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nofollow vs. dofollow: Der ultimative Guide

nofollow vs. dofollow
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Finn Hillebrandt

Zuletzt aktualisiert:

Als Blogger kommst du nicht drumherum, den Unterschied zwischen nofollow und dofollow zu kennen.

Sp├Ątestens, wenn du die erste Kooperationsanfrage bekommst oder versendest, und sowieso, wenn du dich mit SEO besch├Ąftigst (was du solltest!).

Wie kennzeichnet man eigentlich Links als nofollow oder dofollow? Und warum eigentlich? Welche Fehler kann man dabei machen? Und welche Konsequenzen kann es eigentlich haben, Links falsch zu kennzeichnen? All diesen Fragen widme ich mich in diesem (ausf├╝hrlichen!) Guide und hoffe damit, einige Irrt├╝mer beseitigen zu k├Ânnen.

1. Was ist nofollow?

Normalerweise sieht Google jeden Link zu einer Webseite als Empfehlung f├╝r die verlinkte Webseite. Je mehr Empfehlungen eine Webseite (und die dazugeh├Ârige Domain hat) hat und je vertrauensw├╝rdiger diese Empfehlungen sind, desto h├Âher gewichtet Google diese Webseite in den Suchergebnissen.

Mithilfe von nofollow kannst du Google die Anweisung geben, einem Link nicht zu folgen, wodurch dieser Link nicht in das Google-Ranking der verlinkten Webseite mit einflie├čt und dieses in der Theorie weder verbessern noch verschlechtern kann. Das liegt daran, dass ├╝ber diese Links kein Anker-Text und kein PageRank ├╝bertragen wird.

Nat├╝rlich gilt nofollow auch f├╝r andere Suchmaschinen, wie z. B. Bing, Qwant, Yahoo. Aufgrund deren Irrelevanz f├╝r den deutschen Markt, spreche ich in diesem Artikel der Einfachheit halber aber nur von Google.

Auf Seitenebene verwendet man dazu einen sogenannten meta-Tag, der im <head>-Bereich deines Blogs platziert wird (dort wo auch Meta-Titel und -Beschreibung stehen). Dieser sorgt daf├╝r, dass alle Links auf einer Seitenofollow sind. Dies ist allerdings in der Praxis selten sinnvoll einsetzbar.

 <meta name="robots" content="nofollow" />

├ťblicherweise setzt man nur einzelne Links auf aufnofollow. Dies erfordert die Erweiterung des Links um das Attribut rel="nofollow" (rot markiert).

 <a href="http://www.abc.de/hallo-welt/" rel="nofollow">Hallo Welt!</a>

Dabei ist es egal, an welcher Position im Link das Attribut eingebaut wird. Es kann vor dem href stehen, dahinter oder auch zwischen anderen Attributen, wie z. B. class oder style (gelb markiert).

 <a rel="nofollow" class="button" href="http://www.abc.de/hallo-welt/">Hallo-Welt!</a>

Ich ziehe es vor, alle Links im Text-Editor bei WordPress zu bearbeiten. Wenn du dich damit noch nicht so wohl f├╝hlst, kannst du empfehle ich dir das Plugin Ultimate nofollow, das den visuellen Editor in WordPress um eine kleine Checkbox erg├Ąnzt.

Einziges Manko:

Das Plugin funktioniert leider nicht mit Gutenberg, sondern nur mit dem Classic Editor.

3. Was ist dofollow?

Als dofollow-Links (oder einfach nur follow-Links) bezeichnet man alle stinknormalen Links, die keinrel="nofollow"-Attribut haben.

Diesen Links folgt Google, das hei├čt die verlinkte Webseite wird m├Âglicherweise in den Google-Index aufgenommen und der Link flie├čt in die Bewertung der Webseite im Google-Ranking mit ein.

Ein dofollow-Link muss nicht extra als solcher ausgewiesen werden. Es ist deshalb sinnlos, Links mit Attributen wie rel="follow" oder rel="dofollow" zu versehen.

4.1 F├╝r nicht vertrauensw├╝rdige Websites

Wenn du selbst auf eine nicht vertrauensw├╝rdige Website verlinkst, kann sich das negativ auf dein eigenes Google-Ranking auswirken. Um das zu verhindern, kannst du einen entsprechenden Link mitrel="nofollow" versehen und dadurch entwerten.

Zu nicht vertrauensw├╝rdige Websites, die du auf jeden Fall auf nofollow setzen solltest, z├Ąhlen z. B. Websites, dieÔÇŽ

  • keine oder nur wenig eigene Inhalte haben (ÔÇ×Thin ContentÔÇť)
  • aus kopierten oder automatisch generierten Inhalten bestehen (ÔÇ×Duplicate ContentÔÇť)
  • f├╝r Urheberrechtsverletzungen bekannt sind
  • nur zum Zweck bestehen, dass Nutzer auf Affiliate-Links klicken (z. B. Affiliate-Nischenseiten)
  • Malware (Spyware, Viren etc.) verbreiten
  • massenhaft gekaufte oder spamlastigen Links haben
  • bewusst Nutzer oder Suchmaschinen t├Ąuschen (z. B. durch Cloaking, Br├╝ckenseiten, irref├╝hrende Weiterleitungen oder verborgene Texte oder Links)
  • Nutzern nur Geld aus der Tasche ziehen wollen (Casino-Seiten, Get-Rich-Quick-Websites etc.)

Nat├╝rlich ist es f├╝r deine Nutzer immer besser, wenn du gar nicht erst auf eine zwielichtige Website verlinkst und deine ausgehenden Links genau pr├╝fst, anstatt sie auf nofollow zu setzen (denn das verhindert schlie├člich nicht, das Nutzer auf den Link klicken k├Ânnen).

In manchen F├Ąllen ist die ├ťberpr├╝fung jedes ausgehenden Links einfach zu zeitaufw├Ąndig. In Forenbeitr├Ągen, -Profilen und Signaturen, in Kommentaren auf Blogs oder G├Ąsteb├╝chern zum Beispiel ergibt es deshalb z. B. Sinn, alle Links pauschal auf nofollow zu stellen. Zum Teil h├Ąlt das Spammer auch davon ab, einen Link irgendwo unterzubringen, denn durch rel="nofollow" ist er schlie├člich f├╝r das Google-Ranking wertlos.

Bei der Berechnung des Google-Rankings sind Links ein wichtiger Faktor. Und trotz diverser Algorithmus├Ąnderungen im Laufe der Jahre l├Ąsst das Google-Ranking einer Webseite durch Linkkauf immer noch stark beeinflussen.

Deshalb schreibt Google in seinen Richtlinien f├╝r Webmaster explizit vor, dass gekaufte Links oder Links im Rahmen einer Anzeige mit demrel="nofollow"-Attribut versehen werden, damit diese Links die Suchergebnisse nicht verzerren. Das gilt z. B. f├╝r:

  • Sponsored Posts
  • Affiliate-Links
  • Links in Textanzeigen oder Werbebannern
  • Linkkauf oder -miete

4.3 Steuerung des Googlebots

Durch Verwendung von nofollow kann man gezielt Googles Webcrawler (auch Googlebot genannt) steuern und auf die Webseiten lenken, die auch wirklich in den Google-Index aufgenommen werden sollen.

Dazu z├Ąhlen zum Beispiel Links zur Registrierung, zum Adminstrations-Bereich oder ├Ąhnliches. F├╝r ganz normale Blogs ist das allerdings nicht wirklich relevant und gilt eher f├╝r gro├če Online-Portale mit zehntausenden Webseiten oder gro├če Foren, die eher auf ihr Crawl-Budget achten m├╝ssen.

5. Die h├Ąufigsten Fehler bei der Verwendung und ihre Konsequenzen

Zun├Ąchst einmal: Ich h├Âre immer wieder, dass es gesetzlich vorgeschrieben sei, Werbelinks als nofollow zu kennzeichnen und das abmahnf├Ąhig sei. Das ist allerdings Bl├Âdsinn.

Einen dofollow-Link zu verkaufen ist zwar ein Versto├č gegen Googles Richtlinien f├╝r Webmaster. Aber die Google-Richtlinien sind nicht rechtlich relevant, sondern sind eher wie eine Hausordnung. Im Rahmen des Telemediengesetzes (TMG) und des Rundfunkstaatsvertrags (RStV) ist es lediglich vorgeschrieben, werbliche Links als Werbung zu kennzeichnen, eine Pflicht Links auf nofollow zu setzen, gibt es hingegen nicht.

Gleichwohl kann es Konsequenzen f├╝r deine Google-Sichtbarkeit haben, Werbe-Links nicht mit nofollow zu kennzeichnen.

Ich denke nicht, dass es allzu schlimm ist, wenn du es mal vergisst einzelne Affiliate-Links oder Links in Werbebanner als nofollow zu kennzeichnen. Oder wenn hier und da ein Link in einem Sponsored Post dofollow ist. Das interessiert Google nicht sonderlich und wird wahrscheinlich selbst bei Bekanntwerden (z. B. durch Senden eines Spam-Berichts) nicht dagegen vorgehen.

Was du allerdings tunlichst vermeiden solltest, ist massenhaft dofollow-Links von deiner eigenen Website zu verkaufen. In dem Fall drohen dir unter Umst├Ąnden manuelle Ma├čnahmen von Google, durch die deine gesamte Website oder Teile davon aus dem Google-Index entfernt werden (zwar behebbar durch Entfernung der Links und einen Antrag auf erneute ├ťberpr├╝fung, trotzdem sehr ├Ąrgerlich).

Einen der gr├Â├čten Fehler, die du mit nofollow begehen kannst, ist interne Links auf nofollow zu setzen. Denn interne Verlinkung ist ein wichtiger Ranking-Faktor, der durch die Verwendung von nofollow komplett ausgehebelt wird.

Die Verwendung von nofollow f├╝r interne Links sorgt daf├╝r, dass sich der PageRank (also die Empfehlungsst├Ąrke, die dir andere durch Verlinkungen auf deiner Website geben) schlechter verteilt und Anker-Texte irrelevant werden (Verlinkungen mit Keyword helfen beim Ranking f├╝r dieses Keyword).

Unter Umst├Ąnden kann es sogar intern verlinkte Blogartikel nicht in den Google-Index aufgenommen werden (vor allem, wenn du keine Sitemap an Google ├╝bermittelt hast).

Oft geschieht das nicht absichtlich. Auf nofollow gesetzte interne Links entstehen meist durch schlecht programmierte Themes oder Plugins.

Auch WordPress selbst sorgt daf├╝r, dass einige interne Links unn├Âtigerweise auf nofollow gestellt werden. So werden zum Beispiel alle internen Links in den Kommentaren auf nofollow gestellt. Allerdings nur, wenn der Link automatisch eingef├╝gt wird (URLs werden automatisch zu Links). Wenn man den Link manuell einf├╝gt, wird es nicht automatisch auf nofollow gesetzt:

Ich sehe mittlerweile h├Ąufiger, dass Blogger (├Ąhnlich wie Forenbetreiber) alle externen Links auf nofollow (z. B. mit Plugins wie No Follow All External Links) setzen. Diese Praxis wird selbst in manchen Workshops oder Fachliteratur empfohlen. Ich w├╝rde allerdings davon abraten.

Das Hauptargument der F├╝rsprecher ist, dass man schlie├člich nicht alle ausgehenden Links st├Ąndig kontrollieren k├Ânne und es vorkommen k├Ânne, dass durch einen Hack oder durch Besitzerwechsel einer Domain aus einer vertrauensw├╝rdigen Website eine Gl├╝cksspiel- oder Erotiksite oder irgendeine malwareverbreitende Spam-Schleuder daraus werden k├Ânnte.

Klar, das kann vorkommen, aber ist eigentlich relativ selten. Und selbst wenn: Hier und da unabsichtlich auf eine zwielichtige Seite zu verlinken, wird deinem Ranking kaum schaden.

F├╝r ein kleines bisschen mehr Sicherheit nimmst du daf├╝r in Kauf, dass du die Links zu Webseiten entwertest, die du deinen Lesern ehrlich empfiehlst, weil sie qualitativ hochwertige Inhalte f├╝r deine Nutzer bieten, und die es eigentlich verdient h├Ątten, im Google-Ranking besser bewertet zu werden.

Das kann zum einen dazu f├╝hren, dass andere Blogger weniger gewillt sind, dich zu verlinken oder einen Gastartikel bei dir zu schreiben. Zum anderen k├Ânnte es folgende Botschaft an Google senden:

  • Alle deine ausgehenden Links sind Werbelinks oder gekaufte Links
  • Alle deine ausgehenden Links werden von dir nicht gepr├╝ft (und somit vielleicht auch nicht deren inhaltliche Qualit├Ąt)
  • Deine Inhalte k├Ânnten als ÔÇ×User-Generated-ContentÔÇť abgetan werden, welcher meistens schlechter in den Suchergebnissen abschneidet als redaktioneller Content

Um zu verhindern, dass WordPress alle Links in den Kommentaren (auch die von den eigenen) auf nofollow setzt, empfehle ich das Plugin DoFollow Case by Case, mit dessen Hilfe man die Links ausgew├Ąhlter Kommentartoren auf dofollow stellen kann.

Eine Praxis, die ich auch ab und zu mal sehe, ist es, verlinkte Webseiten in Blogartikeln mal auf dofollow und mal auf nofollow zu setzen. Und bei der Auswahl nach dem Grad der Vertrauensw├╝rdigkeit zu gehen. Oder bei mehreren Links zu einer Website davon nur einen anstatt alle auf dofollow zu belassen (z. B. nur die Startseite, aber daf├╝r einen Blogartikel nicht).

Ob das so sinnvoll ist, wage ich jedoch zu bezweifeln. Man minimiert dadurch das (geringe) Risiko auf eine nicht vertrauensw├╝rdige Website zu verlinken zwar ein klein wenig, ohne g├Ąnzlich auf ehrliche Empfehlungen zu verzichten.

Das mag wie ein akzeptabler Mittelweg erscheinen, ist aber weder im Interesse von Nutzern noch der Reziprozit├Ąt zwischen Bloggern oder Webmastern.

Wenn du einer Website nicht komplett vertraust, verlinke ich sie nicht. Und, wenn du einer Website vertraust, solltest du kein Problem damit haben, sie mehrmals zu verlinken. Punkt.

Ich sehe manchmal, dass Standard-Seiten wie Kontakt, Impressum oder Datenschutzerkl├Ąrung auf nofollow gesetzt werden, um deren Indexierung zu verhindern. Das ist allerdings unn├Âtig.

Das erreicht man am besten durch Verwendung des Robots-Meta-Tag noindex (einstellbar z. B. im fortgeschrittenen Modus von Yoast SEO).

Weitere Infos zu Fehlern, Herausforderungen und Tods├╝nden rund um das Thema SEO findest du hier: WordPress SEO: 12 Tods├╝nden, die dich tausende Leser kosten (und wie du sie behebst).

6. FAQ

Hier habe ich dir die Antworten auf die h├Ąufigsten Fragen rund um nofollow-Links zusammengestellt:

Du solltest ausgehende Links auf nofollow setzen, wenn diese auf nicht vertrauensw├╝rdige Websites verweisen, es bezahlte Links oder Werbung sind oder du bewusst den Googlebot steuern m├Âchtest.

Wenn du selbst auf eine nicht vertrauensw├╝rdige Website verlinkst, kann sich das negativ auf dein eigenes Google-Ranking auswirken. Um das zu verhindern, kannst du einen entsprechenden Link mit rel="nofollow" versehen und dadurch entwerten.

Normalerweise sieht Google jeden Link zu einer Webseite als Empfehlung f├╝r die verlinkte Webseite. Je mehr Empfehlungen eine Webseite (und die dazugeh├Ârige Domain hat) hat und je vertrauensw├╝rdiger diese Empfehlungen sind, desto h├Âher gewichtet Google diese Webseite in den Suchergebnissen.

Mithilfe von nofollow kannst du Google die Anweisung geben, einem Link nicht zu folgen, wodurch dieser Link nicht in das Google-Ranking der verlinkten Webseite mit einflie├čt und dieses in der Theorie weder verbessern noch verschlechtern kann. Das liegt daran, dass ├╝ber diese Links kein Anker-Text und kein PageRank ├╝bertragen wird.

Als dofollow-Links (oder einfach nur follow-Links) bezeichnet man alle Links, die keinrel="nofollow"-Attribut haben.

Diesen Links folgt Google, das hei├čt die verlinkte Webseite wird m├Âglicherweise in den Google-Index aufgenommen und der Link flie├čt in die Bewertung der Webseite im Google-Ranking mit ein.

Auf Seitenebene verwendet man dazu einen sogenannten meta-Tag, der im <head>-Bereich deines Blogs platziert wird (dort wo auch Meta-Titel und -Beschreibung stehen). Dieser sorgt daf├╝r, dass alle Links auf einer Seitenofollow sind. Dies ist allerdings in der Praxis selten sinnvoll einsetzbar.

├ťblicherweise setzt man nur einzelne Links auf aufnofollow. Dies erfordert die Erweiterung des Links um das Attribut rel="nofollow".

Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gr├╝nder von Blogmojo, SEO-Experte mit 11+ Jahren Erfahrung, WordPress-Fan

Finn hilft Online-Unternehmern mehr Besucher und Kunden ├╝ber Google zu bekommen.

Er setzt dabei nicht auf H├Ârensagen, sondern f├╝hrt st├Ąndig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt. Achtung, Nerd-Alarm! ­čĄô

Er teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 100+ Fachartikeln zu Online-Business, WordPress und SEO sowie in Online-Kursen, wie seinem SEO-Kurs ÔÇ×New Level SEOÔÇť und seinem Mini-Kurs ÔÇ×Kann ich ranken?ÔÇť.

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