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Die 12 Gesetze unglaublich erfolgreicher Blogartikel

12 einfache Strategien, um Blogartikel schneller zu schreiben (ohne, dass die Qualität darunter leidet)

Ich habe festgestellt, dass ich manchmal viel zu lange an Blogartikeln sitze. Das kann nicht nur frustrierend sein, sondern ist auch schlecht für’s Blog-Business. Zeit ist schließlich Geld!

Deswegen habe ich in den letzten Wochen und Monaten diverse Techniken und Strategien ausprobiert, um Blogartikel, Newsletter oder E-Books schneller schreiben zu können. Und das mit vollem Erfolg!

Folgende Strategien und Tricks haben mir dabei geholfen, Blogartikel fast doppelt so schnell (!) zu schreiben wie vorher, ohne Qualitätsverluste dafür in Kauf nehmen zu müssen:

1. Ständig Inspirationen sammeln

Um nicht erst ewig überlegen zu müssen, worüber ich denn schreiben soll, bin ich ständig auf Ideensuche. Ich lese viel auf anderen Blogs und wenn ich ein Thema sehe, das mich interessiert und über das ich auch gerne schreiben möchte, dann trage ich es in meine Inspirationsliste ein.

Ich habe mir über Google Tabellen eine Liste angelegt, in die ich immer potenzielle Artikelideen eintrage (zusammen mit Referenz-Links). Unterwegs sammele ich auch Ideen mit der Notizen-App auf dem iPhone und ich speichere mir Artikel, die mir gefallen und die mich inspirieren mit Pocket.

Wenn ich dann mal wieder Zeit habe zu schreiben, schaue ich einfach in meine Listen, suche mir ein Thema aus (nicht zu lange überlegen) und fange an zu schreiben.

2. Ablenkungen reduzieren

Ablenkungen sind für mich ein massives Problem. Anstatt zu schreiben (oder andere Dinge zu tun, die wichtig sind) checke ich oft Facebook, Twitter, lese News auf heise oder bei der Tagesschau.

Dabei geholfen, Ablenkungen zu reduzieren hat mir die App Focus. Ich habe diese aktuell so eingestellt, dass alles Social-Media-Seiten (außer Pinterest) sowie News-Seiten, die ich zur Ablenkung häufig frequentiere sowie ablenkende Apps wie WhatsApp von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr ausgeschaltet sind. So kann ich mich in den Zeiten, in denen ich am produktivsten bin, auf das Schreiben konzentrieren.

Wenn Focus aktiviert ist und man im Browser eine Website aufruft, die in der Sperrliste steht, wird stattdessen ein motivierendes Zitat angezeigt:

Blogartikel schneller schreiben durch die Focus-App

Was mir zudem hilft, ist Ablenkungen jenseits des Rechners zu reduzieren, dazu zählt z. B.:

  • Smartphone ausschalten oder lautlos stellen
  • An einem ruhigen Ort arbeiten
  • Aufräumen und Saubermachen (Unordnung  im Raum sorgt oft auch für Unordnung in meinem Kopf)
  • Vor oder nach der Arbeit essen, nicht währenddessen

3. Verbessere deine Konzentration

Du kannst nur dann schneller schreiben, wenn du auch wirklich konzentriert bist. Ich kann folgendes, um den Kopf frei zu bekommen:

  • mach Pausen (z. B. mit der Pomodoro-Technik)
  • halte dich körperlich fit und ernähr dich gesund
  • Sorg dafür, dass du ausreichend schläfst
  • Sorg dafür, dass dein Kopf frei bleibt (ich meditiere jeden Morgen für 10 Minuten)
  • Trink nicht zuviel Kaffee (oder andere koffeinhaltige Getränke) und setz diese gezielter ein
  • Hör nebenbei Musik (die, dich nicht ablenkt)

4. Mach eine Sache zur Zeit

Wenn du schreibst und währenddessen tausend andere Sachen machst, wie formatieren, korrekturlesen, Bildbearbeitung oder Keyword-Recherche und -Optimierung, dauert es zehnmal länger bis dein Blogartikel fertig wird.

Anstatt alles auf einmal zu machen, mach alles nacheinander. Während du schreibst, schreibst du. Während du redigiert, redigierst du. Während du Bilder bearbeitest, bearbeitest du Bilder etc.

5. Fass gleiche Aufgaben zusammen

Sagen wir dein Blogartikel hat 10 Absätze und für jeden Absatz möchtest du ein Bild einfügen. Du gehst wie folgt vor:

  • Du schreibst einen Absatz.
  • Du suchst/erstellst ein passenden Bild für den Absatz, lädst es hoch und fügst es ein.
  • Du schreibst einen Absatz.
  • Du suchst/erstellst ein passenden Bild für den Absatz, lädst es hoch und fügst es ein.

Das ist total ineffizient. Besser ist:

  • Du schreibst 10 Absätze.
  • Du suchst/erstellst 10 Bilder.
  • Du lädst alle auf einmal 10 Bilder hoch.
  • Du fügst die 10 Bilder an die entsprechenden Stellen im Artikel nacheinander ein.

Dadurch:

…verlierst du deine Konzentration nicht, weil du oft zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechselst und gedanklich vielleicht schon bei der nächsten Aufgabe bist.
…sparst du dir viele Arbeitsschritte, da du diese nicht 10 Mal, sondern nur einmal machst (z. B. braucht du nur einen Arbeitschritt, um alle 10 Bilder hochzuladen)

6. Halt dich immer an den gleichen Ablauf

Routinen sorgen für mehr Produktivität. Nicht nur beim Bloggen, sondern bei so ziemlich allem im Leben. Beim Schreiben von Blogartikeln halte ich mich, wenn möglich, immer an einen ähnlichen Ablauf mit folgenden 3 Schritten:

Schritt 1 (erster Tag):

  • Gliederung festlegen und Recherchequellen raussuchen
  • Ersten Entwurf runterschreiben

Schritt 2 (zweiter Tag):

  • Korrekturlesen und Feinschliff
  • Formatierung
  • Bilder (Beitragsbild, Pinterests, Bilder im Artikel) suchen/selbst machen, bearbeiten und in den Artikel einfügen
  • Zitate und Links einfügen
  • Keyword-Optimierung

Schritt 3: (dritter Tag oder später am zweiten Tag)

  • Abschließendes Korrekturlesen
  • Veröffentlichung
  • Teilen in sozialen Medien, über Push-Nachrichten, Newsletter etc.

Oft lege ich Schritt 2 und Schritt 3 auf einen Tag zusammen, wenn es meine Zeit und Konzentration zulassen.

Auch müssen Tag 1 und Tag 2 bzw. Tag 2 und Tag 3 nicht unbedingt zusammenhängen. Aber es ergibt Sinn, nicht zu viel Zeit zwischen den einzelnen Tagen vergehen zu lassen. Eine Aufteilung auf mehrere Tag sorgt zwar dafür, dass man nicht betriebsblind wird, allerdings kann ein zu großer Zeitabstand dafür sorgen, dass man aus dem Flow kommt und sich erneut in den eigenen Artikel einlesen muss.

Bei Sandra Holze findest man mit der 3-Tage-Technik einen ähnlichen Ansatz, um Schreibblockaden zu überwinden und Blogartikel fixer zu schreiben. Für meine ausführlichen Tutorials reicht eine Gesamtzeit von anderthalb Stunden allerdings nicht aus…

7. Platzhalter verwenden

Um nicht in meinem Schreibfluss abgelenkt zu werden und neben dem Schreiben noch nach passenden Bildern, Quellen, Zitaten oder Dingen zu suchen, die Recherche erfordern verwende ich Platzhalter.

Wenn ich mit dem Schreiben des Artikels fertig bin, suche ich nach meinen Platzhaltern mit STRG + F (oder CMD + F auf dem Mac) und ergänze nach und nach die fehlenden Inhalte.

Ich verwende dafür XX, weil in der deutschen Sprache keine Wörter gibt, die diese Buchstabenfolge enthalten und ich so sicherstelle, dass bei meiner Platzhaltersuche auch nur Platzhalter markiert werden. Manche Blogger benutzen dafür auch TK (für to come) oder ÄÄ.

Tipp: Ich setze hinter das XX immer noch in Klammern, was denn genau ergänzt werden muss, also z. B. XX (Quellenangabe) oder XX (Screenshot).

8. Fasse dich kurz

Ich bin auch jemand, der gerne zu lange Sätze schreibt und zu weit ausholt. Mittlerweile versuche ich es mir zu Gewohnheit zu machen, mich kürzer zu fassen und mich auf das Wesentliche zu beschränken.

Das spart wertvolle Lebenszeit. Nicht nur für mich, sondern auch für dich, meinen Leser.

9. Setz dir für jede Aufgabe ein Zeitfenster

Du kannst viel Zeit sparen, wenn du dich beim Schreiben auf das Wesentliche konzentrierst.

Aber umgekehrt funktioniert es genauso: Dadurch, dass du die Zeit, die du für einen Blogartikel (und die einzelnen Arbeitsschritte) brauchen darfst, von vornherein begrenzt, konzentrierst du dich eher auf das Wesentliche.

Für diesen Artikel hatte ich zum Beispiel noch drei Punkte mehr, die aber nicht so wichtig waren. Dadurch, dass ich mir die Deadline gesetzt habe, ihn heute fertigzustellen, hab ich die Punkte einfach ausgelassen.

Diese Technik ist Bestandteil der Parkinsonschen Gesetze, benannt nach dem britischen Soziologen Cyril Northcote Parkinson:

“Work expands so as to fill the time available for its completion.”

10. Klick schneller auf Veröffentlichen!

Ich neige zu Perfektionismus. Das ist nicht unbedingt schlecht, sorgt aber öfter mal dafür, dass ich anfange herumzutüdeln und mit einer Aufgabe nicht fertig werde und doppelt so lange brauche wie nötig.

Dabei erzielt man mit nicht perfekten Blogartikeln meistens die gleichen Resultate. Vielleicht ist hier oder da ein Komma zu wenig oder etwas nicht ganz so klar ausgedrückt, wie es sein könnte, oder die Belichtung beim Beitragsbild nicht allererste Sahne. Aber das fällt den meisten Lesern sowieso nicht auf.

Gerade habe ich zum Beispiel dabei erwischt, darüber nachzudenken, ob herumtüdeln tatsächlich eine gute Wortwahl ist. Aber ich hab mein Perfektionisten-Hirn ignoriert und es einfach mal so stehen gelassen.

11. Verwende Vorlagen

Vorlagen helfen dir dabei, die gleiche Arbeit nicht immer und immer wieder machen zu müssen. Dazu gehört zum Beispiel:

  • HTML- und CSS-Vorlagen für Tabellen, Hinweiskästen oder Buttons
  • Photoshop- oder Canva-Vorlagen für Beitragsbilder oder Pinterest-Bilder
  • Plugins zum Einfügen von Amazon-Produktboxen oder -Tabellen (wie z. B. AAWP oder ASA 2 Pro)
  • Benutzen von WordPress-Shortcodes (entweder selbst in die functions.php codiert, über themeeigene Shortcodes oder ein Plugin wie Shortcodes Ultimate)
  • Einfügen von Affiliate-Links, z. B. mit ThirstyAffiliates
  • Einbindung von Apps mit WP-Appbox

Eine meiner Canva-Vorlagen für Pinterest-Bilder sieht zum Beispiel so aus:

Schneller schreiben dank Vorlagen

12. Lerne, schneller zu tippen

Wer schneller tippen kann, kann auch schneller schreiben.

Mir hat es sehr viel gebraucht, schon früh zu lernen, mit 10 Fingern zu tippen. Man muss noch nicht einmal einen Kurs dafür besuchen. Es gibt zahlreiche Computerprogramme oder Browser-Apps, mit denen man das einfach zu Hause am eigenen PC üben kann.

Ich habe damals das Programm TIPP10 genutzt, das ich selbst nach etlichen Jahren noch von Zeit zu Zeit öffne, um meinen Speed ein bisschen zu erhöhen. Mittlerweile gibt es das auch in verschiedenen Sprachen und sowohl offline für Windows, Linux und Mac als auch online.

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn ist der Gründer von Blogmojo. Er ist Vollzeit-Blogger und SEO-Nerd. Und das schon seit über 10 Jahren. Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Case Studys durch, um zu sehen, was bei Google gerade funktioniert. Er liebt Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss (90 % und mehr).

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