Die Einbettung von YouTube-Videos ist eine feine Sache. Du kopiert den Einbettungs-Code, fügst ihn in deine Website und das entsprechende YouTube-Video wird dort angezeigt.
Wenn du eine WordPress-Website hast, geht das Ganze sogar noch einfacher. Du musst nur die YouTube-URL kopieren, um ein Video in einen Post einzubetten.
Was den Datenschutz angeht, ist das jedoch nicht ganz unproblematisch.
Durch das Einbetten von YouTube-Videos werden diverse Verbindungen zu Google-Servern aufgebaut, durch welche mehrere Cookies im Browser deiner Leser gespeichert und Informationen über diese an YouTube und Googles-Werbedienst DoubleClick gesendet werden:

Und das, bevor deine Leser überhaupt auf das Video klicken, was nicht DSGVO-konform ist.
Es gibt jedoch mehrere Lösungen, um das zu verhindern und YouTube datensparsam einzubetten. Vier davon stelle ich dir in diesem Artikel vor:
- YouTube-Embeds übertragen bereits beim Laden personenbezogene Daten – ein DSGVO-Problem ohne Zustimmung.
- YouTube-nocookie.com (erweiterter Datenschutzmodus) reduziert Tracking, ist aber keine 100 % DSGVO-konforme Lösung.
- WP YouTube Lyte oder Real Cookie Banner blocken externe Inhalte bis zur Einwilligung – deutlich sicherer und rechtlich abgesichert.
1. Einbetten mit erweitertem Datenschutzmodus
YouTube selbst erlaubt, Embed-Codes zu generieren, bei denen keine Tracking-Cookies gesetzt werden.
Dazu gehst du unter dem YouTube-Video auf Teilen > Einbetten, scrollst herunter und setzt ein Häkchen bei "Erweiterten Datenschutzmodus aktivieren":

Die Videos werden dann nicht von der Domain youtube.com, sondern von youtube-nocookie.com geladen:
<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/nShlloNgM2E" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe>Die Methode hat jedoch zwei Nachteile:
Nachteil #1:
Es ist schwierig, das global auf deiner Website zu ändern. Du musst deine gesamte Website nach YouTube-Videos durchsuchen und jedes einzelne durch den neuen Embed-Code ersetzen.
Nachteil #2:
Durch den erweiterten Datenschutzmodus werden zwar weniger Nutzerdaten an YouTube gesendet und gar keine mehr an den Werbedienst DoubleClick.
Es werden aber immer noch diverse Verbindungen zu Google-Servern hergestellt (inkl. eines Cookies, das allerdings nur sehr wenige Informationen enthält), bevor der Nutzer überhaupt auf das Video geklickt hat:

Wirklich datensparsam ist das nicht und auch nicht zu 100 % DSGVO-konform.
Da gibt es bessere Lösungen:
2. WP YouTube Lyte

Wenn du eine WordPress-Website hast, kannst du mit dem Plugin WP YouTube Lyte YouTube-Videos noch datensparsamer einbinden.
Die Zwei-Klick-Lösung bewirkt, dass beim Öffnen einer Seite lediglich das Vorschaubild von YouTube-Servern geladen wird, wie man hier in den Chrome Developer Tools sehen kann:

Das Video selbst wird erst geladen, nachdem der Nutzer auf den Play-Button geklickt hat.
Dabei wird automatisch der erweiterte Datenschutzmodus verwendet. Videos werden also von youtube-nocookie.com anstatt von youtube.com geladen.
Die durch WP YouTube Lyte ersetzen Videos sehen dabei fast aus wie die normalen YouTube-Embeds:

Das Plugin erkennt YouTube-Videos auf deiner WordPress-Website automatisch (auch in Form einfacher Links oder in Gutenberg-Blöcken) und ersetzt sie durch die Zwei-Klick-Variante. Das heißt, du musst nicht händisch Einbettungs-Codes ersetzen!
Wenn du es noch datensparsamer möchtest, kannst du in den Einstellungen sogar festlegen, dass Beitragsbilder auf dem eigenen Server zwischengespeichert werden. Das sorgt dafür, dass keine externe Verbindung mehr zu YouTube aufgebaut wird.
WP YouTube Lyte ist allerdings nur dann eine Lösung, wenn du ausschließlich YouTube-Videos und keine anderen eingebetteten Inhalte verwendest, denn für die benötigst du auch eine Einwilligung.
Zudem ist WP YouTube Lyte auch nicht zu 100 % DSGVO-konform rechtssicher, denn Einwilligungen müssen nicht nur widerrufbar, sondern auch nachweisbar sein.
Aber auch zu WP YouTube Lyte gibt es eine bessere Alternative:
3. Real Cookie Banner

Real Cookie Banner ist die umfassendste Lösung, um YouTube-Videos DSGVO-konform einzubetten.
Das Plugin kombiniert Cookie-Banner, Opt-in-Management und einen Content-Blocker, der externe Medien sperrt, bis Nutzer zustimmen.
Lehnen Besucher externe Medien ab, zeigt Real Cookie Banner stattdessen einen Platzhalter.

Seit Version 3.0 kannst du aus mehreren Designs wählen und Vorschaubilder automatisch herunterladen lassen – so wirkt der Blocker fast wie ein normaler Player.

Mit der Hero-Variante plus lokalem Vorschaubild bleibt das Nutzererlebnis nahezu unverändert.

Der Blocker funktioniert nicht nur mit YouTube, sondern auch mit über 100 weiteren Diensten – von Vimeo bis Google Maps.
Das sind weitere Vorteile von Real Cookie Banner:
- Nutzer können bereits beim Laden der Seite bestimmen, dass alle externen Medien angezeigt werden sollen
- Der Content-Blocker funktioniert auch ohne API-Key von YouTube
- Das Plugin wird regelmäßig aktualisiert und bietet deutschen Support
- Du benötigst kein zweites, drittes oder viertes Plugin für weitere externe Dienste, denn Real Cookie Banner ist eine All-in-one-Lösung!
- Jede Einwilligung wird von Real Cookie Banner in der WordPress-Datenbank protokolliert
- Nutzer können der Einwilligung jederzeit widersprechen
Weitere Infos zum Plugin findest du in meinem Testbericht zu Real Cookie Banner und in meinem Vergleich von WordPress-Cookie-Plugins.
4. Einen Link zu YouTube setzen
Wenn du keine zusätzlichen Plugins installieren willst, bleibt immer die einfache Lösung: einen Link setzen.
Entweder gibst du die URL direkt an: https://www.youtube.com/watch?v=nShlloNgM2E
Oder du nutzt einen sprechenden Linktext: Video von Gary Vaynerchuck über Millennials und Prokrastination
Der Nachteil liegt auf der Hand: Nutzer verlassen deine Website und landen bei YouTube.
Der Vollständigkeit halber sollte diese Option dennoch erwähnt werden.
5. FAQ
Hier beantworte ich häufige Fragen rund um YouTube-Videos und Datenschutz.






