Das Amazon-Partnerprogramm ist das wahrscheinlich größte und beliebteste Partnerprogramm überhaupt.
Hunderttausende Bloggerinnen, Blogger und Websitebetreiber nutzen es, um online Geld zu verdienen.
In meinem ultimativen Guide erkläre ich dir, warum du das Amazon-Partnerprogramm nutzen solltest (und in welchen Fällen nicht), wie du Affiliate-Links einbindest und profitable Produkte findest.
Außerdem zeige ich dir erprobte Strategien und Tricks, mit denen du deine Einnahmen als Amazon-Affiliate steigern kannst.
- Das Amazon-Partnerprogramm überzeugt mit Vertrauen, Sortiment und stabilen Einnahmen, erfordert aber saubere Link-Integration und regelmäßige Optimierung.
- Nutze SiteStripe, spezialisierte Plugins und klare Call-to-Action-Elemente, um Klick- und Conversion-Raten spürbar zu erhöhen.
- Halte Teilnahmebedingungen strikt ein, analysiere deine Statistiken und ergänze Amazon bei Bedarf durch alternative Programme mit besseren Provisionen.
1. Warum das Amazon-Partnerprogramm nutzen?
Das Amazon-Partnerprogramm ist aus mehreren Gründen attraktiv:
- Amazon ist fast allen Internetnutzerinnen und -nutzern ein Begriff und die meisten deiner Leser haben dort bereits bestellt.
- Amazon überzeugt durch schnellen Versand und einen verlässlichen Kundenservice.
- Deine Leserinnen und Leser können umfangreiche Kundenrezensionen lesen.
- Für jedes Blogthema findest du passende Produkte – das Sortiment ist riesig.
- Je nach Kategorie sind bis zu 10 % Werbekostenerstattung pro verkauftem Produkt möglich.
- Du erhältst Provision auf den gesamten Warenkorb, nicht nur auf das verlinkte Produkt.
- Über die API lässt sich Produkt-Content automatisiert einbinden.
- Die Anmeldung und Link-Einbindung sind unkompliziert.
- Zahlungen erfolgen zuverlässig.
- Du hast Zugriff auf detaillierte Statistiken.
Wenn du es richtig angehst, kannst du sogar alleine von den Einnahmen aus dem Amazon-Partnerprogramm leben. Ich bin seit 2011 dabei, und ein großer Teil meines monatlichen Einkommens stammt bis heute aus Amazon-Provisionen.
Alleine zwischen dem 01.01.2012 und dem 01.01.2017 habe ich über 3,2 Millionen € Umsatz für Amazon generiert und mehr als 140.000 € an Provisionen erhalten:

2. Nachteile des Amazon-Partnerprogramms
Ganz ohne Schattenseiten kommt Amazon allerdings nicht aus:
- Die Cookie-Laufzeit beträgt nur einen Tag – andere Programme bieten 30 oder 90 Tage.
- Für einige Produktkategorien (z. B. Smartphones oder Fernseher) fallen die Provisionen sehr gering aus.
- Unabhängig von deinem Volumen erhältst du immer denselben Provisionssatz.
- Provisionssätze und Teilnahmebedingungen können sich jederzeit ändern.
- Du bist eine von vielen Partnerinnen bzw. Partnern eines Großkonzerns – Sonderbehandlungen sind nicht zu erwarten.
Den vierten Punkt habe ich selbst schmerzlich erfahren: Im Oktober 2014 stellte Amazon das Provisionsmodell um. Früher hing die Provision von der Anzahl der Verkäufe ab, anschließend von der Produktkategorie. Für meine Elektronik-Blogs bedeutete das einen drastischen Rückgang um rund 50 %.
Dementsprechend gab es Gewinner und Verlierer. Mit meinen Blogs, die sich ausschließlich mit Unterhaltungselektronik, Handys und Smartphones befassten, gehörte ich eindeutig zu den Verlieren. Von damals etwa 3.500 € fielen meine monatlichen Amazon-Einnahmen um die Hälfte auf nur noch 1.500 – 2.000 €, da es für meine Produktkategorien anstatt 5–8 % nur noch 1–3 % Provision gab.
Mein Rat für ein nachhaltiges Online-Business: Diversifiziere deine Einnahmen. Mach dich nicht von nur einer Quelle abhängig. Am Ende dieses Artikels nenne ich dir Alternativen zum Amazon-Partnerprogramm.
3. Wie melde ich mich an?
Die Anmeldung geht schnell und unkompliziert:
- Besuche die Startseite des Amazon PartnerNets und klicke auf „Jetzt kostenlos anmelden“.
- Melde dich mit deinem Amazon-Konto an (oder lege eines an).
- Ergänze – falls nötig – deine persönlichen Daten.
- Fülle das Website-Profil mit Namen, URLs und Inhalten deiner Projekte aus.
- Bestätige die Anmeldung per E-Mail und hinterlege deine bevorzugte Zahlungsmethode.
- Amazon prüft deine Angaben innerhalb von drei bis fünf Werktagen – bis dahin hast du trotzdem vollen Zugriff auf das PartnerNet.
Nur in Ausnahmefällen wird die Anmeldung abgelehnt, etwa bei Websites mit gravierenden Qualitätsmängeln oder problematischen Inhalten.
Randnotiz: Meine Partner-ID thehanadd-21 stammt von meinem ersten Blog thehankaddiction.com, der sich um die Serie Californication drehte.
4. Affiliate-Links einbinden
Du hast mehrere Möglichkeiten, Amazon-Partnerlinks einzubinden:
4.1 SiteStripe
Der SiteStripe ist der einfachste Weg: Als Affiliate blendet Amazon dir eine Leiste ein, über die du schnell Links zu Produkten, Kategorien, Suchergebnissen oder Amazon Prime erzeugst.

Du kannst zwischen den Varianten Text, Bild und Text + Bild wählen. Letztere eignet sich ausschließlich für Einzelprodukte.
https://amzn.to/...) oder Kurz-URLs, die ich in Kapitel 4.3 erkläre. Externe Dienste wie bit.ly oder eigene Domains zu verwenden, verstößt gegen die Teilnahmebedingungen.Bei Text + Bild solltest du beachten, dass sie per iFrame geladen werden und dadurch die Ladezeit steigen kann.
4.2 Amazon-Affiliate-Plugins
Alternativ kannst du WordPress-Plugins nutzen, die Produktboxen ausgeben. Sie sind performancefreundlicher, weil sie Daten cachen und sich optisch anpassen lassen.
Neben dem Preis lassen sich weitere Produktinformationen anzeigen. So sieht eine Produktbox des Plugins AAWP aus:

Wichtig: Du musst angeben, wann die Produktdaten zuletzt aktualisiert wurden oder einen Preis-Disclaimer ergänzen, sonst verstößt du gegen die Teilnahmebedingungen.
Eine Übersicht empfehlenswerter Plugins findest du in meinem Artikel Die besten WordPress-Plugins für Amazon Affiliates.
4.3 Kurz-URLs
Die vom SiteStripe generierten URLs sind häufig sehr lang. In Tabellen oder Produktlisten arbeite ich deshalb gern mit den kürzeren Varianten:
Eine normale URL sieht z. B. so aus:
https://www.amazon.de/s/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias=aps&field-keywords=Lego+Star+Wars+75003+-+A-Wing+Starfighter&linkCode=ll2&tag=deine-partner-id-21&linkId=f3896c2bf611596c04a40c546eb2bc9aViel übersichtlicher sind dagegen folgende Kurz-Schreibweisen:
https://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/B0094J2BZ0/deine-partner-id-21
https://www.amazon.de/dp/B0094J2BZ0/?tag=deine-partner-id-21Ersetze einfach die fett markierte ASIN durch die deines Produkts.
4.4 Amazon-Suche
Eine weitere Option ist eine eigene Suche, die Anfragen direkt an Amazon weiterleitet – inklusive Affiliate-Tag.
<form action="https://www.amazon.de/exec/obidos/external-search" method="get">
<input name="tag" type="hidden" value="deine-partner-id-21" />
<input name="keyword" size="20" type="text" value="" />
<input type="submit" value="Suchen" />
</form>Ersetze deine-partner-id-21 durch deine Partner-ID.
5. Statistiken
Die PartnerNet-Statistiken helfen nicht nur beim Monitoring, sondern auch bei der Optimierung deiner Einnahmen. Du erreichst die Berichte über die Tabs im Menü oder die Links „Details anzeigen“ in der rechten Seitenleiste.
Wichtig sind vor allem der Tracking-ID-Kurzbericht und der Bericht zur Werbekostenerstattung. Dort siehst du detailliert, welche Produkte gekauft wurden.
Wenn du Werbung für Abos von Amazon Prime oder Audible machst, dann sind für dich zusätzlich Sonstige Berichte wichtig. Dort werden diese gesondert aufgeführt.
Wenn du mehrere Tracking-IDs nutzt, achte auf das Auswahlfeld und das Kontrollkästchen „Zusammenfassung“. Mit gesetztem Haken fasst Amazon alle IDs zusammen, ohne Haken beziehst du dich auf eine bestimmte ID:

6. Meine Tipps für mehr Einnahmen mit Amazon
Optimierungspotenzial gibt es immer. Hier sind sieben bewährte Tipps für bessere Ergebnisse:
6.1 Finde heraus, was deine Leser brauchen!
Allgemeine Banner oder unpassende Produkte bringen selten Verkäufe. Setze auf relevanten Content und optimiere deine Artikel auf Keywords mit Kaufintention.
Die Conversion Rate ist besonders hoch, wenn:
- deine Besucher bereits ein Kaufinteresse mitbringen (z. B. durch Suchanfragen wie „Produkt XYZ Test“).
- du genau das passenden Produkt zur Lösung eines konkreten Problems empfiehlst.
Empfehle nur Produkte, hinter denen du wirklich stehst – deine Leser merken den Unterschied.
6.2 Verlinke keine Produkte, die nicht mehr verfügbar sind
Wenn du ein Produkt verlinkst, das nicht mehr verfügbar ist, sinkt deine Conversion-Rate drastisch. Durch die zahlreichen Alternativen, die Amazon auf seinen Produktseiten anbietet (z. B. in den Abschnitten "Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?", "Gesponserte Produkte zu diesem Artikel" oder "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch") kommen zwar trotzdem einige Sales zustande, die meisten Besucher werden dennoch abspringen.
Abhilfe schaffen kannst du, indem du erstens nur beliebte Produkte verlinkst, die bei vielen Händlern verfügbar sind, und zweitens, indem du verlinkte Produkte regelmäßig kontrollierst.
Hilfreich ist das Plugin ASA 2 Pro, das deine eingebundenen Produkte überwacht und auf Verfügbarkeitsprobleme hinweist.
6.3 Nutze auffällige Call-to-Action-Elemente
Produktboxen oder Vergleichstabellen mit klaren Call-to-Action-Buttons („Jetzt kaufen“) performen deutlich besser als einfache Textlinks. Plugins wie AAWP oder ASA 2 Pro machen das sehr einfach.
6.4 Verzichte auf Amazon-Widgets
Widgets sehen selten gut aus, sind technisch veraltet und bremsen deine Seite aus. Ich empfehle, ganz darauf zu verzichten.

6.5 Nutze deine Statistiken
Um deine Einnahmen zu erhöhen und nur die Produkte zu empfehlen, die deine Leser auch kaufen, solltest du regelmäßig deinen Werbekostenerstattung-Bericht im Auge behalten.
Dazu gehst du in der oberen Menüleiste auf Berichte > Werbekostenerstattung. Dort wählst du einen etwas längeren Zeitraum aus, um ein möglichst umfassendes Bild davon zu bekommen, welche Produkte deine Besucher kaufen.
Um die verkauften Produkte besser sortieren und auswerten zu können, ziehe ich es vor, mir den Bericht nicht im PartnerNet anzuschauen, sondern als Datei herunterzuladen (auf den Button "Bericht herunterladen (TSV)" klicken) und anschließend in Excel mit der Filterfunktion übersichtlicher zu gestalten.

6.6 Arbeite mit mehreren Tracking-IDs
Mit zusätzlichen Tracking-IDs kannst du verschiedene Linkpositionen, Button-Designs oder Artikel gegeneinander testen. Neue IDs erstellst du im PartnerNet über den Link „verwalten“ oberhalb des Auswahlfeldes.
6.7 Berücksichtige die Provisionshöhen
Bei manchen Kategorien sind die Provisionen so niedrig, dass sich die Verlinkung kaum lohnt. Die tagesaktuelle Übersicht findest du in der Werbekostenerstattungstabelle für das EU-Partnerprogramm. Achte darauf, nicht versehentlich Werte anderer Länder zu übernehmen.
6.8 Optimiere deine Werbemittel für Mobilgeräte
Ein großer Teil des Traffics kommt mobil. Stelle sicher, dass Links, Produktboxen und Buttons auf Smartphones und Tablets gut bedienbar sind.
- Achte auf ausreichend Zeilenabstand.
- Vermeide überlappende Elemente.
- Sorge dafür, dass Buttons groß genug und klar beschriftet sind.
7. Alternativen zum Amazon-Partnerprogramm
Amazon ist vielseitig, aber nicht immer die beste Wahl. Prüfe, ob andere Partnerprogramme höhere Provisionen oder bessere Konditionen bieten.
Gute Startpunkte sind Netzwerke wie affili.net, ADCELL oder AWIN. Dort kannst du Programme nach Kategorien, Provisionen und Konditionen filtern.
Auch große Händler wie Otto, Zalando, Notebooksbilliger, Cyberport, Bonprix, Tchibo, Conrad, Alternate oder Redcoon bieten oft höhere Provisionen.
Eine weitere Option ist das eBay Partner Network. Die Provision richtet sich dort nach den Verkaufsgebühren – je nach Kategorie erhältst du 50–70 % der Gebühren.
8. Beachte die Amazon-Teilnahmebedingungen!
Lies unbedingt die Vereinbarung zur Teilnahme am Amazon-Partnerprogramm sowie die Richtlinien für das Partnerprogramm. Verstöße können zu einem dauerhaften Ausschluss führen.
Häufige Fehler, die zum Ausschluss führen:
- Affiliate-Links mit externen Shortenern maskieren (siehe Teilnahmevoraussetzungen, Punkt 6 lit. v).
- Amazon-Inhalte in Frames einbetten (Punkt 6 lit. n).
- Affiliate-Links in E-Mails oder PDFs verwenden (Punkt 4).
- Logos oder Marken ohne Einhaltung der Markenrichtlinien einsetzen.
- Falsche oder irreführende Angaben zu Produkten oder Preisen machen. Nutze die API für aktuelle Daten und ergänze ein Datum der letzten Aktualisierung.
9. FAQ
Hier beantworte ich häufige Fragen rund um das Amazon-Partnerprogramm:






