Geld verdienen mit Amazon-Partnerprogramm

Der ultimative Guide zum Amazon-Partnerprogramm (meine Erfahrungen aus 6 Jahren und 60.000+ Sales)

Das Amazon-Partnerprogramm ist das wahrscheinlich größte und beliebteste Partnerprogramm überhaupt und wird von hunderttausenden Bloggern und anderen Websitebetreibern genutzt, um Geld zu verdienen.

In meinem umfassenden Guide erkläre ich, warum du das Amazon-Partnerprogramm nutzen solltest (und warum nicht), wie du am besten Affiliate-Links einbindest, wie du die richtigen Produkte findest, wie du deine Einnahmen erhöhen kannst und welche Alternativen es dazu gibt.

1. Warum das Amazon-Partnerprogramm nutzen?

Das Amazon-Partnerprogramm ist für Blogger aus mehreren Gründen interessant:

  • Amazon dürfte mittlerweile fast jedem Internetnutzer ein Begriff sein und die meisten deiner Leser haben im Laufe Ihres Lebens schon einmal dort bestellt.
  • Amazon bietet einen guten Kundenservice und schnellen Versand
  • Deine Leser können bei Amazon Kundenrezensionen lesen
  • Egal, welches Thema dein Blog auch hat, du findest mit Sicherheit passende Produkte dazu (sehr großes Produktsortiment)
  • Je nach Kategorie kann man bis zu 10% Werbekostenerstattung pro verkauftem Produkt verdienen
  • Bei Amazon bekommt man stets Provision für den gesamten Warenkorb (und nicht nur das von dir empfohlene Produkte)
  • Amazon bietet eine API an, mit deren Hilfe man Preise und andere Produktinformationen automatisiert anzeigen kann
  • Einfache Anmeldung und Einbindung von Links
  • Zuverlässiger Zahlungseingang
  • Umfangreiche Statistiken

Wenn du es richtig machst, kannst du mitunter sogar alleine von den Einnahmen aus dem Amazon-Partnerprogramm leben. Ich bin seit Anfang 2011 im Amazon-Partnerprogramm angemeldet und seit eh und je kommt ein großer Anteil meines monatlichen oder jährlichen Einkommens von Amazon.

Alleine vom 01.01.2012 (meine Statistiken von 2011 kann ich im PartnerNet leider nicht mehr abrufen) bis zum 01.01.2017 habe ich über das Affiliate-Programm über 3,2 Millionen € Umsatz für Amazon erzielt und über 140.000 € an Provisionen ausgezahlt bekommen:

2. Nachteile des Amazon-Partnerprogramms

Selbstverständlich hat das Amazon-Partnerprogramm nicht nur Vor- sondern auch Nachteile, die hier nicht unerwähnt bleiben sollten:

  • Kurze Cookie-Laufzeit von nur einem Tag (bei anderen Affiliate-Programmen 30 oder sogar 90 Tage), das heißt, wenn jemand auf deinen Affiliate-Link klickt, muss er innerhalb eines Tages etwas kaufen, damit du eine Provision bekommst
  • Für manche Produktkategorien gibt es nur sehr wenig Provision (z. B. Handys, Smartphones oder Fernseher)
  • Du bekommt immer die gleiche Provision, egal wie viele Verkäufe du in einem Monat, Jahr oder in der gesamten Laufzeit schon generiert hast. Bei vielen anderen Affiliate-Programmen wirst du für mehr Verkäufe auch durch eine höhere Provision belohnt.
  • Die Provisionen und die Amazon-Teilnahmebedingungen sind nicht in Stein gemeißelt und können sich jederzeit ändern (ist aber auch bei jedem anderen Affiliate-Programm so)
  • Du bist nur einer von vielen Affiliates eines Großkonzern und kannst keine Sonderbehandlung erwarten.

Den vierten Punkt durfte ich am eigenen Leib erfahren. So wurde im Oktober 2014 das Provisionsmodell drastisch umgestellt. War die Höhe Provisionen pro verkauftem Artikel bis dato an die Anzahl der gesamten Verkäufe gekoppelt, richtete sich von da an die Provision eines Artikels nach dessen Produktkategorie.

Dementsprechend gab es Gewinner und Verlierer. Mit meinen Blogs, die sich ausschließlich mit Unterhaltungselektronik, Handys und Smartphones befassten gehörte ich eindeutig zu den Verlieren. Von damals etwa 3.500 € fielen meine monatlichen Amazon-Einnahmen um die Hälfte auf nur noch 1.500 – 2000 €, da es für meine Produktkategorien anstatt 5-8% nur noch 1-3% Provision gab.

Wenn du ein nachhaltiges Online-Business aufbauen willst, empfehle dir deshalb: Diversifiziere deine Einnahmequellen und mach dich nicht von nur einem Kunden abhängig! Am Ende dieses Artikels habe ich zu diesem Zweck noch einige Alternativen zum Amazon-Partnerprogramm aufgeführt.

3. Wie melde ich mich an?

Die Anmeldung zum Amazon-Partnerprogramm geht schnell und ist nicht allzu kompliziert:

  1. Gehe auf die Startseite des Amazon PartnerNets und klicke auf den Button „Jetzt kostenlos anmelden“ unter dem Anmeldeformular auf der rechten Seite
  2. Log dich mit deinem Amazon-Account ein (Wenn du noch keinen Amazon-Account, wähl die Option „Ich bin ein neuer Kunde“ aus)
  3. Wenn du noch kein Kunde bist, musst du jetzt erst einmal deine persönlichen Daten eingeben. Wenn du schon Kunde bist, kannst du diesen Schritt überspringen.
  4. Jetzt musst du dein „Website-Profil“ eingeben, das heißt den Namen deiner Haupt-Website (hieraus generiert sich deine eindeutige Partner-ID) sowie die URLs und Inhalte deiner Websites
  5. Anschließend erhältst du eine Bestätigung über die Anmeldung per E-Mail (dort solltest du noch unbedingt über den Button am Ende deine Zahlungsmethode festlegen).
  6. Deine Anmeldung wird nun innerhalb der nächsten 3 bis 5 Werktage bearbeitet. Du kannst aber jetzt schon vollen Zugriff auf das PartnerNet.

In Einzelfällen kommt es vor, dass deine Anmeldung abgelehnt wird. Das kommt aber in der Regel nur dann vor, wenn Amazon sich deine Website anschaut und diese gravierende Qualitätsmängel aufweist oder grenzwertige Inhalte (Rassismus, Gewalt, Erotik etc.) enthält. Also als normaler Blogger brauchst du dir da kaum Sorgen machen.

Randnotiz: Meine Partner-ID thehanadd-21 ergibt sich übrigens aus meinem allerersten Blog thehankaddiction.com, bei dem es um die Fernsehserie Californication ging.

4. Affiliate-Links einbinden

Ich empfehle folgende Möglichkeiten, um Amazon-Partnerlinks in deinen Blog einzubinden:

4.1 SiteStripe

Die einfachste Möglichkeite, Affiliate-Links in deine Blogartikel einzubinden, ist über den sogenannten SiteStripe. Durch die nützliche Leiste, die dir als Amazon-Affiliate auf der Amazon-Website angezeigt wird, kannst du einfach und schnell Links zu jeder erdenklichen Seite bei Amazon erstellen. Dazu gehören nicht nur Produkte, sondern z. B. auch Produktkategorien, Suchergebnisse, der App-Store, Bestseller-Listen oder Amazon Prime.

Bei der Erstellung eines Links hat man drei Möglichkeiten: Text, Bild oder Text + Bild (in Form einer vertikalen Box). Bild oder Text + Bild sind allerdings nur für einzelne Produkte, nicht aber für Produktkategorien, Suchergebnisse usw. verfügbar.

Warnung: Wenn du deine Amazon-Links verkürzt anzeigen oder verstecken möchtest, solltest du dafür ausschließlich den über vom SiteStripe zur Verfügung gestellten URL-Shortener benutzen (z. B. http://amzn.to/2pw68Ev) benutzen oder Kurz-URLs, die ich in Kapitel 4.3 näher beschreibe. Eine Nutzung externer Dienste, wie z. B. bit.ly, oder deiner eigenen Domain zum Verschönern oder Verstecken von Amazon-Partnerlinks ist gegen die Teilnahmebedingungen und kann zu einem Rauswurf aus dem PartnerNet führen.

Bei Text + Bild musst du damit rechnen, dass sich deine Ladezeit ein bisschen verschlechtert, weil die Inhalte per iFrame von Amazon-Servern geladen werden. Du solltest es also auf jeden Fall vermeiden, zu viele der Produktboxen in deine Blog-Artikel einzubinden.

4.2 Amazon-Affiliate-Plugins

Als Alternative zu Amazons eigenen „Text + Bild“-Links bieten sich Produktboxen an, die man mithilfe von WordPress-Plugins in den eigenen Blog einbinden kann. Diese haben kaum negative Auswirkungen auf die Ladezeit, weil die angezeigten Produktdaten gecached werden und lassen sich beliebig individualisieren.

Neben dem Preis lassen sich z. B. auch noch weitere Daten von Amazon anzeigen, wie z. B. Produkteigenschaften oder Versandoptionen. Hier eine Produktbox, wie sie vom WordPress Plugin AAWP ausgegeben wird:

Allerdings erfordern diese eine Anzeige, wann die Produktdaten zuletzt aktualisiert wurden oder zumindest einen Preis-Disclaimer, da die Anzeige falscher Daten einen Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen am Amazon-Partnerprogramm darstellt.

Eine Übersicht über empfehlenswerte WordPress Plugins für das Amazon-Partnerprogramm findest du in meinem Artikel „Die besten 4 WordPress-Plugins für Amazon Affiliates„.

4.3 Kurz-URLs

Die vom SiteStripe generierten Affiliate-Links sind oftmals sehr lang und können einen Blogartikel in der HTML-Ansicht unübersichtlich machen, wie z. B.:

https://www.amazon.de/s/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias=aps&field-keywords=Lego+Star+Wars+75003+-+A-Wing+Starfighter&linkCode=ll2&tag=deine-partner-id-21&linkId=f3896c2bf611596c04a40c546eb2bc9a

Deshalb nutze ich vor allem in Tabellen oder Produktlisten gerne die kurzen Varianten für Affiliate-Links:

https://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/B0094J2BZ0/deine-partner-id-21

Oder wahlweise:

https://www.amazon.de/dp/B0094J2BZ0/?tag=deine-partner-id-21

Wenn du ein anderes Produkt verlinken möchtest, als den Lego Star Wars A-Wing Starfighter musst du die ASIN, die ich in den obigen Beispielen fett markiert habe, durch die ASIN deines Produkts austauschen.

Hinweis: Bei der ASIN handelt es sich um eine eindeutige Produktnummer, die Amazon jedem Produkt in seinem Sortiment zuordnet. Sie enthält Buchstaben und Zahlen und fängt immer mit einem großen B an, also z. B. B0094J2BZ0. Du findest sie auf jeder Produktseite unter Produktinformationen > Zusätzliche Produktinformationen oder in der URL eines jeden Produkts. Bitte beachte, dass verschiedene Varianten eines Produkts auch eine eigene ASIN haben.

5. Statistiken

Die Statistiken im Amazon Partnernet sind nicht nur dazu gut, die Entwicklung der eigenen Einnahmen zu beobachten, sondern auch diese zu optimieren. Zu den verschiedenen Berichten kommt man entweder über die kleinen blauen Tabs im Menü oder indem man im kleinen Übersichtskasten auf der rechten Seite entweder bei Gewinnaufstellung oder Zusammenfassung der Bestellung auf den Link Details anzeigen klickt.

Am wichtigsten sind der Tracking-ID-Kurzbericht und die Werbekostenerstattung. Der Tracking-ID-Kurzbericht gibt dir einen guten Gesamtüberblick über deine Einnahmen, mit dem Werbekostenerstattungs-Bericht bekommt du eine detaillierte Übersicht über alle Produkte, die deine Leser bei Amazon gekauft haben.

Wenn du Werbung für Abos von Amazon Prime oder Audible machst, dann sind für dich zusätzlich Sonstige Berichte wichtig. Dort werden diese gesondert aufgeführt.

Wenn du mehr als eine Tracking-ID verwendest ist zudem das Auswahlfeld Tracking ID und das kleine Kästchen Zusammenfassung oben links im Partnernet wichtig. Ist der Haken dort gesetzt, erscheinen die Daten aller Tracking-IDs in den Berichten. Ist der Haken nicht gesetzt, erscheinen nur die Daten für die im Feld darüber ausgewählte Tracking-ID:

6. Meine Tipps für's Geld verdienen mit Amazon

Optimierungspotenzial gibt es beim Affiliate-Marketing immer! Im Folgenden habe ich dir 7 Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen sollen, mehr Geld mit Amazon zu verdienen.

6.1 Finde heraus, was deine Leser brauchen!

Es bringt dir wenig bis gar nichts, allgemeine Werbebanner zur Amazon-Homepage oder zu Produktkategorien in deinen Blog einzubinden. Deine Besucher klicken vielleicht ab und zu darauf, aber kaufen wahrscheinlich nur selten etwas. Genauso verhält es sich mit Amazon-Produkten, die nicht zu den Wünschen und Bedürfnissen deiner Leser passen.

Meiner Erfahrung ist die Conversion-Rate (also der Anteil an Klicks, die zu Sales werden) beim Amazon-Partnerprogramm und generell beim Affiliate-Marketing am höchsten, wenn einer der folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  1. Deine Leser haben schon vor dem Besuch deines Blogs ein allgemeines oder produktspezifisches Kaufinteresse. Deshalb funktioniert Affiliate-Marketing so gut mit SEO, da du damit deine Blogartikel gezielt auf Keywords optimieren kannst, bei denen Google-Besucher schon ein Kaufinteresse haben (z. B. produkt xyz kaufen, produktkategorie xyz test etc.).
  2. Deine Leser haben ein bestimmtes Problem, für dessen Lösung du deinen Lesern Produkt empfiehlst (das auch tatsächlich hilfreich ist und mit dem du am besten selbst verwendest hast).

Bitte beachte, dass deine Leser schnell merken, ob du Ihnen nur etwas verkaufen willst. Wenn du ein Produkt empfiehlst, hinter dem du nicht wirklich stehst, schlägt sich das in deinen Sales-Statistiken (und in deiner allgemeinen Glaubwürdigkeit) nieder.

6.2 Verlinke keine Produkte, die nicht mehr verfügbar sind

Wenn du ein Produkt verlinkst, das nicht mehr verfügbar ist, sinkt deine Conversion-Rate drastisch. Durch die zahlreichen Alternativen, die Amazon auf seinen Produktseiten anbietet (z. B. in den Abschnitten „Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?“, „Gesponserte Produkte zu diesem Artikel“ oder „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“) kommen zwar trotzdem einige Sales zustande, die meisten Besucher werden dennoch abspringen.

Abhilfe schaffen kannst du, indem du erstens nur beliebte Produkte verlinkst, die bei vielen Händlern verfügbar sind, und zweitens, indem du verlinkte Produkte regelmäßig kontrollierst. Wenn du hunderte Produkte auf deinem Blog eingebunden hast, kann es sehr zeitaufwändig sein, alle in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Deshalb empfehle ich dafür die Verwendung des Plugins ASA 2 Pro, das alle in den Blog eingebundenen Amazon-Produkte speichert und deren Verfügbarkeit anzeigt.

6.3 Benutz auffällige Links mit Call-to-Action-Button

Wenn möglich, solltest du in Form von Produktboxen oder Produktvergleichen mit Call-to-Action-Button („Mehr Details“, „Jetzt kaufen bei Amazon“ etc.) zu Amazon verlinken (siehe Punkt 4.2). Damit erhöhst du die Klick-Rate im Vergleich zu normalen Text-Links enorm. Dies lässt sich zum Beispiel mit den WordPress-Plugins AAWP oder ASA 2 Pro realisieren.

6.4 Amazon-Widgets bringen nichts!

Ich rate generell davon ab, Amazon-Widgets als Werbemittel zu verwenden. Erstens sehen diese nicht besonders gut aus und laden nicht unbedingt zum Klicken ein. Zweitens sind sie technisch oft nicht mehr auf dem neusten Stand und verwenden z. B. den mittlerweile von vielen Browsern blockierten Adobe Flash Player. Drittens verschlechtern sie die Ladezeit mitunter enorm, weil sie viele zusätzliche Bilder und Scripts laden.

6.5 Nutz deine Statistiken, um Produkte mit hoher Conversion-Rate zu finden

Um deine Einnahmen zu erhöhen und nur die Produkte zu empfehlen, die deine Leser auch kaufen, solltest du regelmäßig deinen Werbekostenerstattung-Bericht im Auge behalten.

Dazu gehst du in der obern Menüleiste auf Berichte > Werbekostenerstattung. Dort wählst du einen etwas längeren Zeitraum aus, um ein möglichst umfassendes Bild davon zu bekommen, welche Produkte deine Besucher kaufen.

Um die verkauften Produkte besser sortieren und auswerten zu können, ziehe ich es vor, mir den Bericht nicht im PartnerNet anzuschauen, sondern als Datei herunterzuladen (auf den Button „Bericht herunterladen (TSV)“ klicken) und anschließend in Excel mit der Filterfunktion übersichtlicher zu gestalten.

Hinweis: Um die Spreu vom Weizen zu trennen, eignet sich der Werbekostenerstattungs-Bericht besser als der Bestellbericht, da im Werbekostenerstattungs-Bericht auch Retouren angezeigt werden, wodurch du noch besser die Produkt-Performance messen kannst.

6.6 Nutz mehrere Tracking-IDs

Durch die Verwendung mehrerer Tracking-IDs kannst du die Performance verschiedener Verlinkungsarten, Linkpositionen, Blogartikel, Buttons, Produktbilder etc. miteinander vergleichen und so herausfinden, welcher Setup dir die meisten Klicks und Einnahmen bringt.

Neue Tracking-IDs kannst du erstellen, indem du in der linken Sidebar direkt über dem Auswahlfeld „Tracking ID“ auf den Link „verwalten“ klickst. Dort gelangst du auch zu einer Übersicht über alle bereits erstellten IDs.

6.7 Beachte, wie viel Provision es für eine Produktkategorie gibt

Nicht für alle Produkte lohnt sich die Verlinkung zu Amazon, denn für manche Produktkategorien ist trotz einer hohen Conversion-Rate die Provision einfach zu niedrig. Wie viel Provision es aktuell pro Produktkategorie gibt, kannst du in der Werbekostenerstattungstabelle für das EU-Partnerprogramm erfahren.

Bitte beachte, dass dort nicht nur die Provisionen für die deutsche Amazon-Website, sondern auch die italienische, britische, französische und spanische Amazon-Website stehen. Man kann sich schnell mal vergucken!

6.8 Wie sehen deine Werbemittel auf Mobilgeräten aus?

Mittlerweile kommen sehr viele Besucher über Smartphones oder Tablets, in vielen Kanälen oder Themengebieten sogar über 70%. Dementsprechend sollten auch deine Werbemittel mobil optimiert sein:

  • Der Zeilenabstand deiner Texte sollte groß genug sein, damit Text-Links auch auf Touchscreens klickbar sind, auch wenn ein anderer Link direkt darüber oder daneben steht.
  • Deine Produktboxen oder Banner sollten keine anderen Elemente überlagern oder „einquetschen“, von anderen Elementen überlagert werden oder „eingequetscht“ werden
  • Call-to-Action-Buttons sollten auf jedem Geräte klick- und lesbar sein

7. Alternativen zum Amazon-Partnerprogramm

Das Amazon-Partnerprogramm ist eine eierlegende Wollmilchsau, doch bietet es nicht in jedem Produktbereich die attraktivsten Provisionen. Es lohnt sich immer, zu überprüfen, ob es nicht andere Partnerprogramme gibt, bei denen die Provisionen (und andere Konditionen) besser sind.

Eine erste Anlaufstelle, um dich auf die Suche nach alternativen Partnerprogrammen zu begeben, sind Affiliate-Netzwerke wie affili.net, ADCELL oder AWIN (ehemals Zanox). Dort findest du große Datenbanken mit tausenden Affiliate-Programmen, die du nach Kategorien, Provisionen und anderen Eigenschaften filtern kannst.

Schau dir z. B. mal die Partnerprogramme von Online-Händlern wie Otto, Zalando, Notebooksbilliger, Cyberport, Bonprix, Tchibo, Conrad, Alternate oder Redcoon, die in einzelnen Bereichen mitunter doppelt so hohe Provisionen bieten.

Auch eBay Partner Network stellt eine gute Alternative zum Amazon-Partnerprogramm dar, da eBay einer der wenigen Marktplätze im Internet ist, die eine so große Produktauswahl wie Amazon bietet. Das Provisionsmodell ist dort allerdings etwas anders. Die Provisionshöhe richtet sich nicht nach dem Verkaufspreis, sondern nach den Gebühren, die eBay für einen gekauften Artikel bekommt. Je nach Artikelkategorie bekommt man 50-70% der Verkaufsgebühren.

Mein Geheimtipp dazu: Wenn du bei ein Amazon-Produkt verlinken möchtest, das von einem Marketplace-Anbieter angeboten wird, schau, ob der Marketplace-Anbieter nicht einen eigenen Online-Shop hat. Wenn das der Fall ist, schau, ob dieser dafür ein Affiliate-Programm anbietet und, wenn nicht, frag, ob er nicht eins einrichten möchte. Die Vorteile davon liegen auf der Hand: Wenn der Marketplace-Anbieter seine Warten außerhalb von Amazon verkaufen kann, spart er bis zu 15% Provision, die er sonst an Amazon bezahlen muss und die er dir entsprechend mehr auszahlen kann.

8. Beachte die Amazon-Teilnahmebedingungen!

Wenn du am Amazon-Partnerprogramm teilnimmst, solltest du unbedingt die Teilnahmebedingungen des EU-Partnerprogramms sowie insbesondere die Anforderungen für die Teilnahme am EU-Partnerprogramm, welche Bestandteil der Teilnahmebedingungen ist, beachten.

Ich lese immer wieder, dass Affiliates aufgrund Nichtbeachtung der Teilnahmebedingungen dauerhaft vom Partnerprogramm ausgeschlossen werden und auch ausstehende Sales nicht mehr vergütet bekommen.

Zu häufigen Gründen, warum Affiliates vom PartnerNet ausgeschlossen werden, zählen:

  • Das Maskieren oder Kürzen von Affiliate-Links, z. B. mit URL-Kürzungsdiensten wie bit.ly (siehe Punkt 31)
  • Die Amazon-Website oder Teile davon in Frames auf der eigenen Website integrieren (siehe Punkt 22)
  • Amazon-Partnerlinks in E-Mails oder PDF-Dokumenten zu verwenden (siehe Punkt 6)
  • Das Amazon-Logo oder eine andere Amazon-Marke entgegen der Markenrichtlinien verwenden (z. B. im Domainnamen)
  • Ungenaue, zu weit gefasste, falsche oder anderweitig irreführende Angaben Angaben über ein Produkt, die Amazon-Website oder die Amazon-Firmenpolitik, Aktionen oder Preise (siehe Anforderungen für Links im Rahmen des EU-Partnerprogramms). Im Zuge dessen würde ich Preisangaben (die sich sehr schnell ändern) immer über die API beziehen und mit einem Datum der letzten Aktualisierung versehen und/oder Disclaimer versehen, insbesondere in Produktvergleichen.
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6 Gedanken zu “Der ultimative Guide zum Amazon-Partnerprogramm (meine Erfahrungen aus 6 Jahren und 60.000+ Sales)

  1. Bzgl. Punkt 6.6: Es gibt im Amazon PartnerNet die Möglichkeit sich für Sub-IDs freischalten zu lassen. So erhält man die Möglichkeit 1500 Sub-Tracking-IDs anzulegen, die man dann für das Tracking von A/B-Tests verwenden kann. So spart man sich seine primären Tracking-IDs von denen man ja nur 100 zur Verfügung hat.

    • Erstmal danke für den ausführlichen Beitrag Finn! Man lernt immer wieder etwas dazu 🙂

      @Simon, auch an dich ein Danke für diesen heißen Tipp. Da spart man sich echt einige ID’s.

      Gibt es eigentlich die Möglichkeit bestehende Tracking ID’s zu löschen?

      • Hi Christian,

        leider gibt es keine Möglichkeit bestehende Tracking-IDs zu löschen. Du könntest aber mal den Support fragen. Es könnte sein, dass die das machen. Ich vermute aber eher nicht, vor allem, wenn es schon Sales über die zu löschenden IDs gegeben hat.

        Viele Grüße

        Finn

  2. Hallo Finn,

    super anleitung hier!
    Eine Frage noch: wo kann ich SubIDs erstellen?
    oder
    (6.6 Nutz mehrere Tracking-IDs)

    Finde diese Option nicht!

    • Hi Hendrik,

      das kannst du nicht im Partnernet-Bereich machen, dafür musst du den Support anschreiben (bis zu 1500 sind möglich).

      Viele Grüße

      Finn

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