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7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

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7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

Keyword-Recherche in 2020: Die ultimative Anleitung für Anfänger

Keyword-Recherche ist das A und O bei der Suchmaschinenoptimierung.

Wenn du wirklich viele Kunden und Besucher über Google bekommen willst, solltest du sie auf keinen Fall ignorieren.

Wenn du SEO-Anfänger bist, solltest du bei der Keyword-Recherche starten. Und selbst, wenn du dich schon ein bisschen mit SEO auskennst, solltest du dich fortlaufend darin weiterbilden.

Und hab keine Angst:

Keywords zu finden ist keine Raketenwissenschaft und weit weniger kompliziert als du vielleicht denkst.

In meiner ausführlichen Anleitung erkläre ich dir einfach und mit so wenig Fachchinesisch wie möglich:

  • Warum Keyword-Recherche so wichtig ist (inkl. einer kleinen Case Study)
  • Was es mit Keywords auf sich hat (und was ein profitables Keyword ausmacht)
  • Welche Tools du für die Keyword-Suche nutzen solltest
  • Wie du Schritt für Schritt passende Keywords findest

Hört sich das gut an?

    Dann fangen wir doch mit den Grundlagen an:

    1. Was ist eigentlich ein Keyword?

    Als Keyword (auch Keywort, Suchwort, Schlüsselwort oder einfach nur Suchbegriff genannt) bezeichnet man die Gesamtheit aller Wörter, die man in einer Suchmaschine in das Suchfeld eingibt:

    Was ist ein Keyword?

    In diesem Fall wäre unser Keyword also keyword recherche.

    Simpel, oder?

    Dabei werden manche Keywords bei Google häufiger gesucht und manche seltener:

    Manche nur 100.000 Mal im Monat, manche 1.000 Mal und manche auch nur 10 Mal. Laut Googles eigenen Angaben bestehen 15 % aller Suchanfragen sogar aus Keywords, die noch nie zuvor jemand gesucht hat.

    Noch ein kurzer Hinweis, bevor wir weitermachen:

    In diesem Artikel geht es um Keyword-Recherche bei Google, da diese mit 90 % weltweit den höchsten Marktanteil hat.

    Aber Keyword-Recherche für andere Suchmaschinen funktioniert ähnlich. Das heißt, dieser Artikel ist teilweise auf Pinterest, Bing, DuckDuckGo, Amazon, YouTube, Yandex, Baidu, Quant oder Ecosia übertragbar.

    2. Was ist Keyword-Recherche?

    Als Experte, Blogger oder Unternehmer bist du ein Problemlöser.

    Menschen kaufen deine Produkte, buchen deine Dienstleistungen oder lesen deine Blogartikel, um eine Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden.

    Und da kommt Keyword-Recherche (auch Keyword-Analyse genannt) ins Spiel:

    Keyword-Recherche ist der Prozess, mit dem du herausfindest, welche Keywords potenzielle Kunden bei Google eingeben.

    Im Detail dient sie dazu:

    • Herauszufinden, ob deine Zielgruppe bei Google nach Lösungen für ihre Probleme sucht
    • Wenn ja, welche Keywords deine Zielgruppe genau dabei verwendet
    • Zu analysieren, ob es sich lohnt, auf diese Keywords optimierte Inhalte zu erstellen (Werden diese Keywords oft genug gesucht? Wie hoch ist die Konkurrenz? Impliziert die Suchanfrage ein Kaufinteresse? Und so weiter…)

    3. Warum ist sie wichtig?

    Vielleicht fragst du dich:

    “Finn, das ist ja schön und gut. Aber was schert mich das? Was habe ich davon?”

    Lass es mich so erklären:

    Andere SEO-Maßnahmen, wie z. B. Link-Building oder Ladezeitoptimierung, sorgen dafür, dass du in den Suchergebnissen auftauchst.

    Durch Keyword-Recherche und anschließende Keyword-Optimierung bestimmst du wofür.

    Und diese Macht solltest du dir zur Nutze machen!

    Du kannst zwar auch viele Besucher über Google bekommen, wenn du keine Keywords in deine Texte einbindest und keine Keyword-Analyse machst.

    Aber bei weitem nicht so viele, wie du bekommen könntest.

    Glaub mir.

    Ich sehe immer wieder Blogs oder Websites, die ihren Google-Traffic verdoppeln, verdreifachen oder sogar verzehnfachen könnten. Wenn sie sich nur mal für ein paar Tage hinsetzen und ihre besten 10 Artikel auf die richtigen Keywords optimieren würden!

    Doch das ist längst nicht alles…

    Es gibt weitere gute Gründe, warum du auf Keyword-Recherche nicht verzichten solltest:

    1. Du kannst sie zur Themenfindung für deinen Redaktionsplan, zur inhaltlichen Strukturierung von Blogartikeln und generell zur Markt-Recherche nutzen.
    2. Das Analysieren und Recherchieren von Keywords hilft dabei, die Wünsche, Ängste und Probleme deiner Kunden besser zu verstehen.
    3. Du erfährst, welche Sprache deine Kunden sprechen.
    4. Du kannst durch Keyword-Analyse besser abschätzen, ob ein Blogartikel oder ein Angebot gut ankommen wird oder nicht. Denn wenn ein Problem oft gegoogelt wird, ist es wahrscheinlicher, dass du Besucher für deinen Blogartikel bekommst bzw. Kunden für dein Angebot findest.

    Klingt logisch, oder?

    3.1 Case Study

    Du bist immer noch nicht überzeugt, dass Keyword-Analyse und -Optimierung (oder vielleicht sogar SEO im Allgemeinen) überhaupt etwas bringt?

    Dann habe ich eine kleine Case Study für dich:

    Ich habe einen unserer Artikel vor ein paar Monaten nach längerer Zeit erneut optimiert. Das heißt neue Suchbegriffe herausgesucht, meinen Keyword-Cluster für den jeweiligen Artikel auf den neusten Stand gebracht (siehe Punkt 5.6) und die neuen Suchbegriffe in den Artikel eingebunden.

    Für alles zusammen habe ich ca. 30 Minuten gebraucht. Nicht viel Zeit also.

    Allerdings mit großer Wirkung:

    Denn nach der Optimierung bekommt der Artikel nicht mehr nur knapp 50 Klicks täglich, sondern durchschnittlich 75:

    Resultat erneuter Keyword-Analyse und -Optimierung

    Das ist ein Traffic-Anstieg von sage und schreibe 50 %!

    Da es sich um einen unserer “Money-Artikel” handelt, resultiert der Traffic-Anstieg seitdem um ca. 400 € an zusätzlichen Einnahmen jeden Monat (von ca. 800 € auf etwa 1.200 €).

    Nicht schlecht für eine halbe Stunde Arbeit, oder?

    4. Welche Tools nutzen?

    Diese Tools brauchst du auf jeden Fall, wenn du gute Keywords finden willst:

    1. Die Google-Suche (Google selbst liefert in der Suche viele Keyword-Vorschläge)
    2. Ein oder mehrere klassische Keyword-Tools (ebenfalls um Keyword-Ideen zu finden, aber auch zur Keyword-Analyse, z. B. um Eigenschaften wie Suchvolumen, Stärke der Konkurrenz und CPC herauszufinden)
    3. Suggest-Tools, wie z. B. Answer The Public, um Unterthemen-Keywords zu finden und die Suchintention zu beleuchten

    Als klassisches Keyword-Tool nutze ich seit Längerem den KWFinder (kurz für Keyword Finder):

    KWFinder als klassisches Keyword-Tool

    Die Basic-Version, die im Jahresabo ca. 300 € kostet, reicht für Anfänger vollkommen aus.

    Spar-Tipp: Mit dem Gutschein-Code BLOGMOJO bekommst du 15 % auf den KWFinder (auf alle Pläne!). Klicke auf diesen Link, um den Gutschein zu aktivieren.

    Natürlich kannst du den Google Ads Keyword-Planner (ehemals Google AdWords Keyword Tool) nutzen, um passende Suchbegriffe zu finden.

    Aber dann musst du dir wichtige Daten mühsam zusammenklauben oder dir genaue Suchvolumina (es werden nur ungefähre Größenordnungen angezeigt) und andere Eigenschaften anschließend von anderen Tools holen:

    Ungenaues Suchvolumen bei Keyword-Ideen im Google Keyword Planner

    Als Alternative zum KWFinder kommt Ubersuggest in Betracht. Das Tool eignet sich ebenfalls gut dazu, um neue Keywords zu finden und diese zu analysieren.

    Nebst Suchvolumen, CPC und der Stärke der Konkurrenz werden, ähnlich wie beim KWFinder, auf der rechten Seite auch gleich die Suchergebnisse für ein Suchwort angezeigt:

    Keyword-Ideen bei Ubersuggest

    Eine umfangreiche Übersicht über empfehlenswerte Tools findest du in meinem Artikel Die 15 besten Keyword-Tools in 2020 (inkl. 2 Geheim-Tipps).

    5. Die wichtigsten Keyword-Eigenschaften

    Keyword ist nicht gleich Keyword!

    Bevor du wild und ziellos Keywords in deine Texte einbaust, solltest du dir Zeit nehmen und diese ausführlich analysieren.

    Sonst optimierst du möglicherweise auf Suchbegriffe, die dir keine Besucher bringen. Oder auf Keywords, die dir zwar Besucher bringen, aber nicht mehr Kunden oder Einnahmen.

    Im Folgenden erkläre ich dir, auf welche Daten und Eigenschaften du wirklich achten solltest und was diese im Einzelnen bedeuten:

    5.1 Wörteranzahl (Genauigkeit)

    Aus wie vielen Wörtern ein Suchbegriff besteht, ist ein wichtiger Faktor um zu bestimmen, wie profitabel er ist.

    Denn die Wörteranzahl gibt Auskunft darüber, wie spezifisch dieser ist.

    Besteht ein Suchbegriff aus nur einem einzigen Wort, handelt es sich oft um ein Oberthema.

    Ein solches Oberthema wird in der Regel häufiger gesucht. Dafür ist die Konkurrenz höher und die Conversion-Rate (wie viele Besucher zu Kunden werden in Prozent) geringer.

    Je länger und spezifischer ein Keyword ist, desto geringer hingegen ist die Konkurrenz. Auch steigt die Conversion-Rate, da sich Suchende in ihrem Suchziel klarer sind:

    So hängt die Keyword-Länge mit der Konkurrenz und der Conversion-Rate zusammen

    In “SEO-Sprech” unterscheidet man zwischen Short-Head- (auch Short-Tail-), Mid-Tail- und Long-Tail-Keywords:

    Name Länge Beispiel Konkurrenz Conversion
    Short-Head 1 Wort staubsauger hoch niedrig
    Mid-Tail 2-4 Wörter staubsauger test mittel mittel
    Long-Tail ≥ 4 Wörter beutelloser akku
    staubsauger test
    niedrig hoch

    Als dein Haupt-Keyword solltest du idealerweise ein Mid-Tail- oder Short-Head-Keyword wählen, also tendenziell ein Oberthema.

    Als Haupt-Keyword (auch Fokus-Keyword genannt) bezeichnet man den Suchbegriff, an dem sich dein Artikel thematisch orientiert und um das dein Artikel herum aufgebaut ist. Es sollte dementsprechend an den wichtigsten Stellen im Artikel vorhanden sein, wie z. B. in der H1-Überschrift, im Meta-Titel und in der Meta-Beschreibung.

    5.2 Suchvolumen

    Das Suchvolumen (auch abgekürzt SV) ist eins der Hauptkriterien auf der Suche nach einem guten Keyword.

    Es gibt an, wie oft eine Suchanfrage (meist pro Monat) bei Google eingegeben wird und damit das Besucherpotenzial:

    Je höher das Suchvolumen, desto mehr Besucher können bei entsprechender Platzierung auf deiner Website landen.

    Zur Keyword-Analyse ist es deshalb sehr wichtig, dass du zumindest ein Tool benutzt, welches das Suchvolumen anzeigt, wie z. B. den KWFinder (Spalte 3, rosa markiert):

    Suchvolumen von SEO-Keywords im KWFinder

    Hinweis: Das angezeigte monatliche Suchvolumen ist ein Durchschnittswert. In manchen Monaten kann die Anzahl der Suchanfragen also deutlich höher oder niedriger sein.

    Dazu kannst du die angezeigten Suchwörter und -phrasen entweder in der Tabelle nach Suchvolumen sortieren () oder sie nach Suchvolumen filtern.

    Ich setze oft einen Filter ein, um Suchbegriffe mit wenigen Suchanfragen (z. B. unter 500) pro Monat auszuschließen:

    Keyword-Suggestions nach Suchvolumen filtern

    Bitte beachte, dass es sich dabei nur um einen Richtwert handelt. Es kann sich auch lohnen, auf Suchbegriffe zu optimieren, deren Suchvolumen unter 500 liegt.

    Denn erstens solltest du deine Inhalte nie auf nur ein einziges Keyword, sondern auf ein ganzes Thema optimieren.

    Zweitens heißt ein monatliches Suchvolumen von 500 nicht, dass dein Suchergebnis 500 Mal angeklickt wird. Denn ein großer Teil der Klicks wird sich auch auf deine Konkurrenz verteilen:

    5.3 Konkurrenz

    Du bist nach monatelanger Optimierungsarbeit endlich auf Platz 1, Engelstrompeten spielen und Einhörner pupsen Regenbögen?

    Denkste!

    Selbst, wenn du für einen Suchbegriff auf dem ersten Platz landest, kann es sein, dass nur 20 % aller Besucher auf deine Webseite kommen (in manchen Fällen sogar noch weniger).

    Der meiste Traffic verteilt sich auf die ersten 4 Plätze. Auf Platz 5 – 10 musst du schon mit deutlich weniger Traffic rechnen.

    Bist du auf der zweiten Seite (Platz 11 – 20) ist es sogar so, als würdest du gar nicht dafür auftauchen:

    Position Klickrate Beispiel (SV = 1.000/Monat)
    1  20 – 50%  200 – 500 Besucher
    2  15 – 30%  150 – 300 Besucher
    3  5 – 15%  50 – 100 Besucher
    4 2,5 – 7,5 % 25 – 75 Besucher
    5 – 10 0,5 – 5% 5 – 50 Besucher
    11 – 20  <0,5% <5 Besucher
    Hinweis: Wie du vielleicht gesehen hast, schwankt die Klickrate für jede Position stark. Das kann an vielen Faktoren liegen, z. B. wie gut dein Snippet optimiert und wie bekannt deine Marke ist. Auch wird die Klickrate durch SERP-Features beeinflusst, wie z. B. Ergebnisse von Google Shopping oder Anzeigen. Mehr dazu erfährst du in Abschnitt 5.4.

    Nicht umsonst ist dieser Witz in der SEO-Szene so beliebt:

    Wo kann man am besten eine Leiche verstecken? Auf der zweiten Seite bei Google!

    Deshalb:

    Die Konkurrenz für ein Keyword nicht zu optimieren, ist einer der größten Fehler, die du bei der Keyword-Suche machen kannst.

    Denn ein Suchbegriff mit einem hohen Suchvolumen bringt dir nichts, wenn du dafür auf der zweiten oder sogar dritten Seite versauerst.

    Praktischerweise bietet der KWFinder eine integrierte Konkurrenz-Analyse an!

    Dabei wird aus diversen Backlink-Metriken die LPS (kurz für Landing Page Strength) errechnet, die angibt, wie stark das Linkprofil für die jeweilige Webseite ist.

    Aus dem LPS errechnet der KWFinder wiederum die Keyword SEO Difficulty (auf einer Skala von 0 – 100), die angibt, wie schwer es ist für ein Keyword auf die erste Seite zu kommen:

    Keyword-Analyse: "SEO difficulty" im KWFinder

    Die LPS und Keyword SEO Difficulty sind natürlich nicht immer hundertprozentig akkurat, genauso wie die Kennzahlen aus denen er sich zusammensetzt. Sie geben allerdings gute Hinweise darauf, ob du von einem Suchbegriff lieber die Finger lassen solltest.

    Experten-Tipp: Guck dir nicht nur die Keyword SEO Difficulty an, sondern auch immer die LPS der einzelnen Seiten. Denn es bringt dir herzlich wenig auf Seite eins zu sein, wenn du nicht über Platz 9 oder 10 hinauskommst. Dein Ziel sollte immer die Top 5 sein!

    5.4 SERP-Features

    Je nach Suchbegriff und Nutzer zeigt Google über, unter oder in den normalen Suchergebnissen (auch organische Suchergebnisse genannt) weitere Elemente an, wie z. B.:

    • Anzeigen über oder unter der Google-Suche
    • Google Maps
    • Ergebnisse aus Google Shopping
    • Google News
    • Bilder
    • YouTube-Videos
    • Direct Answers / Google Knowledge Graph (die Suchanfrage wird in einem Kästchen oberhalb der Suchergebnisse direkt von Google beantwortet)
    • Featured Snippets (zeigt Text-Auszüge einer Website, die eine Suchanfrage direkt beantwortet)

    Diese sogenannten SERP-Features (SERP steht für search engine result page, also Suchergebnis-Seite) sind in der Regel schlecht für dich. Denn durch sie sinkt die Klickrate auf die organischen Suchergebnisse, wodurch du weniger Besucher über ein Keyword bekommst, als möglich wäre.

    Ein extremes Beispiel ist das Keyword kokosöl. Dort werden zwei Anzeigen oben, rechts der Google Knowledge Graph, Google-Shopping-Ergebnisse und Schlagzeilen (Google News) auf der ersten Seite angezeigt, wodurch das erste organische Suchergebnis (grün markiert) vollkommen eingekesselt wird:

    Beispiel für schlechte Klickrate bei organischen Suchergebnissen

    Wahrscheinlich sinkt dadurch die Klickrate für den ersten Platz auf unter 15 % und die des zweiten Platzes auf unter 10 %.

    Deshalb ist es oft besser nach Suchbegriffen zu suchen, bei denen die Ergebnisse möglichst “naturbelassen” sind.

    Allerdings:

    SERP Features müsse nicht unbedingt schlecht sein:

    Denn wenn z. B. Google-Anzeigen in den Suchergebnissen auftauchen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass ein Keyword profitabel ist.

    Womit wir beim nächsten Punkt wären:

    5.5 CPC

    Der CPC steht für Cost-per-Click, also Kosten pro Klick.

    Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Preis, den du für einen Klick bezahlen würdest, wenn du für einen Suchbegriff eine Werbeanzeige bei Google schaltest.

    Und der ist nicht nur für Werbetreibende interessant, sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung:

    Denn je höher der CPC für ein Keyword ist, desto mehr Werbetreibende gibt es, die Anzeigen für diese Suchanfrage schalten. Und das heißt, dass Besucher über diesen Suchbegriff bares Geld wert sind. Möglicherweise auch für dich, z. B. durch den Verkauf eigener Dienstleistungen, eigener Produkte oder über Affiliate-Marketing.

    Manche Suchanfragen sind dabei besonders hart umkämpft. Für die besten Keywords im Bereich KFZ-Versicherungen sind Werbetreibende z. B. bereit zwischen 25 und 45 € zu zahlen.

    Und das nur für einen einzelnen Klick!

    Hoher CPC im KWFinder

    5.6 Suchintention

    Als Suchintention (auch Nutzerintention oder Search Intent genannt) bezeichnet man das Ziel oder die Absicht, die jemand hat, der ein Keyword bei Google eingibt.

    Und diese zu analysieren ist bei der Keyword-Suche extrem wichtig.

    Mindestens genauso wichtig wie eine Analyse des Suchvolumens oder der Konkurrenz, wenn nicht sogar wichtiger!

    Im Detail solltest du dazu in Erfahrung bringen:

    1. welche Ziele oder Probleme Suchende wirklich haben
    2. wie sie bei der Suche sich fühlen
    3. welche Art von Suchergebnissen sie erwarten
    4. welche Teilaspekte eines Themas sie interessieren

    Nur so stellst du sicher, dass du mit deiner Website auch die Leser oder Kunden anziehst, die du dir wünschst.

    Zudem musst du die Suchintention kennen, um deine Inhalte besser auf Suchmaschinen-Nutzer zuschneiden zu können. Denn nur so kannst du deine Back-to-SERP-Rate so gering wie möglich halten und dadurch nicht nur in die Top 5 kommen, sondern auch dort bleiben.

    Als Back-to-SERP-Rate bezeichnet man den Anteil der Besucher, die sich deine Webseite anschauen, aber zurück zur Suchergebnis-Seite (SERP) springen (zumeist, weil sie nicht gefunden haben, was sie suchen).

    Doch welche Suchintentionen gibt es eigentlich? Und welche sollten deine Keywords haben?

    Die 8 Suchintentionen

    Im Rahmen der Search Quality Evaluator Guidelines hat Google selbst Keywords in diese fünf Suchintentionen eingeteilt:

    • Do (auch Transactional genannt)
    • Know (auch Informational genannt)
    • Know Simple
    • Website (ehemals Go, auch Navigational oder Brand genannt)
    • Visit-in-Person (auch Local genannt)

    Diese Einteilung ist schon sehr gut, sie geht mir allerdings nicht weit genug. Ich habe diese deshalb noch um folgende Unterkategorien erweitert:

    • Do Commercial
    • Know Commercial
    • Know News

    Suchintentionen (Do, Know, Visit-in-Person, Website)

    Um das Modell noch ein bisschen verständlicher zu machen, habe ich dir eine Tabelle aller Suchintentionen erstellt:

    Suchintention Suchende möchten… Beispiel‑Keywords Passende Seiten
    Do etwas tun bmi berechnen Online-Tool, App, Download-Seite, Video
    Do Commercial etwas kaufen fernseher kaufen Landing-Page, Produkt- oder Produktkategorie eines Online-Shops
    Know etwas wissen radfahren sicherheit Ratgeber, Anleitung, Lexikoneintrag, List Post
    Know Commercial sich vor dem Kauf informieren handy vergleich Test- oder Erfahrungsbericht, Produktvergleich
    Know News etwas über ein aktuelles Ereignis wissen trump wahlen News-Artikel
    Know Simple eine einzige Information finden wie groß ist merkel Ratgeber, Anleitung, Lexikoneintrag, List Post
    Visit-in-Person einen lokalen Ort besuchen restaurant hamburg Startseite, Landing-Page
    Website zu einer bestimmten Webseite. twitter login

    5.7 Phase des Customer Journeys

    Eng verbunden mit der Suchintention ist die Frage:

    In welcher Phase des Customer Journey (auf Deutsch etwa: Kundenreise) befindet sich der Suchende?

    Und es ist wichtig, diese Frage zu beantworten, denn sie wirkt sich direkt auf die Conversion-Rate aus (das heißt wie viele Google-Besucher, die auf deine Website kommen, auch zu Kunden werden).

    Laut Wikipedia lässt sich der Customer Journey in folgende 5 Phasen aufteilen (es gibt noch weitere fortgeschrittene Modelle, die sollen aber nicht Thema dieses Artikels sein):

    1. Awareness (Bewusstsein): Das Bewusstsein für das Produkt wird geweckt
    2. Favorability (Favorisierung): Das Interesse für das Produkt wird verstärkt
    3. Consideration (Wunsch): Der Kunde erwägt den Kauf des Produktes
    4. Intent to Purchase (Anstoß): Die Kaufabsicht wird konkret
    5. Conversion (Umsetzung): Das Produkt wird gekauft

    Ein Beispiel dazu anhand von Netflix-Kunden:

    1. video on demand, serien online schauen, streaming dienst etc.
    2. netflix vs maxdome, netflix erfahrungen
    3. netflix preise, netflix tarife
    4. netflix anmelden, netflix probemonat
    5. Die eigentliche Bestellung des Abonnements

      5.8 Trend

      In Ergänzung zum durchschnittlichen Suchvolumen des Haupt-Keywords (sowie dem der Long-Tail-Keywords und Synonyme) kann es Sinn ergeben, dir noch den Suchvolumen-Trend anzugucken.

      So kannst du sehen, wie sich das Interesse an einem Suchbegriff im zeitlichen Verlauf entwickelt hat und besser abschätzen, wie hoch dieses in der Zukunft sein könnte:

      Keyword-Analyse mit Google Trends

      5.9 Saisonalität

      Zu erkennen, ob ein Suchbegriff saisonale Schwankungen hat, ist wichtig um zu bestimmen, wann man einen Artikel posten oder updaten sollte.

      Das ist bei manchen Suchbegriffen offensichtlich, wie z. B.:

      • Ostern
      • Sommer
      • Weihnachten
      • Aprilscherz

      Aber es gibt auch manche Keywords, deren Saisonalität sich erst durch eine genauere Analyse des Suchvolumens und/oder durch einen tieferen Einstiegs in das Thema ergibt:

      Suchwörter und -phrasen, die mit DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) zu tun haben, hatten beispielsweise im April, Mai und Juni 2018 Hochkonjunktur:

      Monthly Search Volumes im KWFinder

      Das lag daran, dass der 25. Mai 2018 der Stichtag für die Anwendung der Verordnung war.

      Die erfolgreichsten Blogartikel (auch bei Blogmojo) waren die, die schon einige Wochen oder Monate vor dem Stichtag geschrieben wurden.

      6. Wie läuft eine Keyword-Recherche ab?

      Eine Keyword-Analyse solltest du immer machen, bevor du anfängst, deinen Text zu schreiben.

      Das hilft dir dabei, deinen Artikel zu strukturieren, inhaltlich zu konzipieren und die Suchintention des Keywords möglichst gut zu bedienen.

      Ich plane dafür etwa zwei bis drei Stunden pro Blogartikel ein. Mache bitte nicht den Fehler, es mit der Recherche zu überstürzen und nimm dir genug Zeit dafür!

      6.1 Brainstorming

      Du beginnst deine Recherche mit Brainstorming.

      Denn bei der Keyword-Recherche dreht sich nicht alles nur um Keywords, sondern vor allem um eins:

      Empathie.

      Das heißt den Menschen, der hinter der Sucheingabe steht, besser zu verstehen.

      Oder, besser gesagt:

      Deinen Wunschkunden oder deine Wunschkundin besser zu verstehen. Und diesen oder diese so klar wie möglich zu definieren und kennenzulernen.

      Sagen wir z. B. du bist Meditations-Coach und möchtest deinen Lesern (und potenziellen Kunden) auf deinem Blog Wissen und Tipps rund um Meditation anbieten.

      Dann könntest du folgende Fragen stellen:

      • Welche Probleme und Ziele haben deine Wunschkunden mit Meditation? (Kann nicht 15 Minuten still sitzen, scheint nichts zu bringen)
      • Warum suchen sie bei Google danach? Was ist ein möglicher Auslöser dafür? (Stress bei der Arbeit, zu viel Grübeln, Partner hat mich verlassen etc.)
      • Nach welchen Lösungen könnten sie suchen? (Schritt-für-Schritt-Anleitung, um zu meditieren)
      • Nach welchen Angeboten zum Thema Meditation könnten sie suchen? (Online-Kurs, Workshop, 1-zu-1-Coaching, Meditations-App etc.)
      • Welche Fragen haben deine Wunschkunden zu Meditation? (Wie oft sollte ich meditieren? Wie lange meditieren? Was ist die beste Sitzposition?)

      Ziel davon ist es, am Ende eine lange Liste an potenziellen Themen zu haben, aus denen wir Keyword-Ideen gewinnen können.

      Experten-Tipp: Für noch bessere Ergebnisse beim Brainstorming ergibt die Erstellung einer Buyer Persona (auch Customer Avatar genannt) Sinn. Das sorgt dafür, dass du beim Brainstorming nach den Problemen, Zielen oder Fragen deiner Wunschkunden eine konkrete Person vor Augen hast und dich besser in diese hineinversetzen kannst.

      6.2 Keyword-Ideen finden

      Im zweiten Schritt unserer Keyword-Suche sammeln wir potenzielle Keyword-Ideen auf Grundlage unseres Brainstormings.

      Diese Ideen werden dann in den Schritten 3, 4 und 5 nach und nach aussortiert und gruppiert, um daraus konkrete Inhalte erstellen zu können.

      Ideen können wir generell auf drei Arten finden:

      #1 Über Suggest-Funktionen

      Suggest-Funktionen dienen uns dazu, uns einen ersten Überblick zu verschaffen, welche Keywords zu einem Thema gesucht werden.

      Sich daraus ergebende Vorschläge können wir dann anschließend in Keyword-Tools eingeben, um diese tiefer analysieren zu können.

      Eigentlich könnte dieser Abschnitt deshalb auch “Brainstorming: Teil 2” heißen.

      Als Erstes gucken wir uns selbstverständlich die Suchvorschläge von Google selbst an, z. B. in der Autovervollständigung des Suchfeldes (auch Google Suggest oder Autocomplete genannt):

      Keyword-Ideen finden mit Google Suggest

      Genauso wie die Ähnlichen Suchanfragen am Ende jeder Suchergebnis-Seite:

      Ähnliche Suchanfragen in der Google-Suche

      Über das SERP-Feature Nutzer fragen auch lässt sich ebenfalls super in Erfahrung bringen, welche Probleme und Fragen Google-Nutzer zu einem Thema haben:

      Google SERP-Feature: Nutzer fragen auch

      Auf der Suche nach Keyword-Ideen kannst du jedoch auch noch andere Suchmaschinen zurate ziehen, wie z. B. Pinterest:

      Pinterest Keyword-Vorschläge

      Oder die Suchvorschläge von Bing:

      Suchvorschläge von Bing

      Oder von Amazon (vor allem hilfreich, wenn du einen Online-Shop mit physischen Produkten hast oder Affiliate-Marketing machst):

      Ideen für Suchbegriffe bei Amazon finden

      YouTube bietet ebenfalls eine Autovervollständigung von Suchanfragen an:

      Die Autovervollständigung von YouTube für die Ideenfindung nutzen

      Anschließend sammelst du alle für dich und dein Online-Business interessante Keyword-Ideen in einem Excel-Dokument oder mit Google Tabellen:

      Keyword-Ideen in Excel-Dokument oder Google Tabellen sammeln

      #2 Mit Keyword-Tools

      Hast du dir einen groben Überblick verschafft, geht es ans Eingemachte:

      Wir geben unser Thema und ggf. erste Ideen aus den Suchvorschlägen von Google, YouTube und Co. in den KWFinder ein.

      Der große Vorteil daran ist, dass im KWFinder gleich eine Keyword-Analyse aller Ideen angezeigt wird. Samt Suchvolumen, Stärke der Konkurrenz, CPC und den Suchergebnissen selbst:

      Tabelle mit Keyword-Suggestions im KWFinder

      Oder bei Ubersuggest:

      Keyword-Vorschläge mit Ubersuggest finden

      Der Google Ads Keyword-Planer (ehemals Google Adwords Keyword Tool) eignet sich auch, um Ideen für neue Suchbegriffe zu finden, zu suchen und ggf. auch herunterzuladen:

      Keyword-Ideen mit dem Google Ads Keyword-Planer finden, filtern und herunterladen

      Ich bevorzuge jedoch Ubersuggest und den KWFinder da dort das Suchvolumen und weitere SEO-relevante Daten angezeigt werden.

      #3 Keywords bei der Konkurrenz finden

      Um noch mehr Keyword-Ideen zu bekommen, können wir zusätzlich die Konkurrenz anschauen.

      Das geht z. B. mit SEO-Tools wie SEMRush oder ahrefs.

      Auch das Tool Ubersuggest bietet seit Anfang 2019 eine Analyse auf Domain-Basis an. Leider ist es mittlerweile nicht mehr kostenlos, ist aber mit 30 € im Monat deutlich günstiger als viele Profi-Tools.

      Um die Keywords eines Konkurrenten einzufügen, gibst du einfach eine Domain anstatt einem Keyword in das Suchfeld ein.

      Anschließend wird dir ein Überblick über die Domain angezeigt. Wenn du ganz zum Ende der Übersicht scrollst, findest du einen Abschnitt namens SEO-Keywords, in dem alle Suchbegriffe aufgelistet sind, für die eine Domain rankt (sortiert nach dem geschätzten Traffic, der über den jeweiligen Suchbegriff kommt):

      SEO-Keywords in Ubersuggest

      Wenn du anschließend auf den Button Alle SEO-Keywords anzeigen, für die diese Domain platziert wird klickst, bekommst du noch mehr Keywords angezeigt:

      Alle SEO-Keywords für eine Domain in Ubersuggest anzeigen

      6.3 Ergebnisse filtern und sortieren

      Nun solltest du einen riesigen Haufen an Keyword-Ideen haben!

      Diesen Haufen gilt es nun auszumisten (Duplikate, thematisch irrelevante Suchanfragen etc.) und eingehender zu analysieren.

      Dazu exportierst du alle Daten aus allen Tools (viele Tools wie der KWFinder und Ubersuggest haben Exportfunktionen) und fügst sie in einer Tabelle zusammen.

      Anschließend filterst, sortierst und gruppierst du deine Tabelle. Ich arbeite dabei oft mit farblichen Markierungen:

      Keyword-Ideen näher analysieren und aussortieren

      6.4 Passende Haupt-Keywords finden

      Hast du deine Keyword-Ideen näher analysiert und die Spreu vom Weizen getrennt, geht es jetzt daran ein passendes Haupt-Keyword für jede Keyword-Gruppe zu finden.

      Ein Beispiel:

      Da ich für meinen (fiktiven) Meditations-Blog noch keine Einführung für Einsteiger habe, möchte ich gerne dort thematisch ansetzen.

      Also schaue ich mir alle Keywords an, die ich in das Thema Was ist das? eingeordnet habe.

      Dort springt mir das Keyword meditation für anfänger ins Auge, das sich aufgrund seines hohen Suchvolumens und der immer noch moderaten Konkurrenz sehr gut als Haupt-Keyword eignet.

      6.5 Einen Keyword-Cluster bilden

      Nun geht es an die Erstellung eines Keyword-Clusters zu unserem eben gefundenen Haupt-Keyword.

      Ein Keyword-Cluster besteht aus Neben-Keywords, die thematisch mit deinem Haupt-Keyword eng verknüpft sind. Dazu gehören z. B. Synonyme deines Haupt-Keywords und Unterthemen-Keywords.

      Das ist sehr wichtig und erhöht die Effektivität deiner Keyword-Suche um 200 Quadrillionen Prozent (mindestens!), denn…

      • Du rankst auch wahrscheinlicher für diese Neben-Keywords
      • Du rankst auch besser für das Haupt-Keyword, denn du deckst verschiedene Sprachstile und Suchintentionen ab
      • Google kann deinen Artikel besser thematisch einordnen
      • Du kannst das Haupt-Keyword öfter mal durch ein anderes Keyword ersetzen, wodurch du deine Leser nicht durch “Keyword-Stuffing” verschreckst.

      Synonyme und Unterthemen-Keywords kannst du z. B. mit dem KWFinder, Ubersuggest oder dem kostenlosen Tool Answer The Public finden.

      Answer The Public sammelt zu jedem Suchbegriff die Autovervollständigen-Vorschläge von Google und bereitet diese grafisch auf:

      Analyse von Long-Tail-Keywords mit AnswerThePublic

      Folgende Unterthemen-Keywords würden sich z. B. für unseren Artikel eignen:

      • meditation für anfänger im liegen
      • meditation für anfänger kurse
      • meditation für anfänger übungen
      • meditation für anfänger app

        6.6 Keyword-Analyse nach der Veröffentlichung

        Schau einige Wochen nach der Veröffentlichung, für welche Keywords deine Inhalte mittlerweile ranken und passe sie dahin gehend an.

        Eine Keyword-Analyse für eine bestimmte Seite oder einen Blogartikel lässt sich am besten mit der Suchanalyse-Funktion in der Google Search Console machen.

        Dort kannst du genau sehen, wie viele Besucher über welche Suchanfragen und bei welcher Position und Klickrate auf deine Website kommen:
        Keyword-Analyse mit der Google Search Console

        7. FAQ

        Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zum Suchen und Finden von Keywords:

        7.1 Was kostet Keyword-Recherche?

        Es ist durchaus möglich, kostenlos Keywords zu finden. Es gibt viele gute Gratis-Tools, wie z. B. AnswerThePublic oder Ubersuggest.

        Dafür dauern manche Dinge mit kostenlosen Tools länger. Eine Konkurrenz-Analyse mit SEO-Tools wie ahrefs oder SEMRush, die beide so um die 100$ pro Monat liegen, geht deutlich schneller.

        7.2 Wie lange dauert eine komplette Keyword-Analyse?

        Keyword-Ideen zu finden, auszusortieren, zu gruppieren (Schritt 5.1 – 5.3) kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

        Die komplette Abbildung der Keyword-Gruppen in einer Nische kann mehrere Tage dauern. Je nach Größe deiner Nische und deiner Zielgruppe.

        Für das Finden eines passenden Haupt-Keywords sowie die Erstellung eines Keyword-Clusters (Schritt 5.4 und 5.5) musst du noch einmal mit ca. 1 – 3 Stunden Zeit pro Blogartikel rechnen.

        7.3 Welches Programm eignet sich am besten, um Keyword-Listen zu erstellen?

        Ich nutze entweder Microsoft Excel oder Google Tabellen, wobei letzteres mein Favorit ist.

        Excel bietet zwar mehr Funktionen für Profis, dafür ist Google Tabellen einfacher, übersichtlicher und der Workflow in Kombination mit Keyword-Tools besser, da es ebenfalls browserbasiert ist.

        Als weitere kostenlose Variante kommt Calc, das Tabellenkalkulationprogramm von LibreOffice, in Betracht.

        7.4 Wie finde ich das Suchvolumen für mehrere Keywords auf einmal heraus?

        Das massenhafte Abfragen von Keyword-Daten ist mit Tools wie dem KWFinder, SEMRush oder ahrefs möglich.

        Als kostenlose Variante bietet sich searchvolume.io an, mit dem du das Suchvolumen von bis zu 800 Keywords auf einmal abfragen kannst.

        7.5 Welche Keywords haben das höchste Suchvolumen?

        Branded Keywords, das heißt Keywords mit Marken- oder Websitenamen, haben traditionell das höchste Suchvolumen.

        Warum?

        Viele Menschen geben den Namen eines Dienstes lieber bei Google ein als die komplette URL in die Adressleiste.

        Das sind laut Rangliste von ahrefs die Top 5 in den USA (Stand: Juli 2019):

        1. facebook (233.100.000)
        2. youtube (195.600.000)
        3. amazon (104.800.000)
        4. gmail (92.530.000)
        5. google (84.920.000)

        7.6 Wie finde ich die Suchintention am besten heraus?

        Durch Analyse der Top 10 bei Google und Erstellung eines Keyword-Clusters.

        7.7 Gibt es ein empfehlenswertes WordPress-Plugin zur Keyword-Analyse eines Textes?

        Ich kann dir kein konkretes Plugin empfehlen.

        Alle Plugins mit integrierter Keyword-Analyse für Blogartikel, seien es Yoast SEO, Rank Math oder SEO Squirrly, legen meines Erachtens zu viel Gewicht auf ein einziges Keyword (das Fokus-Keyword).

        Damit sind sie zur Textoptimierung nur bedingt brauchbar.

        Finn Hillebrandt

        Über den Autor

        Finn ist der Gründer von Blogmojo. Er ist Vollzeit-Blogger und SEO-Nerd. Und das schon seit über 10 Jahren. Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Case Studys durch, um zu sehen, was bei Google gerade funktioniert. Er liebt Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss (90 % und mehr).

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