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YouTube & DSGVO: Videos datenschutzkonform einbetten

Die Einbettung von YouTube-Videos ist eine feine Sache. Man kopiert den Einbettungs-Code, fügt ihn in einen Blogartikel ein und schon wird das entsprechende YouTube-Video im Artikel angezeigt.

Weitere nützliche Tipps, Listen und Tutorials findest du hier bei Blogmojo in der Kategorie DSGVO & Datenschutz sowie in meiner Facebook-Gruppe DSGVO & Internetrecht mit 10.000+ Mitgliedern!

Dank der in WordPress integrierten Embed-Funktion geht das ganze sogar noch einfacher: Man kopiert einfach die YouTube-URL, fügt diese in den Artikel ein und schon ist es im Artikel drin.

Was den Datenschutz angeht, ist das jedoch nicht ganz unproblematisch.

Durch das Einbetten von YouTube-Videos werden diverse Verbindungen zu Google-Servern aufgebaut, durch welche mehrere Cookies im Browser deiner Leser gespeichert und Informationen über diese an YouTube und Googles-Werbedienst DoubleClick gesendet werden:

Standard YouTube-Embed in den Chrome Developer Tools

Und das schon bevor deine Leser auf das Video klicken!

Es gibt jedoch mehrere Lösungen, um das zu verhindern und YouTube datensparsamer einzubetten.

Achtung: Dieser Blogbeitrag ist keine Rechtsberatung! Im Rahmen meiner Arbeit als Blogger und WordPress-Dienstleister habe ich mich zwar intensiv mit den geltenden Datenschutzbestimmungen und der DSGVO beschäftigt, ich bin jedoch weder Jurist noch Datenschutz-Experte. Dementsprechend kann ich für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der von mir bereitgestellten Inhalte keine Haftung übernehmen.

1. Einbetten mit Erweitertem Datenschutzmodus

YouTube selbst bietet die Möglichkeit, Embed-Codes zu generieren, bei dem keine Cookies gesetzt werden.

Dazu geht man unter dem YouTube-Video auf Teilen > Einbetten, scrollt herunter und setzt ein Häkchen bei Erweiterten Datenschutzmodus aktivieren:

YouTube-Embed: Erweiterten Datenschutzmodus aktivieren

PS: Ist übrigens ein sehr empfehlenswertes Video für alle, die einen Tritt in den Hintern brauchen!

Die Videos werden dann nicht von der Domain youtube.com, sondern von youtube-nocookie.com geladen:

<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/nShlloNgM2E" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe>

Die Methode hat jedoch zwei Nachteile: Man muss erstens den gesamten Blog nach YouTube-Videos durchsuchen und jedes einzelne durch den neuen Embed-Code ersetzen. Zweitens werden immer noch diverse Verbindungen zu Google-Servern hergestellt (inkl. eines Cookies, das allerdings nur sehr wenige Informationen enthält), bevor der Nutzer überhaupt auf das Video geklickt hat:

YouTube-Embed mit erweitertem Datenschutzmodus in Chrome Developer Tools

Immerhin werden jetzt deutlich weniger Nutzerdaten an YouTube gesendet. Und gar keine mehr an den Werbedienst DoubleClick. Aber das geht noch besser!

2. YouTube Lyte

Mit dem WordPress-Plugin YouTube Lyte (das übrigens vom Entwickler des beliebten Plugins Autoptimize kommt) kannst du YouTube-Videos noch datensparsamer einbinden:

WP YouTube Lyte
WP YouTube Lyte
Preis: Kostenlos

Das Plugin bewirkt nämlich, dass lediglich das Vorschaubild von YouTube-Servern geladen wird. Das Video selbst wird erst geladen, nachdem der Nutzer auf den Play-Button geklickt hat.

Ein positiver Nebeneffekt: Das Plugin verbessert die Ladezeit (zu diesem Zweck wurde es eigentlich entwickelt).

Es erkennt dabei YouTube-Videos automatisch (auch in Form einfacher Links) und ersetzt sie durch die Zwei-Klick-Variante. Das heißt man muss nicht händisch Einbettungs-Codes ersetzen!

Vom Design her sieht das ganze fast genauso aus wie die normalen YouTube-Embeds:

YouTube-Vorschaubild mit YouTube Lyte

Laut den Chrome Developer Tools wird dabei nur eine einzige Verbindung zu YouTube aufgebaut, nämlich die für das Vorschaubild:

YouTube Lyte in den Chrome Developer Tools

Wer es noch datensparsamer möchte, kann in den Einstellungen festlegen, dass Beitragsbilder auf dem eigenen Server zwischengespeichert werden. Das sorgt dafür, dass keine externe Verbindung mehr zu YouTube aufgebaut wird.

Seit Version 1.7.2  lässt sich unter den Videos ein Hinweis-Text einblenden (um z. B. auf die Datenschutzerklärung zu verweisen):

YouTube Lyte Datenschutz-Einstellungen

Seit Version 1.7.3 werden YouTube-Videos nicht mehr von der Domain youtube.com, sondern von youtube-nocookie.com geladen. Das ist für den Datenschutz ebenfalls eine sehr sinnvolle Verbesserung!

3. Embed videos and respect privacy

Die dritte Möglichkeit ist das Plugin Embed videos and respect privacy von Michael Zangl.

Tipp: Ich empfehle dir, das Plugin nicht über das WordPress Repository, sondern über GitHub herunterzuladen, dort ist bereits eine neuere Version verfügbar!

Wie bei YouTube Lyte handelt es sich um eine Zwei-Klick-Lösung. Das heißt, das eigentliche YouTube-Video wird erst geladen, nachdem ein Nutzer auf den Play-Button drückt. Das ganze sieht dann auch ähnlich aus:

YouTube-Vorschaubild mit Embed videos and respect privacy

Doch Embed videos and respect privacy lädt das Vorschaubild nicht von YouTube-Servern, sondern vom eigenen Server, auf dem es zwischengespeichert wird.

Das heißt, es wird keinerlei Verbindung zu YouTube-Servern vor dem Klick hergestellt.

Hinweis: Bitte beachte, dass das Plugin nur für YouTube-Videos funktioniert, die mittels der Embed-Funktion von WordPress, also mit einfacher URL in den Artikel eingebunden wurden. Es funktioniert nicht, wenn du Videos mit dem von YouTube bereitgestellten Embed-Code eingebunden hast. Den muss man ggf. händisch durch einfache URLs ersetzen.

PS: Der Text im Bild lässt sich anpassen!

4. Borlabs Cookie

Das nützliche Plugin Borlabs Cookie bietet nicht nur die Möglichkeit ein Opt-In für JavaScripte, Facebook Pixel und Google Analytics anzuzeigen, sondern auch die Möglichkeit YouTube-Videos nachzuladen.

Dabei bietet es gegenüber YouTube Lyte und Embed videos and respect privacy einige Vorteile:

  1. Es funktioniert sowohl für Videos, die mit einfacher URL im Artikel eingebunden als auch für Videos, die per Einbetten-Code eingebunden werden (anders als bei Embed videos and respect privacy)
  2. Es funktioniert auch für Vimeo-Videos und beliebige Inhalte, die per iframe geladen werden.
  3. Es wird regelmäßig aktualisiert und bietet deutschen Support

Das einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist, dass man den Hinweistext über dem Video nicht für jede einzelne Anwendung, sondern nur global anpassen kann (hinter “YouTube” verbirgt sich ein Platzhalter, der bei einem Vimeo-Video entsprechend “Vimeo” anzeigt, siehe Bild weiter unten).

Ein eingebettetes Video mit Borlabs Cookies sieht so aus:

YouTube Video mit Borlabs Cookie

Das YouTube-Vorschaubild wird übrigens von Borlabs Cookie auf dem eigenen Server zwischengespeichert, das heißt es wird keine Verbindung zu YouTube-Servern hergestellt, bevor ein Nutzer auf den Button klickt. Wer dabei Bedenken bezüglich des Urheberrechts hat, kann das Thumbnail auch komplett deaktivieren.

5. Extra Privacy for Elementor

Falls du den Page-Builder Elementor nutzt, kannst du auch mithilfe des Plugins Extra Privacy for Elementor in das Video-Widget eine Zwei-Klick-Lösung integrieren und so Videos von YouTube oder Vimeo erst nach dem Klicken laden.

Zusätzlich wird nach dem Klick auf den Play-Button ein Hinweis-Text angezeigt:

Extra Privacy for Elementor

Auf der Website des Entwicklers kann man das Plugin in Aktion sehen.

6. Einen Link zu YouTube setzen

Die mit Abstand datensparsamste Methode, um deinen Besuchern ein YouTube-Video zu zeigen, ist ein einfacher Link zum Video, wie z. B.:

https://www.youtube.com/watch?v=nShlloNgM2E

Der Nachteil besteht natürlich darin, dass deine Nutzer dann deine Website verlassen und zu YouTube weitergeleitet werden.

Das ist dir vielleicht schon klar, aber der Vollständigkeit halber soll das hier nicht unerwähnt bleiben.

Hinweis: Bitte denk bei WordPress daran, wirklich einen Link zu setzen und nicht nur die URL in den Artikel hineinzukopieren. Denn ansonsten wird diese URL unter Umständen von der Embed-Funktion automatisch durch ein eingebettetes YouTube-Video ersetzt.

Du willst die DSGVO so schnell wie möglich abhaken?

Regina Stoiber hat einen tollen Online-Kurs zur DSGVO herausgebracht, der auch für Anfänger verständlich ist und ohne unnötige Panikmache auskommt. Er beinhaltet:

  • 8 Video-Module zu Themen wie Website, Auftragsdatenverarbeitung, Informationspflicht und vieles mehr (insgesamt ca. 3 Stunden)
  • Muster und Vorlagen zu allen wesentlichen Inhalten zum Download
  • Zugang zu einer exklusiven Support-Gruppe, in der sie persönlich deine Fragen zur DSGVO beantwortet (alleine schon das Geld für den Kurs wert!)

Mir persönlich haben vor allem die Module zur Auftragsverarbeitung, dem Verfahrensverzeichnis sowie der Informationspflicht weitergeholfen (zu denen man auch tolle Muster bereitgestellt bekommt). Durch das vorausgefüllte (!) Verfahrensverzeichnis ist mir z. B. viel Recherche-Arbeit erspart geblieben!

Der Kurs kostet einmalig 147 € inkl. Mwst.

Hier geht’s zum Kurs!

Zum Abschluss gibt es wie immer noch etwas zum Pinnen:

In dieser Anleitung zeige ich dir verschiedene Wege auf, um YouTube datenschutzkonform in deine Website einzubinden.

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn ist Gründer von Blogmojo und seit 2011 als Internet-Unternehmer selbstständig. Er ist besessen von SEO und absoluter WordPress-Fan. Er liebt Espresso und Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss.