7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

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7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

Keyword-Recherche in 2020: Die XXL-Anleitung, um Keywords zu finden und zu analysieren (inkl. Case Study)

Vielleicht kommt dir folgende Situation bekannt vor:

Du hast deine Texte auf Keywords optimiert und bei fast jedem ein grünes Lämpchen bei deinem SEO-Plugin (Musterschüler-Style). Vielleicht hast du sogar auf deine Website HTTPS umgestellt, an deiner Ladezeit gearbeitet und lange Blogartikel mit 1.000 Wörtern oder mehr geschrieben.

Aber trotz all deiner Bemühungen stagnieren deine Rankings…

Oder vielleicht stehst du auch noch ganz Anfang und suchst nach einer einfachen Einführung in die Keyword-Recherche.

Egal, wie viel Vorwissen du schon mitbringst:

Du bist hier richtig!

Denn in meiner XXL-Anleitung erfährt du alles, was du über Keyword-Recherche wissen musst.

Ich erkläre dir Schritt für Schritt was Keyword-Recherche ist, warum sie so wichtig ist, welche Tools du dafür nutzen solltest und wie du wie du wirklich profitable Keywords findest.

    Bereit?

    Sehr gut! Fangen wir mit den Basics an:

    1. Was ist eigentlich ein Keyword?

    Als Keyword (auch Keywort, Suchwort, Schlüsselwort oder einfach nur Suchbegriff genannt) bezeichnet man die Gesamtheit aller Wörter, die man in einer Suchmaschine in das Suchfeld eingibt:

    Was ist ein Keyword?

    In diesem Fall wäre unser Keyword also keyword recherche.

    Simpel, oder?

    Manche Keywords werden bei Google dabei häufiger gesucht und manche seltener. Laut Googles eigenen Angaben bestehen 15% aller Suchanfragen übrigens aus Keywords, die noch nie zuvor jemand gesucht hat.

    In diesem Artikel geht es übrigens ausschließlich um Keyword-Analyse bei Google, da Google mit 90% weltweit den höchsten Marktanteil hat und für SEO mit Abstand am wichtigsten ist.

    Andere Suchmaschinen wie Pinterest, Bing, DuckDuckGo, Amazon, YouTube, Yandex, Baidu oder Ecosia werden nicht berücksichtigt. Allerdings können die uns dabei helfen, gute Suchbegriffe für Google zu finden.

    Dazu aber später mehr.

    2. Was ist Keyword-Recherche bzw. Keyword-Analyse?

    Als Experte, Blogger oder Unternehmer bist du ein Problemlöser.

    Menschen kaufen deine Produkte, buchen deine Dienstleistungen oder lesen deine Blogartikel, um eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden.

    Und da kommt Keyword-Recherche (auch Keyword-Analyse genannt) ins Spiel:

    Keyword-Recherche ist der Prozess, mit dem du herausfindest, welche Keywords potenzielle Kunden bei Google eingeben.

    Im Detail dient sie dazu:

    • Herauszufinden, ob deine Zielgruppe bei Google nach Lösungen für ihre Probleme sucht
    • Wenn ja, welche Keywords deine Zielgruppe genau dabei verwendet
    • Zu analysieren, ob es sich lohnt, auf diese Keywords optimierte Inhalte zu erstellen (Werden diese Keywords oft genug gesucht? Wie hoch ist die Konkurrenz? Impliziert die Suchanfrage ein Kaufinteresse? Und so weiter…)

    3. Warum ist sie wichtig?

    Vielleicht fragst du dich:

    “Finn, das ist ja schön und gut. Aber was schert mich das? Was habe ich davon?”

    Lass es mich so erklären:

    Andere SEO-Maßnahmen, wie z. B. Link-Building oder Ladezeitoptimierung, sorgen dafür, dass du in den Suchergebnissen auftauchst.

    Durch Keyword-Recherche und anschließende Keyword-Optimierung bestimmst du wofür.

    Und diese Macht solltest du dir zur Nutze machen!

    Du kannst zwar auch viele Besucher über Google bekommen, wenn du keine Keywords in deine Texte einbindest und keine Keyword-Analyse machst.

    Aber bei weitem nicht so viele, wie du bekommen könntest.

    Glaub mir.

    Ich sehe immer wieder Blogs oder Websites, die ihren Google-Traffic verdoppeln, verdreifachen oder sogar verzehnfachen könnten. Wenn sie sich nur mal für ein paar Tage hinsetzen und ihre besten 10 Artikel auf die richtigen Keywords optimieren würden!

    Doch das ist längst nicht alles…

    Es gibt weitere gute Gründe, warum du auf Keyword-Recherche nicht verzichten solltest:

    1. Du kannst sie zur Themenfindung für deinen Redaktionsplan, zur inhaltlichen Strukturierung von Blogartikeln und generell zur Markt-Recherche nutzen.
    2. Das Analysieren und Recherchieren von Keywords hilft dabei, die Wünsche, Ängste und Probleme deiner Kunden besser zu verstehen.
    3. Du erfährst, welche Sprache deine Kunden sprechen.
    4. Du kannst durch Keyword-Analyse besser abschätzen, ob ein Blogartikel oder ein Angebot gut ankommen wird oder nicht. Denn wenn ein Problem oft gegoogelt wird, ist es wahrscheinlicher, dass du Besucher für deinen Blogartikel bekommst bzw. Kunden für dein Angebot findest.

    Klingt logisch, oder?

    3.1 Case Study

    Du bist immer noch nicht überzeugt, dass Keyword-Analyse und -Optimierung (oder vielleicht sogar SEO im Allgemeinen) überhaupt etwas bringt?

    Dann habe ich eine kleine Case Study für dich:

    Ich habe einen unserer Artikel vor ein paar Monaten nach längerer Zeit erneut optimiert. Das heißt neue Suchbegriffe herausgesucht, meinen Keyword-Cluster für den jeweiligen Artikel auf den neusten Stand gebracht (siehe Punkt 5.6) und die neuen Suchbegriffe in den Artikel eingebunden.

    Für alles zusammen habe ich ca. 30 Minuten gebraucht. Nicht viel Zeit also.

    Allerdings mit großer Wirkung:

    Denn nach der Optimierung bekommt der Artikel nicht mehr nur knapp 50 Klicks täglich, sondern durchschnittlich 75:

    Resultat erneuter Keyword-Analyse und -Optimierung

    Das ist ein Traffic-Anstieg von sage und schreibe 50 %!

    Da es sich um einen unserer “Money-Artikel” handelt, resultiert der Traffic-Anstieg seitdem um ca. 400 € an zusätzlichen Einnahmen jeden Monat (von ca. 800 € auf etwa 1.200 €).

    Nicht schlecht für eine halbe Stunde Arbeit oder?

    4. Welche Tools nutzen?

    Diese Tools brauchst du auf jeden Fall, wenn du gute Keywords finden willst:

    1. Google Suggest (um Keyword-Ideen zu finden, ggf. ergänzt durch Suchvorschläge von anderen Suchmaschinen wie YouTube, Amazon, Pinterest, Bing etc.)
    2. Ein oder mehrere klassische Keyword-Tools (ebenfalls um Keyword-Ideen zu finden, aber auch zur Keyword-Analyse, z. B. um Eigenschaften wie Suchvolumen, Stärke der Konkurrenz und CPC herauszufinden)
    3. Suggest-Tools, wie z. B. Answer The Public, um Long-Tail-Keywords zu finden und die Suchintention zu beleuchten
    4. Thesauri zum Finden von Synonymen (wie z. B. OpenThesaurus oder Woxikon)

    Als klassisches Keyword-Tool nutze ich seit Längerem den KWFinder (kurz für Keyword Finder).

    KWFinder als klassisches Keyword-Tool

    Ich habe die Basic-Version abonniert, die im Jahresabo ca. 300 € kostet.

    Das klingt vielleicht viel, ist aber eine lohnende Investition, da du noch weitere nützliche SEO-Tools, wie z. B. den SiteProfiler (zur Konkurrenzanalyse) und SERPWatcher (praktisches Tool zum Keyword-Monitoring) dazu bekommst. Der SERPChecker ist ebenfalls hilfreich, um dir neutrale (also nicht-personalisierte) Suchergebnisse anzeigen zu lassen.

    Spar-Tipp: Mit dem Gutschein-Code BLOGMOJO bekommst du 15 % auf den KWFinder (auf alle Pläne!). Klicke auf diesen Link, um den Gutschein zu aktivieren.

    Natürlich kannst du den Google Ads Keyword-Planner (ehemals Google AdWords Keyword Tool) nutzen, um passende Suchbegriffe zu finden. Aber dann musst du dir wichtige Daten mühsam zusammenklauben oder dir genaue Suchvolumina (es werden nur ungefähre Größenordnungen angezeigt, im Bild rosa markiert) und andere Eigenschaften anschließend von anderen Tools holen.

    Das empfinde ich persönlich als zu umständlich.

    Ungenaues Suchvolumen bei Keyword-Ideen im Google Keyword Planner

    Als kostenlose Alternative zum KWFinder kommt Ubersuggest in Betracht. Das Tool eignet sich ebenfalls gut dazu, um neue Keywords zu finden und diese zu analysieren.

    Nebst Suchvolumen, CPC und der Stärke der Konkurrenz werden, ähnlich wie beim KWFinder, auf der rechten Seite auch gleich die Suchergebnisse für ein Suchwort angezeigt:

    Keyword-Ideen bei Ubersuggest

    Allerdings musst du dort Abstriche bei der Zuverlässigkeit der Keyword-Daten und der Menge an Keyword-Vorschlägen machen (vor allem im deutschsprachigen Raum).

    Eine umfangreiche Übersicht über empfehlenswerte Tools findest du in meinem Artikel Die 15 besten Keyword-Tools in 2020 mit denen du garantiert großartige Keywords findest.

    5. Die wichtigsten Keyword-Eigenschaften

    Keyword ist nicht gleich Keyword!

    Bevor du wild und ziellos Keywords in deine Texte einbaust, solltest du dir Zeit nehmen und diese ausführlich analysieren.

    Sonst optimierst du möglicherweise auf Suchbegriffe, die dir keine Besucher bringen. Oder auf Keywords, die dir zwar Besucher bringen, aber nicht mehr Kunden oder Einnahmen.

    Im Folgenden erkläre ich dir, auf welche Daten und Eigenschaften du wirklich achten solltest und was diese im Einzelnen bedeuten:

    5.1 Wörteranzahl (Spezifizität)

    Aus wie vielen Wörtern ein Suchbegriff besteht, ist ein wichtiger Faktor um zu bestimmen, wie profitabel er ist.

    Denn die Wörteranzahl gibt Auskunft darüber, wie spezifisch dieser ist.

    Besteht ein Suchbegriff aus nur einem einzigen Wort, handelt es sich oft um ein Oberthema.

    Ein solches Oberthema wird in der Regel häufiger gesucht, dafür ist die Konkurrenz höher und die Conversion-Rate (wie viele Besucher zu Kunden werden in Prozent) geringer.

    Je länger und spezifischer ein Keyword ist, desto geringer hingegen ist die Konkurrenz. Auch steigt die Conversion-Rate, da sich Suchende in ihrem Suchziel klarer sind:

    So hängt die Keyword-Länge mit der Konkurrenz und der Conversion-Rate zusammen

    In “SEO-Sprech” unterscheidet man zwischen Short-Head- (auch Short-Tail-), Mid-Tail- und Long-Tail-Keywords:

    NameLängeBeispielKonkurrenzConversion
    Short-Head1 Wortstaubsaugerhochniedrig
    Mid-Tail2-4 Wörterstaubsauger testmittelmittel
    Long-Tail≥ 4 Wörterbeutelloser akku
    staubsauger test
    niedrighoch

    Als dein Haupt-Keyword solltest du idealerweise ein Mid-Tail- oder Short-Head-Keyword wählen, also tendenziell ein Oberthema.

    Als Haupt-Keyword (auch Fokus-Keyword genannt) bezeichnet man den Suchbegriff, an dem sich dein Artikel thematisch orientiert und um das dein Artikel herum aufgebaut ist. Es sollte dementsprechend an den wichtigsten Stellen im Artikel vorhanden sein, wie z. B. in der H1-Überschrift, im Meta-Titel und in der Meta-Beschreibung.

    5.2 Suchvolumen

    Das Suchvolumen (auch abgekürzt SV) ist eins der Hauptkriterien auf der Suche nach einem guten Keyword.

    Es gibt an, wie oft eine Suchanfrage (meist pro Monat) bei Google eingegeben wird und damit das Besucherpotenzial:

    Je höher das Suchvolumen, desto mehr Besucher können bei entsprechender Platzierung auf deiner Website landen.

    Zur Keyword-Analyse ist es deshalb sehr wichtig, dass du zumindest ein Tool benutzt, welches das Suchvolumen anzeigt, wie z. B. den KWFinder (Spalte 3, rosa markiert):

    Suchvolumen von SEO-Keywords im KWFinder

    Hinweis: Das angezeigte monatliche Suchvolumen ist ein Durchschnittswert. In manchen Monaten kann die Anzahl der Suchanfragen also deutlich höher oder niedriger sein.

    Dazu kannst du die angezeigten Suchwörter und -phrasen entweder in der Tabelle nach Suchvolumen sortieren () oder sie nach Suchvolumen filtern.

    Ich setze oft einen Filter ein, um Suchbegriffe mit wenigen Suchanfragen (z. B. unter 500) pro Monat auszuschließen:

    Keyword-Suggestions nach Suchvolumen filtern

    Bitte beachte, dass es sich dabei nur um einen Richtwert handelt. Es kann sich auch lohnen, auf Suchbegriffe zu optimieren, deren Suchvolumen unter 500 liegt.

    Denn erstens solltest du deine Inhalte nie auf nur ein einziges Keyword, sondern auf ein ganzes Thema (auch Keyword-Cluster genannt) optimieren, das aus mehreren verwandten Keywords besteht.

    Zweitens heißt ein monatliches Suchvolumen von 500 nicht, dass dein Suchergebnis 500 Mal angeklickt wird.

    Denn ein großer Teil der Klicks wird sich auch auf deine Konkurrenz verteilen:

    5.3 Konkurrenz

    Du bist nach monatelanger Optimierungsarbeit endlich auf Platz 1, Engelstrompeten spielen und Einhörner pupsen Regenbögen?

    Denkste!

    Selbst, wenn du für einen Suchbegriff auf dem ersten Platz landest, kann es sein, dass nur 20 % aller Besucher auf deine Webseite kommen (in manchen Fällen sogar noch weniger).

    Der meiste Traffic verteilt sich auf die ersten 4 Plätze. Auf Platz 5 – 10 musst du schon mit deutlich weniger Traffic rechnen.

    Bist du auf der zweiten Seite (Platz 11 – 20) ist es sogar so, als würdest du gar nicht dafür ranken:

    PositionKlickrateBeispiel (SV = 1.000/Monat)
    1 20 – 50% 200 – 500 Besucher
    2 15 – 30% 150 – 300 Besucher
    3 5 – 15% 50 – 100 Besucher
    42,5 – 7,5 %25 – 75 Besucher
    5 – 100,5 – 5%5 – 50 Besucher
    11 – 20 <0,5%<5 Besucher
    Hinweis: Wie du vielleicht gesehen hast, schwankt die Klickrate für jede Position stark. Das kann an vielen Faktoren liegen, z. B. wie gut dein Snippet optimiert und wie bekannt deine Marke ist. Auch wird die Klickrate durch SERP-Features beeinflusst, wie z. B. Ergebnisse von Google Shopping oder Anzeigen. Mehr dazu erfährst du in Abschnitt 5.4.

    Nicht umsonst ist dieser Witz in der SEO-Szene so beliebt:

    Wo kann man am besten eine Leiche verstecken? Auf der zweiten Seite bei Google!

    Deshalb:

    Die Konkurrenz für ein Keyword nicht zu optimieren, ist einer der größten Fehler, die du bei der Keyword-Suche machen kannst.

    Denn ein Suchbegriff mit einem hohen Suchvolumen bringt dir nichts, wenn du dafür auf der zweiten oder sogar dritten Seite versauerst. Dann bekommst du nämlich wenig bis gar nichts vom Kuchen ab.

    Praktischerweise bietet der KWFinder eine integrierte Konkurrenz-Analyse an!

    Dabei wird aus diversen Backlink-Metriken die LPS (kurz für Landing Page Strength) errechnet, die angibt, wie stark das Linkprofil für die jeweilige Webseite ist.

    Aus dem LPS errechnet der KWFinder wiederum die Keyword SEO Difficulty (auf einer Skala von 0 – 100), die angibt, wie schwer es ist für ein Keyword auf die erste Seite zu kommen:

    Keyword-Analyse: "SEO difficulty" im KWFinder

    Die LPS und Keyword SEO Difficulty sind natürlich nicht immer hundertprozentig akkurat, genauso wie die Metriken aus denen er sich zusammensetzt. Sie geben allerdings gute Hinweise darauf, ob du von einem Suchbegriff lieber die Finger lassen solltest.

    Experten-Tipp: Guck dir nicht nur die Keyword SEO Difficulty an, sondern auch immer die LPS der einzelnen Seiten. Denn es bringt dir herzlich wenig auf Seite eins zu sein, wenn du nicht über Platz 9 oder 10 hinauskommst. Dein Ziel sollte immer die Top 5 sein!

    5.4 SERP-Features

    Je nach Suchbegriff und Nutzer zeigt Google über, unter oder in den normalen Suchergebnissen (auch organische Suchergebnisse genannt) weitere Elemente an, wie z. B.:

    • Text-Anzeigen über Google AdWords (mittlerweile auch mit Bewertungen, Call-to-Action-Buttons, Telefonnummern, Produktvarianten etc.)
    • Hinweise auf dazu passende Apps (bei der Suche mit Smartphone oder Tablet)
    • Google Maps
    • Google Shopping
    • Google News
    • Google Flights
    • Bilder
    • YouTube-Videos
    • Direct Answers / Google Knowledge Graph (die Suchanfrage wird in einem Kästchen oberhalb der Suchergebnisse direkt von Google beantwortet)
    • Featured Snippets (zeigt Text-Auszüge einer Website, die eine Suchanfrage direkt beantwortet)

    Diese sogenannten SERP-Features sind in der Regel schlecht für dich. Denn durch sie sinkt die Klickrate auf die organischen Suchergebnisse, wodurch du weniger Besucher über ein Keyword bekommst als möglich wäre.

    Ein extremes Beispiel ist das Keyword kokosöl. Dort werden zwei Anzeigen oben, rechts der Google Knowledge Graph, Google-Shopping-Ergebnisse und Schlagzeilen (Google News) auf der ersten Seite angezeigt, wodurch das erste organische Suchergebnis (grün markiert) vollkommen eingekesselt wird:

    Beispiel für schlechte Klickrate bei organischen Suchergebnissen

    Wahrscheinlich sinkt dadurch die Klickrate für den ersten Platz auf unter 15% und die des zweiten Platzes auf unter 10%!

    Deshalb ist es oft besser nach Suchbegriffen zu suchen, bei denen die Ergebnisse möglichst “naturbelassen” sind.

    Allerdings:

    Dass Google die Suchergebnisse zukleistert, muss nicht immer schlecht sein.

    Denn wenn Google-Anzeigen in den Suchergebnissen auftauchen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass ein Keyword profitabel ist.

    Der Grund dafür ist einfach:

    Wenn jemand willens ist, Geld für Klicks über eine bestimmte Suchanfrage zu bezahlen, müssen diese Klicks auch etwas wert sein.

    Womit wir beim nächsten Punkt wären:

    5.5 CPC

    Der CPC steht für Cost-per-Click, also Kosten pro Klick.

    Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Preis, den du für einen Klick bezahlen würdest, wenn du für einen Suchbegriff eine Werbeanzeige bei Google schaltest.

    Und der ist nicht nur für Werbetreibende (Advertiser) interessant, sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung:

    Denn je höher der CPC für ein Keyword ist, desto mehr Werbetreibende gibt es, die Anzeigen für diese Suchanfrage schalten. Und das heißt, dass Besucher über diesen Suchbegriff bares Geld wert sind. Möglicherweise auch für dich, z. B. durch den Verkauf eigener Dienstleistungen, eigener Produkte oder über Affiliate-Marketing.

    Manche Suchanfragen sind dabei besonders hart umkämpft. Für die besten Keywords im Bereich KFZ-Versicherungen sind Werbetreibende z. B. bereit zwischen 25 und 45 € zu zahlen.

    Und das nur für einen einzelnen Klick!

    Krass, oder?

    Hoher CPC im KWFinder

    5.6 Suchintention

    Als Suchintention (auch Nutzerintention oder Search Intent genannt) bezeichnet man das Ziel oder die Absicht, die jemand hat, der ein Keyword bei Google eingibt.

    Und diese zu analysieren ist bei der Keyword-Suche extrem wichtig.

    Mindestens genauso wichtig wie eine Analyse des Suchvolumens oder der Konkurrenz, wenn nicht sogar wichtiger!

    Im Detail solltest du dazu in Erfahrung bringen:

    1. welche Ziele oder Probleme Suchende wirklich haben
    2. wie sie bei der Suche sich fühlen
    3. welche Art von Suchergebnissen sie erwarten
    4. welche Teilaspekte eines Themas sie interessieren

    Nur so stellst du sicher, dass du mit deiner Website auch die Leser oder Kunden anziehst, die du dir wünschst.

    Zudem musst du die Suchintention kennen, um deine Inhalte besser auf Suchmaschinen-Nutzer zuschneiden zu können. Denn nur so kannst du deine Back-to-SERP-Rate so gering wie möglich halten und dadurch nicht nur in die Top 5 kommen, sondern auch dort bleiben.

    Als Back-to-SERP-Rate bezeichnet man den Anteil der Besucher, die sich deine Webseite anschauen, aber zurück zur Suchergebnis-Seite (SERP) springen (zumeist, weil sie nicht gefunden haben, was sie suchen).

    Doch welche Suchintentionen gibt es eigentlich? Und welche sollten deine Keywords haben?

    Die 8 Suchintentionen

    Im Rahmen der Search Quality Evaluator Guidelines hat Google selbst Keywords in diese fünf Suchintentionen eingeteilt:

    • Do (auch Transactional genannt)
    • Know (auch Informational genannt)
    • Know Simple
    • Website (ehemals Go, auch Navigational oder Brand genannt)
    • Visit-in-Person (auch Local genannt)

    Diese Einteilung ist schon sehr gut, sie geht mir allerdings nicht weit genug. Ich habe diese deshalb noch um folgende Unterkategorien erweitert:

    • Do Commercial
    • Know Commercial
    • Know News

    Suchintentionen (Do, Know, Visit-in-Person, Website)

    Um das Modell noch ein bisschen verständlicher zu machen, habe ich dir eine Tabelle aller Suchintentionen erstellt.

    Mit kurzer Beschreibung, Beispiel-Keywords und dazu passenden Seiten:

    SuchintentionSuchende möchten…Beispiel‑KeywordsPassende Seiten
    Doetwas tunbmi berechnen
    filezilla download
    crepe rezept video
    Online-Tool, App, Download-Seite, Video
    Do Commercialetwas kaufenfernseher kaufen
    iphone 8 preis
    otto gutschein
    Landing-Page, Produkt- oder Produktkategorie eines Online-Shops
    Knowetwas wissenradfahren sicherheit
    schlafzimmer ideen
    sightseeing rom
    Ratgeber, Anleitung, Lexikoneintrag, List Post
    Know Commercialsich vor dem Kauf informierenhandy vergleich
    led fernseher
    iphone 7 plus test
    Test- oder Erfahrungsbericht, Produktvergleich
    Know Newsetwas über ein aktuelles Ereignis wissenkrieg syrien
    laufendes spiel bvb
    trump wahlen
    News-Artikel
    Know Simpleeine einzige Information findenwie groß ist merkel
    wetter in hamburg
    einwohner panama
    Ratgeber, Anleitung, Lexikoneintrag, List Post
    Visit-in-Personeinen lokalen Ort besuchenrestaurant hamburg
    café in der nähe
    flughafen berlin
    Startseite, Landing-Page
    Websitezu einer bestimmten Webseite.twitter login
    facebook
    amazon nackenkissen

    5.7 Phase des Customer Journeys

    Eng verbunden mit der Suchintention ist die Frage:

    In welcher Phase des Customer Journey (auf Deutsch etwa: Kundenreise) befindet sich der Suchende?

    Und es ist wichtig, diese Frage zu beantworten, denn sie wirkt sich direkt auf die Conversion-Rate aus (das heißt wie viele Google-Besucher, die auf deine Website kommen, auch zu Kunden werden).

    Laut Wikipedia lässt sich der Customer Journey in folgende 5 Phasen aufteilen (es gibt noch weitere fortgeschrittene Modelle, die sollen aber nicht Thema dieses Artikels sein):

    1. Awareness (Inspiration): Das Bewusstsein für das Produkt wird geweckt
    2. Favorability (Favorisierung): Das Interesse für das Produkt wird verstärkt
    3. Consideration (Wunsch): Der Kunde erwägt den Kauf des Produktes
    4. Intent to Purchase (Anstoß): Die Kaufabsicht wird konkret
    5. Conversion (Umsetzung): Das Produkt wird gekauft

    Ein Beispiel dazu anhand von Netflix-Kunden:

    1. video on demand, serien online schauen, streaming dienst etc.
    2. netflix vs maxdome, netflix erfahrungen
    3. netflix preise, netflix tarife
    4. netflix anmelden, netflix probemonat
    5. Die eigentliche Bestellung des Abonnements

    Das können wir (zumindest teilweise) auch auf unsere Kategorisierung der Suchintentionen übertragen:

    1. Know
    2. Know Commercial
    3. Website oder Know Commercial
    4. Website oder Do Commercial

    5.8 Trend

    In Ergänzung zum durchschnittlichen Suchvolumen des Haupt-Keywords (sowie dem der Long-Tail-Keywords und Synonyme) kann es Sinn ergeben, dir noch den Suchvolumen-Trend anzugucken.

    So kannst du sehen, wie sich das Interesse an einem Suchbegriff im zeitlichen Verlauf entwickelt hat und besser abschätzen, wie hoch dieses in der Zukunft sein könnte:

    Keyword-Analyse mit Google Trends

    5.9 Saisonalität

    Zu erkennen, ob ein Suchbegriff saisonale Schwankungen hat, ist wichtig um zu bestimmen, wann man einen Artikel posten oder updaten sollte.

    Das ist bei manchen Suchbegriffen offensichtlich, wie z. B.:

    • Ostern
    • Sommer
    • Weihnachten
    • Aprilscherz

    Aber es gibt auch manche Keywords, deren Saisonalität sich erst durch eine genauere Analyse des Suchvolumens und/oder durch einen tieferen Einstiegs in das Thema ergibt:

    Suchwörter und -phrasen, die mit DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) zu tun haben, hatten beispielsweise im April, Mai und Juni 2018 Hochkonjunktur:

    Monthly Search Volumes im KWFinder

    Das lag daran, dass der 25. Mai 2018 der Stichtag für die Anwendung der Verordnung war.

    Die erfolgreichsten Blogartikel (auch bei Blogmojo) waren die, die schon einige Wochen oder Monate vor dem Stichtag geschrieben wurden.

    6. Wie läuft eine Keyword-Analyse bzw. -Recherche ab?

    Eine Keyword-Analyse solltest du immer machen, bevor du anfängst einen Blogartikel zu schreiben.

    Das hilft dir dabei, deinen Artikel zu strukturieren, inhaltlich zu konzipieren und die Suchintention des Keywords möglichst gut zu bedienen.

    Ich plane dafür etwa zwei bis drei Stunden pro Blogartikel ein. Mach bitte nicht den Fehler, es mit der Recherche zu überstürzen und nimm dir genug Zeit dafür!

    Die Keywords selbst füge ich immer ein, nachdem ich einen Artikel geschrieben habe.

    So lenkt mich die Keyword-Suche nicht vom Schreiben ab.

    6.1 Brainstorming

    Bevor du mit der eigentlichen Recherche loslegst, solltest du dir Zeit nehmen, um Brainstorming zu betreiben.

    Denn bei der Keyword-Recherche dreht sich nicht alles nur um Keywords, sondern vor allem um eins:

    Empathie.

    Das heißt den Menschen, der hinter der Sucheingabe steht, besser zu verstehen.

    Oder, besser gesagt:

    Deinen Wunschkunden oder deine Wunschkundin besser zu verstehen. Und diesen oder diese so klar wie möglich zu definieren und kennenzulernen.

    Sagen wir z. B. du bist Meditations-Coach und möchtest deinen Lesern (und potenziellen Kunden) auf deinem Blog Wissen und Tipps rund um Meditation anbieten.

    Dann könntest du folgende Fragen stellen:

    • Welche Probleme und Ziele haben deine Wunschkunden mit Meditation? (Kann nicht 15 Minuten still sitzen, scheint nichts zu bringen)
    • Warum suchen sie bei Google danach? Was ist ein möglicher Auslöser dafür? (Stress bei der Arbeit, zu viel Grübeln, Partner hat mich verlassen etc.)
    • Nach welchen Lösungen könnten sie suchen? (Schritt-für-Schritt-Anleitung, um zu meditieren)
    • Nach welchen Angeboten zum Thema Meditation könnten sie suchen? (Online-Kurs, Workshop, 1-zu-1-Coaching, Meditations-App etc.)
    • Welche Fragen haben deine Wunschkunden zu Meditation? (Wie oft sollte ich meditieren? Wie lange meditieren? Was ist die beste Sitzposition?)

    Ziel davon ist es, am Ende eine lange Liste an potenziellen Themen zu haben, aus denen wir Keyword-Ideen gewinnen können.

    Experten-Tipp: Für noch bessere Ergebnisse beim Brainstorming ergibt die Erstellung einer Buyer Persona (auch Customer Avatar genannt) Sinn. Das sorgt dafür, dass du beim Brainstorming nach den Problemen, Zielen oder Fragen deiner Wunschkunden eine konkrete Person vor Augen hast und dich besser in diese hineinversetzen kannst.

    6.2 Keyword-Ideen finden

    Im zweiten Schritt unserer Keyword-Suche sammeln wir potenzielle Keyword-Ideen auf Grundlage unseres Brainstormings.

    Diese Ideen werden dann in den Schritten 3, 4 und 5 nach und nach aussortiert und gruppiert, um daraus konkrete Inhalte erstellen zu können.

    Ideen können wir generell auf drei Arten finden:

    #1 Über Suggest-Funktionen

    Suggest-Funktionen dienen uns dazu, uns einen ersten Überblick zu verschaffen, welche Keywords zu einem Thema gesucht werden.

    Sich daraus ergebende Vorschläge können wir dann anschließend in Keyword-Tools eingeben, um diese tiefer analysieren zu können.

    Eigentlich könnte dieser Abschnitt deshalb auch “Brainstorming: Teil 2” heißen.

    Als Erstes gucken wir uns selbstverständlich die Suchvorschläge von Google selbst an, z. B. in der Autovervollständigung des Suchfeldes (auch Google Suggest oder Autocomplete genannt):

    Keyword-Ideen finden mit Google Suggest

    Genauso wie die Ähnlichen Suchanfragen am Ende jeder Suchergebnis-Seite:

    Ähnliche Suchanfragen in der Google-Suche

    Über das SERP-Feature Nutzer fragen auch lässt sich ebenfalls super in Erfahrung bringen, welche Probleme und Fragen Google-Nutzer zu einem Thema haben:

    Google SERP-Feature: Nutzer fragen auch

    Auf der Suche nach Keyword-Ideen kannst du jedoch auch noch andere Suchmaschinen zurate ziehen, wie z. B. Pinterest:

    Pinterest Keyword-Vorschläge

    Oder die Suchvorschläge von Bing:

    Suchvorschläge von Bing

    Oder von Amazon (vor allem hilfreich, wenn du einen Online-Shop mit physischen Produkten hast oder Affiliate-Marketing machst):

    Ideen für Suchbegriffe bei Amazon finden

    YouTube bietet ebenfalls eine Autovervollständigung von Suchanfragen an:

    Die Autovervollständigung von YouTube für die Ideenfindung nutzen

    Anschließend sammelst du alle für dich und dein Online-Business interessante Keyword-Ideen in einem Excel-Dokument oder mit Google Tabellen:

    Keyword-Ideen in Excel-Dokument oder Google Tabellen sammeln

    #2 Mit Keyword-Tools

    Hast du dir einen groben Überblick verschafft, geht es ans Eingemachte:

    Wir geben unser Thema und ggf. erste Ideen aus den Suchvorschlägen von Google, YouTube und Co. in den KWFinder ein.

    Der große Vorteil daran ist, dass im KWFinder gleich eine Keyword-Analyse aller Ideen angezeigt wird. Samt Suchvolumen, Stärke der Konkurrenz, CPC und den Suchergebnissen selbst:

    Tabelle mit Keyword-Suggestions im KWFinder

    Oder bei Ubersuggest:

    Keyword-Vorschläge mit Ubersuggest finden

    Der Google Ads Keyword-Planer (ehemals Google Adwords Keyword Tool) eignet sich auch, um Ideen für neue Suchbegriffe zu finden, zu suchen und ggf. auch herunterzuladen:

    Keyword-Ideen mit dem Google Ads Keyword-Planer finden, filtern und herunterladen

    Ich bevorzuge jedoch Ubersuggest und den KWFinder da dort das Suchvolumen und weitere SEO-relevante Daten angezeigt werden.

    #3 Keywords bei der Konkurrenz finden

    Um noch mehr Keyword-Ideen zu bekommen, können wir zusätzlich die Konkurrenz anschauen.

    Dazu waren in der Vergangenheit kostenpflichtige SEO-Tools wie SEMRush oder ahrefs nötig.

    Doch mittlerweile geht es auch kostenlos!

    Ubersuggest bietet seit Anfang 2019 eine Analyse auf Domain-Basis an. Dazu gibst du einfach eine Domain anstatt einem Keyword in das Suchfeld ein.

    Anschließend wird dir ein Überblick über die Domain angezeigt. Wenn du ganz zum Ende der Übersicht scrollst, findest du einen Abschnitt namens SEO-Keywords, in dem alle Suchbegriffe aufgelistet sind, für die eine Domain rankt (sortiert nach dem geschätzten Traffic, der über den jeweiligen Suchbegriff kommt):

    SEO-Keywords in Ubersuggest

    Wenn du anschließend auf den Button Alle SEO-Keywords anzeigen, für die diese Domain platziert wird klickst, bekommst du noch mehr Keywords angezeigt:

    Alle SEO-Keywords für eine Domain in Ubersuggest anzeigen

    Zwar bietet das Tool einige Einschränkungen und die Daten-Basis ist kleiner als bei den Profi-Tools, aber für einen ersten Überblick eignet sich das Tool sehr gut.

    6.3 Ergebnisse filtern und sortieren

    Nun solltest du einen riesigen Haufen an Keyword-Ideen haben!

    Diesen Haufen gilt es nun auszumisten (Duplikate, thematisch irrelevante Suchanfragen etc.) und eingehender zu analysieren.

    Dazu exportierst du alle Daten aus allen Tools (viele Tools wie der KWFinder und Ubersuggest haben Exportfunktionen) und fügst sie in einer Tabelle zusammen.

    Anschließend filterst, sortierst und gruppierst du deine Tabelle. Ich arbeite dabei oft mit farblichen Markierungen:

    Keyword-Ideen näher analysieren und aussortieren

    6.4 Passende Haupt-Keywords finden

    Hast du deine Keyword-Ideen näher analysiert und die Spreu vom Weizen getrennt, geht es jetzt daran ein passendes Haupt-Keyword für jede Keyword-Gruppe zu finden.

    Ein Beispiel:

    Da ich für meinen (fiktiven) Meditations-Blog noch keine Einführung für Einsteiger habe, möchte ich gerne dort thematisch ansetzen.

    Also schaue ich mir alle Keywords an, die ich in das Thema Was ist das? eingeordnet habe.

    Dort springt mir das Keyword meditation für anfänger ins Auge, das sich aufgrund seines hohen Suchvolumens und der immer noch moderaten Konkurrenz sehr gut als Haupt-Keyword eignet.

    6.5 Einen Keyword-Cluster bilden

    Nun geht es an die Erstellung eines Keyword-Clusters zu unserem eben gefundenen Haupt-Keyword.

    Ein Keyword-Cluster ist eine thematische Erweiterung einer Keyword-Gruppe und besteht aus Neben-Keywords, die thematisch mit deinem Haupt-Keyword eng verknüpft sind. Dazu gehören z. B. Synonyme und Long-Tail-Keywords.

    Das ist sehr wichtig und erhöht die Effektivität deiner Keyword-Suche um 200 Quadrillionen Prozent (mindestens!), denn…

    • Du rankst auch wahrscheinlicher für diese Neben-Keywords
    • Du rankst auch besser für das Haupt-Keyword, denn du deckst mit deinem Blogartikel verschiedene Nutzerintentionen und Sprachstile deiner Nutzer ab und Google kann deinen Artikel besser thematisch einordnen
    • Du kannst das Haupt-Keyword öfter mal durch ein anderes Keyword ersetzen, wodurch du deine Leser nicht durch Keyword-Stuffing verschreckst

    Es kommt nicht von Ungefähr, dass ich immer wieder dazu rate, lange Artikel zu schreiben.

    Denn dadurch kannst du mehr Facetten des Themas beleuchten, mehr Nutzerintentionen abdecken und mehr Neben-Keywords einbinden.

    Synonyme

    Die Einbindung von Synonymen ist erstens sinnvoll, weil dein Artikel dadurch nicht so langweilig klingt, und zweitens da du ihn dann sprachlich einer größeren Nutzergruppe öffnest.

    Dadurch, dass du in deinem Artikel z. B. neben Schlagsahne auch die Wörter Schlagrahm oder Schlagobers verwendest, zeigst du Google, dass sich dein Artikel auch an Süddeutsche oder Österreicher wendet.

    Synonyme zu meditation für anfänger wären z. B.:

    • meditation für einsteiger
    • meditation für dummies
    • meditation anfänger

    Synonyme lassen sich sehr gut mit dem KWFinder finden. Ich nutze aber auch gerne Thesauri dafür, wie z. B. OpenThesaurus oder Woxikon, womit sich vor allem gut Synonyme für einzelne Wörter finden lassen.

    Long-Tail-Keywords

    Long-Tail-Keywords kannst du mit dem KWFinder, Ubersuggest oder Answer The Public finden.

    Answer The Public sammelt zu jedem Suchbegriff die Autovervollständigen-Vorschläge von Google und bereitet diese grafisch auf:

    Analyse von Long-Tail-Keywords mit AnswerThePublic

    Eingeteilt sind die Keyword-Vorschläge nach Fragen und Präpositionen. Ganz am Ende werden diese zusätzlich noch einmal alphabetisch aufgelistet.

    Folgende Long-Tail-Keywords würden sich z. B. für unseren Artikel eignen:

    • meditation für anfänger im liegen
    • meditation für anfänger kurse
    • meditation für anfänger übungen
    • meditation für anfänger app

    W-Fragen

    Als W-Fragen bezeichnet man alle Fragen, die mit Adverbien eingeleitet werden, die mit dem Buchstaben W anfangen, wie z. B. Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie, Wozu.

    Sie stellen eine Unterkategorie von Long-Tail-Keywords dar und lassen sich dementsprechend auch sehr gut mit dem Tool Answer The Public finden.

    Durch die Verwendung von Sprachsuche und digitaler Assistenten wie Alexa oder Siri wird die Optimierung auf W-Fragen (oder andere Keywords in Frageform) immer wichtiger.

    Dich mit W-Fragen zu beschäftigen, hilft dir auch dabei, bessere Blogartikel zu schreiben, Zwischenüberschriften zu finden und dich mit der Nutzerintention hinter deinem Haupt-Keyword auseinanderzusetzen.

    Für unseren Artikel würden z. B. folgende W-Fragen kommen:

    • ab wann wirkt meditation
    • wann ist mediation nicht sinnvoll
    • wann ist meditation entstanden
    • warum meditation gut ist
    • warum meditation
    • meditation wie lange

    6.6 Keyword-Analyse nach der Veröffentlichung

    Schau einige Wochen nach der Veröffentlichung, für welche Keywords deine Inhalte mittlerweile ranken und passe sie dahin gehend an.

    Eine Keyword-Analyse für eine bestimmte Seite oder einen Blogartikel lässt sich am besten mit der Suchanalyse-Funktion in der Google Search Console machen.

    Dort kannst du genau sehen, wie viele Besucher über welche Suchanfragen und bei welcher Position und Klickrate auf deine Website kommen:
    Keyword-Analyse mit der Google Search Console

    7. FAQ

    Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zum Suchen und Finden von Keywords:

    7.1 Was kostet Keyword-Recherche?

    Es ist durchaus möglich, kostenlos Keywords zu finden. Es gibt viele gute Gratis-Tools, wie z. B. AnswerThePublic oder Ubersuggest.

    Dafür dauern manche Dinge mit kostenlosen Tools länger. Eine Konkurrenz-Analyse mit SEO-Tools wie ahrefs oder SEMRush, die beide so um die 100$ pro Monat liegen, geht deutlich schneller.

    7.2 Wie lange dauert eine komplette Keyword-Analyse?

    Keyword-Ideen zu finden, auszusortieren, zu gruppieren (Schritt 5.1 – 5.3) kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Die komplette Abbildung der Keyword-Gruppen in einer Nische kann mehrere Tage dauern. Je nach Größe deiner Nische und deiner Zielgruppe.

    Für das Finden eines passenden Haupt-Keywords sowie die Erstellung eines Keyword-Clusters (Schritt 5.4 und 5.5) musst du noch einmal mit ca. 1 – 3 Stunden Zeit pro Blogartikel rechnen.

    7.3 Welches Programm eignet sich am besten, um Keyword-Listen zu erstellen?

    Ich nutze entweder Microsoft Excel oder Google Tabellen, wobei letzteres mein Favorit ist.

    Excel bietet zwar mehr Funktionen für Profis, dafür ist Google Tabellen einfacher, übersichtlicher und der Workflow in Kombination mit Keyword-Tools besser, da es ebenfalls browserbasiert ist.

    Als weitere kostenlose Variante kommt Calc, das Tabellenkalkulationprogramm von LibreOffice, in Betracht.

    7.4 Wie finde ich das Suchvolumen für mehrere Keywords auf einmal heraus?

    Das massenhafte Abfragen von Keyword-Daten ist mit Tools wie dem KWFinder, SEMRush oder ahrefs möglich.

    Als kostenlose Variante bietet sich searchvolume.io an, mit dem du das Suchvolumen von bis zu 800 Keywords auf einmal abfragen kannst.

    7.5 Welche Keywords haben das höchste Suchvolumen?

    Branded Keywords, das heißt Keywords mit Marken- oder Websitenamen, haben traditionell das höchste Suchvolumen.

    Warum?

    Viele Menschen geben den Namen eines Dienstes lieber bei Google ein als die komplette URL in die Adressleiste.

    Das sind laut Rangliste von ahrefs die Top 5 in den USA (Stand: Juli 2019):

    1. facebook (233.100.000)
    2. youtube (195.600.000)
    3. amazon (104.800.000)
    4. gmail (92.530.000)
    5. google (84.920.000)

    7.6 Wie finde ich die Suchintention am besten heraus?

    Durch Analyse der Top 10 bei Google und Erstellung eines Keyword-Clusters.

    7.7 Gibt es ein empfehlenswertes WordPress-Plugin zur Keyword-Analyse eines Textes?

    Ich kann kein konkretes empfehlen.

    Alle Plugins mit integrierter Keyword-Analyse für Blogartikel, seien es Yoast SEO, Rank Math oder SEO Squirrly, legen zu viel Gewicht auf ein einziges Keyword (das Fokus-Keyword).

    Damit sind sie zur Textoptimierung nur bedingt brauchbar.

    Finn Hillebrandt

    Über den Autor

    Finn ist Gründer von Blogmojo und seit 2011 als Internet-Unternehmer selbstständig. Er ist WordPress-Fan und absoluter SEO-Nerd, der mindestens 2 Case Studys gleichzeitig am Laufen hat, um zu sehen, was bei Google gerade funktioniert. Er liebt Espresso und Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss (90% und aufwärts).

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