Pressemitteilung auch die Anzeige-Wahrscheinlichkeit deiner Webseiten im Facebook-Newsfeed darunter leiden

Oder du bist einfach ein Speed-Freak (wie ich!), der seine Ladezeit noch um ein paar Millisekunden verbessern möchte?

Dann habe ich 13 Tipps für dich, wie du WordPress schneller machen und die Performance deiner Website drastisch steigern kannst.

Wie kann ich meine Ladezeit testen?

Um herauszufinden, wo überhaupt auf deinem WordPress-Blog Verbesserungspotenzial besteht (und ob Optimierungsmaßnahmen überhaupt etwas bringen), solltest du immer deine Ladezeit testen.

Ich empfehle zur Geschwindigkeits-Messung Pingdom Tools. Der Speed-Test zeigt nicht nur die Ladezeit für verschiedene Orte auf der Welt an, sondern auch den PageSpeed-Score mit Verbesserungs-Tipps, eine Auflistung aller von deinem Blog geladenen Dateien, wie z. B.:

  • Header-Informationen
  • Größe und Auswirkung auf die Ladezeit
  • ein Wasserfall-Diagramm.

Geladene Dateien lassen sich zudem nach diversen Kriterien sortieren, was es leichter macht, Ladezeit-Killer ausfindig zu machen.

WordPress-Speed testen mit Pingdom Tools

Zusätzlich empfehle ich die Nutzung von Google PageSpeed Insights, um Optimierungspotenziale ausfindig zu machen (bitte verwechsele den PageSpeed aber nicht mit der absoluten Ladezeit!)

Alternativ kannst du auch die lokale Performance-Messung der Chrome DevTools durchführen.

1. Hosting

Man bekommt ein Hosting-Paket inkl. Domain schon ab 1,00 € im Monat. Wer bei der Auswahl des passenden Hosters jedoch nur nach dem Preis geht, zahlt am Ende drauf.

Und das nicht nur durch lahmen Kundensupport und schlechte Verfügbarkeit, sondern auch durch langsame Ladezeiten.

Das kann z. B. daran liegen, dass die Server-Software veraltet ist und noch nicht die neusten Technologien bietet, der Server nicht richtig konfiguriert ist oder dass sich zu viele Kunden die vorhandenen Server-Ressourcen teilen.

Generell rate ich von Massenhostern, wie z. B. Strato, 1 & 1, DomainFactory, One.com oder HostEurope ab. Bitte besorg dir ein vernünftiges Hosting-Paket und keinen Murks!

Auch, wenn es ein paar Euro mehr im Monat kostet.

Zu den Hostern, die ich bedingungslos empfehlen kann und bei denen ich selbst (mitunter seit Jahren) Kunde bin, zählen:

Worauf du bei der Auswahl des WordPress-Hosters achten musst, kannst du in meinm umfangreichen WordPress-Hosting-Guide nachlesen.

Umfassende Speed-Tests verschiedener deutscher Hosting-Anbieter findest du in meinem Webhosting-Vergleich.

2. gzip-Komprimierung aktivieren

Die Aktivierung der gzip-Komprimierung ist eine der wichtigsten Optimierungsmaßnahmen, welche die Ladezeit deiner Website deutlich steigert.

Das erreichst du, indem du die Module mod_deflate bzw. mod_gzip aktivierst, was dafür sorgt, dass Javascript-, HTML- und CSS-Dateien komprimiert übertragen werden. Dadurch reduziert sich deren Dateigröße um bis zu 70%!

Um das zu umzusetzen, musst du dich lediglich in deinen FTP-Server einloggen (die Zugangsdaten solltest du bei Eröffnung deines Hosting-Pakets zugeschickt bekommen haben).

Anschließend öffnest du die .htaccess-Datei deiner Website mit einem Nur-Text-Editor öffnen und folgenden Code an den Anfang der Datei einfügen:

AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE text/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-shockwave-flash

Bei Webservern, die auf einer älteren Apache-Version basieren, kann es sein, dass es das Modul mod_deflate noch nicht gibt und man stattdessen das Modul mod_gzip ansprechen muss.

Dazu fügst du anstelle des oberen Codes einfach den folgenden ein:

mod_gzip_on Yes
mod_gzip_dechunk Yes
mod_gzip_item_include file .(html?|txt|css|js|php|pl)$
mod_gzip_item_include handler ^cgi-script$
mod_gzip_item_include mime ^text/.*
mod_gzip_item_include mime ^application/x-javascript.*
mod_gzip_item_exclude mime ^image/.*
mod_gzip_item_exclude rspheader ^Content-Encoding:.*gzip.*

3. Browser-Caching aktivieren

Wenn das Browser-Caching nicht aktiviert ist, speichern Chrome, Firefox und Co. die auf deiner Website geladenen Dateien (wie z. B. Bilder oder CSS-Dateien) nicht lokal auf dem Computer und müssen bei jedem weiteren Seitenaufruf alle Dateien neu von deinem Server beziehen.

Das verlängert die Ladezeit enorm. Deswegen ist es essenziell, Browsern zu erlauben, Dateien für einen längeren Zeitraum zu speichern.

Die Aktivierung des Browser-Caching kannst du, wie die Komprimierung mit mod_deflate, über die .htaccess-Datei vornehmen.

Dazu fügst du einfach folgenden Code ein, durch den Dateien jeglicher Art für ein Jahr (31536000 Sekunden) im Browser-Cache deiner Besucher gespeichert bleiben:

ExpiresActive On
ExpiresByType text/css A31536000
ExpiresByType text/x-component A31536000
ExpiresByType application/x-javascript A31536000
ExpiresByType application/javascript A31536000
ExpiresByType text/javascript A31536000
ExpiresByType text/x-js A31536000
ExpiresByType text/html A3600
ExpiresByType text/richtext A3600
ExpiresByType image/svg+xml A3600
ExpiresByType text/plain A3600
ExpiresByType text/xsd A3600
ExpiresByType text/xsl A3600
ExpiresByType text/xml A3600
ExpiresByType video/asf A31536000
ExpiresByType video/avi A31536000
ExpiresByType image/bmp A31536000
ExpiresByType application/java A31536000
ExpiresByType video/divx A31536000
ExpiresByType application/msword A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-fontobject A31536000
ExpiresByType application/x-msdownload A31536000
ExpiresByType image/gif A31536000
ExpiresByType application/x-gzip A31536000
ExpiresByType image/x-icon A31536000
ExpiresByType image/jpeg A31536000
ExpiresByType application/json A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-access A31536000
ExpiresByType audio/midi A31536000
ExpiresByType video/quicktime A31536000
ExpiresByType audio/mpeg A31536000
ExpiresByType video/mp4 A31536000
ExpiresByType video/mpeg A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-project A31536000
ExpiresByType application/x-font-otf A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-opentype A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.database A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.chart A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.formula A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.graphics A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.presentation A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.spreadsheet A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.text A31536000
ExpiresByType audio/ogg A31536000
ExpiresByType application/pdf A31536000
ExpiresByType image/png A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-powerpoint A31536000
ExpiresByType audio/x-realaudio A31536000
ExpiresByType image/svg+xml A31536000
ExpiresByType application/x-shockwave-flash A31536000
ExpiresByType application/x-tar A31536000
ExpiresByType image/tiff A31536000
ExpiresByType application/x-font-ttf A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-opentype A31536000
ExpiresByType audio/wav A31536000
ExpiresByType audio/wma A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-write A31536000
ExpiresByType application/font-woff A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-excel A31536000
ExpiresByType application/zip A31536000

4. Bilder komprimieren

Die meisten Bilder, die man mit der eigenen Kamera gemacht oder mit Photoshop oder GIMP selbst erstellt hat, sind größer als sie sein müssten.

Und das selbst, wenn man sie auf dem PC schon in einer niedrigeren Qualitätsstufe gespeichert hat.

Auch wenn du z. B. in Photoshop ein JPG-Bild in der Qualitätsstufe 8/12 und als Progressive JPG (oder bei GIMP in der Qualitätsstufe 85 und als Progressive JPG) speichert, kannst du es in der Regel immer noch 5-15% kleiner machen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

Bei PNG-Bildern ist die Ersparnis in der Regel noch größer und kann, je nach Bild, 50-80% betragen.

Um alle Bilder der eigenen WordPress-Installation zu komprimieren, kannst du auf dem eigenen Rechner Programme, wie z. B. ImageOptim (Mac) oder den File Optimizer (Windows) benutzen.

Einfacher ist es jedoch, für die Komprimierung die WordPress-Plugins EWWW Image Optimizer oder Compress JPEG & PNG images zu nehmen, welche es zum einen erlauben, eine Massenkomprimierung bereits hochgeladener Bilder vorzunehmen und zum anderen alle neu hochgeladenen Bilder automatisch zu komprimieren.

4.1 EWWW Image Optimizer vs. Compress JPEG & PNG

Die Resultate, die man mit Compress JPEG & PNG images erzielt, sind in der Regel etwas besser und man spart noch ein paar KB mehr als beim EWWW Image Optimizer.

Auch mit vorangegangener Optimierung der Bilder durch EWWW Image Optimizer sind in diesem Beispiel noch etwa 7% an Komprimierung mehr drin:

Bulk Optimization Compress JPEG & PNG images

Dafür ist die Anzahl an Bildern, die man mit Compress JPEG & PNG images optimieren kann, auf 500 pro Monat begrenzt. Für jedes optimierte Bild darüber hinaus muss man einen (sehr kleinen) Betrag bezahlen, während man mit EWWW so viele Bilder optimieren kann, wie man möchte.

Mit einberechnet in die 500 Bilder werden auch die verschiedenen von WordPress und dem WordPress Theme erzeugten Bildgrößen, was bei manchen Themes bis zu 10 Stück pro hochgeladenem Bild sind. Welche Bildgrößen in die Optimierung mit einbezogen werden, kann man bei dem Plugin allerdings unter Einstellungen > Medien festlegen, sodass man Credits sparen kann.

Was die Schnelligkeit der Optimierung angeht, schneidet EWWW Image Optimizer etwas besser ab als Compress JPEG & PNG images. Vor allem beim Upload einzelner Bilder muss man bei Compress JPEG & PNG images mit etwas längeren Wartezeiten rechnen.

5. Caching-Plugin installieren

Ein Caching-Plugin darf auf keinen Fall fehlen, wenn du WordPress schneller machen möchtest. WordPress an sich generiert dynamische Websites, das heißt für jedes Element auf deiner Seite (z. B. Menüs, Widgets, Beiträge etc.) erfolgt bei jedem Seitenaufruf eine Datenbankabfrage.

Für manche Websites, deren Inhalte sich schnell ändern oder die Inhalte in Echtzeit anzeigen wollen, mag das dynamische Laden sinnvoll sein. Für die meisten Blogs, Online-Magazine oder Nischenseiten ist es jedoch eher hinderlich. Durch zu viele Datenbankabfragen verschlechtert sich die Ladezeit und der Leser hat durch das dynamische Laden keine Vorteile.

Ein Caching-Plugin schafft Abhilfe, indem es aus den dynamischen Inhalten statische Dateien generiert (so genanntes Page Caching), was die Anzahl nötiger Datenbankabfragen (nicht zu verwechseln mit Server-Requests, die ändern sich durch das Caching-Plugin nicht) zur Darstellung einer Website drastisch reduziert.

Diese statischen Dateien werden dann jeweils nach einem festgelegten Intervall (z. B. ein Tag) und/oder bei einer Änderung des Inhalts (neuer Beitrag, neuer Kommentar etc.) vom Plugin neu generiert.

Als Caching Plugin empfehle ich Cache Enabler:

Cache Enabler

Die Einrichtung ist kinderleicht:

Installieren, aktivieren und fertig! Du brauchst nichts weiter einstellen.

Es ist das schnellste kostenlose Caching-Plugin, das ich kenne. Es schlägt manch andere Plugins, wie z. B. W3 Total Cache, um Längen. Es funktioniert zudem mit den meisten Themes, Plugins und Setups.

Mit dem Plugin WP Super Cache erziele ich ebenfalls gute Resultate. Es eignet sich aufgrund seiner einfachen Installation (einfach unter Einstellungen > WP Super Cache das Caching anschalten und fertig!) und seiner übersichtlichen Benutzeroberfläche sehr gut für Anfänger.

Es bietet aber auch diverse Einstellungsmöglichkeiten für Fortgeschrittene:

Ladezeit verbessern mit WP Super Cache

Wenn du noch ein bisschen mehr Speed willst, empfehle ich dir auf serverseitiges Page-Caching umzusteigen, wie z. B. nginx fastCGI Caching. Das erfordert jedoch viel Konfigurationsarbeit und einen entsprechenden Server mit Root-Zugriff oder einen Host, der das vorkonfiguriert hat, wie z. B. Raidboxes.

6. Unnötige Plugins deaktivieren

Plugins laden oft unnötig viele CSS- oder JS-Dateien oder verlangsamen WordPress durch zu viele Datenbankabfragen. Zudem stellen Plugins immer ein Sicherheitsrisiko dar, vor allem diejenigen, die nicht regelmäßig gewartet werden.

Deswegen gilt: Je weniger Plugins, desto besser!

Geh regelmäßig die Liste deiner Plugins durch und frag dich: Brauche ich das wirklich? Und wenn nein, dann weg damit! Falls du es brauchst, aber nur sporadisch nutzt, empfehle ich dir, es nur dann zu aktivieren, wenn du es nutzt und danach direkt wieder zu deaktivieren.

Zu den größten Ladezeit-Killern gehören zum Beispiel:

  • Social-Media-Plugins (Twitter- oder Instagram-Feed, Facebook-Like-Box, Share-Buttons ohne Caching etc.)
  • Page-Builder (z. B. Visual Composer)
  • Broken Link Checker (nach Benutzung deaktivieren)
  • Google Maps
  • Kommentar-Plugins
  • Kontaktformulare
  • Foren-Plugins (Simple:Press, bbPress etc)
  • Woocommerce und andere E-Commerce-Plugins

7. Ein schlankes WordPress-Theme verwenden

Beliebte WordPress-Themes, wie z. B. Avada, X Theme, Enfold, The 7, Divi etc. bieten viele Einstellungsmöglichkeiten, Integrationen, vorgefertigte Demos und/oder einen visuellen Editor, was die Gestaltung einer Website erheblich vereinfachen kann.

Aber so toll dieses Baukasten-Prinzip auch ist, bringt es auch Nachteile mit sich. Viele Funktionen und Gestaltungselemente werden geladen, auch wenn du diese gar nicht verwendest. Unnötig viele oder unnötig große CSS- und JavaScript-Dateien ziehen deine Ladezeit in den Keller.

All-in-One-Themes bringen auch oft die Installation vieler weiterer Plugins mit sich (z. B. Slider, Kontaktformulare, WooCommerce, bbPress, Widgets). Bitte schau also auch bei den Plugins, die mit dem Theme geliefert werden, ob du diese auch wirklich verwendest. Auch wenn das Theme die Installation eines Plugins empfiehlt, kommt man in den meisten Fällen auch ohne aus.

Bei manchen Themes, wie z. B. Avada, lassen sich auch einzelne Funktionen komplett ausschalten, sodass entsprechende CSS- und JS-Dateien nicht mehr geladen werden.

Letzten Endes ist es jedoch besser, sich im Voraus für ein Theme zu entscheiden, das nur die Funktionen hat, die du auch wirklich benötigst, auch wenn du dafür ein bisschen länger suchen musst.

8. JS- und CSS-Dateien ausmisten, zusammenfassen und komprimieren

WordPress-Installationen werden oft durch zu viele geladene Javascript- und CSS-Dateien verlangsamt, insbesondere wenn man einen Haufen an Plugins installiert hat oder ein Multi-Purpose-Theme benutzt, das viele Funktionen bietet.

Abhilfe schaffen kannst du zum einen dadurch, dass du unnötige und die Ladezeit belastende Plugins deaktivierst und ein Theme verwendest, das nicht so überladen ist (siehe Punkt 7 und 8).

Zum anderen kann man WordPress schneller machen, indem man so viele JS- und CSS-Dateien wie möglich zusammenfasst, um die Anzahl an Server-Requests zu reduzieren, und komprimiert, um die Größe der einzelnen Requests zu reduzieren.

Das kannst du händisch machen, aber das erfordert viel Vorwissen in der WordPress-Programmierung. Zudem sorgt das auch dafür, dass du tief in das Theme eingreifen musst, was zu Komplikationen führen kann.

Einfacher ist es, das kostenlose Plugin Autoptimize zu verwenden:

Autoptimize

Die Konfiguration des Plugins ist denkbar einfach: Du gehst zu Einstellungen > Autoptimize und setzt einen Haken bei HTML Code optimieren?, JavaScript Code optimieren? und CSS Code optimieren?. Fertig!

WordPress PageSpeed Optimization mit Autoptimize

Bei den meisten Themes und Plugins sollte es bei der Benutzung von Autoptimize zu keinen Komplikationen führen.

Falls etwas nicht richtig angezeigt wird oder nicht richtig funktioniert (unbedingt auch die mobile Version checken!), musst du schauen, wodurch die Komplikation verursacht wird.

Das bekommt man in der Regel recht schnell heraus, indem man die erweiterten Einstellungen einblendet und bestimmte CSS- und Javascript-Dateien von der Optimierung ausschließt und schaut, ob die Komplikationen dadurch verschwinden.

Hinweis: Falls dein Server http/2 (siehe Punkt 11) unterstützt, kann es sein, dass deine Website schneller lädt, wenn du Autoptimize deaktivierst.

9. Bilder per Lazy Load nachladen

Deine Bilder zu komprimieren ist ein wichtiger Schritt für eine bessere Ladezeit.

Wenn dein Blog oder einzelne Blogartikel sehr bilderlastig sind, kann es allerdings sein, dass das nicht genug ist.

In dem Fall solltest du auf ein sogenanntes Lazy Loading zurückgreifen, das dafür sorgt, dass Bilder erst dann geladen werden, wenn ein Nutzer an die entsprechende Stelle scrollt.

Dazu kannst du ein extra Plugin installieren, wie z. B. a3 Lazy Load, das meiner Erfahrung nach mit vielen Themes und Setups funktioniert.

a3 Lazy Load

Einfacher ist es jedoch, Autoptimize dafür zu verwenden (falls du es eh schon installiert hast).

Lazy Loading kannst du aktivieren, indem du in den Einstellungen im Reiter Bilder ein Häkchen bei Bilder verzögert laden setzt.

Lazy Loading mit Autoptimize

Achtung: Bitte überprüfe nach dem Anschalten des Lazy Loadings, ob alles ordnungsgemäß funktioniert! Manchmal kann es vorkommen, dass Bilder above the fold erst nach dem Scrollen angezeigt werden, was nicht Sinn der Sache ist. Zudem kann es sein, dass durch Lazy Loading Tracking-Pixel wie z. B. der Facebook Pixel oder VG Wort Zählmarken nicht mehr richtig funktionieren. Um das zu verhindern, kannst du diese im Feld Von Verzögerung ausschließen angeben.

10. Stell auf PHP 7 um!

Durch Umstellung deines Servers von PHP 5.x auf PHP 7.x kannst du WordPress deutlich beschleunigen. Mitunter wird deine Website dadurch doppelt so schnell!

Nicht umsonst wird PHP 7 oder höher auch in den offiziellen Hosting-Anforderungen empfohlen.

Die Änderung der PHP-Version kannst du in der Regel im Einstellungs-Bereich deines Servers vornehmen. Wenn nicht, frag deinen Hoster, ob er das für dich übernimmt.

Hinweis: Bitte teste, ob nach der Umstellung auf PHP 7 noch alles so funktioniert, wie es soll. Mittlerweile sollten die meisten Plugins und Themes mit der neuen PHP-Version kompatibel sein, aber es kann vereinzelt noch zu Problemen kommen, vor allem bei PHP 7.1.

11. Verwende HTTP/2

HTTP/2, der Nachfolger von HTTP/1.1, bietet deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber der älteren Version des Hypertext Transfer Protocol, welche über 16 Jahre der Übertragungsstandard im WWW war.

Falls es dich interessiert, wodurch das Mehr an Speed zustande kommt:

Mit HTTP/1.1 werden alle Requests noch nacheinander abgearbeitet, mit HTTP/2 können jetzt mehrere Requests parallel verarbeitet werden (wodurch es z. B. nicht mehr nötig ist Bild-Dateien in CSS-Sprites oder alle JS- und CSS-Dateien zusammenzufassen).

Zudem werden Header komprimiert übertragen und dank Server Push kann der Server die Requests priorisieren, die für den Client (also den Browser-Nutzer) am wichtigsten sind.

Mit diesem Tool von KeyCDN kannst du testen, ob dein Server HTTP/2 unterstützt.

Wenn das nicht der Fall ist, bitte deinen Host darum, dies zu implementieren, oder nimm es als Anlass gleich den Hoster zu wechseln.

Wenn du einen vServer oder Dedicated Server mit Root-Zugriff hast, kannst du das mitunter sogar selbst einstellen.

Hinweis: Bitte beachte, dass HTTP/2 von den meisten Browsern nur in Kombination mit HTTPS unterstützt wird, was die Umstellung auf HTTPS nicht nur zu einer Sicherheits- sondern auch Ladezeitmaßnahme macht.

12. Gravatar deaktivieren oder cachen

Wenn ein Blogartikel viele Kommentare hat, kann es sein, dass das die Ladezeit des Artikels extrem verlangsamt, weil das Gravatar-Bild eines jeden Kommentator geladen wird.

Abhilfe schafft das Plugin FV Gravatar Cache, mit dessen Hilfe Gravatar-Bilder auf dem eigenen Server zwischengespeichert werden, was meiner Erfahrung nach die Ladezeit ein bisschen verbessert.

FV Gravatar Cache

Alternativ kannst du eigene Avatar-Bilder auch komplett ausschalten und durch ein Standard-Bild ersetzen.

Dazu benutze ich WP User Avatar:

WP User Avatar

13. Emojis deaktivieren

Es gibt einige Funktionen im WordPress-Core, welche die Ladezeit negativ beeinflussen und nicht unbedingt nötig sind.

So wird zum Beispiel ein kleines Skript geladen, dass den Emoji-Support in älteren Browsern sicherstellt.

Du kannst das relativ bedenkenlos ausschalten und damit einen Server-Request (die JavaScript-Datei wp-emoji-release.min.js mit einer Größe von 10,5 KB) einsparen.

Exorbitant schneller machen wird das deine Website zwar nicht, aber es schadet nie ein paar Millisekündchen zu sparen, oder?

Das Emoji-Script kannst du ebenfalls in den Einstellungen von Autoptimize ausstellen, indem du im Reiter Extras ein Häkchen bei Emojis entfernen setzst:

Emojis mit Autoptimize ausstellen

Wenn du Autoptimize nicht nutzt, kannst du das auch mit dem Plugin Disable Emojis erledigen.

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn Hillebrandt ist der Gründer von Blogmojo. Er ist WordPress-Fan, Blogger und SEO-Experte mit 10 Jahren Berufserfahrung. Bei SEO setzt er nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests, Recherchen und Case Studys durch, um herauszufinden, wie Google tickt (Nerd-Alarm!). Sein Steckenpferd ist die Keyword-Recherche, zu der er auch einen Online-Kurs anbietet.

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65 Gedanken zu „Wie du WordPress in 13 einfachen Schritten schneller machen kannst“

  1. Hallo Finn,

    gibt es eine von dir präferierte, sinnvolle Reihenfolge der gzip-Komprimierung und der Browser Cache Aktivierung, d.h. was kommt zuerst in die .htaccess und kommt beides an den Anfang?

    Vielen Dank für eine Info und viele Grüße

    Uli

    Antworten
  2. Hallo Finn,

    Vielen Dank! Das ist wirklich eine tolle Übersicht.

    Die meisten Plugins hatte ich sogar schon, nur hatte ich die Häkchen nicht richtig gesetzt. Das bringt dann natürlich nicht viel 🙂

    Bei Pingdom.com erhalte ich leider noch immer ein F für “Add Expires headers”, was ich nicht verstehe. Aber ich bleibe dran und finde den Grund schon noch raus…

    Jedenfalls konnte ich mit deinen Tipps meine Ladezeit in der Tat deutlich steigern. Das ist wirklich super. Daher vielen Dank für die tollen Tipps und die einfache Erklärung!

    Beste Grüsse,
    Isabel

    Antworten
    • Hallo Isabel,

      super, dass du so vieles schon erfolgreich umsetzen konntest. Einfach dranbleinben ist das Wichtigste – ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

      LG Finn

      Antworten
  3. Hallo Finn, vielen Dank für deine tolle und hilfreiche Seite!
    Ich hätte eine Frage zum Plugin Cache Enabler – welche Einstellungen empfiehlst du hier? Ich bin hier etwas überfragt..
    Vielen Dank!!

    Antworten
    • Hi Mike,

      es gibt da so einige weitere Stellschrauben, um die Anzahl der Scripte zu reduzieren:

      – Theme wechseln (z. B. zu GeneratePress)
      – Plugins ausmisten
      – das Plugin perfmatters installieren, um nur die JS- und CSS-Dateien auf deinen Seiten zu laden, die auch wirklich gebraucht werden

      LG

      Finn

      Antworten
  4. Hallo Finn,
    vielen Dank für den informativen und sehr ausführlichen Beitrag.

    Ich bin schon länger mit meiner Webseite nicht so ganz zufrieden, und habe 2 Ansatzpunkte

    1. Mein WordPress-Theme “The7”
    => die WP Bakery ist auc ein bissi umständich, und wie Du oben schreibst ist das “The7” ein “Eigentlich-für-eh-Alles-Theme”. Nun ja und nach einem Update fumpt das Ganze nicht mehr so richtig … und ich überlege zu wechseln

    2. Ich habe mir auch Deine Beitrag zu den Host Betreibern durchgelesen. Vorbemmerkung: Ich bin aus Österreich und hätte auch gerne wieder einen Österr. Provider (u.U. sollen über die Webseite auch Befragungen durchgeführt werden, und da wäre es besser wenn es in Ö gespeichert wird ) Österr. Provider ist aber KEIN MUSS.
    dzt bin ich bei “world4you.com” und bin halt aus mangel besserer Alternativen noch dort
    Vielleicht hast Du eine Empfehlung für mich.

    Vielen Dank im voraus!
    Beste Grüße aus Wien
    Gottfried

    Antworten
    • Hi Gottfried,

      1. Ich empfehle als Basis-Theme GeneratePress.

      Kannst du auch prima zusammen mit einem Page-Builder nutzen, wenn du keine Lust hast, alles per HTML und CSS selbst zu designen.

      2. Österreichische Hosting-Provider habe ich bis jetzt nicht getestet. Du kannst aber ohne Probleme auch einen deutschen Hoster wie webgo oder Raidboxes nehmen.

      Hier habe ich 15 deutsche Anbieter ausführlich verglichen: Webhosting-Vergleich 2020: 15 beliebte Hoster ausführlich getestet (inkl. 6 Speed-Tests)

      LG

      Finn

      Antworten
    • Hallo Fin,

      ich beschäftige mich gerade recht neu mit Worpress und konnte mir so einige tolle Tipps bei dir abholen. Vielen Dank!
      Was ich leider garnicht umsetzten kann ist das Thema “gzip-Komprimierung aktivieren”. Könntest du mich in dieser Sache evtl. unterstützen? Gerne auch telefonisch. Würde mich sehr freuen wenn du dich bei mir melden würdest.
      Viele Grüße Frank

      Antworten
      • Hi Frank,

        gerne! Freut mich zu hören, dass dir meine Tipps weiterhelfen! 😉

        Leider biete ich (aktuell) keine telefonische Unterstützung oder persönliches Coaching an, auch nicht gegen Bezahlung.

        Die Einbindung der gzip-Komprimierung ist einfacher als es sie sich anhören mag:

        1. Du rufst deinen WordPress-Ordner über ein FTP-Programm (z. B. FileZilla) auf
        2. Du öffnest die Datei .htaccess in einem Nur-Text-Editor (z. B. Brackets)
        3. Du fügst den Code aus dem Artikel ganz am Anfang der Datei ein.

        LG

        Finn

        Antworten
  5. Hallo Finn,

    vielen Dank für deinen tollen Beitrag.

    Ich habe gerade ein Problem mit Punkt 2. und 3. gerne will ich beides aktivieren, aber ich bin mir nicht sicher, an welcher Stelle ich das machen muss.

    Wenn ich per FTP auf meinen Server gehe, sehe ich sowohl unter “home/” eine .htaccess, als auch unter “home/www/meinedomain.de/

    Die .htaccess unter !home” ist noch komplett leer. Gehört das also da rein oder in die unterhalb meiner Domain (wo schon Inhalt drin ist)?

    Vielen Dank und Gruß!

    Antworten
  6. Hallo Finn,

    eine sehr gute und klare Darstellung. Hierfür Danke. Sind wirklich alle Plugins empfohlen? Ich setze das auf unserer neuen http://www.niederalm.at ein und bevor ich nun den von dir empfohlenen Installations Marathon beginne, wollte ich noch sichergehen. Bin aktuell noch in der Entwicklungsumgebung.

    Antworten
    • Hi Michael,

      nein, du brauchst nicht alle. 😉

      Must-haves für den Anfang sind:

      – SEO-Plugin (Yoast SEO oder Rank Math)
      – Caching-Plugin (Cache Enabler)
      – Plugin zur Bildoptimierung (EWWWW Image Optimizer)
      – Anti-Spam-Plugin (Antispam Bee)
      – Backup-Plugin (Updraft Plus)

      LG

      Finn

      Antworten
  7. Hallo Finn, super Beitrag!
    Ich habe deinen Artikel zum Anlass genommen und meine Seiten optimiert. Die Geschwindigkeit ist deutlich besser geworden. Installiert habe ich Autoptimize, Add Expiriens Headers, Lazy Load by WP Rocket und WP Supercache. Einige Plugins scheinen aber den Vorteil den sie bringen sollen wieder aufzuheben. z.B. zeigt GTMetrix an, dass Autoptimize die Ladezeit verlangsamt. Ist das so?

    Ich nutze das Theme Enfold und würde am liebsten auch das noch wechseln da mir inzwischen die Ladezeit als sehr wichtiges Element für das Ranking klar geworden ist. Hast du eine Idee wieviel Aufwand das bedeuten würde?

    Antworten
    • Hi Peter,

      schön mal wieder von dir zu hören! 😉

      In der Regel sollte Autoptimize deine Website nicht verlangsamen. Kann es sein, dass du vergessen hast, deinen Cache zu leeren? Oder, dass du nach dem Leeren des Caches deine Website nicht noch einmal im Browser aufgerufen hast (sodass sich der Cache aufbauen kann)? Oder, dass Autoptimize einen Fehler verursacht hat?

      Klar, durch Nutzung eines schlanken Themes wie GeneratePress anstatt Enfold kannst du mit Sicherheit noch ein bisschen was herausholen.

      Enfold ist allerdings ladezeittechnisch eines der besseren All-in-One-Themes und ein Themewechsel kann mit einigen Tagen Arbeit verbunden sein kann.

      Also nein, eher nicht. Es sei denn, du bist ein Speed-Freak wie ich, der Bock auf soetwas hat 😉

      Liebe Grüße

      Finn

      PS: Lazy Load by WP Rocket kannst du dir sparen. Autoptimize bietet eine eigene Lazy-Load-Funktion an (zu finden in den Einstellungen im Tab Extras).

      Antworten
  8. Dein Artikel ist unter den tausenden Artikeln mit derartigen Anleitungen, wie die

    Seite schneller wird, der mit Abstand beste!

    Tausend Dank für Deinen Support!

    Beste Grüße!

    Gerhard Karl Malalis- Enzenhofer

    Antworten
  9. Hi Finn,

    deine Empfehlung einen vernünftigen Hoster zu nehmen teile ich definitiv.

    Bei der Empfehlung zu webgo bin ich allerdings absolut nicht seiner Meinung.
    Ich war ein 3/4 Jahr Kunde bei diesem Unternehmen mit einem Managed SSD vServer Business auf welchem ich zum Glück lediglich 4 Seiten meiner Kunden eingerichtet hatte.
    Ich habe noch nie, und damit schließe ich meine Erfahrungen bei den großen Hostern ein dermaßen viele Ausfälle inkl. Datenverlusten (die ich zum Glück durch eigene Backups beheben konnte) wie bei webgo.
    Daher kann ich aus meinen persönlichen Erfahrungen nur absolut von webgo abraten!

    Antworten
  10. Hallo Finn;

    wie sieht es denn aus, wenn ich das Plugin Autoptimize installiere, wird dann auch das Design verändert? Du siehst ich kenne mich mit der Thematik nicht aus. Verwende Ocean WP und Elementor. Wenn ich die Webseite bei https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/ teste, werden bei dem Punkt Ressourcen beseitigen, die das Rendering blockieren, 3,84 s angezeigt. Bei der einen Unterseite sind es sogar 4,34 s.
    Oder soll ich ein anderes Theme verwenden? Kann ich denn dies im nachhinein noch ändern, ohne daß Schäden entstehen?
    vielen Dank
    viele Grüsse
    Jürgen

    Antworten
    • 1. Nein, Autoptimize verändert nicht das Design.

      2. Ocean WP ist generell ein gutes Theme, probier es erst einmal damit. Durch einen Theme-Wechsel entstehen dir zwar keine Schäden, aber du musst viele Einstellungen erneut vornehmen.

      LG

      Finn

      Antworten
  11. Hallo Finn,

    was genau ist der Unterschied zwischen Browser-Caching und Page-Caching? Ich lese immer wieder, dass der Eintrag in die ht.access-Datei und das Plugin zwei Alternativen desselben Prozesses sind.

    Viele Grüße
    Carina

    Antworten
    • Hi Carina,

      nein, das ist definitiv nicht dasselbe.

      Page-Caching sorgt dafür, dass WordPress statisch geladen wird (anstatt dynamisch). Das erspart etliche Anfragen an die MySQL-Datenbank beim Aufruf der Seite, wodurch diese deutlich schneller lädt.

      Beim Browser-Caching wiederum werden statische Dateien (wie z. B. Bilder, CSS- und Javascript-Dateien) im Browser lokal zwischengespeichert. Das ist, logischerweise, erst nach dem zweiten Aufruf einer Seite relevant.

      Hoffe, das hilft dir weiter!

      LG

      Finn

      Antworten
  12. Hi, dein Blog ist wirklich super.
    Ich habe des öfteren im Internet über CDNs wie Cloudflare gelesen in Kombination mit WordPress. Es soll die Geschwindigkeit verbessern aber du verwendest es gar nicht oder? Mich würde interessieren was du über CDNs denkst und ob du es schon mal getestet hast?
    Gruß Michael

    Antworten
    • Hi Michael,

      nein, ich verwende kein CDN.

      Ich versuche die Anzahl an Third-Party-Requests so gering wie möglich zu halten und ziehe es deshalb vor, meine Bilder vom eigenen Server zu laden.

      Es gefällt mir zudem nicht, dass sich durch die Nutzung eines CDN plötzlich alle Bild-URLs ändern. Das halte ich für die Google-Bildersuche für problematisch.

      Ein CDN ergibt aber durchaus Sinn, wenn du deine Website in mehreren Sprachen anbietest und deine Besucher aus unterschiedlichen Teilen der Welt kommen.

      LG

      Finn

      Antworten
  13. Ich könnte noch das Plugin “WebP Express” welches das .webp format von google statt .jpeg und .png verwendet. Da könnte man noch etwas speed rausholen.

    Antworten
    • Hi Marcus,

      musst du ausprobieren, kann man nicht pauschal sagen. Bei mir bringt Autoptimize trotz HTTP/2 etwas. Der Geschwindigkeitsgewinn bei mir liegt bei ca. 50 – 100 ms.

      LG

      Finn

      Antworten
  14. Vielen Dank, das sind ganz großartige Tipps!
    Ich experimentiere seit gestern damit rum und die Ladezeiten werden nach und nach besser. Am Besten waren sie bisher mit dem Cache Enabler, teilweise trotz Bildern in unter einer Sekunde. Doch der hängt – zumindest beim mobilen Aufruf – manchmal in einer Schleife beim Laden einer Seite. Woran kann das liegen?
    Gruß aus Bayern im Schnee… 😉

    Antworten
    • Hi,

      check deine Ladezeiten mal mit Pingdom Tools und PageSpeed Insights. Dort kannst du sehen, welche Ressourcen besonders lange zum Laden brauchen.

      Wenn es hakt, sind es oft irgendwelche Skripte, Bilder oder CSS-Dateien von Drittanbietern (Sharing-Buttons, Widgets, Badges etc.).

      LG

      Finn

      Antworten
  15. Hallo Finn

    Zu den Bildern. Speichert man in Photoshop oder anderen Programmen ein jpg, dann wird in der Regel auch die Vorschau, Metadaten und andere Infos mitgespeichert, die teilweise mehr Platz brauchen, als die reinen Bildinformationen.
    Bei PS sollte man “Für Web speichern”* nehmen. Dabei werden nur die reinen Bilddaten verwendet. Zusätzlich kann man die Qualität verschiedener Formate (jpg, png, gif, …) vergleichen und mit den Einstellungen spielen. Teilweise wird ein jpg kleiner als ein png, je nach Farbanteil, -flächen oder Details – oder auch umgekehrt.

    Viele Grüsse
    Mike

    *Je nach Version unter Datei oder Datei/Exportieren

    Antworten
  16. VIelen Dank für den ausführlichen Artikel. Ich habe dazu folgende Erfahrung gemacht: nicht jedes Plugin funktioniert gut mit jedem Theme.
    Grundsätzlich benutze ich gerne Hummingbird. Es bietet viele Feineinstellungen mit denen man die Zahl der Scripts und Roundtrips minimieren kann. Man kann es mittlerweile kostenlos nutzen.

    Antworten
    • Hi Timo,

      ja, da hast du Recht. Nicht jedes Plugin funktioniert mit jedem Theme oder Setup. Manchmal muss ein erst mit verschiedenen Plugins herumprobieren, um die ideale Ladezeit zu erreichen.

      Mit Hummingbird habe ich bis jetzt noch nicht gearbeitet, werde ich mal ausprobieren 😉

      LG

      Finn

      Antworten
  17. Hallo Finn,

    Danke für den Artikel. Meine Webseite ist von 8 s auf 2 s schneller geworden! 🙂
    Auch unbedingt die Mobile Version testen. Bei mir lief Crazy Load nicht auf der Mobilen Version.

    Viele Grüße aus Tokio
    Tessa

    Antworten
    • Gerne! Von 8 auf 2 Sekunden ist eine sehr gute Verbesserung!

      Ja, Crazy Lazy funktioniert bei mir seit auch nicht immer zuverlässig, wie ich vor kurzem feststellen musste. Ich schau mich gerade nach einer Alternative um 😉

      LG

      Finn

      Antworten
  18. Hallo,
    habe Cache Enabler installiert, auf Page Speed Insights wird nun folgendes angezeigt;
    Mobil Unavadible
    Desktop 80%
    Was ich bisher im Netz gefunden sind Anpreisungen und Beschreibung der Eigenschaften und Einstellungsmöglichkeiten.
    Im Beitrag heißt es hier nur, ist kinderleicht.
    Wenn dem so ist, dann kann mir sicher sagen, was ich hier einzustellen habe.
    Wenn ich gewusst hätte, dass Optimus daran gekoppelt ist, hätte ich es schon gar nicht genommen.
    Denke, ich werde das Plugin wieder löschen, zu kompliziert und keine vernünftige Beschreibung dabei.

    Antworten
    • Hi Carlo,

      Cache Enabler ist keineswegs kompliziert. Einfach installieren und aktivieren und das war’s. Bei manchen Hostern kann es sein, dass du noch ein kleines Addendum in deine wp-config.php-Datei hinzufügen musst, aber das ist eher selten.

      Ich weiß nicht, wo du das gelesen hast, aber Cache Enabler ist keineswegs an Optimus gebunden (vielleicht weil im Plugin dafür Werbung gemacht wird?). Du kannst aber auch jedwede andere Bildoptimierungs-Plugins damit nutzen, wie z. B. EWWW Image Optimizer oder Smush.

      Zum Thema Page Speed Insights: Der PageSpeed-Score ist nicht alles, bitte lies dir mal diesen Artikel dazu durch: WordPress schneller machen

      LG

      Finn

      Antworten
    • Hi Marcus,

      habe das im Artikel ergänzt, danke für den Hinweis!

      In meinem Webhosting-Paket bei all-inkl.com ist http/2 anscheinend mittlerweile aktiviert (ohne, dass ich einen Serverwechsel gemacht hätte).

      Viele Grüße

      Finn

      Antworten
  19. Hallo Finn.
    Danke für diesen Artikel. Nach der Umstellung auf ein neues WordPress-Theme war ein erneute Optimierung unumgänglich. Dein Artikel hat mir dabei geholfen meine Website schneller zu machen. Jetzt muss ich nur noch schauen wie ich an HTTPS2 herankomme. Das unterstützt mein Hoster (One.com) zurzeit nicht.
    Hast du eine Idee?

    Antworten
    • Hi Martin,

      da hilft nur ein Hosterwechsel. Beim Shared Hosting von One.com kann man das mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht selbst einrichten, da musst du schon einen vServer oder Dedicated Server haben. Oder du musst darauf warten, bis die das von sich aus integrieren.

      LG

      Finn

      Antworten
  20. Morgen Finn, morgen Steven,

    der Jan hier, von RAIDBOXES. Etwas “spät” der Kommentar, ich weiß, ich hätte aber noch eine nicht ganz unwichtige Ergänzung. Und zwar zum Thema Ladezeit messen. Google PageSpeed Insights ist fraglos ein tolles Tool zur Seitenoptimierung. Aber: Es misst ja nicht Seitenladezeit. Tatsächlich haben wir schon bei ganz ganz vielen unserer Nutzer bemerkt, dass diese sich sehr stark auf ihren PageSpeed Score stützen und die Seitenladezeit dabei völlig außen vor lassen. Das führt dann teils dazu, dass man sich auf einen “Schattenboxkampf” mit GPSI einlässt, obwohl die Ladezeit der Seite im Grunde sehr gut ist und die Optimierung eher durch HTTPS, ein Aufräumen der Seite oder auch eine Responsivität des Angebots erreicht werden könnte. Daher mein Tipp: Nicht blind auf PageSpeed Insights verlassen (oder auf Google Test My Site, das zwar besser ist, aber die Fehler von GPSI erbt), sondern lieber echte Messtools nutzen. Echte Messtools sind dann solche, die dir tatsächlich eine Ladezeit in Sekunden ausgeben. Genau wie von dir, Finn, richtig erwähnt sind die Pingdom Tools super. Wenn man aber eine wirklich umfangreiche Analyse haben möchte, bei der man v.a. auch Ausreißer ausschließen kann, nutzen wir immer Webpagetest.org. Ist zwar etwas komplizierter das Tool bringt aber unserer Erfahrung nach wesentlich bessere Daten.

    Es ist unserer Ansicht nach extrem wichtig zu wissen wie genau sich die eigene Seite verhält. Nur so kann man als Seitenbesitzer auch an den richtigen Stellen ansetzen. Dafür sollte man auch mal einen Blick in das Wasserfalldiagramm der eigenen Seite werfen. Hier schlummern massig Erkenntnisse. Allerdings gilt auch für Wasserfalldiagramme: Sie sind nicht ohne etwas Aufwand zu lesen und zu analysieren. Wir haben übrigens zu beiden Themen auf Blogposts erstellt. Und weil ich hier nicht reinspammen möchte, nur der kurze Hinweis 😉 Wenn gewünscht, kann ich die Links aber natürlich eben noch posten.

    Viele Grüße aus Münster und weiter so, Finn!

    Antworten
    • Hi Jan,

      bin ganz deiner Meinung. Viele machen den Fehler und achten nur auf den PageSpeed-Score. Was aber eigentlich zählt sind die absolute und, noch wichtiger, die gefühlte Ladezeit in Sekunden.

      WebpageTest.org ist auch ein gutes Mess-Tool für die Ladezeit. Danke für die Ergänzung! 😉

      Viele Grüße

      Finn

      Antworten
  21. Die erwähnung ein vernünftigen Hoster zu verwenden find ich gut, denn du hast recht diese Massenhoster sind einfach überladen und man ist in den Server Settings begrenzt.

    Was mir aber noch Fehlt ist die Erwähnung von Cache Systeme Server Seitig. Klar kann man einiges mit Caching Plugins beschleunigen aber APC cache oder Memcache sollte auch auf den Server richtig eingestellt sein damit die Optimal laufen. FastCGI Caching geht so neben bei auch bei Apache..nginx ist aber klar auch mein Favorit.

    Google Pagespeed bringt auch noch mal was..Alternative DB Server würde auch einiges beschleunigen wie Mariadb gerade bei vielen beiträgen.

    Antworten
    • Hi Steven,

      ja, serverseitiges Caching habe ich nur sehr kurz angeschnitten.

      Ich hätte gerne mehr dazu geschrieben und mich darin ausgetobt (weil mich das persönlich auch sehr interessiert), der Artikel richtet sich allerdings an Anfänger bis Fortgeschrittene. Und ich habe schon das Feedback erhalten, dass er dafür schon zu komplex sei.

      Viele Grüße

      Finn

      PS: Alternative Datenbanksysteme und das Google-PageSpeed-Modul sind auch gute Punkte! Danke für die Ergänzung! 😀

      Antworten