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WordPress.org vs. WordPress.com: Was ist der Unterschied? Was ist besser?

WordPress.com vs. WordPress.org

Wenn du einen eigenen Blog starten möchtest, musst du dich im ersten Schritt für ein System entscheiden.

Häufig fällt die Wahl hier auf WordPress. 

Bleibt nur die Frage: Welche WordPress-Variante darf es sein?

WordPress ist nicht gleich WordPress, denn du hast die Qual der Wahl zwischen zwei verschiedenen Ausführungen:

WordPress.com und WordPress.org.

Was sich genau hinter beiden Systemen verbirgt, welche Vor- und Nachteile sie haben und welches die richtige Wahl für dich ist, erfährst du in diesem Artikel.

1. Was ist WordPress überhaupt?

WordPress ist ein Content-Management-System.

Genauer gesagt:

WordPress ist das Content-Management-System. Über 40 % aller Websites auf der Welt nutzen WordPress als Grundlage.

WordPress ist eines der bsten Systeme für Blogger

Unter Content-Management-System versteht man in diesem Fall nicht mehr und nicht weniger als das Betriebssystem einer Website. Hier erstellst du deine Inhalte, legst das Erscheinungsbild (Template) fest und installierst Software (Plugins), die auf deiner Website verfügbar sein soll. 

Das Besondere an WordPress ist, dass es sich um eine sogenannte Open-Source-Software handelt. Das bedeutet, der Quellcode steht öffentlich und wirklich jedem zur Verfügung.

2003 wurde WordPress das erste Mal veröffentlicht und ist seitdem aus der modernen Internetlandschaft nicht mehr wegzudenken. 

Vor allem für Blogger ist es WordPress das System schlechthin. 

Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • Hinter WordPress steht eine riesige Community, die dir bei Probleme und Fragen hilft
  • Du kannst WordPress sehr einfach an deine Bedürfnisse anpassen
  • Die Kosten sind sehr gering (dazu später mehr)

Hast auch du dich entschieden, WordPress als Basis für deine Website zu nutzen? 

Dann solltest du unbedingt den Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org kennen und verstehen. 

Wo genau dieser im Detail liegt, schauen wir uns jetzt an.

2. Der Hauptunterschied zwischen WordPress.org und .com

Der Unterschied zwischen WordPress.org und WordPress.com ist wirklich gravierend – und ich spreche nicht nur von der Unterscheidung beider Endungen. WordPress.com ist nämlich die „Rundum-sorglos-Variante“, während du bei WordPress.org überwiegend auf dich allein gestellt bist.

Wie du sicherlich erahnen kannst, ist eine der beiden Varianten kostenlos, die andere nicht…

Für jemanden, der sich mit Domainendungen auskennt, lässt sich bereits auf den ersten Blick ableiten, was das Ziel der jeweiligen WordPress-Varianten ist. Die Endung .org steht nämlich für „organization“, während .com für „commercial“ steht.

Wenn du dich für WordPress.com entscheidest, werden dir Domain und Webhosting bereits sofort nach Registrierung zur Verfügung gestellt. Dahinter steht die Firma Automattic, die sich wirklich um alles kümmert. 

WordPress.com ist sozusagen die Rundum-Sorglos-Variante des berühmten Content Management Systems

Nur für die Inhalte musst du selbst sorgen. 

Das sieht bei WordPress.org vollkommen anders aus. 

Hier kannst du dir lediglich die Software, also WordPress als Content-Management-System, herunterladen. Um Webspace und Domain musst du dich selbst kümmern.

Warum also für WordPress.org entscheiden, wenn es doch bei WordPress.com mehr Leistungen abzugreifen gibt?

Ganz einfach…

Zunächst einmal lässt sich Automattic diesen Service natürlich zahlen. Zwar gibt es einen „Free“ Tarif, der jedoch für wirklich ernst gemeinte Projekte nicht brauchbar ist. Richtig interessant wird es erst ab dem Business Tarif, der mit 25 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Innerhalb der kleineren Tarife hast du nämlich keine Möglichkeit, Plugins zu installieren und so WordPress an deine Bedürfnisse anzupassen.

Heißt also: WordPress.org erfordert zwar etwas mehr Leistungsbereitschaft deinerseits, belohnt dich jedoch im Anschluss mit allen Freiheiten, die das System bietet. 

Und ganz ehrlich: Die Registrierung einer Domain und das Buchen eines Webhosting-Pakets wird dich vor keine großen Herausforderungen stellen.

Auch die spätere Installation von WordPress ist wirklich ein Kinderspiel.  

3. WordPress.com vs. WordPress.org im ausführlichen Vergleich

Nachdem du nun weißt, wo der Hauptunterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org liegt, schauen wir uns beide System im Detail an. 

Dabei möchte ich besonders auf die Bereiche eingehen, die sich zwischen beiden Systemen am meisten unterscheiden. 

3.1 Installation und Einrichtung

Da ich dir WordPress.com bereits als das „Rundum-sorglos-Paket“ beschrieben habe, kannst du dir wahrscheinlich auch schon vorstellen, dass hier der Einstieg und die Installation deutlich einfacher fällt als bei WordPress.org. 

Bei WordPress.com erwartet dich bereits ein komplett fix und fertiges System, das du nur noch mit einigen Informationen füttern musst, bevor es losgehen kann.

Die ersten Schritte bei WordPress.com sind wirklich einfach

So musst du zum Beispiel wählen:

  • Welche Art von Website du erstellen möchtest
  • Wie der Name der Website lautet
  • Welche Domain du verwenden möchtest
  • Welcher Tarif es sein darf 

Ist diese Auswahl getroffen, kann es auch schon losgehen. 

Simpel, oder nicht? 

Das sieht bei WordPress.org deutlich umfangreicher (und zugegeben im direkten Vergleich auch komplexer) aus. 

Nachdem du WordPress.org heruntergeladen hast, musst du dich zunächst einmal auf die Suche nach einem passenden Hoster machen. Schließlich benötigst du zunächst ein Webspace, auf dem du WordPress installieren kannst. 

Ich kann dir hier RAIDBOXES und Webgo empfehlen. 

Raidboxes Webhosting

Im Anschluss benötigst du eine Domain. 

Diese kannst du ebenfalls direkt beim Hoster hinzubuchen oder bei einem externen Anbieter registrieren und im Anschluss mit deinem Webspace verknüpfen. 

Ist auch das erledigt, gilt es:

  • WordPress via FTP hochzuladen
  • Eine Datenbank zu erstellen
  • Den Installations-Wizard von WordPress zu starten 
Benötigte Informationen zur WordPress-Installation

Aber bitte: Auch wenn das sehr komplex klingen mag, ist es das bei genauerer Betrachtung nicht. Ich habe dir eine WordPress-Installationsanleitung erstellt, die dich Schritt für Schritt durch den Prozess führt. 

Wenn du dich nicht mit der Installation von WordPress befassen möchtest, kannst du auch auf die 1-Klick-Installation zurückgreifen, die zwischenzeitlich sehr viele Hoster anbieten.

3.2 Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

In Sachen Bedienbarkeit lässt sich zwischen beiden Systemen nicht wirklich ein großer Unterschied ausmachen. 

Wie auch – schließlich handelt es sich ja bei beiden Versionen um WordPress. 

Mich überzeugt vor allem:

  • Das schlanke übersichtliche Design
  • Die durchdachte Menüstruktur
  • Die schnellen Ladezeiten im Backend

Du wirst dich bei WordPress.com mit Sicherheit sofort zurechtfinden und nach einer kurzen Einarbeitungszeit keine Probleme haben. 

WordPress.org besitzt einen gigantischen Funktionsumfang, der je nach Anzahl installierter Plugins noch weiter aufgebläht werden kann. Dennoch empfinde ich die Oberfläche als sehr gut strukturiert und durchdacht. 

Wordpress.org überzeigt durch seine sehr minimalistische und wirklich übersichtliche Struktur

Je nachdem, ob du zusätzlich WYSIWYG-Editoren (What you see is what you get) wie Elementor oder Divi verwendest, wird die Handhabung mit WordPress.org noch einfacher. 

3.3 Preise

Beim Preis hat WordPress.org ganz klar die Nase vorn. 

Ich hatte bereits vorher einmal angesprochen, dass der günstigste Tarif bei WordPress.com, der sich wirklich lohnt, mit 25 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Wenn du E-Commerce betreiben möchtest, wird es noch teurer. Hier werden nämlich bis zu 45 Euro pro Monat fällig.

Wordpress.com besitzt eine sehr hohe monatliche Gebühr

Mit den günstigeren Tarifen kannst du nicht wirklich arbeiten, wenn du ernsthaft seriöse Projekte umsetzen möchtest. 

Es gibt zwar einen Starter-Tarif (4 Euro pro Monat), der immerhin eine eigene Domain enthält, viele wichtige Funktionen sucht man jedoch vergebens. So gibt es zum Beispiel keine Möglichkeit, Backups zu erstellen, SEO-Tools sind nicht integriert und du kannst keine Plugins installieren. 

Selbst der Premium-Tarif für 8 Euro pro Monat hält nicht, was die Bezeichnung eigentlich verspricht. Dir werden zwar erste Profi-Werkzeuge an die Hand gegeben (z. B. Premium-Themes), allerdings wird ein Zugang zum Plugin-Marktplatz weiterhin schmerzlich vermisst. 

Du siehst: Alles unter dem Business-Tarif ist wirklich nicht zu gebrauchen. 

Diese Probleme hast du bei WordPress.org nicht. 

Es ist vollkommen kostenlos und enthält von Beginn an alle Funktionen, die dir bei WordPress zur Verfügung stehen. 

Ja, der Aufwand ist etwas größer, bis das System einmal läuft. Aber dieser Aufwand ist es definitiv wert! Glaube mir.

Es wäre jedoch falsch, zu behaupten, eine Website, die mit WordPress.org betrieben wird, wäre 100 % kostenlos.

Das ist nicht der Fall.

Natürlich hast du auch bei WordPress.org laufende, monatliche Kosten. Du benötigst eine Domain und ein Webhosting-Paket. Das bekommst du jedoch für deutlich weniger als 25 Euro pro Monat (z. B. der Business-Tarif bei Webgo inkl. 10 Domains für 16,95 Euro), sodass sich die Kosten bei WordPress.org deutlich unter denen von WordPress.com bewegen. 

3.4 Design und Anpassungsmöglichkeiten

Eine Website lebt von ihrem Erscheinungsbild. Das Design sollte schlank und übersichtlich sein, der Wiedererkennungswert hoch. 

Welche Variante bietet dir die besseren Möglichkeiten, um ein ansprechendes Design umzusetzen? 

Beginnen wir mit WordPress.com. 

Hier stehen dir von Beginn an zahlreiche Templates zur Verfügung, die du mit einem einfachen Klick auswählen kannst. Im Anschluss daran wird das Design für die gesamte Website übernommen. Du musst lediglich individuelle Inhalte hinzufügen. 

WordPress.com bietet dir eine gigantische Vielfalt an verschiedenen Templates

100 kostenlose Themes sind in jedem WordPress.com Tarif enthalten. Ab dem Premium-Tarif kommen 200 weitere Themes hinzu.

Ein großer Nachteil ist, dass individuelle Anpassungen, beispielsweise durch CSS-Codes, erst ab einem höheren Tarif zur Verfügung stehen. 

Zusammenfassend könnte man also sagen, dass WordPress.com für Projekte mit einem geringeren Design-Anspruch definitiv ausreicht. Wenn du hohe Anforderungen an das Designkonzept deiner Website stellst, dann musst du hier höhere monatliche Kosten in Kauf nehmen, um alle Anpassungen nach Wunsch vornehmen zu können. 

Oder aber, du setzt von Beginn an auf WordPress.org – hier sind dem Design nämlich wirklich keine Grenzen gesetzt.

Zunächst einmal kannst du aus tausenden von Themes wählen, die verschiedenste Hersteller zur Verfügung stellen. Mit Premium-Themes wie Divi oder Elementor hast du außerdem die Möglichkeit, Designkonzepte mit einem Mausklick zu importieren und im Anschluss nach Belieben zu verändern.

Auch das Hinzufügen von eigenen CSS-Codes ist wirklich ein Kinderspiel, sodass du dich hier voll und ganz „austoben“ kannst. 

Bei WordPress.org kannst du mittels CSS-Code eigene Designanpassungen vornehmen

Und dann gibt es auch noch zahlreiche Plugins, die es dir erlauben, weitere Anpassungen am Design vorzunehmen. 

Dieser Punkt geht also ganz klar an WordPress.org. Nicht, weil WordPress.com hier schlecht ist, sondern einfach, weil man sich keine größere Flexibilität wünschen kann als bei WordPress.org. 

Übrigens: Sowohl bei WordPress.com wie auch bei WordPress.org hast du Zugang zum Customizer. Hierbei handelt es sich um eine Funktion im WordPress Backend, mit deren Hilfe du Designanpassungen an deiner Website vornehmen und live verfolgen kannst.

Mit dem WordPress Customizer kannst du Designänderungen an deiner Website in Sekundenschnelle vornehmen und live verfolgen

3.5 Sicherheit und Wartung

Die Sicherheit einer Website ist ein extrem wichtiger Faktor, der jedoch leider häufig vernachlässigt wird.

Sich gar nicht mit diesem Thema zu befassen, wäre schlichtweg fatal. Besonders dann, wenn du mit einer Website Geld verdienst oder Kundendaten im Backend gespeichert sind.

Aber was bedeutet eigentlich der Begriff Sicherheit im Zusammenhang mit einer WordPress Website? 

Ganz einfach: Du solltest bemüht sein, Themes und Plugins stets auf dem neuesten Stand zu halten, inaktive Plugins zu deaktivieren und den Zugang zum Backend möglichst zu sichern. Auch ein regelmäßiger Scan nach Schadsoftware kann nicht schaden. 

Auch ein gültiges SSL-Zertifikat sollte (bzw. muss nach DSGVO) unbedingt vorhanden sein. 

Der Gewinner ist in diesem Punkt schnell ausgemacht: WordPress.com 

Da es sich bei WordPress.com um die bereits mehrfach erwähnte „rundum sorglos Lösung“ handelt, musst du dich auch in puncto Sicherheit um wirklich nichts kümmern – keine Aktualisierung von Plugins, keine WordPress Updates. Einfach nichts. 

Das ist zugegeben sehr angenehm, denn bei WordPress.org sieht die Welt ganz anders aus. Hier bist du selbst dafür verantwortlich, dass dein System auf dem neusten Stand ist und möglichst keine Lücken bietet. 

Das ist zwar auch hier kein Hexenwerk, denn du wirst über neue Updates regelmäßig informiert…

Um die Sicherheit von WordPress.org zu erhöhen solltest du alle Plugins immer auf dem neusten Stand halten

Dennoch liegt die Arbeit hier in deinen Händen. 

Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die auch ein Managed Hosting für WordPress.org anbieten. So schlägst du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe, denn du profitierst von den Vorteilen, die dir WordPress.org bietet, auf der anderen Seite verwaltet der Hoster deine WordPress-Installation und kümmert sich auch um Dinge wie das SSL-Zertifikat. Achtung: Auf deiner Website installierte Plugins musst du jedoch auch hier selbst aktualisieren. Ein Anbieter, den ich dir in diesem Zusammenhang sehr empfehlen kann, ist RAIDBOXES.

Im Punkt Sicherheit hat WordPress.com also leicht die Nase vorn.

Wenn es um das Erstellen von Backups geht, sieht das ganze wieder anders aus.

Bei WordPress.org genügt es hier ein Plugin wie UpdraftPlus zu installieren und einmalig zu konfigurieren. Im Anschluss erstellt dieses Plugin auf Wunsch auch täglich Backups deines gesamten Systems inkl. aller Datenbanken.

Mithilfe von UpdraftPlus kannst du automatische Sicherungen erstellen

Diese Möglichkeit besteht bei WordPress.com zwar auch, allerdings erst ab dem Business-Tarif. Denn vorher kannst du keine Plugins installieren.

Auch das vorinstallierte Jetpack im WordPress.com Backend wird erst nach einem Upgrade auf den Business-Plan freigeschaltet.

Jetpack Backup steht dir bei WordPress.com erst ab dem Business-Tarif zur Verfügung

3.6 Datenschutz

Beim Thema Datenschutz unterscheiden sich WordPress.com und WordPress.org in einem Punkt sehr stark:

WordPress.com ist in den USA gehostet, was datenschutzrechtlich problematisch sein kann, weil das EU/US-Privacy Shield im Juli 2021 vom Europäischen Gerichtshof gekippt wurde.

WordPress.org ist deshalb in puncto Datenschutz immer die sicherere Wahl, weil du frei in der Wahl des Serverstandorts bist und entsprechend deine Website innerhalb der EU oder, noch besser, in Deutschland hosten kannst.

Abgesehen vom Serverstandort gibt es beim Datenschutz keine riesigen Unterschiede. Schließlich handelt es sich um dieselbe Plattform.

Um WordPress nach aktuellem Stand datenschutzrechtlich optimal anzupassen, empfehle ich dir vor allem drei wichtige Punkte (Achtung, nicht abschließend und keine Rechtsberatung):

  1. Datenschutzerklärung erstellen und einbinden
  2. Gravatar deaktivieren (sendet im Hintergrund Daten an den Service)
  3. IP-Adressen von Kommentatoren anonymisieren

Beim ersten Punkt, der Erstellung einer Datenschutzerklärung, stellt dir WordPress.org einige Textbausteine und eine eigene Sektion unter Einstellungen > Datenschutz zur Verfügung.

In WordPress.org stehen dir Bausteine für die Datenschutzerklärung zur Verfügung

Darauf verzichtet WordPress.com komplett.

Allerdings würde ich dir auch nicht zu der Lösung von WordPress.org raten, da hier einige Lücken vorhanden sind und du anhand der vorgefertigten Textbausteine keine umfängliche Datenschutzerklärung erstellen kannst. Insbesondere dann nicht, wenn du mehrere externe Dienste wie zum Beispiel Google Analytics oder ähnliches eingebunden hast.

Das heißt: Neue Seite erstellen, Datenschutzgenerator zu Hilfe nehmen und im Anschluss diesen Text einfügen.

Beim Thema Gravatar gehst du bei beiden Plattformen identisch vor. Diese werden in den Einstellungen und „Diskussion“ deaktiviert.

Deaktiviere die Verwendung von Gravatar in den Einstellungen

Bleibt noch die Anonymisierung der IP-Adressen deiner Kommentatoren.

Im Idealfall fügst du hierfür folgenden Code in deine functions.php ein:

/* Privacy: Replace Comment IP-Address */
function replace_comment_ip() {
   return "127.0.0.1";
}
add_filter( 'pre_comment_user_ip', 'replace_comment_ip', 50);

Das ist bei WordPress.org gar kein Problem, denn hier kannst du mithilfe eines FTP-Managers einfach auf deinen WordPress-Ordner auf deinem Webspace zugreifen und alle Dokumente nach Belieben ändern. Bei WordPress.com geht das leider erst ab dem Business-Plan.

3.7 Funktionsumfang

WordPress bietet dir einen Funktionsumfang, der sich am treffendsten mit dem Wort „gigantisch“ beschreiben lässt.

Egal, welches Projekt du umsetzen möchtest, mit WordPress ist es mit Sicherheit kein Problem.

Nicht nur, dass du theoretisch den gesamten Quellcode nach deinen Wünschen anpassen kannst, sondern auch die tausenden von Plugins und Themes machen es dir wirklich einfach, im Handumdrehen eine Website nach deiner Vorstellung zu schaffen.

Gerade in diesem Punkt kann WordPress.com jedoch WordPress.org definitiv nicht das Wasser reichen.

Die Defizite sind hier offensichtlich.

Gerade in den günstigen Plänen sind die Funktionen von WordPress.com derart eingeschränkt, dass sich Nutzer, die den Funktionsumfang von WordPress.org gewohnt sind, nicht wirklich wohlfühlen werden.

Wie in vielen anderen Bereichen auch wird es bei WordPress.com erst ab dem Business-Plan wirklich möglich, eine individuelle Website zu erstellen.

Nämlich dann, wenn du Plugins installieren kannst.

WordPress.com wird erst dann brauchbar, wenn du Plugins installieren kannst

Ohne den Business-Plan müsstest du also auf die Möglichkeit verzichten, eigene CSS-Codes zu implementieren oder Page Builder wie Elementor zu nutzen. Das ist sicherlich für Hobby-Blogs und Seiten, die als Freizeit-Projekt gedacht sind, kein Problem. Wenn du allerdings eine Website erstellen möchtest, die Erträge generieren soll, dann wirst du ohne diese Möglichkeiten nicht wirklich weit kommen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Funktionsumfang von WordPress.org konkurrenzlos ist. Wenn du gleichwertige Möglichkeiten mit WordPress.com erreichen möchtest, musst du tief in die Tasche greifen und hohe monatliche Kosten in Kauf nehmen.

Der Gewinner ist also ganz klar WordPress.org.

3.8 Online-Shop

Wenn du einen eigenen Online-Shop ins Leben rufen möchtest, bietet WordPress.com wirklich tolle Möglichkeiten:

  • Zahlungen in mehr als 60 Ländern entgegennehmen
  • Einbindung führender Versandunternehmen
  • Premium-Designoptionen für Onlineshops

Leider sind diese Vorteile mit einem großen Aber versehen. Wenn du nämlich in den Genuss dieser Funktionen kommen möchtest, musst du stolze 45 Euro pro Monat aufbringen und den WordPress.com E-Commerce-Tarif buchen.

Um einen eigenen Shop mit WordPress.com zu ersteellen bneötigst du den eCommerce Tarif

Das sind vergleichsweise hohe Kosten, wenn man bedenkt, dass WordPress.com sicherlich nicht die erste Adresse ist, wenn es um das Erstellen eines Online-Shops geht (Tipp: Schau dir unbedingt Shopify an).

Zugegeben ist nicht schlecht, was WordPress.com hier bietet. Ob die Funktionen allerdings auch mit diesem hohen Preis in Einklang stehen? Ich wage es zu bezweifeln.

Bei WordPress.org sieht die Sache wie gewohnt anders aus.

Mithilfe eines Plugins wie beispielsweise WooCommerce kannst du im Handumdrehen einen eigenen Shop erstellen.

Bei WordPress.org kannst du sofort starten, über einen Shop zu verkaufen

Dabei ist das Plugin wirklich selbsterklärend und wird dich vor keine großen Herausforderungen stellen. Zumal es zwischenzeitlich mehrere hundert deutschsprachige YouTube-Videos zu diesem Thema gibt, die wirklich jede Frage behandeln.

In meinen Augen ist WordPress.org hier also die bessere Alternative.

3.9 SEO

Suchmaschinenoptimierung ist eine Sache, um die heute kaum ein Website-Betreiber mehr herumkommt. 

SEO ist ein Muss, wenn du von deinen potenziellen Lesern auch gefunden werden möchtest. 

Die gute Nachricht vorab: WordPress ist im Allgemeinen ein hervorragendes System, um SEO optimal umzusetzen. Vielleicht sogar das beste System für Blogger, um über Suchmaschinen gefunden zu werden.  

Beim Vergleich zwischen beiden Plattformen lassen sich also nur marginale Unterschiede erkennen. 

WordPress.com bietet dir grundsätzlich alle Funktionen, die du für eine solide SEO-Optimierung benötigst. So kannst du zum Beispiel bereits im Rahmen der günstigen Pläne Permalinks individuell anpassen oder ALT-Attribute für Bilder vergeben.

Permalinks lassen sich bei WordPress relativ leicht bearbeiten

Schlecht sieht es hier jedoch in Sachen Meta-Titel und -Beschreibung aus. Beide kannst du nämlich in den günstigen Tarifen nicht anpassen, was in meinen Augen ein absolutes No-Go ist. Die optimierte Beschreibung eines Blogbeitrags in den SERPs ist das A und O, um hier Klicks zu generieren.

Bei WordPress.org setzt du das relativ simpel mit Plugins wie Rank Math um.:

Mit Rank Math kannst du die Meta Daten einer Seite bearbeiten

Wenn du auch bei WordPress.com in den Genuss dieser Möglichkeit kommen möchtest, musst du zwangsläufig mindestens auf den Business-Tarif zurückgreifen, um Plugins wie Yoast oder Rank Math überhaupt installieren zu können.

Bei WordPress.org steht dir das gesamte Universum an SEO-Möglichkeiten von Beginn an zur Verfügung. Aus diesem Grund würde ich erneut den Punkt an WordPress.org vergeben.

3.10 Geld verdienen

Um eine Website zu monetarisieren, gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten.

Um nur einige davon aufzuzählen:

  • Affiliate-Programme, wie z. B. das Amazon-Partnerprogramm oder Awin
  • Der Verkauf eigener physischer Produkte über ein Shopsystem
  • Der Verkauf digitaler Produkte über externe Dienste wie Digistore24 oder Affilicon
  • Werbeanzeigen wie Google Adsense

Die gute Nachricht: Sowohl WordPress.com wie auch WordPress.org legen dir hier keine Steine in den Weg.

Aber schauen wir uns alle vier Punkte der Reihen nach an.

1. Affiliate Programme

Die Funktionsweise von Affiliate-Programmen ist simpel: Du bindest einen Link zu einem Produkt ein. Sobald ein Verkauf dieses Produkts zustande kommt, erhältst du eine Provision.

Da hier lediglich Links oder Buttons auf deiner Website eingebunden werden müssen, geht das sowohl bei WordPress.org, wie auch WordPress.com relativ simpel.

2. Verkauf physischer Produkte

Wenn du physische Produkte über deine Website verkaufen möchtest, benötigst du ein Warenwirtschaftssystem oder zumindest eine Shop-Funktion.

WooCommerce ist hier der Klassiker in Verbindung mit WordPress.

WooCommerce

Bei WordPress.org genügt es, das Plugin zu installieren und Produkte anzulegen. Im Anschluss kannst du bereits mit dem Verkaufen beginnen.

Bei WordPress.com sieht das hingegen anders aus.

Um Zahlungen über die Website akzeptieren zu können, benötigst du zwingend den E-Commerce-Tarif, der dich monatlich 45 Euro kostet.

Hier ist WordPress.org also definitiv die bessere Wahl.

3. Verkauf digitaler Produkte

Du kannst über deine Website auch digitale Produkte wie E-Books oder Online-Kurse verkaufen.

Das kannst du wahlweise via WooCommerce umsetzen oder aber du verwendest einen externen Zahlungsdienst wie Digistore24. In diesem Fall genügt es, einen Link zum externen Bestellformular einzubinden.

Auch hier ist der Aufwand also gering und die Umsetzung mit beiden Plattformen möglich.

4. Einbindung von Werbeanzeigen

Bei WordPress.com ist der Premium-Tarif nötig, um Werbeanzeigen über die Website ausspielen zu können. Die Kosten lassen sich jedoch mit 8 Euro pro Monat verschmerzen.

Bei WordPress.org gilt: Dir stehen von Beginn an wie gewohnt alle Möglichkeiten offen.

Zusammenfassung

In diesem Bereich lässt sich kein eindeutiger Gewinner ausmachen.

Es hängt extrem davon ab, wie du mit deiner Website Geld verdienen möchtest. Wenn du einen eigenen Online-Shop aufbauen möchtest, würde ich dir sogar insgesamt dazu raten, auch andere Systeme in Betracht zu ziehen. Zum Beispiel Shopify leistet hier wirklich tolle Dienste.

Für alle anderen Einnahmequellen sind sowohl WordPress.com wie auch WordPress.org gleichermaßen gut geeignet.

Fazit

Wenn ich mich für eines der beiden Systeme entscheiden müsste, würde meine Wahl immer auf WordPress.org fallen. Hier bin ich frei in der Gestaltung meines Setups und der Wahl des Hosters, was für mich den entscheidenden Vorteil ausmacht. 

WordPress.com ist sicherlich eine gute Wahl, wenn du lediglich kleine Projekte realisieren und den technischen Aufwand minimal halten möchtest.

Wenn du jedoch eine Website bzw. einen Blog ins Leben rufen willst, der stetig mit Inhalten gefüllt werden und über die Jahre wachsen soll, rate ich dir unbedingt zu WordPress.org.

Übrigens: Auch wenn du von dir selbst behaupten würdest, technisch nicht sehr versiert zu sein und in der Online-Welt zu den Neulingen gehörst, kannst du bedenkenlos auf WordPress.org zurückgreifen. Das System ist leichter zu bedienen als es auf den ersten Blick aussieht. Zudem findest du zu den meisten Themen, die gelegentlich Probleme bereiten, hier auf Blogmojo umfangreiche Beiträge.

Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gründer von Blogmojo, SEO-Experte mit 11+ Jahren Erfahrung, WordPress-Fan

Finn hilft Online-Unternehmern mehr Kunden und Besucher über Google zu bekommen.

Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt. Achtung, Nerd-Alarm! 🤓

Er teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 80+ Fachartikeln zu Online-Business, WordPress und SEO sowie in Online-Kursen, wie z. B. seinem SEO-Kurs „New Level SEO“ und seinem Mini-Kurs „Kann ich ranken?“.

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