Dir werden auch keine exakten Suchvolumina im Google Keyword Planner angezeigt und du weißt nicht, welche Tools du sonst benutzen kannst? Dann solltest du dir den KWFinder mal genauer anschauen.
Ich nutze das Tool jetzt schon seit 2016 und kann es dir wärmstens empfehlen.
Mir gefällt zwar nicht alles am KWFinder, aber er stellt meines Erachtens die momentan beste Alternative zum Google Keyword Planner dar. Vor allem für diejenigen, die sich keine Profi-Tools für 100 € oder mehr im Monat leisten können.
KWFinder ist inzwischen Teil eines deutlich größeren Mangools-Pakets. Der Basic-Tarif kostet 37,70 € pro Monat bei jährlicher Zahlung und umfasst 100 Keyword- sowie 100 SERP-Abfragen pro 24 Stunden. Ein kostenloser Account mit kleineren Limits ist ebenfalls verfügbar. Die Mangools-Suite enthält zusätzlich SERPChecker, SERPWatcher, LinkMiner, SiteProfiler, den AI Search Watcher und einen MCP-Server.
Andere Tools, wie z. B. Longtail Pro oder keywordtool.io, sind deutlich teurer und bieten zum Teil weniger. Aber genug mit der Lobhudelei. Schauen wir uns den KWFinder mal genauer an!
- Mangools Basic kostet 37,70 € pro Monat bei jährlicher Zahlung. Darin sind 100 Keyword- und 100 SERP-Abfragen pro 24 Stunden enthalten.
- KWFinder zeigt Suchvolumen, Trends, CPC, PPC und Keyword Difficulty sowie die organischen Ergebnisse mit Link- und Autoritätsmetriken.
- Neu gegenüber meinem alten Test sind unter anderem Keyword Gap, AI Search Watcher und ein Mangools-MCP-Server.

1. Keyword-Recherche
Um das Suchvolumen eines Keywords abzufragen und weitere Keyword-Vorschläge zu bekommen, gibt man es einfach in der Suchmaske ein, wählt als Land Germany (DE) aus.
Als Sprache sollte man für die Keyword-Recherche in Deutschland nicht German auswählen, sondern Any Language, um fremdsprachige Suchbegriffe, die von deutschen Nutzern eingegeben werden, nicht auszuschließen.

Links auf der Ergebnisseite werden anschließend das gesuchte Keyword sowie Keyword-Vorschläge zusammen mit den Suchvolumina, Trends und anderen Kennzahlen angezeigt.
Rechts zeigt KWFinder die organischen Ergebnisse mit Metriken wie DA, PA, CF, TF, Links, LPS und geschätzten Besuchen. Der KD-Wert auf einer Skala von 0 bis 100 soll einschätzen, wie stark die Konkurrenz für das Keyword ist:

Dabei zeigt das Keyword-Tool viele brauchbare Alternativen zum eingegebenen Keyword an:
Wie du im Screenshot sehen kannst, habe ich natürliches hundefutter eingegeben und bekomme sinnvolle Vorschläge wie hundefutter ohne getreide oder bio hundefutter angezeigt.
Scrolle ich weiter nach unten, finde ich weitere interessante Keywords wie kaltgepresstes hundefutter, gesundes hundefutter, hypoallergenes hundefutter.
Was mir jedoch nicht am KWFinder gefällt, ist das bei manchen Keywords inakkurate Suchvolumen. Wie beim Keyword Planner werden zum Teil Keywords in Gruppen zusammengefasst, z. B. Singular und Plural eines Keywords.
Deshalb solltest du Suchvolumen nie als exakte Prognose verstehen, sondern als Vergleichswert. Das gilt auch für andere Keyword-Tools.
1.1 Abfragen von Suchvolumina
Möchte man das einfach nur das Suchvolumen von mehreren Keywords abfragen, gibt man das Keywords nicht in die Suchmaske ein, sondern klickt auf den kleinen Link „Import keywords“ darunter. Dann öffnet sich ein Eingabefenster. Im kostenlosen Tarif kannst du bis zu 15 Keywords fünfmal täglich importieren. Basic erlaubt bis zu 200 Keywords bei 100 Importen pro Tag. Premium und Agency erlauben bis zu 700 Keywords pro Import.
2. Deutung und Bedeutung der Metriken
Auf der linken und rechten Seite des KWFinders finden sich Metriken (CPC, PPC, DA, PA, etc.), die dir dabei helfen, einzuschätzen, wie viele Besucher du über ein Keyword bekommen könntest und wie stark die Konkurrenz für ein Keyword ist.
Im folgenden erkläre ich dir, was diese Metriken bedeuten und wie du sie für die Keyword-Recherche am besten nutzen kannst:
Trend
Zeigt an, wie oft wurde nach dem Keyword in den letzten 12 Monaten gesucht wurde (ein Balken ist ein Monat). Dadurch kann man feststellen, ob es für ein Keyword saisonale Schwankungen gibt.
Search zeigt das durchschnittliche monatliche Suchvolumen an. Die Kennzahl Est. visits schätzt daraus und aus der aktuellen Position mögliche organische Besuche. Die tatsächliche Klickrate hängt jedoch stark von Suchintention, Anzeigen und SERP-Features ab.
CPC (Cost-per-Click)
Der CPC gibt an, wie viel ein Klick kosten würde, wenn man eine Google Google-Ads-Anzeige zu diesem Keyword schaltet. Generell ist das nicht relevant für SEO, kann einem aber einen guten Hinweis darauf geben, ob sich mit einem Keyword Geld verdienen lässt oder nicht.
PPC (Pay-per-Click)
Gibt an, wie stark die Konkurrenz für ein Keyword bei Google Ads ist. Ist ebenfalls nur bedingt relevant für SEO.
KD (Keyword Difficulty)
Gibt auf einer Skala von 0 bis 100 an, wie stark die Konkurrenz für ein Keyword ist. KWFinder berechnet ihn aus Linkprofil- und Autoritätsdaten der rankenden Seiten. Der Wert ist ein Anhaltspunkt, ersetzt aber keine manuelle Prüfung der Suchintention.
Generell ist der DIFF/SEO competition-Wert ein guter Anhaltspunkt dafür, ob man für ein Keyword leicht oder schwer ranken kann. Allerdings ist er nicht sehr akkurat und muss immer differenziert betrachtet werden.
Der Wert bildet vor allem die Stärke der aktuell rankenden Seiten ab. Inhaltliche Qualität, Aktualität und die Stärke deiner eigenen Website musst du zusätzlich beurteilen.
Auch die vom KWFinder Einschätzungen zur Stärke der Konkurrenz (go for it, super easy, easy, not hard, possible, hard, super hard, don't do it) immer relativ zur eigenen Seite zu sehen. So braucht man um für Keywords zu ranken, die laut dem Tool possible sind, in vielen Fällen einen über Jahre gewachsene Website mit einem starken Linkprofil und sehr guter On-Page-Optimierung.
Für Keywords der Kategorien hard, super hard oder don't do it kommt man in der Regel nur auf die ersten Plätze, wenn man ein riesiges Online-Portal wie Chip.de, Bild.de oder Focus ONLINE ist.
DA (Domain Authority)
Gibt an, wie stark das Linkprofil der gesamten Domain ist. Je geringer der Wert, desto schwächer ist die Domain. Websites mit einer DA von unter 20 sind nicht automatisch leicht zu überholen. Wie sich die DA genau berechnet, erfährst du auf der Website von Moz.
PA (Page Authority)
Gibt an, wie stark das Linkprofil der Unterseite ist, die in den Suchergebnissen für das Keyword rankt. Je niedriger der Wert, desto schwächer bewertet Moz das Linkprofil der Unterseite. Weitere Infos zur PA findest du hier.
Links
Anzahl der Backlinks, die das SEO-Tool Moz für die Unterseite gefunden hat.
FB
Zeigt an, wie oft die URL bei Facebook geteilt wurde.
EV (Estimated Visits per Month)
Geschätzte Klicks auf die Webseite für ein bestimmtes Keyword. Errechnet sich durch das Suchvolumen des Keywords und die durchschnittliche CTR (Click-Through-Rate) für die Position dieser Webseite in den Suchergebnissen).
LPS
Die LPS (Link Profile Strength) errechnet sich durch das Linkprofil einer URL und der dazugehörigen Domain. Dazu nutzt der KWFinder Metriken von Moz, wie z. B. DA und PA. Er ist ein guter Indikator für die Autorität einer Website und Ihrer Unterseiten.
Ob sich eine Webseite in den Suchergebnissen schlagen lässt, richtet sich jedoch auch nach der Stärke der eigenen Seite und der On-Page-Optimierung. Zudem sind die von Moz ermittelten Daten bezüglich des Link-Profils nicht unbedingt deckungsgleich mit denen von Google selbst, da die Crawler von Moz bei weitem nicht so leistungsstark wie die sind von Google und deutlich weniger Links aufzuspüren vermögen.
Est. visits (Estimated visits)
Zeigt an, wie viele Besucher jeden Monat über dieses Keyword auf die Seite kommen. Bitte beachte dabei, dass sich dieser Wert anhand von Durchschnittswerten für die CTR (Click-Through-Rate) errechnet. Das heißt die tatsächliche Besucheranzahl kann abweichen, z. B. bedingt durch die Suchintention, Werbeanzeigen oder SERP Features.
3. Fazit zum KWFinder
Der KWFinder ist übersichtlich, einfach zu bedienen und zeigt nicht nur Standard-Kennwerte wie Suchvolumen, Trend, CPC und AdWords-Konkurrenz, sondern auch eine Analyse der SERPs an, durch welche man leichter Keywords mit wenig Konkurrenz finden kann.
Er eignet sich im Gegensatz zu anderen Tools auch sehr gut für die deutsche Google-Suche. Zudem zeigt er dir für die meisten Keywords eine große Anzahl an potenziellen Alternativen an.
Was ich ebenfalls nicht mehr missen möchte, ist die Import-Funktion. Mit der kann ich CPC, Suchvolumen und Keyword Difficulty je nach Tarif für bis zu 700 Keywords auf einmal abfragen.
Kurzum:
Der KWFinder ist meiner Meinung nach momentan die beste Alternative zum Google Keyword Planner und eines der besten Keyword-Tools auf dem Markt, dass ich ebenfalls allen Kunden meines SEO-Kurses empfehle.
Vorteile
- kostenloser Einstieg ohne Kreditkarte
- nutzerfreundliches und optisch ansprechendes Design
- Verwendung auch mit Smartphone oder Tablet möglich
- einfache Bedienung
- Import von bis zu 700 Keywords in Premium und Agency
- Keyword-Gap-Analyse
- Anbindung an SERPWatcher und einen MCP-Server
- Zeigt eine große Anzahl an Keyword Suggestions an
- SERPChecker zeigt Suchergebnisse inkl. relevanter Metriken zur Konkurrenzanalyse an und errechnet auf einer Skala von 1 bis 100 wie stark die Konkurrenz ist
- eignet sich im Gegensatz zu anderen Keyword-Tools auch gut für die deutsche Google-Suche
Nachteile
- Zeigt zum Teil inakkurate Suchvolumina an (manche Keywords werden wie beim Keyword Planner in Gruppen zusammengefasst)
- Abfragelimits werden pro 24 Stunden berechnet und lassen sich nicht flexibel auf einen Monat verteilen
- Die Kennzahl Keyword Difficulty und die Beurteilung seitens des KWFinders, ob ein Keyword leicht oder schwer ist, ist recht schwammig
4. FAQ
Hier habe ich dir die Antworten auf die häufigsten Fragen zum KWFinder zusammengestellt:






