7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

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7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

Keyword-Recherche in 2019: Die XXL-Anleitung, um Keywords zu finden und zu analysieren (inkl. Case Study)

Kommt dir folgende Situation bekannt vor?

Du hast deine Artikel auf Keywords optimiert und hast bei fast jedem Artikel ein grünes Lämpchen bei Yoast SEO (Musterschüler-Style)? Vielleicht hast du sogar auf HTTPS umgestellt, an deiner Ladezeit gearbeitet und Blogartikel mit 1.000 Wörtern oder mehr geschrieben?

Aber es tut sich einfach nichts?

Deine Google-Rankings stagnieren seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren?

Oder vielleicht bist du auch ein blutiger Anfänger, der eine Einführung in Keyword-Recherche (oder vielleicht auch SEO im Allgemeinen) sucht?

Dann bist du an der richtigen Adresse!

Denn, egal ob du schon Ahnung von SEO hast oder nicht:

Keyword-Recherche solltest du auf keinen Fall ignorieren. Eine professionelle Keyword-Analyse sollte die Grundlage all deiner SEO-Bemühungen darstellen.

Und in meinem ultimativen Guide erfährt du alles, was du darüber wissen musst.

Ich erkläre dir Schritt für Schritt was Keyword-Recherche bzw. -Analyse ist, warum sie so wichtig ist, welche Tools du dafür nutzen solltest und wie du wie du Keywords findest, die dir nicht nur Besucher, sondern auch Einnahmen bringen.

    Bereit?

    Sehr gut! Fangen wir mit den Basics an, nämlich dem Keyword selbst:

    1. Was ist eigentlich ein Keyword?

    Als Keyword (auch Keywort, Suchwort, Schlüsselwort oder einfach nur Suchbegriff genannt) bezeichnet man die Gesamtheit aller Wörter, die man in einer Suchmaschine in das Suchfeld eingibt:

    Was ist ein Keyword?

    In diesem Fall wäre unser Keyword also keyword recherche.

    Simpel, oder?

    Manche Keywords werden bei Google dabei häufiger gesucht und manche seltener. Laut Googles eigenen Angaben bestehen 15% aller Suchanfragen übrigens aus Keywords, die noch nie zuvor jemand gesucht hat.

    In diesem Artikel geht es übrigens ausschließlich um Keyword-Analyse bei Google, da Google mit 90% weltweit den höchsten Marktanteil hat und für SEO mit Abstand am wichtigsten ist.

    Andere Suchmaschinen wie Pinterest, Bing, DuckDuckGo, Amazon, YouTube, Yandex, Baidu oder Ecosia werden nicht berücksichtigt. Allerdings können die uns dabei helfen, gute Suchbegriffe für Google zu finden.

    Dazu aber später mehr.

    2. Was ist Keyword-Recherche bzw. Keyword-Analyse?

    Als Experte, Blogger oder Unternehmer bist du ein Problemlöser.

    Menschen kaufen deine Produkte, buchen deine Dienstleistungen oder lesen deine Blogartikel, um eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden.

    Und da kommt Keyword-Recherche (auch Keyword-Analyse genannt) ins Spiel:

    Keyword-Recherche ist der Prozess, mit dem du herausfindest, welche Keywords potenzielle Kunden bei Google eingeben.

    Im Detail dient sie dazu:

    • Herauszufinden, ob deine Zielgruppe bei Google nach Lösungen für ihre Probleme bzw. nach Wegen sucht, ihre Ziele zu erreichen
    • Wenn ja, welche Keywords deine Zielgruppe genau dabei verwendet
    • Zu analysieren, ob es sich lohnt, auf diese Keywords optimierte Inhalte zu erstellen (Werden diese Keywords oft genug gesucht? Wie hoch ist die Konkurrenz? Impliziert die Suchanfrage ein Kaufinteresse? Und so weiter…)

    3. Warum ist sie wichtig?

    Vielleicht fragst du dich:

    „Finn, das ist ja schön und gut. Aber was schert mich das? Was habe ich davon?“

    Lass mich es so erklären:

    Andere SEO-Maßnahmen, wie z. B. Link-Building oder Ladezeitoptimierung, sorgen dafür, dass du in den Suchergebnissen auftauchst.

    Durch Keyword-Recherche und anschließende Keyword-Optimierung bestimmst du wofür.

    Und diese Macht solltest du dir zur Nutze machen!

    Du kannst zwar auch viele Besucher über Google bekommen, wenn du keine Keywords in deine Texte einbindest und keine Keyword-Analyse machst.

    Aber bei weitem nicht so viele, wie du bekommen könntest.

    Glaub mir.

    Ich sehe immer wieder Blogs oder Websites, die ihren Google-Traffic verdoppeln, verdreifachen oder sogar verzehnfachen könnten. Wenn sie sich nur mal für ein paar Tage hinsetzen und ihre besten 10 Artikel auf die richtigen Keywords optimieren würden!

    Doch das ist längst nicht alles…

    Es gibt weitere gute Gründe, warum du auf Keyword-Recherche nicht verzichten solltest:

    1. Du kannst sie zur Themenfindung für deinen Redaktionsplan, zur inhaltlichen Strukturierung von Blogartikeln und generell zur Markt-Recherche nutzen.
    2. Das Analysieren und Recherchieren von Keywords dabei, die Wünsche, Ängste und Probleme deiner Kunden besser zu verstehen.
    3. Du erfährst, welche Sprache deine Kunden sprechen.
    4. Du kannst durch Keyword-Analyse besser abschätzen, ob ein Blogartikel oder ein Angebot gut ankommen wird oder nicht. Denn wenn ein Problem oft gegoogelt wird, ist es wahrscheinlicher, dass du Besucher für deinen Blogartikel bekommt bzw. Kunden für dein Angebot findest.

    Klingt logisch, oder?

    3.1 Casy Study

    Du bist immer noch nicht überzeugt, dass Keyword-Analyse und -Optimierung (oder vielleicht sogar SEO im Allgemeinen) überhaupt etwas bringt?

    Dann habe ich eine kleine Case Study für dich:

    Ich habe einen unserer Artikel vor ein paar Monaten nach längerer Zeit erneut optimiert. Das heißt neue Suchbegriffe herausgesucht, meinen Keyword-Cluster für den jeweiligen Artikel auf den neusten Stand gebracht (siehe Punkt 5.6) und die neuen Suchbegriffe in den Artikel eingebunden.

    Für alles zusammen habe ich ca. 30 Minuten gebraucht. Nicht viel Zeit also.

    Allerdings mit großer Wirkung:

    Denn nach der Optimierung bekommt der Artikel nicht mehr nur knapp 50 Klicks täglich, sondern durchschnittlich 75:

    Resultat erneuter Keyword-Analyse und -Optimierung

    Das ist ein Traffic-Anstieg von sage und schreibe 50%!

    Da es sich um einen unserer „Money-Artikel“ handelt, resultiert der Traffic-Anstieg seitdem in ca. 400 € an zusätzlichen Einnahmen jeden Monat (von ca. 800 € auf etwa 1.200 €).

    Nicht schlecht für eine halbe Stunde Arbeit oder?

    4. Welche Tools nutzen?

    Diese Tools brauchst du auf jeden Fall, wenn du gute Keywords finden willst:

    1. Google Suggest (um Keyword-Ideen zu finden, ggf. ergänzt durch Suchvorschläge von anderen Suchmaschinen wie YouTube, Amazon, Pinterest, Bing etc.)
    2. Ein oder mehrere klassische Keyword-Tools (ebenfalls um Keyword-Ideen zu finden, aber auch zur Keyword-Analyse, z. B. um Eigenschaften wie Suchvolumen, Stärke der Konkurrenz und CPC herauszufinden)
    3. Suggest-Tools, wie z. B. Answer The Public, um Long-Tail-Keywords zu finden und die Suchintention zu beleuchten
    4. Thesauri zum Finden von Synonymen (wie z. B. OpenThesaurus oder Woxikon)

    Als klassisches Keyword-Tool nutze ich seit längerem den KWFinder (kurz für Keyword Finder).

    KWFinder als klassisches Keyword-Tool

    Ich habe die Basic-Version abonniert, die im Jahresabo ca. 300 € kostet.

    Das klingt vielleicht viel, ist aber eine lohnende Investition, da du noch weitere nützliche SEO-Tools, wie z. B. den SiteProfiler (zur Konkurrenzanalyse) und SERPWatcher (praktisches Tool zum Keyword-Monitoring) dazu bekommst. Der SERPChecker ist ebenfalls hilfreich, um dir neutrale (also nicht-personalisierte) Suchergebnisse anzeigen zu lassen.

    Spar-Tipp: Mit dem Gutschein-Code BLOGMOJO bekommst du 15% auf den KWFinder (auf alle Pläne!). Klicke auf diesen Link, um den Gutschein zu aktivieren.

    Natürlich kannst du den Google Ads Keyword-Planner (ehemals Google AdWords Keyword Tool) nutzen, um passende Suchbegriffe zu finden. Aber dann musst du dir wichtige Daten mühsam zusammenklauben oder dir genaue Suchvolumina (es werden nur ungefähre Größenordnungen angezeigt, im Bild rosa markiert) und andere Eigenschaften anschließend von anderen Tools holen.

    Das empfinde ich persönlich als zu umständlich.

    Ungenaues Suchvolumen bei Keyword-Ideen im Google Keyword Planner

    Als kostenlose Alternative zum KWFinder kommt Ubersuggest in Betracht. Das Tool eignet sich ebenfalls gut dazu, um neue Keywords zu finden und diese zu analysieren.

    Nebst Suchvolumen Suchvolumen, CPC und der Stärke der Konkurrenz werden, ähnlich wie beim KWFinder, auf der rechten Seite auch gleich die Suchergebnisse für ein Suchwort angezeigt:

    Keyword-Ideen bei Ubersuggest

    Allerdings musst du dort Abstriche bei der Zuverlässigkeit der Keyword-Daten und der Menge an Keyword-Vorschlägen machen (vor allem im deutschsprachigen Raum).

    Eine umfangreiche Übersicht über empfehlenswerte Tools findest du in meinem Artikel 10 Keyword-Tools, mit denen du garantiert großartige Keywords findest.

    5. Die wichtigsten Keyword-Eigenschaften

    Keyword ist nicht gleich Keyword!

    Bevor du wild und ziellos Keywords in deine Texte einbaust, solltest du dir Zeit nehmen und diese ausführlich analysieren.

    Sonst optimierst du möglicherweise auf Suchbegriffe, die dir keine Besucher bringen. Oder auf Keywords, die dir zwar Besucher bringen, aber nicht mehr Kunden oder Einnahmen.

    Im Folgenden erkläre ich dir, auf welche Daten und Eigenschaften du wirklich achten solltest und was diese im Einzelnen bedeuten:

    5.1 Wörteranzahl (Spezifizität)

    Aus wie vielen Wörtern ein Suchbegriff besteht, ist ein wichtiger Faktor um zu bestimmen, wie profitabel er ist.

    Denn die Wörteranzahl gibt Auskunft darüber, wie spezifisch dieser ist.

    Besteht ein Suchbegriff aus nur einem einzigen Wort, handelt es sich oft um ein Oberthema.

    Ein solches Oberthema wird in der Regel häufiger gesucht, dafür ist die Konkurrenz höher und die Conversion-Rate (wie viele Besucher zu Kunden werden in Prozent) geringer.

    Je länger und spezifischer ein Keyword ist, desto geringer hingegen ist die Konkurrenz. Auch steigt die Conversion-Rate, da sich Suchende in ihrem Suchziel klarer sind:

    So hängt die Keyword-Länge mit der Konkurrenz und der Conversion-Rate zusammen

    In „SEO-Sprech“ unterscheidet man zwischen Short-Head- (auch Short-Tail-), Mid-Tail- und Long-Tail-Keywords:

    NameLängeBeispielKonkurrenzConversion
    Short-Head1 Wortstaubsaugerhochniedrig
    Mid-Tail2-4 Wörterstaubsauger testmittelmittel
    Long-Tail≥ 4 Wörterbeutelloser akku
    staubsauger test
    niedrighoch

    Als dein Haupt-Keyword solltest du idealerweise ein Mid-Tail- oder Short-Head-Keyword wählen, also tendenziell ein Oberthema.

    Als Haupt-Keyword (auch Fokus-Keyword genannt) bezeichnet man den Suchbegriff, an dem sich dein Artikel thematisch orientiert und um das dein Artikel herum aufgebaut ist. Es sollte dementsprechend an den wichtigsten Stellen im Artikel vorhanden sein, wie z. B. in der H1-Überschrift, im Meta-Titel und in der Meta-Beschreibung.

    5.2 Suchvolumen

    Das Suchvolumen (auch abgekürzt SV) ist eins der Hauptkriterien auf der Suche nach einem guten Keyword.

    Es gibt an, wie oft eine Suchanfrage (meist pro Monat) bei Google eingegeben wird und damit das Besucherpotenzial:

    Je höher das Suchvolumen, desto mehr Besucher können bei entsprechender Platzierung auf deiner Website landen.

    Zur Keyword-Analyse ist es deshalb sehr wichtig, dass du zumindest ein Tool benutzt, welches das Suchvolumen anzeigt, wie z. B. den KWFinder (Spalte 3, rosa markiert):

    Suchvolumen von SEO-Keywords im KWFinder

    Hinweis: Das angezeigte monatliche Suchvolumen ist ein Durchschnittswert. In manchen Monaten kann die Anzahl der Suchanfragen also deutlich höher oder niedriger sein.

    Dazu kannst du die angezeigten Suchwörter und -phrasen entweder in der Tabelle nach Suchvolumen sortieren () oder sie nach Suchvolumen filtern.

    Ich setze oft einen Filter ein, um Suchbegriffe mit wenigen Suchanfragen (z. B. unter 500) pro Monat auszuschließen:

    Keyword-Suggestions nach Suchvolumen filtern

    Bitte beachte, dass es sich dabei nur um einen Richtwert handelt. Es kann sich auch lohnen, auf Suchbegriffe zu optimieren, deren Suchvolumen unter 500 liegt.

    Denn erstens solltest du deine Inhalte nie auf nur ein einziges Keyword, sondern auf ein ganzes Thema (auch Keyword-Cluster genannt) optimieren, das aus mehreren verwandten Keywords besteht.

    Zweitens heißt ein monatliches Suchvolumen von 500 nicht, dass dein Suchergebnis 500 Mal angeklickt wird.

    Denn ein großer Teil der Klicks wird sich auch auf deine Konkurrenz verteilen:

    5.3 Konkurrenz

    Du bist nach monatelanger Optimierungsarbeit endlich auf Platz 1, Engelstrompeten spielen und Einhörner pupsen Regenbögen?

    Denkste!

    Selbst, wenn du für einen Suchbegriff auf dem ersten Platz landest, kann es sein, dass nur 20% aller Besucher auf deine Webseite kommen (in manchen Fällen sogar noch weniger).

    Der meiste Traffic verteilt sich auf die ersten 4 Plätze. Auf Platz 5 – 10 musst du schon mit deutlich weniger Traffic rechnen.

    Bist du auf der zweiten Seite (Platz 11 – 20) ist es sogar so, als würdest du gar nicht dafür ranken:

    PositionKlickrateBeispiel (SV = 1.000/Monat)
    1 20 – 50% 200 – 500 Besucher
    2 15 – 30% 150 – 300 Besucher
    3 5 – 15% 50 – 100 Besucher
    42,5 – 7,5 %25 – 75 Besucher
    5 – 100,5 – 5%5 – 50 Besucher
    11 – 20 <0,5%<5 Besucher
    Hinweis: Wie du vielleicht gesehen hast, schwankt die Klickrate für jede Position stark. Das kann an vielen Faktoren liegen, z. B. wie gut dein Snippet optimiert und wie bekannt deine Marke ist. Auch wird die Klickrate durch SERP-Features beeinflusst, wie z. B. Ergebnisse von Google Shopping oder Anzeigen. Auf darauf solltest du bei der Keyword-Suche achten. Mehr dazu erfährst du in Abschnitt 5.4.

    Nicht umsonst ist dieser Witz in der SEO-Szene so beliebt:

    Wo kann man am besten eine Leiche verstecken? Auf der zweiten Seite bei Google!

    Deshalb:

    Die Konkurrenz für ein Keyword nicht zu optimieren, ist einer der größten Fehler, die du bei der Keyword-Suche machen kannst.

    Denn ein Suchbegriff mit einem hohem Suchvolumen bringt dir nichts, wenn du dafür auf der zweiten oder sogar dritten Seite versauerst. Dann bekommst du nämlich wenig bis gar nichts vom Kuchen ab.

    Praktischerweise bietet der KWFinder eine integrierte Konkurrenz-Analyse an!

    Dabei wird aus diversen Backlink-Metriken die LPS (kurz für Landing Page Strength) errechnet, die angibt wie stark das Linkprofil für die jeweilige Webseite ist.

    Aus dem LPS errechnet der KWFinder wiederum die Keyword SEO Difficulty (auf einer Skala von 0 – 100), die angibt, wie schwer es ist für ein Keyword auf die erste Seite zu kommen:

    Keyword-Analyse: "SEO difficulty" im KWFinder

    Die LPS und Keyword SEO Difficulty sind natürlich nicht immer hundertprozentig akkurat, genauso wie die Metriken aus denen er sich zusammensetzt. Sie geben allerdings gute Hinweise darauf, ob du von einem Suchbegriff lieber die Finger lassen solltest.

    Experten-Tipp: Guck dir nicht nur die Keyword SEO Difficulty an, sondern auch immer die LPS der einzelnen Seiten. Denn es bringt dir herzlich wenig auf Seite eins zu sein, wenn du nicht über Platz 9 oder 10 hinauskommst. Dein Ziel sollte immer die Top 5 sein!

    5.4 SERP-Features

    Je nach Suchbegriff und Nutzer zeigt Google über, unter oder in den normalen Suchergebnissen (auch organische Suchergebnisse genannt) weitere Elemente an, wie z. B.:

    • Text-Anzeigen über Google AdWords (mittlerweile auch mit Bewertungen, Call-to-Action-Buttons, Telefonnummern, Produktvarianten etc.)
    • Hinweise auf dazu passende Apps (bei der Suche mit Smartphone oder Table)
    • Google Maps
    • Google Shopping
    • Google News
    • Google Flights
    • Bilder
    • YouTube-Videos
    • Direct Answers / Google Knowledge Graph (die Suchanfrage wird in einem Kästchen oberhalb der Suchergebnisse direkt von Google beantwortet)
    • Featured Snippets (zeigt Text-Auszüge einer Website, die eine Suchanfrage direkt beantwortet)

    Diese sogenannten SERP-Features sind in der Regel schlecht für dich. Denn durch sie sinkt die Klickrate auf die organischen Suchergebnisse, wodurch du weniger Besucher über ein Keyword bekommst als möglich wäre.

    Ein extremes Beispiel ist das Keyword kokosöl. Dort werden zwei Anzeigen oben, rechts der Google Knowledge Graph, Google-Shopping-Ergebnisse und Schlagzeilen (Google News) auf der ersten Seite angezeigt, wodurch das erste organische Suchergebnis (grün markiert) vollkommen eingekesselt wird:

    Beispiel für schlechte Klickrate bei organischen Suchergebnissen

    Wahrscheinlich sinkt dadurch die Klickrate für den ersten Platz auf unter 15% und die des zweiten Platzes auf unter 10%!

    Deshalb ist es oft besser nach Suchbegriffen zu suchen, bei denen die Ergebnisse möglichst „naturbelassen“ sind.

    Allerdings:

    Dass Google die Suchergebnisse zukleistert, muss nicht immer schlecht sein.

    Denn wenn Google-Anzeigen in den Suchergebnissen auftauchen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass ein Keyword profitabel ist.

    Der Grund dafür ist einfach:

    Wenn jemand willens ist, Geld für Klicks über eine bestimmtes Suchanfrage zu bezahlen, müssen diese Klicks auch etwas wert sein.

    Womit wir beim nächsten Punkt wären:

    5.5 CPC

    Der CPC steht für Cost-per-Click, also Kosten pro Klick.

    Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Preis, den du für einen Klick bezahlen würdest, wenn du für einen Suchbegriff eine Werbeanzeige bei Google schaltest.

    Und der ist nicht nur für Advertiser (Werbebetreibende) interessant, sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung:

    Denn je höher der CPC für ein Keyword ist, desto mehr Advertiser gibt es, die Anzeigen für diese Suchanfrage schalten. Und das heißt, dass Besucher über diesen Suchbegriff bares Geld wert sind. Möglicherweise auch für dich, z. B. durch den Verkauf eigener Dienstleistungen, eigener Produkte oder über Affiliate-Marketing.

    Manche Suchanfragen sind dabei besonders hart umkämpft. Für die besten Keywords im Bereich KFZ-Versicherungen sind Advertiser z. B. bereit zwischen 25 und 45 € zu zahlen.

    Und das nur für einen einzelnen Klick!

    Krass oder?

    Hoher CPC im KWFinder

    5.6 Suchintention

    Die Suchintention (auch Nutzerintention oder Search Intent genannt) eines Keywords zu analysieren ist bei der Keyword-Suche extrem wichtig.

    Mindestens genauso wichtig wie eine Analyse des Suchvolumens oder der Konkurrenz.

    Wenn nicht sogar wichtiger!

    Dazu zählt es in Erfahrung zu bringen:

    1. welche Ziele oder Probleme Suchende haben, die einen bestimmen Begriff bei Google eingeben
    2. welche Art von Suchergebnissen sie erwarten
    3. welche Teilaspekte eines Themas sie interessieren

    Nur so stellst du sicher, dass du nicht auf Suchbegriffe optimierst, über die für dich wertlose Besucher kommen. Das heißt Besucher, die…

    • nicht deine Produkte oder Dienstleistungen kaufen,
    • auf Affiliate-Links klicken oder
    • sich in den Newsletter eintragen (und damit zu potenziellen Kunden werden).

    Zudem musst du die Suchintention kennen, um deine Inhalte besser auf Suchmaschinen-Nutzer zuschneiden zu können.

    Denn nur so kannst du deine Back-to-SERP-Rate so gering wie möglich halten und dadurch nicht nur in die Top 5 kommen, sondern auch dort bleiben.

    Als Back-to-SERP-Rate bezeichnet man den Anteil der Besucher, die sich deine Webseite anschauen, aber zurück zur Suchergebnis-Seite (SERP) springen (zumeist, weil sie nicht gefunden haben, was sie suchen).

    Doch welche Suchintentionen gibt es eigentlich? Und welche sollten deine Keywords haben?

    Die 8 verschiedenen Suchintentionen

    Im Rahmen der Search Quality Evaluator Guidelines hat Google selbst Keywords in diese fünf Suchintentionen eingeteilt:

    • Do (auch Transactional genannt)
    • Know (auch Informational genannt)
    • Know Simple
    • Website (ehemals Go, auch Navigational oder Brand genannt)
    • Visit-in-Person (auch Local genannt)

    Diese Einteilung ist schon sehr gut, sie geht mir allerdings nicht weit genug. Ich habe diese deshalb noch um folgende Unterkategorien erweitert:

    • Do Commercial
    • Know Commercial
    • Know News

    Zur Übersichtlichkeit habe ich noch eine kleine Grafik zu meinem erweiterten Modell erstellt:

    Suchintentionen (Do, Know, Visit-in-Person, Website)

    Do und Do Commercial

    Suchende möchten etwas tun, z. B. etwas herunterladen, etwas kaufen, sich für etwas registrieren, etwas reservieren.

    Zu unterscheiden dabei ist, ob es sich um ein kommerzielles Keyword handelt oder nicht. Denn kommerzielle Keywords, bei denen jemand handlungsbereit ist, sind heißbegehrt.

    Der Grund dafür ist einfach:

    Suchende haben schon eine Kauf-Entscheidung getroffen und befinden sich in den Endphasen ihres Customer Journeys.

    Dazu zählen z. B. Suchbegriffe wie:

    • hotel berlin buchen
    • kinokarten star wars heute
    • backpacker rucksack kaufen
    • otto gutschein
    • led fernseher kaufen
    • iphone 8 preisvergleich
    • fernseher online shop

    Bei solchen Keywords werden übrigens oft Ergebnisse aus Google Shopping angezeigt:

    SERP mit Google-Shopping-Anzeigen auf der rechten Seite

    Zu den Do-Keywords zählen auch nicht-kommerzielle Keywords, bei denen z. B. jemand nach einer bestimmen Software oder einem Video sucht:

    • meditation guide download
    • knete selber machen video
    • persönlichkeitstest online
    • bmi berechnen

    Know und Know Commercial

    Know-Keywords machen laut Google etwa 50-80% aller Suchanfragen aus.

    Nutzer, die solche Suchbegriffe eingeben, suchen nach einer bestimmen Information oder Lösung zu einem Problem.

    Der Fokus deiner Keyword-Suche sollte größtenteils bei solchen Suchbegriffen liegen, weil dort die Wahrscheinlichkeit am größten ist, passende Suchbegriffe zu finden.

    Dementsprechend solltest du dich bei der Suchmaschinenoptimierung auch auf folgende Content-Typen konzentrieren, die sich auf Know-Keywords optimieren lassen:

    • Anleitungen (How-Tos)
    • Ratgeber-Artikel
    • Warum-Artikel (Warum ist Thema XYZ wichtig?)
    • Test- und Erfahrungsberichte
    • Lexikons- und Wissensartikel
    • Wissens- und Ideensammlungen (z. B. 50 Abnehm-Tipps für Faule)

    Dabei gilt:

    Je komplexer das Problem, desto mehr kannst du jemandem helfen. Und desto größer ist auch die Chance, für dieses Keyword auf die Top-Positionen zu kommen.

    Stichwort: Nischen- oder Long-Tail-Keywords!

    Wie bei Do unterscheide ich auch hier zwischen kommerziellen (Know Commercial) und nicht-kommerziellen Keywords (Know).

    Keywords aus der Kategorie Know Commercial haben immer einen direkten Bezug zu einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Produkt- oder Dienstleistungskategorie:

    • staubsauger vergleich
    • led fernseher
    • iphone 7 plus test
    • facebook marketing kurs
    • php programmierer finden

    Wie bei Do Commercial kann man auch bei Know Commercial oft Shopping-Ergebnisse sehen:

    Ergebnisse von Google Shopping bei Know-Keyword

    Zu Know-Keywords ohne kommerziellen Bezug zählen z. B. Suchanfragen wie diese hier:

    • gitarre lernen
    • wordpress auf https umstellen
    • knete selber machen
    • kind schläft nicht gut ein
    • schlafzimmer ideen
    • sehenswürdigkeiten london
    • fahrrad fahren sicherheit

    Auch wenn diese keinen direkten Produkt- oder Dienstleistung haben, kann es sich dennoch lohnen, deinen Content auf solche Keywords zu optimieren. Denn Suchende können durchaus an einer bezahlten Lösung ihres Problems interessiert sein:

    Jemand der Gitarre lernen möchte, könnte z. B. Interesse an einem Videokurs dazu haben.

    Oder jemand der seine WordPress-Website auf HTTPS umstellen möchte, könnte Interesse daran haben, das von jemandem machen zu lassen (durch meinen Guide dazu bekomme ich immer noch regelmäßig Anfragen dazu, obwohl das schon länger kein Teil meines Angebots mehr ist).

    Know Simple

    Know-Simple-Keywords sind eine Unterkategorie von Know-Keywords.

    Im Gegensatz zu Know-Keywords lassen sich Know-Simple-Keywords sehr schnell beantworten, zum Beispiel durch ein Diagramm, eine Tabelle, einen Satz, ein einziges Wort oder einen Wert.

    Zudem sind solche Suchbegriffe nie zweideutig, kontrovers oder von Nutzer zu Nutzer verschieden.

    Für viele dieser Keywords stellt Google mittlerweile selbst Antworten überhalb der organischen Suchergebnisse bereit:

    Direct Answer in Google-SERP

    Deshalb lohnt es sich in der Regel nicht, deine Inhalte darauf zu optimieren. Denn es ist schlichtweg nicht mehr nötig, auf ein Suchergebnis zu klicken.

    Beispiele:

    • wie groß ist kanzlerin merkel
    • wetter in hamburg
    • öffnungszeiten ikea berlin
    • wie viele einwohner hat panama

    Know News

    Know-News-Keywords stellen ebenfalls eine Unterkategorie von Know-Keywords dar.

    Bei solchen Keywords suchen Nutzer ebenfalls nach einer bestimmten Information. Allerdings hat diese im Gegensatz zu normalen Know-Keywords einen aktuellen Bezug.

    Dementsprechend werden bei Google auch meist Schlagzeilen aus Google News angezeigt:

    Schlagzeilen in der Google-Suche

    Beispiele:

    • laufendes spiel bayern münchen
    • euro dollar kurs (auch als Know Simple einzustufen)
    • apple aktie (auch als Know Simple einzustufen)
    • europawahlen 2019
    • syrien krieg

    Website

    Dabei handelt es sich um Suchanfragen, bei denen Nutzer zu einer bestimmten Website oder Webseite (das heißt eine Unterseite auf einer Website) möchte und dazu den Markennamen, den Domainnamen oder dir ganze URL eingibt.

    Als Keywords für deine Blogartikel sind diese meist irrelevant.

    Schließlich möchten Nutzer in der Regel auf eine bestimmte Website und nicht auf deine.

    Beispiele:

    • toys r us
    • google
    • www.ebay.de
    • facebook
    • twitter login
    • https://www.blogmojo.de
    • amazon nackenkissen
    • facebook login
    • philips support

    Visit-in-Person

    Bei solchen Suchbegriffen suchen Nutzer gezielt nach lokalen Orten, wie z. B. Restaurants, Cafés, Tankstellen oder Geldautomaten in der Nähe, um diesen in der Zukunft einen persönlichen Besuch abzustatten.

    Solche Suchbegriffe sind also für alle lokalen Unternehmen interessant, die sich an Kunden aus der eigenen Stadt oder Region wenden.

    Beispiele:

    • restaurant hamburg
    • tankstelle in der nähe
    • commerzbank geldautomat
    • meditationslehrer hamburg
    • café berlin

      5.7 Phase des Customer Journeys

      Eng verbunden mit der Suchintention ist die Frage:

      In welcher Phase des Customer Journey (auf Deutsch: Kundenreise) befindet sich der Suchende?

      Und es ist wichtig, diese Frage zu beantworten, denn sie wirkt sich direkt auf die Conversion-Rate aus (das heißt wie viele Google-Besucher, die auf deine Website kommen, auch zu Kunden werden).

      Laut Wikipedia lässt sich der Customer Journey in folgende 5 Phasen aufteilen (es gibt noch weitere fortgeschrittene Modelle, die sollen aber nicht Thema dieses Artikels sein):

      1. Awareness (Inspiration): Das Bewusstsein für das Produkt wird geweckt
      2. Favorability (Favorisierung): Das Interesse für das Produkt wird verstärkt
      3. Consideration (Wunsch): Der Kunde erwägt den Kauf des Produktes
      4. Intent to Purchase (Anstoß): Die Kaufabsicht wird konkret
      5. Conversion (Umsetzung): Das Produkt wird gekauft

      Ein Beispiel dazu anhand von Netflix-Kunden:

      1. video on demand, serien online schauen, streaming dienst etc.
      2. netflix vs maxdome, netflix erfahrungen
      3. netflix preise, netflix tarife
      4. netflix anmelden, netflix probemonat
      5. Die eigentliche Bestellung des Abonnements

      Das können wir (zumindest teilweise) auch auf unsere Kategorisierung der Suchintentionen übertragen:

      1. Know
      2. Know Commercial
      3. Website oder Know Commercial
      4. Website oder Do Commercial

      5.8 Trend

      In Ergänzung zum durchschnittlichen Suchvolumen des Haupt-Keywords (sowie dem der Long-Tail-Keywords und Synonyme) kann es Sinn ergeben, dir noch den Suchvolumen-Trend anzugucken.

      So kannst du sehen, wie sich das Interesse an einem Suchbegriff im zeitlichen Verlauf entwickelt hat und besser abschätzen, wie hoch dieses in der Zukunft sein könnte:

      Keyword-Analyse mit Google Trends

      5.9 Saisonalität

      Zu erkennen, ob ein Suchbegriff saisonale Schwankungen hat, ist wichtig um zu bestimmen, wann man einen Artikel posten oder updaten sollte.

      Das ist bei manchen Suchbegriffen offensichtlich, wie z. B.:

      • Ostern
      • Sommer
      • Weihnachten
      • Aprilscherz

      Aber es gibt auch manche Keywords, deren Saisonalität sich erst durch eine genauere Analyse des Suchvolumens und/oder durch einen tieferen Einstiegs in das Thema ergibt:

      Suchwörter und -phrasen, die mit DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) zu tun haben, hatten beispielsweise im April, Mai und Juni 2018 Hochkonjunktur:

      Monthly Search Volumes im KWFinder

      Das lag daran, dass der 25. Mai 2018 der Stichtag für die Anwendung der Verordnung war.

      Die erfolgreichsten Blogartikel (auch bei Blogmojo) waren die, die schon einige Wochen oder Monate vor dem Stichtag geschrieben wurden.

      5. Wie läuft eine Keyword-Analyse bzw. -Recherche ab?

      Ein Keyword-Analyse solltest du immer machen, bevor du anfängst einen Blogartikel schreibst.

      Das hilft dir dabei, deinen Artikel zu strukturieren, inhaltlich zu konzipieren und die Suchintention des Keyword möglichst gut zu bedienen.

      Ich plane dafür etwa zwei bis drei Stunden pro Blogartikel ein. Mach bitte nicht den Fehler, es mit der Recherche zu überstürzen und nimm dir genug Zeit dafür!

      Die Keywords selbst füge ich immer ein, nachdem ich einen Artikel geschrieben habe.

      So lenkt mich die Keyword-Suche nicht vom Schreiben ab.

      5.1 Brainstorming

      Bevor du mit der eigentlichen Recherche loslegst, solltest du dir Zeit nehmen, um Brainstorming zu betreiben.

      Denn bei der Keyword-Recherche dreht sich nicht alles nur um Keywords, sondern vor allem um eins:

      Empathie.

      Das heißt den Menschen, der hinter der Sucheingabe steht, besser zu verstehen.

      Oder, besser gesagt:

      Deinen Wunschkunden oder deine Wunschkundin besser zu verstehen. Und diesen oder diese so klar wie möglich zu definieren und kennenzulernen.

      Sagen wir z. B. du bist Meditations-Coach und möchtest deinen Lesern (und potenziellen Kunden) auf deinem Blog Wissen und Tipps rund um Meditation anbieten.

      Dann könntest du folgende Fragen stellen:

      • Welche Probleme und Ziele haben deine Wunschkunden mit Meditation? (Kann nicht 15 Minuten stillsitzen, scheint nichts zu bringen)
      • Warum suchen sie bei Google danach? Was ist ein möglicher Auslöser dafür? (Stress bei der Arbeit, zu viel Grübeln, Partner hat mich verlassen etc.)
      • Nach welchen Lösungen könnten sie suchen? (Schritt-für-Schritt-Anleitung, um zu meditieren)
      • Nach welchen Angeboten zum Thema Meditation könnten sie suchen? (Online-Kurs, Workshop, 1-zu-1-Coaching, Mediations-App etc.)
      • Welche Fragen haben deine Wunschkunden zu Meditation? (Wie oft sollte ich meditieren? Wie lange meditieren? Was ist die beste Sitzposition?)

      Ziel davon ist es, am Ende eine lange Liste an potenziellen Themen zu haben, aus denen wir Keyword-Ideen gewinnen können.

      Experten-Tipp: Für noch bessere Ergebnisse beim Brainstorming ergibt die Erstellung einer Buyer Persona (auch Customer Avatar genannt) Sinn. Das sorgt dafür, dass du beim Brainstorming nach den Problemen, Zielen oder Fragen deiner Wunschkunden eine konkrete Person vor Augen hast und dich besser in diese hineinversetzen kannst.

      5.2 Keyword-Ideen finden

      Im zweiten Schritt unserer Keyword-Suche sammeln wir potenzielle Keyword-Ideen auf Grundlage unseres Brainstormings.

      Diese Ideen werden dann in den Schritten 3, 4 und 5 nach und nach aussortieren und gruppieren, um daraus konkrete Inhalte erstellen zu können.

      Ideen können wir generell auf drei Arten finden:

      #1 Über Suggest-Funktionen

      Suggest-Funktionen dienen uns dazu, uns einen ersten Überblick zu verschaffen, welche Keywords zu einem Thema gesucht werden.

      Sich daraus ergebende Vorschläge können wir dann anschließend in Keyword-Tools eingeben, um diese tiefer analysieren zu können.

      Eigentlich könnte dieser Abschnitt deshalb auch „Brainstorming: Teil 2“ heißen.

      Als erstes gucken wir uns selbstverständlich die Suchvorschläge von Google selbst an, z. B. in der Autovervollständigung des Suchfeldes (auch Google Suggest oder Autocomplete genannt):

      Keyword-Ideen finden mit Google Suggest

      Genauso wie die Ähnlichen Suchanfragen am Ende jeder Suchergebnis-Seite:

      Ähnliche Suchanfragen in der Google-Suche

      Über das SERP-Feature Nutzer fragen auch lässt sich ebenfalls super in Erfahrung bringen, welche Probleme und Fragen Google-Nutzer zu einem Thema haben:

      Google SERP-Feature: Nutzer fragen auch

      Auf der Suche nach Keyword-Ideen kannst du jedoch auch noch andere Suchmaschinen zurate ziehen, wie z. B. Pinterest:

      Pinterest Keyword-Vorschläge

      Oder die Suchvorschläge von Bing:

      Suchvorschläge von Bing

      Oder von Amazon (vor allem hilfreich, wenn du einen Online-Shop mit physischen Produkten hast oder Affiliate-Marketing machst):

      Ideen für Suchbegriffe bei Amazon finden

      YouTube bietet ebenfalls eine Autovervollständigung von Suchanfragen an:

      Die Autovervollständigung von YouTube für die Ideenfindung nutzen

      Anschließend sammelst du alle für dich und dein Online-Business interessante Keyword-Ideen in einem Excel-Dokument oder mit Google Tabellen:

      Keyword-Ideen in Excel-Dokument oder Google Tabellen sammeln

      #2 Mit Keyword-Tools

      Hast du dir einen groben Überblick verschafft, geht es ans Eingemachte:

      Wir geben unser Thema und ggf. erste Ideen aus den Suchvorschlägen von Google, YouTube und Co. in den KWFinder ein.

      Der große Vorteil daran ist, dass im KWFinder gleich eine Keyword-Analyse aller Ideen angezeigt wird. Samt Suchvolumen, Stärke der Konkurrenz, CPC und den Suchergebnissen selbst:

      Tabelle mit Keyword-Suggestions im KWFinder

      Oder bei Ubersuggest:

      Keyword-Vorschläge mit Ubersuggest finden

      Der Google Ads Keyword-Planer (ehemals Google Adwords Keyword Tool) eignet sich auch, um Ideenfür neue Suchbegriffe zu finden, zu suchen und ggf. auch herunterzuladen:

      Keyword-Ideen mit dem Google Ads Keyword-Planer finden, filtern und herunterladen

      Ich bevorzuge jedoch Ubersuggest und den KWFinder da dort das Suchvolumen und weitere SEO-relevante Daten angezeigt werden.

      #3 Keywords bei der Konkurrenz finden

      Um noch mehr Keyword-Ideen zu bekommen, können wir zusätzlich die Konkurrenz anschauen.

      Dazu waren in der Vergangenheit kostenpflichtige SEO-Tools wie SEMRush oder ahrefs nötig.

      Doch mittlerweile geht es auch kostenlos!

      Ubersuggest bietet seit Anfang 2019 eine Analyse auf Domain-Basis an. Dazu gibst du einfach eine Domain anstatt einem Keyword in das Suchfeld ein.

      Anschließend wird dir ein Überblick über die Domain angezeigt. Wenn du ganz zum Ende der Übersicht scrollst, findest du einen Abschnitt namens SEO-Keywords, in dem alle Suchbegriffe aufgelistet sind, für die eine Domain rankt (sortiert nach dem geschätzten Traffic, der über den jeweiligen Suchbegriff kommt):

      SEO-Keywords in Ubersuggest

      Wenn du anschließend auf den Button Alle SEO-Keywords anzeigen, für die diese Domain platziert wird klickst, bekommst du noch mehr Keywords angezeigt:

      Alle SEO-Keywords für eine Domain in Ubersuggest anzeigen

      Zwar bietet das Tool einige Einschränkungen und die Daten-Basis ist kleiner als bei den Profi-Tools, aber für einen ersten Überblick eignet sich das Tool sehr gut.

      5.4 Ergebnisse filtern und sortieren

      Nun solltest du einen riesigen Haufen an Keyword-Ideen haben!

      Diesen Haufen gilt es nun auszumisten (Duplikate, thematisch irrelevante Suchanfragen etc.) und eingehender zu analysieren.

      Dazu exportierst alle Daten aus allen Tools (viele Tools wie der KWFinder und Ubersuggest haben Exportfunktionen) und fügst sie in einer Tabelle zusammen.

      Anschließend filterst, sortierst und gruppierst du deine Tabelle. Ich arbeite dabei oft mit farblichen Markierungen:

      Keyword-Ideen näher analysieren und aussortieren

      5.5. Ein passendes Haupt-Keyword finden

      Hast du deine Keyword-Ideen näher analysiert und die Spreu vom Weizen getrennt, geht es jetzt daran ein passendes Haupt-Keyword zu finden.

      Da ich für meinen (fiktiven) Meditations-Blog noch keine Einführung für Einsteiger habe, möchte ich gerne dort thematisch ansetzen.

      Also schaue ich mir alle Keywords an, die ich in das Thema Was ist das? eingeordnet habe.

      Dort springt mir das Keyword meditation für anfänger ins Auge, das sich aufgrund seines hohen Suchvolumens und der immer noch moderaten Konkurrenz sehr gut als Haupt-Keyword eignet.

      5.6 Einen Keyword-Cluster bilden

      Nun geht es an die Erstellung eines Keyword-Clusters zu unserem eben gefundenen Haupt-Keywords.

      Ein Keyword-Cluster besteht aus Neben-Keywords, die thematisch mit deinem Haupt-Keyword eng verknüpft sind. Dazu gehören z. B. Synonyme und Long-Tail-Keywords.

      Das ist sehr wichtig und erhöht die Effektivität deiner Keyword-Suche um 200 Quadrillionen Prozent (mindestens!), denn…

      • Du rankst auch wahrscheinlicher für diese Neben-Keywords
      • Durch rankst auch besser für das Hauptkeyword, denn du deckst mit deinem Blogartikel verschiedene Nutzerintentionen und Sprachstile deiner Nutzer ab und Google kann deinen Artikel besser thematisch einordnen
      • Du kannst das Hauptkeyword öfter mal durch ein anderes Keyword ersetzen, wodurch du deine Leser nicht durch Keyword-Stuffing verschreckst

      Es kommt nicht von Ungefähr, dass ich immer wieder dazu rate, lange Artikel zu schreiben.

      Denn dadurch kannst du mehr Facetten des Themas beleuchten, mehr Nutzerintentionen abdecken und mehr Neben-Keywords einbinden.

      Synonyme

      Die Einbindung von Synonymen ist erstens sinnvoll, weil dein Artikel dadurch nicht so langweilig klingt, und zweitens da du ihn dann sprachlich einer größeren Nutzergruppe öffnest.

      Dadurch, dass du in deinem Artikel z. B. neben Schlagsahne auch die Wörter Schlagrahm oder Schlagobers verwendest, zeigst du Google, dass sich dein Artikel auch an Süddeutsche oder Österreicher wendest.

      Synonyme zu meditation für anfänger wären z. B.:

      • meditation für einsteiger
      • meditation für dummies
      • meditation anfänger

      Synonyme lassen sich sehr gut mit dem KWFinder finden. Ich nutze aber auch gerne Thesauri dafür, wie z. B. OpenThesaurus oder Woxikon finden, womit sich vor allem gut Synonyme für einzelne Wörter finden lassen.

      Long-Tail-Keywords

      Long-Tail-Keywords kannst du mit dem KWFinder, Ubersuggest oder Answer The Public finden.

      Answer The Public sammelt zu jedem Suchbegriff die Autovervollständigen-Vorschläge von Google und bereitet diese grafisch auf:

      Analyse von Long-Tail-Keywords mit AnswerThePublic

      Eingeteilt sind die Keyword-Vorschläge nach Fragen und Präpositionen. Ganz am Ende werden diese zusätzlich noch einmal alphabetisch aufgelistet.

      Folgende Long-Tail-Keywords würden sich z. B. für unseren Artikel eignen:

      • meditation für anfänger im liegen
      • meditation für anfänger kurse
      • meditation für anfänger übungen
      • meditation für anfänger app

      W-Fragen

      Als W-Fragen bezeichnet man alle Fragen, die mit Adverbien eingeleitet werden, die mit dem Buchstaben W anfangen, wie z. B. Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie, Wozu.

      Sie stellen eine Unterkategorie von Long-Tail-Keywords dar und lassen sich dementsprechend auch sehr gut mit dem Tool Answer The Public finden.

      Durch die Verwendung von Sprachsuche und digitaler Assistenten wie Alexa oder Siri wird die Optimierung auf W-Fragen (oder andere Keywords in Frageform) immer wichtiger.

      Dich mit W-Fragen zu beschäftigen, hilft dir auch dabei, bessere Blogartikel zu schreiben, Zwischenüberschriften zu finden und dich mit der Nutzerintention hinter deinem Haupt-Keyword auseinanderzusetzen.

      Für unseren Artikel würden z. B. folgende W-Fragen kommen:

      • ab wann wirkt meditation
      • wann ist mediation nicht sinnvoll
      • wann ist meditation entstanden
      • warum meditation gut ist
      • warum meditation
      • meditation wie lange

      5.7 Keyword-Analyse nach der Veröffentlichung

      Schau einige Wochen nach der Veröffentlichung, für welche Keywords deine Inhalte mittlerweile ranken und passe sie dahingehend an.

      Eine Keyword-Analyse für eine bestimmte Seite oder einen Blogartikel lässt sich am besten mit der Suchanalyse-Funktion in der Google Search Console machen.

      Dort kannst du genau sehen, wie viele Besucher über welche Suchanfragen und bei welcher Position und Klickrate auf deine Website kommen:

      Keyword-Analyse mit der Google Search Console

      6. FAQ

      Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zum Suchen und Finden von Keywords:

      6.1 Was kostet eine Keyword-Recherche?

      Das hängt davon an, wie viel Zeit du selbst für die Recherche investieren möchtest.

      Es ist durchaus möglich, kostenlos Keywords zu finden. Es gibt viele gute Gratis-Tools, wie z. B. AnswerThePublic oder Ubersuggest.

      Dafür dauern manche Dinge mit kostenlosen Tools länger. Eine Konkurrenz-Analyse mit SEO-Tools wie ahrefs oder SEMRush, die beide so um die 100$ pro Monat liegen, geht deutlich schneller.

      Was du auch nicht vergessen darfst:

      Es wird dich viel Zeit kosten, Keyword-Recherche zu lernen und per Trial-and-Error herauszufinden, was wirklich funktioniert.

      Wenn du Monate oder sogar Jahre an Zeit sparen willst, dann schau dir mein Keyword-Coaching an. Dort bringe ich dir alles über Keyword-Recherche und -Optimierung bei, was du wissen musst.

      Ohne selbst die 1.000 Fehler machen zu müssen, die dich zum Keyword-Ninja machen (denn ich habe sie schon für dich gemacht).

      Lade dir auch mein kostenloses E-Book 7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten, um deiner Konkurrenz schon einmal einen Schritt voraus zu sein.

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      52 Gedanken zu “Keyword-Recherche in 2019: Die XXL-Anleitung, um Keywords zu finden und zu analysieren (inkl. Case Study)”

      1. Finn… dich schickt der Himmel. Ich bin gerade zum Laptop gestiefelt, um mich nun endlich dem Thema Keyword zu widmen und dann ist deine Mail von der Aktualisierung dieses Beitrages im Postfach. Nicht nur, dass du mir schon mit den Basic Artikeln vermutlich Stunden meines Lebens geschenkt hast 😉

        Deine/eure Arbeit hat einen riesigen Mehrwert!
        Danke!!
        Jule

      2. Den Bereich im Artikel mit kwfinder würde ich mal überarbeiten, zwei Abfragen pro Tag hat man schon lange nicht mehr frei, seitdem die Meldung „Your plan has expired
        You will need to upgrade your Mangools plan, if you want to continue using our SEO tools.“ kommt. Ohne Bezahlung läuft da gar nichts mehr, daher ist ubersuggest heutzutage definitiv die bessere Wahl, wenn man gratis vernünftige Abfragen machen möchte 😉

        • Hi,

          ja, mir ist tatsächlich entgangen, dass es mittlerweile gar keine Gratis-Abfragen mehr gibt (selbst bei Registrierung nicht).

          Habe ich gerade korrigiert. Danke für den Hinweis! 😉

          LG

          Finn

      3. Hi Maria,

        ja, die Gratis-Suche wurde mittlerweile komplett abgeschaltet. Ubersuggest eignet sich als kostenlose Alternative jedoch gut 😉

        LG

        Finn

      4. 1000 Dank, der Artikel hilft mir sehr! Habe mich sofort für den KWFinder registriert – wobei mir scheint, Gratissuche geht gar nicht, auch nicht in geringem Umfang. Kann es sein, dass sich da etwas geändert hat?

        Herzliche Grüße,
        Maria

      5. Hallo Finn,
        super Artikel, den ich schon viel früher hätte lesen sollen! Die Infos waren noch i-Tüpfelchen, das mir in puncto Keyword gefehlt hat. Meine alten Beiträge werde ich noch überarbeiten, damit ich die nicht nur für die Schublade geschrieben habe. Vielen Dank und ich werde wohl noch ein paar mal vorbeischauen und Nachhilfe nehmen.
        Liebe Grüße,
        Sylvia

      6. Hallo Finn,
        toller Artikel und sehr ausführlich und hilfreich für mich. Ich bin schon die ganze Zeit am hoch- und runterscrollen. Hast du auch eine Kurzzusammenfassung all deiner Empfehlungen die auf eine DIN A4 Seite passt (Worksheet), am besten noch mit deinen Linkempfehlungen? So eine Zusammenfassung würde ich sofort downloaden und dir dafür meine email-Adresse geben. 🙂
        liebe Grüße
        Peter

        • Hi Peter,

          super, freut mich zu hören!

          Nein, eine PDF-Zusammenfassung habe ich leider nicht. Aber das ist eine gute Idee! Hatte eh schon gedacht mal ein Content-Upgrade für meinen Keyword-Recherche-Guide anzubieten. 😉

          LG

          Finn

      7. Hallo,

        vielen Dank für den tollen Artikel. Mir ist nur noch nicht ganz klar geworden, wo ich die jeweiligen Keyword-Varianten platzieren soll.

        Prinzipell stehen mir ja folgende Plätze zur Verfügung:

        Permalink, Fließtext, Überschriften, Bilder, Snippet, Meta-Tag.

        Ich hätte jetzt spontan Hauptkeyword, Synonyme, W-Fragen, Long-Tails und Mid-Tails in einer gut lesbaren Form und sprachlich ansprechend in Text und Überschriften verteilt und das Hauptkeyword im Meta-Tag, Snippet und Permalink benutzt.

        Hat der Meta-Tag Keyword im Head überhaupt noch eine Bedeutung?
        Was kommt in den ALT-Tag der Bilder? Hauptkeyword?
        Spielt der Dateiname des Bildes eine Rolle?
        Was ist mit Bildern, die ich in unterschiedlichen Posts benutze? Theoretisch könnte ich sie mehrfach mit unterschiedlichen Dateinamen anlegen, aber lohnt sich der Aufwand?

        Herzliche Grüße

        • Hi Jürgen,

          sorry für meine späte Antwort. Deine Kommentar ist irgendwie untergegangen…

          Ich werde in den nächsten Monaten einen Artikel veröffentlichen, in dem ich genau erläutere, wo welche Keywords im Text untergebracht werden müssen.

          Damit du nicht so lange warten musst, hier ein grober Überblick:

          Haupt-Keyword: überall verteilt (wichtig ist in Permalink, Überschrift, ALT-Tag und Dateiname des Beitragsbildes, Meta-Titel und -Beschreibung)

          Synonyme: überall verteilt

          Long-Tail-Keywords: unterteilen deinen Artikel in einzelne Abschnitte (Verwendung im Fließtext und den Überschriften des jeweiligen Abschnitts).

          In Bildern, die im Artikel sind, solltest du Long-Tail-Keywords und Synonyme im ALT-Tag und im Dateinnamen unterbringen. Umbenennung des Dateinamens kann sich lohnen.

          Meta-Keywords kannst du dir sparen.

          LG

          Finn

      8. Hallo Finn,

        frohes neues Jahr noch. Toller Artikel und was noch viel wichtiger ist – du hast einen guten Schreibstil und somit einen weiteren Leser gewonne :-).

        2-3 Kommentare hatte ich dir ja bereits in anderen Artikeln hinterlassen.

        Wie schon erwähnt möchte auch einen eignen Blog starten und merke dabei jeden Tag, welche Herausforderungen damit verbunden sind. Ich möchte es gleich richtig angehen und befasse mich daher mit der Keyword-Recherche. Bei der Suche nach einem Hauptkeyword z.B. „blog erstellen“ erhalte ich bei Ubersuggest ein mtl. SV von 9900, aber dafür auch die Werte SEO 44 und Paid 80, was auf starke Konkurrenz schließen lässt.

        Das Keyword „blog starten“ hat z. B. ein SV von nur 480 und SEO 37 und Paid 63.

        Du bist mit deinem Blog unter den Top 3 :-).

        Ganz ehrlich, macht es für mich Sinn als Hauptkeyword „blog erstellen“ zu nutzen? Als Anfänger bezweifel ich im oberen Bereich zu landen. Ist die Konkurrenz bei der Suche nach einem Hauptkeyword nicht so wichtig – hohe cpc-/ ppc-werte?

        Mit meiner Blogidee möchte ich zukünftig die Fragen beantworten, die ich aktuell selber habe…z.B.:
        -Wie startet man?
        -Worauf muss man achten?

        Ich tue mich an dieser Stelle gerade echt schwer. Über Tipps wäre ich dankbar.

        • Hi Andreas,

          ja, mit einem neuen Blog ergibt es wenig Sinn, auf ein so schweres Haupt-Keyword wie blog erstellen zu gehen.

          Ich bin dafür erst nach 2 Jahren auf Platz 1 gekommen. Und auch nur, weil mein Blog ich im Zuge meiner DSGVO-Artikel hunderte Male verlinkt wurde. Davor bin ich auf Platz 5 herumgedümpelt.

          Probier etwas spezifischer damit zu sein und nimm reiseblog erstellen, business blog erstellen oder etwas ähnliches.

          blog starten ist als Haupt-Keyword schon etwas besser, aber die Konkurrenz dort ist ebenfalls nicht ohne. Mit einem komplett neunen Blog wirst du da wahrscheinlich auf der fünften oder sechsten Seite in den Suchergebnissen landen.

          Generell würde ich dir raten:

          Konzentrier dich erst einmal darauf, großartigen Content zu schreiben, deine Positionierung zu finden und deine Social-Media-Präsenzen auszubauen. Keyword-Recherche und -Optimierung bringen dir am meisten, wenn dein Blog schon etwas etablierter ist und einige Male verlinkt wurde.

          LG

          Finn

      9. Hi Finn, das ist echt der beste Artikel den ich bislang gefunden habe zur KW Recherche.

        ich bin Coach. Motto: Dein Leben. Deine Regeln. Ich helfe Menschen den Mut zu finden so zu leben und zu arbeiten wie sie wollen.

        WAS MIR NOCH EIN RÄTSEL IST:

        Meine Themen sind: Mut, Selbstbewusstsein, Persönlichkeitsentwicklung, Berufung, Glück, Zufriedenheit, Führungskräftecoaching.

        FRAGE 1
        Mir wurde gesagt, dass ich am Ende nur mit einer handvoll Longtail KW arbeite. Aber das macht doch keinen Sinn. Ich schreibe zwar rund um Mut, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit usw…aber ich kann doch nicht immer die gleichen LTKW in 30 Artikeln unterbringen???

        Aber wie nahe verwandt müssen meine Keywords thematisch sein, damit google die Seite nach oben schiebt wenn jemand zum Thema Mut, Selbstbewusstsein, Freiheit, Coaching; Persönlichkeitsentwicklung …sucht?

        FRAGE 2
        Ich mache z. B. bei Artikeln auch Inhaltsbeschreibungen der Fragen die ich beantworte. Macht das Sinn? Sind etwa 4000 Worte:

        Was ist ein Personal/Life Coach?
        Um was geht es beim Coaching?
        Welche Arten von Coaches gibt es?
        Was ist das Ziel eines Coachings? – Ist Coaching Selbstoptimierung?
        Was macht ein Coach?
        Wie läuft ein Coaching ab?
        An welche Grundsätze sollte sich ein Coach halten?
        Wie lange dauert ein Coaching? – Wie schnell hilft ein Coaching? usw
        (waren 15 Fragen)

        1000 Dank für eine Antwort, die mir sehr helfen würde. Jean

        • Hi Jean,

          sorry für die späte Antwort. Dein Kommentar ist irgendwie untergegangen. 🙁

          Für deine Artikel nimmst du jeweils ein Haupt-Keyword (also ein Oberthema) mit einem etwas größerem Suchvolumen und suchst zu diesem Keyword Long-Tail-Keywords heraus. Dabei kann das Haupt-Keyword selbst natürlich auch aus mehreren Wörtern bestehen.

          Nehmen wird an selbstbewusstsein stärken ist dein Haupt-Keyword.

          Long-Tail-Keywords dazu sind:

          selbstbewusstsein stärken kurs
          selbstbewusstsein stärken kinder
          selbstbewusstsein stärken seminar
          selbstbewusstsein stärken handbuch
          selbstbewusstsein stärken sprüche
          selbstbewusstsein stärken buch
          selbstbewusstsein stärken spiele
          selbstbewusstsein stärken app

          Dann machst du in deinem Artikel zum Thema Selbstbewusstsein stärken jeweils einen Absatz zu Kurse, Kinder, Seminare, Sprüche, Bücher etc.

          Und ja, Fragen zu beantworten ergibt definitiv Sinn. Je mehr Fragen deiner Leser und von Suchmaschinen-Nutzern du zu einem Thema beantwortest desto besser. Stichwort: Holistischer Content.

          LG

          Finn

      10. Hallo Finn,
        ich habe einen Blog zum Thema Hund.

        Meine Nische und meine Story ist über Tierschutzhunde und Hunde aus dem Tierheim. Es gibt jedoch viele Keywords über Hunde, über die ich gerne einen Content schreiben würde, die aber nicht direkt was mit Tierschutzhunden oder Tierheim zu tun haben.

        Ich möchte aber mit den Keyword Ideen einen höheren Traffic auf meinen Blog erreichen. Kann ich, obwohl die Keywords teilweise nicht direkt was mit Tierschutzhunden zu tun haben, Content auf meinem Blog erstellen oder strafen mich meine Leser dann ab?

        Vielen Dank für deine Antwort.
        Gruß Thorsten

        • Hi Thorsten,

          denke, das ist unproblematisch. 😉

          Die Zielgruppe, die sich für Tierschutzhunde und Hunde aus dem Tierheim interessiert, wird sich wahrscheinlich genauso für allgemeine Tipps zum Thema Hunde interessieren.

          LG

          Finn

      11. Hi!
        Kurz und knackig die Keyword Recherche auf den Punkt gebracht. Super Artikel.
        Ich habe auch erst den KWFinder genutzt. Habe aber umgeschwenkt auf SECockpit. Dies finde ich um einiges besser. Es gibt mehr Keyword-Suggestions und das Suchvolumen wird auch präziser dargestellt.

        • Hi Sven,

          für mich bietet der KWFinder mehr für’s Geld, vor allem in der Basis-Version. 10 Suchen am Tag bei SECockpit sind meines Erachtens nicht genug. Der KWFinder bietet schon 5 in der kostenlosen Variante (bei Registrierung).

          Kann gut sein, dass die Agency-Version von SECockpit besser ist als die Agency-Version der mangools Suite, das kann ich nicht beurteilen. Für 80$ bzw. 90 € im Monat ist man mit SEMRush Pro oder ahrefs Lite eh besser beraten, da bekommst du deutlich mehr für’s Geld.

          LG

          Finn

      12. Hey Finn!
        Ein schon ein Jahr alter Artikel, aber die Grundlagen der Keyword-Ermittlung haben sich hoffentlich nicht ganz geändert. Ich bin aktuell dabei meinen Blog wieder nach vorne zu bringen und auch für viele weitere Keywords zu positionieren.
        Werde die nächste Zeit wohl blogmojo binch-reading betreiben 🙂

        Gruß Sinan

        • Haha, mach das! 😀

          Der Artikel ist in der Tat schon ein bisschen älter und es wird mal Zeit für ein Update.

          Aber:

          An den Grundlagen hat sich nichts geändert. Du kannst alle Tipps bedenkenlos anwenden und wirst gute Resultate erzielen. In diesem und auch im nächsten Jahr.

          LG

          Finn

      13. Lieber Finn,
        vielen Dank für diesen tollen Artikel! Da muss ich bestimmt noch einiges nacharbeiten, um mein Ranking bei Google zu verbessern.

        Viele Grüße von Sanne

      14. Hallo Finn,
        wie immer sehr lehrreich deine Beiträge!! Leicht verständlich und anschaulich beschrieben, wirklich toll!!

        Aber warum rankt dieser Beitrag nicht auf den ersten 10 Seiten wenn man „hefeteig geht nicht auf“ googelt?

        • Danke für das Lob! 😉

          Warum dieser Beitrag nicht für das Keywords „hefeteig geht nicht auf“ rankt hat unter anderem folgende Gründe:
          – Google erkennt, dass das nicht das Haupt-Thema des Artikels ist (z. B. dadurch, dass zu wenig andere relevante Keywords aus dem Bereich und sehr viele themenfremde Keywords im Text sind)
          – das Keyword ist nicht an wichtigen Stellen platziert (z. B. im Meta-Titel oder in der Überschrift)
          – Blogmojo ist generell thematisch für den Bereich Backen nicht relevant (keine anderen Artikel zum Thema Backen, geschweige denn Hefeteig, auf der Website)
          – Blogmojo hat keine Backlinks von anderen Back-Websites

          Ich hoffe, das hilft dir weiter. 😉

          LG

          Finn

      15. Vielen Dank für diesen tollen Artikel, der strotzt ja nur so vor Informationen und Tipps! Werde ich direkt für die Optimierung meiner Blog-Artikel so umsetzen. Super ausführlich und sehr verständlich erklärt 🙂

      16. Hallo Finn,

        Danke, Danke, Danke für diesen total detaillierten, plausiblen und super strukturierten Text (den ich übrigens durch die Suche nach einem SEO Webinar gefunden habe und mich mal wieder bei dir von Seite zu Seite geklickt habe ).

        Mein Ziel für kommendes Jahr ist auf jeden Fall mehr SEO zu betreiben, weil Pinterest schon so gut fluppt und bei Google soll das endlich auch klappen.
        Ich muss mich jetzt nur nochmal mit Searchmetrics befassen, das sind gerade noch böhmische Dörfer für mich und ich muss meine Ladezeit auf dem Blog noch deutlich verbessern (optimiert ist alles, keine Ahnung woran es liegt).

        Der KW-Finder lacht mich an, aber es ist eine große Investition, wenn man noch wenig Geld verdient

        Danke jedenfalls für den Text – ich sehe gerade deine Checkliste. Prima, dann muss ich sie nicht selbst anlegen 😉

        Liebe Grüße

        Sarah

        • Hi Sarah,

          danke für deinen netten Kommentar! 😉

          Sich mit SEO zu beschäftigen ist ein sehr gutes Ziel und zahlt sich auf Dauer auf jeden Fall aus. Für deinen Blog lohnt es sich auch 100%, weil du viele Ratgeber und Produktzusammenstellungen postest.

          Ich muss dich allerdings vorwarnen: Es dauert länger, damit Besucher zu bekommen als bei Pinterest. Dafür kannst du über Google zielgerichteteren und konstanteren Traffic bekommen. Es lohnt sich also am Ball zu bleiben, selbst wenn du über Wochen oder mehrere Monate noch keine Resultate siehst.

          Zum KWFinder: Ja, das ist ein größere Investition. Aber das ist bei SEO nötig. Ohne die richtigen Tools erzielst du bei der Keyword-Recherche deutlich schlechtere Resultate.

          Liebe Grüße

          Finn

      17. Danke für die Tipps, ich werde das morgen gleich mal umsetzen. Bisher habe ich Leser nur über Social Media erhalten, aber mit den richtigen Keywords könnte ich bestimmt mehr erreichen. Werde mich auf jeden Fall in das Thema einlesen.

        • Super, mach das! Keyword-Recherche hat viel mit Erfahrungswerten zu tun. Je öfter du Keywords recherchierst und deine Resultate beobachtest, desto schneller bekommt du ein Gefühl dafür.

          LG

          Finn

      18. Hallo Finn,
        sehr interessante Webseite hast du da aufgebaut. Hab schon viel gelernt.
        Hab eine Frage zu den Keywords.
        Handelt es sich nur um ein Longtail Keyword, wenn man die Wörter direkt hintereinander schreibt oder wird die Seite auch bei der Google Suche angezeigt, wenn ich die Wörter verstreut im Text habe.
        Lg Marco

        • Hi Marco,

          es ist etwas besser die Worte direkt hintereinander zu schreiben, aber oftmals ist es praktikabler einzelne Wörter aus dem Keyword im Text zu verstreuen, da sich Longtail-Keywords häufig nicht schön in den Text einbauen lassen.

          Wenn möglich, mache ich beides: Das gesamte Keyword UND einzelne Bestandteil im Text verteilt.

          Viele Grüße

          Finn

      19. Hi Finn,
        Wie immer ein sehr nützlicher und vor allem verständlicher Artikel, vielen Dank!! Das Thema Keywords muss ich auch angehen, aber jetzt weiß ich auch wie 🙂
        Vg Simone

        • Hi Simone,

          super freut mich! 😀 Ja, Keyword-Recherche ist das erste und wichtigste, was du meistern sollest.

          Ich empfehle folgende Strategie: Du suchst dir erst einmal Long-Tail-Keywords mir wenig Konkurrenz raus. Macht auch nichts, wenn diese nur ein monatl. Suchvolumen von 100 oder weniger haben.

          Mit der Zeit, wenn dein Blog ein bisschen Fahrt aufgenommen hat (mehr Backlinks, mehr Besucher) und du besser in On-Page-SEO geworden bist, probierst du es mit schweren Keywords.

          SEO ist viel Rumprobieren und Ausprobieren und wenn du am Ball bleibst, kriegst du mit der Zeit den Dreh schon raus!

          LG

          Finn

        • Freut mich, wenn ich helfen kann! Ja, AnswerThePublic ist wirklich ein tolles Tool, das ich sehr gerne nutze! 😉

      20. Ich bin mit Zufall auf den Text gestoßen. Ich betreibe einen Online-Shop und versuche natürlich auch immer Keywords zu finden, für die ich Seiten optimieren kann.
        Der Text hat mir schon viel geholfen, da auch die Seiten für einen Online-Shop ähnlich zu optimieren sind, wie die Seiten für einen Blog-Artikel.

        Vielen Dank für diesen Text, den ich mir auch gespeichert habe.

        • Gern geschehen! Ja, die Optimierung für Produkte in Online-Shops ist in der Tat vergleichbar mit der für Blogartikel. Schwieriger bei Online-Shops finde ich allerdings die Optimierung für Kategorie-Seiten. Links zu bekommen ist da sehr schwierig und Content unterhalb der aufgelisteten Produkte hinzuzufügen sieht irgendwie immer blöd aus…

      21. Super hilfreicher Artikel. Vor allem für Inhouse-SEOs sehr gut im Textbriefing nutzbar. Die Tipps der Nebenkeywords und W-Fragen dienen als gute Checkliste, um Texte für Redakteure vorab zu strukturieren.

      22. vielen Dank für die Tipps. Habe diesen Artikel abgespeichert, da der Text gute Punkte enthält, die mir später sicherlich behilflich sein werden.

        Grüße.
        Paul

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