7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

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7 fatale Fehler bei der Keyword-Optimierung, die dich deine Rankings kosten

nofollow vs. dofollow: Der ultimative Guide

Als Blogger kommst du nicht drumherum, den Unterschied zwischen nofollow und dofollow zu kennen.

Spätestens, wenn du die erste Kooperationsanfrage bekommst oder versendest, und sowieso, wenn du dich mit SEO beschäftigst (was du solltest!).

Wie kennzeichnet man eigentlich Links als nofollow oder dofollow? Und warum eigentlich? Welche Fehler kann man dabei machen? Und welche Konsequenzen kann es eigentlich haben, Links falsch zu kennzeichnen? All diesen Fragen widme ich mich in diesem (ausführlichen!) Guide und hoffe damit, einige Irrtümer beseitigen zu können.

1. Was ist nofollow?

Normalerweise sieht Google jeden Link zu einer Webseite als Empfehlung für die verlinkte Webseite. Je mehr Empfehlungen eine Webseite (und die dazugehörige Domain hat) hat und je vertrauenswürdiger diese Empfehlungen sind, desto höher gewichtet Google diese Webseite in den Suchergebnissen.

Mithilfe von nofollow kannst du Google die Anweisung geben, einem Link nicht zu folgen, wodurch dieser Link nicht in das Google-Ranking der verlinkten Webseite mit einfließt und dieses in der Theorie weder verbessern noch verschlechtern kann. Das liegt daran, dass über diese Links kein Anker-Text und kein PageRank übertragen wird.

Hinweis: Natürlich gilt nofollow auch für andere Suchmaschinen, wie z. B. Bing, Qwant, Yahoo. Aufgrund deren Irrelevanz für den deutschen Markt, spreche ich in diesem Artikel der Einfachheit halber aber nur von Google.

2. Wie kennzeichne ich Links als nofollow?

Auf Seitenebene verwendet man dazu einen sogenannten meta-Tag, der im <head>-Bereich deines Blogs platziert wird (dort wo auch Meta-Titel und -Beschreibung stehen). Dieser sorgt dafür, dass alle Links auf einer Seitenofollow sind. Dies ist allerdings in der Praxis selten sinnvoll einsetzbar.

 <meta name="robots" content="nofollow" />

Üblicherweise setzt man nur einzelne Links auf aufnofollow. Dies erfordert die Erweiterung des Links um das Attribut rel="nofollow" (rot markiert).

 <a href="http://www.abc.de/hallo-welt/" rel="nofollow">Hallo Welt!</a>

Dabei ist es egal, an welcher Position im Link das Attribut eingebaut wird. Es kann vor dem href stehen, dahinter oder auch zwischen anderen Attributen, wie z. B. class oder style (gelb markiert).

 <a rel="nofollow" class="button" href="http://www.abc.de/hallo-welt/">Hallo-Welt!</a>

Ich ziehe es vor, alle Links im Text-Editor bei WordPress zu bearbeiten. Wenn du dich damit noch nicht so wohl fühlst, kannst du empfehle ich dir das Plugin Ultimate nofollow, das den visuellen Editor in WordPress um eine kleine Checkbox ergänzt.

Einziges Manko:

Das Plugin funktioniert leider nicht mit Gutenberg, sondern nur mit dem Classic Editor.

3. Was ist dofollow?

Als dofollow-Links (oder einfach nur follow-Links) bezeichnet man alle stinknormalen Links, die keinrel="nofollow"-Attribut haben.

Diesen Links folgt Google, das heißt die verlinkte Webseite wird möglicherweise in den Google-Index aufgenommen und der Link fließt in die Bewertung der Webseite im Google-Ranking mit ein.

Hinweis: Ein dofollow-Link muss nicht extra als solcher ausgewiesen werden. Es ist deshalb sinnlos, Links mit Attributen wie rel="follow" oder rel="dofollow" zu versehen.

4. Wann sollte ich Links auf nofollow setzen?

4.1 Für nicht vertrauenswürdige Websites

Wenn du selbst auf eine nicht vertrauenswürdige Website verlinkst, kann sich das negativ auf dein eigenes Google-Ranking auswirken. Um das zu verhindern, kannst du einen entsprechenden Link mitrel="nofollow" versehen und dadurch entwerten.

Zu nicht vertrauenswürdige Websites, die du auf jeden Fall auf nofollow setzen solltest, zählen z. B. Websites, die…

  • keine oder nur wenig eigene Inhalte haben (“Thin Content”)
  • aus kopierten oder automatisch generierten Inhalten bestehen (“Duplicate Content”)
  • für Urheberrechtsverletzungen bekannt sind
  • nur zum Zweck bestehen, dass Nutzer auf Affiliate-Links klicken (z. B. Affiliate-Nischenseiten)
  • Malware (Spyware, Viren etc.) verbreiten
  • massenhaft gekaufte oder spamlastigen Links haben
  • bewusst Nutzer oder Suchmaschinen täuschen (z. B. durch Cloaking, Brückenseiten, irreführende Weiterleitungen oder verborgene Texte oder Links)
  • Nutzern nur Geld aus der Tasche ziehen wollen (Casino-Seiten, Get-Rich-Quick-Websites etc.)

Natürlich ist es für deine Nutzer immer besser, wenn du gar nicht erst auf eine zwielichtige Website verlinkst und deine ausgehenden Links genau prüfst, anstatt sie auf nofollow zu setzen (denn das verhindert schließlich nicht, das Nutzer auf den Link klicken können).

In manchen Fällen ist die Überprüfung jedes ausgehenden Links einfach zu zeitaufwändig. In Forenbeiträgen, -Profilen und Signaturen, in Kommentaren auf Blogs oder Gästebüchern zum Beispiel ergibt es deshalb z. B. Sinn, alle Links pauschal auf nofollow zu stellen. Zum Teil hält das Spammer auch davon ab, einen Link irgendwo unterzubringen, denn durch rel="nofollow" ist er schließlich für das Google-Ranking wertlos.

4.2 Bezahlte Links oder Werbung

Bei der Berechnung des Google-Rankings sind Links ein wichtiger Faktor. Und trotz diverser Algorithmusänderungen im Laufe der Jahre lässt das Google-Ranking einer Webseite durch Linkkauf immer noch stark beeinflussen.

Deshalb schreibt Google in seinen Richtlinien für Webmaster explizit vor, dass gekaufte Links oder Links im Rahmen einer Anzeige mit demrel="nofollow"-Attribut versehen werden, damit diese Links die Suchergebnisse nicht verzerren. Das gilt z. B. für:

  • Sponsored Posts
  • Affiliate-Links
  • Links in Textanzeigen oder Werbebannern
  • Linkkauf oder -miete

4.3 Steuerung des Googlebots

Durch Verwendung von nofollow kann man gezielt Googles Webcrawler (auch Googlebot genannt) steuern und auf die Webseiten lenken, die auch wirklich in den Google-Index aufgenommen werden sollen.

Dazu zählen zum Beispiel Links zur Registrierung, zum Adminstrations-Bereich oder ähnliches. Für ganz normale Blogs ist das allerdings nicht wirklich relevant und gilt eher für große Online-Portale mit zehntausenden Webseiten oder große Foren, die eher auf ihr Crawl-Budget achten müssen.

5. Die häufigsten Fehler bei der Verwendung und ihre Konsequenzen

Fehler #1: Du kennzeichnest Werbelinks nicht mit nofollow

Zunächst einmal: Ich höre immer wieder, dass es gesetzlich vorgeschrieben sei, Werbelinks als nofollow zu kennzeichnen und das abmahnfähig sei. Das ist allerdings Blödsinn.

Einen dofollow-Link zu verkaufen ist zwar ein Verstoß gegen Googles Richtlinien für Webmaster. Aber die Google-Richtlinien sind nicht rechtlich relevant, sondern sind eher wie eine Hausordnung. Im Rahmen des Telemediengesetzes (TMG) und des Rundfunkstaatsvertrags (RStV) ist es lediglich vorgeschrieben, werbliche Links als Werbung zu kennzeichnen, eine Pflicht Links auf nofollow zu setzen, gibt es hingegen nicht.

Gleichwohl kann es Konsequenzen für deine Google-Sichtbarkeit haben, Werbe-Links nicht mit nofollow zu kennzeichnen.

Ich denke nicht, dass es allzu schlimm ist, wenn du es mal vergisst einzelne Affiliate-Links oder Links in Werbebanner als nofollow zu kennzeichnen. Oder wenn hier und da ein Link in einem Sponsored Post dofollow ist. Das interessiert Google nicht sonderlich und wird wahrscheinlich selbst bei Bekanntwerden (z. B. durch Senden eines Spam-Berichts) nicht dagegen vorgehen.

Was du allerdings tunlichst vermeiden solltest, ist massenhaft dofollow-Links von deiner eigenen Website zu verkaufen. In dem Fall drohen dir unter Umständen manuelle Maßnahmen von Google, durch die deine gesamte Website oder Teile davon aus dem Google-Index entfernt werden (zwar behebbar durch Entfernung der Links und einen Antrag auf erneute Überprüfung, trotzdem sehr ärgerlich).

Fehler #2: Du setzt interne Links auf nofollow

Einen der größten Fehler, die du mit nofollow begehen kannst, ist interne Links auf nofollow zu setzen. Denn interne Verlinkung ist ein wichtiger Ranking-Faktor, der durch die Verwendung von nofollow komplett ausgehebelt wird.

Die Verwendung von nofollow für interne Links sorgt dafür, dass sich der PageRank (also die Empfehlungsstärke, die dir andere durch Verlinkungen auf deiner Website geben) schlechter verteilt und Anker-Texte irrelevant werden (Verlinkungen mit Keyword helfen beim Ranking für dieses Keyword).

Unter Umständen kann es sogar intern verlinkte Blogartikel nicht in den Google-Index aufgenommen werden (vor allem, wenn du keine Sitemap an Google übermittelt hast).

Oft geschieht das nicht absichtlich. Auf nofollow gesetzte interne Links entstehen meist durch schlecht programmierte Themes oder Plugins.

Auch WordPress selbst sorgt dafür, dass einige interne Links unnötigerweise auf nofollow gestellt werden. So werden zum Beispiel alle internen Links in den Kommentaren auf nofollow gestellt. Allerdings nur, wenn der Link automatisch eingefügt wird (URLs werden automatisch zu Links). Wenn man den Link manuell einfügt, wird es nicht automatisch auf nofollow gesetzt:

Fehler #3: Du setzt alle externen Links auf nofollow

Ich sehe mittlerweile häufiger, dass Blogger (ähnlich wie Forenbetreiber) alle externen Links auf nofollow (z. B. mit Plugins wie No Follow All External Links) setzen. Diese Praxis wird selbst in manchen Workshops oder Fachliteratur empfohlen. Ich würde allerdings davon abraten.

Das Hauptargument der Fürsprecher ist, dass man schließlich nicht alle ausgehenden Links ständig kontrollieren könne und es vorkommen könne, dass durch einen Hack oder durch Besitzerwechsel einer Domain aus einer vertrauenswürdigen Website eine Glücksspiel- oder Erotiksite oder irgendeine malwareverbreitende Spam-Schleuder daraus werden könnte.

Klar, das kann vorkommen, aber ist eigentlich relativ selten. Und selbst wenn: Hier und da unabsichtlich auf eine zwielichtige Seite zu verlinken, wird deinem Ranking kaum schaden.

Für ein kleines bisschen mehr Sicherheit nimmst du dafür in Kauf, dass du die Links zu Webseiten entwertest, die du deinen Lesern ehrlich empfiehlst, weil sie qualitativ hochwertige Inhalte für deine Nutzer bieten, und die es eigentlich verdient hätten, im Google-Ranking besser bewertet zu werden.

Das kann zum einen dazu führen, dass andere Blogger weniger gewillt sind, dich zu verlinken oder einen Gastartikel bei dir zu schreiben. Zum anderen könnte es folgende Botschaft an Google senden:

  • Alle deine ausgehenden Links sind Werbelinks oder gekaufte Links
  • Alle deine ausgehenden Links werden von dir nicht geprüft (und somit vielleicht auch nicht deren inhaltliche Qualität)
  • Deine Inhalte könnten als “User-Generated-Content” abgetan werden, welcher meistens schlechter in den Suchergebnissen abschneidet als redaktioneller Content

Um zu verhindern, dass WordPress alle Links in den Kommentaren (auch die von den eigenen) auf nofollow setzt, empfehle ich das Plugin DoFollow Case by Case, mit dessen Hilfe man die Links ausgewählter Kommentartoren auf dofollow stellen kann.

Fehler #4: Du setzt externe Links in Blogartikeln mal auf dofollow und mal auf nofollow

Eine Praxis, die ich auch ab und zu mal sehe, ist es, verlinkte Webseiten in Blogartikeln mal auf dofollow und mal auf nofollow zu setzen. Und bei der Auswahl nach dem Grad der Vertrauenswürdigkeit zu gehen. Oder bei mehreren Links zu einer Website davon nur einen anstatt alle auf dofollow zu belassen (z. B. nur die Startseite, aber dafür einen Blogartikel nicht).

Ob das so sinnvoll ist, wage ich jedoch zu bezweifeln. Man minimiert dadurch das (geringe) Risiko auf eine nicht vertrauenswürdige Website zu verlinken zwar ein klein wenig, ohne gänzlich auf ehrliche Empfehlungen zu verzichten.

Das mag wie ein akzeptabler Mittelweg erscheinen, ist aber weder im Interesse von Nutzern noch der Reziprozität zwischen Bloggern oder Webmastern.

Wenn du einer Website nicht komplett vertraust, verlinke ich sie nicht. Und, wenn du einer Website vertraust, solltest du kein Problem damit haben, sie mehrmals zu verlinken. Punkt.

Fehler #5: Du setzt nofollow-Links, damit eine Webseite nicht im Index auftaucht

Ich sehe manchmal, dass Standard-Seiten wie Kontakt, Impressum oder Datenschutzerklärung auf nofollow gesetzt werden, um deren Indexierung zu verhindern. Das ist allerdings unnötig.

Das erreicht man am besten durch Verwendung des Robots-Meta-Tag noindex (einstellbar z. B. im fortgeschrittenen Modus von Yoast SEO).

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn ist Gründer von Blogmojo und seit 2011 als Internet-Unternehmer selbstständig. Er ist WordPress-Fan und absoluter SEO-Nerd, der mindestens 2 Case Studys gleichzeitig am Laufen hat, um zu sehen, was bei Google gerade funktioniert. Er liebt Espresso und Schokolade, die so dunkel ist, dass er sie mit niemandem teilen muss (90% und aufwärts).

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