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WordPress-Hosting 2022: 5 Anbieter im Vergleich

WordPress-Hosting

Die Suche nach dem richtigen WordPress-Hosting kann frustrierend sein.

Ich spreche da aus Erfahrung…

Denn in den 11+ Jahren, in denen ich mit WordPress arbeite, habe ich bereits über 60 verschiedene Hosting-Anbieter für größere und kleine Webprojekte ausprobiert.

Dabei habe ich positive, aber auch sehr viele negative Erfahrungen gemacht.

Und in diesem Vergleich möchte ich diese Erfahrungen mit dir teilen!

Im Detail erfährst du:

  • Wie fünf beliebte WordPress-Hoster im Vergleich abschneiden (inkl. Performance-Tests).
  • Die besten Hosting-Tarife für verschiedene Anwendungsszenarien (kleine Websites, WooCommerce, Affiliate-Seiten etc.)
  • Was gutes WordPress-Hosting wirklich braucht

Warum?

Damit auch du das beste WordPress-Hosting für deinen Blog oder deine Website finden kannst!

Aber ohne dutzende Anbieter durchzuprobieren und dein Geld zu verbrennen (so wie ich). 🙈

1. WordPress-Hosting im Vergleich

WPspace Pro-Tarif HostPress STARTER-Tarif WP-Projects Hosting Basic 4.0 Raidboxes STARTER-Tarif WordPress.com PRO-Tarif
Preis
netto pro Monat bei jährl. Zahlungsweise
14 25 14,90 18 15
Websites 1 1 10 1 1
Staging-Sites 1 1 5 1
Speicher 5 GB SSD 10 GB SSD 25 GB SSD 5 GB SSD 50 GB HDD
vCore CPUs 2 2 2 1
RAM 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB
Postfächer 5 5
Umzug-Service
.de-Domain
netto pro Jahr
17,00 € 18,00 € 9,90 € 12,00 €
Inklusiv-Domains 1 1 (im 1. Jahr)
PHP-Versionen 7.3 – 8.1 7.3 – 8.1 7.2 – 8.1 7.2 – 7.4 7.4
Inklusiv-Lizenzen Divi, WP Rocket WP Rocket Jetpack, Premium Themes
Autom. Backups 7 Tage 7 Tage 7 Tage 14 Tage 30 Tage (mit Jetpack)
Serverstandort Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland USA
Zum Anbieter Dauerhaft
gratis testen
Gratis
Demo-Umzug
14 Tage
gratis testen
7 Tage
gratis testen
Dauerhaft
gratis testen
Tipp: Du hast kein Problem damit, WordPress selbst zu installieren und zu warten? Dann tut es auch normales Webhosting, das meist deutlich günstiger ist.

2. Hosting-Anbieter im Detail

Hier findest du ausführlichere Beschreibungen zu allen getesteten WordPress-Hostern und deren Vor- und Nachteile:

Platz 1: WPspace

WPspace
Bestes Feature: Beste Performance im Test (mit Abstand)
Größte Einschränkung: nur 5 GB Speicher
Preis: 14 € pro Monat (jährl. Zahlungsweise)

WPspace ist ein recht neuer Player auf dem deutschen Hosting-Markt. Das dahinter stehende Unternehmen, die Broll IT & Media GmbH gibt es zwar schon länger, WPspace als Hosting-Angebot allerdings erst seit Anfang 2021.

Entsprechend war ich auch skeptisch, denn ich habe schon viele Hoster kommen und gehen sehen.

Nach intensivem Testen und Ausprobieren kann ich jedoch sagen:

WPspace ist mein neuer Lieblingshoster. ❤️

Ich muss jedoch zugeben, dass es eher Liebe auf den zweiten Blick war. Denn auf dem Papier unterscheidet sich WPspace erst einmal kaum von anderen Managed WordPress-Hostern:

WordPress ist vorinstalliert, es gibt integrierte Caching- und Sicherheitsfunktionen, Versprechen von Top-Performance, kostenloses SSL-Zertifikat, sehr guten Kunden-Service, automatische Backups und so weiter.

Der Teufel (oder hier der Testsieger) steckt, wie immer, im Detail:

1. WPspace bietet mehr Ausstattung fürs Geld

Für 14 € im Monat bekommst du das gleiche wie im Raidboxes STARTER-Tarif, der 18 € pro Monat kostet.

Allerdings bekommst du bei WPspace mehr Rechenpower (2 vCore CPUs statt einer), Premium-Lizenzen für Divi und WP Rocket und 5 E-Mail-Postfächer inklusive.

Allein für die Premium-Lizenzen müsste man ca. 11 € pro Monat ausgeben, für das Mail-Hosting bei Raidboxes noch einmal 1 bis 2 €. Und zwei vCore CPUs bekommt man bei Raidboxes erst beim Pro-Tarif, der bei 55 € im Monat beginnt.

Man muss dabei fairerweise sagen, dass du bei WPspace einen Jahresvertrag eingehen musst. Mit einer Vertragslaufzeit von einem Monat kostet der Pro-Tarif 19 € pro Monat (was aufgrund der besseren Ausstattung aber immer noch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis wäre).

2. Top-Performance

Mit einer Ladezeit von 507 ms (gemessen ohne Caching-Plugin, Performance-Optimierung oder serverseitiges Caching) schneidet WPspace von allen Hosting-Anbietern aktuell am besten ab:

Ein Langzeit-Test steht allerdings noch aus. Ein Test mit Caching-Plugin ebenfalls. Beides werde ich in den nächsten Wochen und Monaten ergänzen. 😉

3. PageSpeed-Optimierung inklusive

Auf Wunsch führt WPspace eine kostenlose PageSpeed-Optimierung deiner Website durch, was ein einzigartiger Service ist, den kein anderer WordPress-Hoster bietet.

Dabei werden sowohl serverseitige Einstellungen vorgenommen als auch WP Rocket konfiguriert.

Nach der Optimierung geben die Experten von WPspace weitere individuelle Empfehlungen bzgl. Plugins und Setup, um die Website-Performance noch weiter zu optimieren (bei der Optimierung selbst werden keine Änderungen an Code, Plugins, Themes oder Bildern vorgenommen).

4. Kostenloser Tarif

Alle Anbieter im Test erlauben es dir, ihr Hosting für einen bestimmten Zeitraum zu testen. Bei Tarifen, die 15 € oder mehr im Monat kosten, ist das auch begrüßenswert.

WPspace geht dabei jedoch noch einen Schritt weiter. 💪

Es gibt einen kostenlosen Tarif, den du nicht nur für 7 oder 14 Tage, sondern dauerhaft testen kannst:

Dafür ist es auch nicht nötig, eine Kreditkarte anzulegen oder Ähnliches. Ein Kunden-Account reicht. 😉

Vorteile

  • Lizenzen für WP Rocket und Divi inklusive (Wert ca. 130 € pro Jahr)
  • 2 vCPUs (Raidboxes bietet nur eine)
  • Beste Performance im Test
  • Gratis PageSpeed-Optimierung durch Experten
  • Günstigster Tarif im Test (allerdings nur bei jährlicher Zahlungsweise)
  • 5 E-Mail-Postfächer inklusive
  • Mit PHP 8.1 die neuste PHP-Version
  • kostenloser Umzug-Service für die Website
  • kostenloser Umzug-Service für 5 Postfächer
  • Klonen von WordPress-Websites mit einem Klick
  • Serverstandort Deutschland

Nachteile

  • Webspace-Verwaltung mit Plesk Obsidian nicht so übersichtlich wie bei Raidboxes
  • Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten bei jährlicher Zahlungsweise
  • keine Inklusiv-Domain
  • .de-Domain recht teuer
  • nur 5 GB SSD-Speicher (1 GB Extra-Speicher kosten jedoch nur 0,40 € pro Monat mehr)

Platz 2: HostPress

HostPress Webhosting
Bestes Feature: Guter Support
Größte Einschränkung: hoher Preis
Preis: 25 € pro Monat (jährl. Zahlungsweise)

Der STARTER-Tarif von HostPress bietet eine ähnliche Ausstattung wie der Pro-Tarif bei WPspace.

Er bietet 10 GB SSD-Speicher, 2 GB RAM, 2 vCore CPUs und 5 E-Mail-Postfächer. Ein kostenloser Umzug und eine Lizenz für WP Rocket sind ebenfalls mit dabei.

HostPress setzt dabei ebenfalls auf die Verwaltungsoberfläche Plesk Obsidian, mit der sich einfach und unkompliziert SSL-Zertifikate anlegen, PHP-Einstellungen ändern und WordPress-Installationen mit dem WordPress Toolkit verwalten (z. B. automatische Updates, Sicherheitseinstellungen etc.) lassen.

Positiv hervorzuheben ist der Support, der auf eine Test-Anfrage schnell, kompetent und zuvorkommend antwortete. HostPress erzielt zudem sehr gute durchschnittliche Kundenbewertungen bei Bewertungsportalen wie ProvenExpert oder HOSTtest.

HostPress erzielte gute Ergebnisse bei der Performance. Mit 549 ms kam es im Speed-Test auf den zweiten Platz:

Hinweis: Im vorherigen Tests schnitt HostPress schlechter ab, weil wir versehentlich das mittlerweile nicht mehr verfügbar BASIC-Paket anstatt des angegebenen STARTER-Pakets getestet hatten.

HostPress ist im Vergleich zu anderen Anbietern leider deutlich teurer:

Der STARTER-Tarif kostet 25 € pro Monat bei jährlicher Zahlungsweise. Der Pro-Tarif von WPspace nur 14 €.

Selbst, wenn man 5 GB Speicher bei WPspace Pro dazubucht, um auch auf 10 GB zu kommen, zahlt man nur 16 € pro Monat und damit immer noch 9 € weniger im Monat (also 108 € weniger pro Jahr).

Vorteile

  • 5 E-Mail-Postfächer inklusive
  • WP Rocket inklusive
  • Sehr gute durchschnittliche Kundenbewertungen
  • Gute Performance
  • Schneller, kompetenter und zuvorkommender Support
  • Rabatt bei jährlicher Laufzeit
  • Kostenloser Umzug-Service
  • Mit PHP 8.1 neuste PHP-Version verfügbar
  • Serverstandort Deutschland
  • Kundenbereich und Adminpanel sind übersichtlich und modern
  • WordPress Toolkit zur Administration von WordPress direkt in Plesk Obsidian
  • Staging-Umgebung
  • Garantierte Reaktionszeit des Supports
  • Sehr gute Uptime

Nachteile

  • Teuer im Vergleich zu anderen Anbietern
  • Nur 7 Tage lang testbar (aber mit Demo-Umzug)
  • Webspace-Verwaltung mit Plesk Obsidian nicht so übersichtlich wie bei Raidboxes

Platz 3: WP-Projects

WP-Projects
Bestes Feature: Mehrere WordPress-Websites möglich
Größte Einschränkung: Performance schlechter als bei WPspace
Preis: 14,90 € pro Monat

WP-Projects ist ein WordPress-Hoster, der sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet.

Für 14,90 € pro Monat bekommst du im Tarif „Hosting Basic 4.0“ 25 GB SSD-Speicher, beliebig viele E-Mail-Postfächer und sogar eine Inklusiv-Domain (nicht nur .de, sondern auch .com).

WP Projects bietet, genauso so wie WP Space und HostPress, die Möglichkeit, WordPress-Websites über das WordPress Toolkit von Plesk zu verwalten. Das bringt diverse Komfort-Funktionen bei der Installation und Wartung mit sich:

  • WordPress-Installation mit einem Klick
  • Automatische WordPress-Updates (mit automatischer Überprüfung, ob durch das Update irgendetwas kaputt gehen könnte)
  • Umfassender Sicherheitscheck
  • WordPress klonen mit einem Klick

Der größte Vorteil gegenüber anderen getesteten Anbietern:

Du kannst nicht nur eine, sondern bis zu zehn WordPress-Websites mit dem Tarif hosten.

Das ist optimal, wenn du mehrere kleinere Websites hosten möchtest. Zumal der Tarif nicht einen nginx-Server, sondern einen Litespeed-Server bietet, der vermutlich besser mit vielen gleichzeitigen Besuchern umgehen kann.

Zum Testsieger hat es jedoch nicht ganz gereicht. WP-Projects Hosting Basic 4.0 kommt auf eine durchschnittliche Response Time von 632 ms:

Auch hier gilt natürlich, dass ein Langzeit-Test noch aussteht. Vom geplanten Test mit Caching-Plugin verspreche ich mir ebenfalls ein besseres Ergebnis, weil WP-Projects Litespeed nutzt. 😉

Vorteile

  • Bis zu 10 WordPress-Websites möglich
  • Inklusiv-Domain (auch .com)
  • unbegrenzt viele E-Mail-Postfächer
  • 1 Monat Vertragslaufzeit
  • 14 Tage kostenlos testen
  • LiteSpeed als Webserver
  • WordPress-Toolkit von Plesk mit vielen Admin- und Wartungsfunktionen
  • Komprimierung mit Brotli möglich (bisschen besser als gzip)
  • HTTP/2 und HTTP/3
  • Telefon-Support unter der Woche
  • Mit PHP 8.1 die neuste PHP-Version
  • kostenloser Umzug-Service für die Website
  • kostenloser Umzug-Service für bis zu drei E-Mail-Postfächer
  • Klonen von WordPress-Websites mit einem Klick
  • Serverstandort Deutschland
  • .de-Zusatzdomains mit 9,90 € pro Monat am günstigsten von allen Anbietern

Nachteile

  • keine Lizenzen inklusive
  • Shared Hosting und kein vServer (jedem Nutzer stehen jedoch laut Anbieter 2 GB RAM und 2 vCPUs zur Verfügung)
  • keine PageSpeed-Optimierung inklusive
  • eher für Fortgeschrittene als für Anfänger
  • keine priorisierte Ticketbearbeitung (aber 24/7 Störungsmeldung via Ticket und E-Mail)
  • Webspace-Verwaltung mit Plesk Obsidian nicht so übersichtlich wie bei Raidboxes

Platz 4: Raidboxes

Raidboxes
Bestes Feature: Toller und einfach bedienbarer Kundenbereich
Größte Einschränkung: Nicht (mehr) so gute Ladezeit
Preis: 18 € pro Monat

Die Hosting-Pakete von Raidboxes, auch Boxen genannt, sind speziell für die Verwendung von WordPress optimiert. Die WordPress-Installation ist dabei schon auf jeder Box vorinstalliert und -konfiguriert.

Raidboxes erstellt automatisch tägliche Backups, die man einfach über das Dashboard einspielen oder daraus eine neue Box machen kann.

Die Core-Dateien selbst sind im Gegensatz zu WP-Projects, WPspace und HostPress nicht von WordPress oder dich als Nutzer über änderbar, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. WordPress-Core-Updates werden zudem von Raidboxes nach einer bestimmten Zeit automatisch eingespielt (wichtige Sicherheitsupdates innerhalb kurzer Zeit).

Raidboxes überzeugt durch einen nutzerfreundlichen und sogar mobil gut bedienbaren Kundenbereich, der dennoch Raum für einige erweiterte Einstellungsmöglichkeiten bietet, z. B. Security Header oder Single Sign-On.

Durch den Einsatz von vServern, SSD-Festplatten und nginx als Webserver-Software erzielen meine Websites bei Raidboxes gute Ladezeiten.

In den 5+ Jahren, in denen ich Raidboxes genutzt habe, habe ich größtenteils gute Erfahrungen gemacht. Der Kundenservice ist top. Sehr freundlich, kompetent und schnell.

Allerdings muss ich auch sagen:

Raidboxes hat sich in den letzten 2 Jahren verschlechtert (aktuell suche ich deshalb auch nach Alternativen zu meinen beiden Pro-Boxen, der Pro XL Tarif von WPspace sieht sehr gut aus und ich werde diesen demnächst ausführlich testen).

Und nicht nur in einem Punkt, sondern gleich in mehreren:

1. Ladezeit

Mit einer Ladezeit von 670 ms schnitt Raidboxes von allen deutschen WordPress-Hostern im Test am schlechtesten ab (es ist damit allerdings immer noch besser als WordPress.com, was deutlich über einer Sekunde lag):

Mein Langzeit-Monitoring zeigt, dass sich Raidboxes über die letzten Jahre etwas verschlechtert hat. So betrug die durchschnittliche Response Time meiner Test-Website in 2020 noch 547 ms:

2. Innovation & neue Features

In letzter Zeit sind nicht mehr viele Features oder Verbesserungen an den Boxen selbst dazugekommen. Die einzige größere Neuerung in den letzten 1,5 Jahren ist Multisite-Unterstützung, die im Mai 2022 eingeführt wurde.

Allerdings ist diese noch in der Beta-Phase und nur für Pro-Tarife verfügbar. Zudem warten Nutzer da schon seit 2015 drauf. Wie man auf Englisch so schön sagt: „Too little, too late.“ 🤷‍♂️

Auch PHP 8, das es jetzt seit November 2020 gibt, ist für die Boxen noch nicht verfügbar. 😕

3. Teure Preise

Zugegeben:

Mit 18 € pro Monat ist der STARTER-Tarif noch okay bepreist, auch wenn WPspace oder WP-Projects mehr fürs Geld bieten.

Die Pro-Tarife sind im Vergleich zu den Tarifen anderer Anbieter allerdings maßlos überteuert. 👎

Für 55 € pro Monat bekomme ich im Pro-Tarif bei Raidboxes zwei CPU vCores, 20 GB SSD-Speicher und 4 GB RAM:

Für 29 €, also knapp die Hälfte, bekomme ich bei WPspace den Pro XL Tarif mit 4 CPU vCores (doppelt so viele), 15 GB SDD-Speicher und 4 GB RAM:

Selbst wenn ich noch 5 GB SSD-Zusatzspeicher buchen würde, um ebenfalls auf 20 GB wie bei Raidboxes zu kommen, läge ich nur bei 31 € pro Monat.

Kurzum:

Alles in allem ist Raidboxes ein guter WordPress-Hoster, aber in meinen Augen nicht mehr der Beste.

Vorteile

  • Übersichtlicher, moderner und mobil nutzbarer Kundenbereich
  • Boxen sind monatlich kündbar
  • Gute Ladezeiten durch schnelles serverseitiges Caching (kein Extra-Caching-Plugin erforderlich)
  • kostenloser Umzug-Service für die Website
  • kostenlose Staging-Umgebung
  • Schneller und sehr netter Support
  • Serverstandort Deutschland
  • Boxen können 14 Tage kostenlos getestet werden (Ab dem PRO-Tarif allerdings nur 4 Tage)
  • Diverse fortgeschrittene Sicherheitseinstellungen (Security Header, Single Sign-On, XML-RPC Blocker etc.)
  • Abgesicherte WordPress-Installation (Core-Dateien nicht bearbeitbar)

Nachteile

  • nur eine vCPU (WPspace bietet zwei)
  • kein Rabatt bei jährlicher Zahlungsweise
  • keine Inklusiv-Lizenzen
  • keine Inklusiv-Domain
  • nur 5 GB SSD-Speicher (1 GB Extra-Speicher kosten 1 € pro Monat mehr)
  • kein exec() erlaubt, wodurch du Plugins wie den EWWW Image Optimizer nicht mehr nutzen kannst (nur mit API)
  • wp-config.php und andere WordPress-Systemdateien nicht bearbeitbar (du kannst jedoch Sondereinträge über die Box-Einstellungen vornehmen, z. B. um Post-Revisionen zu beschränken)
  • keine Inklusiv-Domain
  • E-Mail-Postfach kostet extra
  • kein PHP 8.x

Platz 5: WordPress.com

Bestes Feature: Viele Premium-Themes inklusive
Größte Einschränkung: Serverstandort in den USA
Preis 15 $ pro Monat

WordPress.com ist der älteste und bekannteste Managed WordPress-Hoster.

Der Dienst stammt von Automattic, dem Unternehmen von Matt Mullenweg, einem der ursprünglichen Entwickler der Open-Source-Software WordPress.org. Das Unternehmen ist seit 2005 Hauptkoordinator und die treibende Kraft hinter der Software.

Ist damit WordPress.com die erste Wahl für WordPress-Hosting?

Leider nein.

Zwar ist WordPress.com durch eine neue Preisstruktur als WordPress-Hoster attraktiver geworden. Der Business-Tarif für 25 € im Monat, wurde vor kurzem durch den Pro-Tarif ersetzt, der nur 15 € pro Monat kostet.

Viele der Nachteile bleiben leider. So ist es zwar möglich, eigene Plugins und Themes zu installieren, es gibt allerdings nach wie vor eine lange Liste mit inkompatiblen Plugins.

Dazu zählen zum Beispiel sämtliche Backup-Plugins, was es unmöglich macht, eigene automatisierte Backups zu erstellen. Für mich ein absolutes No-Go!

Ein weiterer großer Nachteil ist, dass der Serverstandort in den USA ist, was rechtliche Risiken mit sich bringen kann, seit das EU/US-Privacy Shield im Juli 2020 vom EuGH gekippt wurde.

Zudem kannst du davon ausgehen, dass die Ladezeit deiner Website bei deutschen Nutzern etwa eine Sekunde höher ist als bei den restlichen vorgestellten WordPress-Hostern, die ihren Serverstandort alle in Deutschland haben.

Zu guter Letzt ist der Support leider nur auf Englisch verfügbar, was ein Nachteil sein könnte, wenn du die Sprache nicht so gut beherrschst.

Vorteile

  • Zahlreiche Premium-Themes inklusive
  • Jetpack-Grundfunktionen inklusive (z. B. Statistiken, Aktivitätsprotokoll und Backup-Funktion)
  • dauerhaft kostenlos testbar
  • Zuverlässige und einfach zu bedienende Backup-Funktion
  • eine Inklusiv-Domain (allerdings nur im ersten Jahr kostenlos)
  • viel Speicherplatz
  • Gute AMP-Integration
  • Schneller und zuverlässiger Admin-Bereich
  • Vertrag und Domain lassen sich im Admin-Bereich verwalten
  • Einfache Einrichtung von WooCommerce
  • Support antwortet meist schnell (in den US-amerikanischen Geschäftszeiten)

Nachteile

  • Serverstandort in den USA, was rechtliche Probleme bereiten kann
  • Support nur auf Englisch
  • keine eigenen Backup-Plugins erlaubt (nur das hauseigene Jetpack)
  • Dokumentation teilweise nur auf Englisch
  • E-Mail-Postfach kostet extra
  • keine .de-Domains buchbar (hier musst du auf einen externen Domain-Anbieter zurückgreifen)
  • Lange Liste mit inkompatiblen Plugins, darunter viele Optimierungs-, Caching- und Sicherheits-Plugins
  • nur PHP 7.4

3. Günstigere Alternative: Normales Webhosting

Managed WordPress-Hosting bietet mehr Komfort als normales Webhosting.

Allerdings:

Dafür ist es auch mitunter drei, vier oder fünfmal so teuer. 😱

Wenn du viele kleinere Websites hast, dann mitunter 10 oder 20 Mal so teuer, denn viele Managed-Hosting-Tarife bieten nur Platz für eine WordPress-Installation.

Das ist ein Overkill, wenn du Kosten sparen willst oder du kein Problem damit hast, deine WordPress-Website selbst zu installieren, sichern, warten und dich komplett um die Performance zu kümmern (oder es dir sogar Spaß macht).

In dem Fall kann ich dir webgo als „normalen Webhoster“ ans Herz legen:

webgo

WordPress-Hosting bei webgo

Bei webgo bin ich selbst seit Januar 2017 Kunde und bin bis jetzt sehr zufrieden damit.

Das Webhosting bei webgo ist sehr zuverlässig. Meine Test-Website hatte von Juni 2020 bis Juni 2022 eine Uptime von 99,980 % mit lediglich zwei Ausfällen.

Dank einer Kombination der Server-Software Apache und nginx sind die Ladezeiten ebenfalls hervorragend.

In meinem Webhosting-Vergleich schnitt webgo in den Speed-Tests überdurchschnittlich gut ab und konnte sich meistens Top-Positionen sichern.

Die Preise sind zudem fair und die Webhosting-Pakete modern ausgestattet (PHP 8.1, http/2, Let’s Encrypt etc.).

Der Kundenservice reagiert schnell und (meist) kompetent auf Anfragen. Kündigungen, das Hinzufügen von Domains, Abschluss des AV-Vertrags oder Tarif-Upgrades kann man bequem über das Kundenportal erledigen.

Wenn du den Gutschein-Code blogmojo während des Bestellvorgangs (bei der Angabe deiner persönlichen Daten) eingibst, bekommst du 10 € Rabatt.

Vorteile

  • faire Preise
  • Let’s Encrypt in allen Tarifen kostenlos enthalten
  • garantierter RAM
  • schneller Support via E-Mail, Telefon oder Chat
  • sehr gute Ladezeiten und Verfügbarkeit
  • die ersten 6 Monate kostenlos
  • Inklusiv-Domains in jedem Hosting-Paket
  • externe Domains einfach und ohne Zusatzkosten aufschaltbar (keine Selbstverständlichkeit bei deutschen Hostern)
  • Eigene E-Mail-Postfächer ohne Zusatzkosten
  • 1-Click-Installer für WordPress, Joomla und Co.
  • Datenbanken auf SSD-Festplatten
  • Kündigung und Abschluss von AV-Vertrag bequem online möglich
  • Übersichtliche Vertragsübersicht und einfacher Bestellvorgang
  • Serverstandort Deutschland
  • http/2
  • IP-Logging lässt sich ausschalten
  • PHP 8.1

Nachteile

  • unübersichtliche Tarifauswahl
  • Veraltetes Userinterface beim webgo Webspace-Admin
  • 1-Click-Installer hat manchmal nicht die neuste WordPress-Version

4. Was ist Managed WordPress-Hosting?

Bei Managed WordPress-Hosting handelt es sich um Webhosting, bei dem die Verwaltung und Administration deiner WordPress-Website gänzlich oder teilweise vom Hoster übernommen wird.

Die Bandbreite der enthaltenen Leistungen und die Definition von „Managed WordPress-Hosting“ ist von Hoster zu Hoster unterschiedlich. Allen Anbieter gemeinsam ist, dass WordPress schon vorinstalliert und vorkonfiguriert ist. Die Vorkonfiguration impliziert meist Caching, automatische Backups, Sicherheits- und Performance-Einstellungen. Der Support ist weitreichender und kompetenter (vor allem bei WordPress-Fragen) als bei normalen Hostern.

Hier findest du einen detaillierteren Überblick über die Unterschiede:

FeatureNormales WebhostingManaged WordPress-Hosting
Installationselbst installierenvorinstalliert
WordPress-Managementmeist manuell Umfassende Management-Funktionen, z. B. WordPress Toolkit von Plesk
Automatische BackupsJa, aber meist nur über Support einspielbarJa, meist selbst einspielbar
WordPress-Updates vom Hoster übernommenNein, auch nicht gegen Aufpreisteilweise (oder zumindest gegen Aufpreis möglich)
Speicherplatzgroßeher klein
Kostenlos testenNeinJa
Core-Dateien änderbarJa, alleTeilweise nein, da vom Hoster verwaltet
Alle Plugins nutzbar?Jabei manchen Hostern leicht eingeschränkt
Ladezeitoptimierungkomplett selbst machenviele Maßnahmen schon umgesetzt
WordPress-Sicherheitmeist selbst machenviele Maßnahmen schon umgesetzt
Supportvon sehr schlecht bis gutmeist sehr gut
Preisgünstig bis normalteurer für die gleiche Ausstattung

Unterm Strich musst dich weniger um die Technik kümmern und hast mehr Zeit für die wichtigen Dinge in deinem Business. 💪

Managed WordPress-Hosting ist natürlich kein Muss, sondern lediglich ein Komfortfaktor. Wenn du dir 14 € oder mehr im Monat nicht leisten kannst oder Spaß daran hast, WordPress komplett selbst zu konfigurieren, tut es normales Webhosting auch. 😉

5. Welcher Hosting-Tarif eignet sich für mich?

Es ist blöd, für mehr zu bezahlen, als du eigentlich benötigst.

Es ist mindestens genauso blöd durch einen zu schwachen Server langsame Ladezeiten oder Ausfallzeiten zu haben.

Deshalb habe ich dir Hosting-Tarife für verschiedene Seitenaufrufszahlen herausgesucht. Bitte beachte, dass es sich dabei um Richtwerte handelt.

Wie sehr dein Server belastet wird, hängt auch von anderen Faktoren ab, z. B. welche und wie viele Plugins du installiert hast, die Anzahl deiner Posts, verwendete Caching-Methoden und einiges mehr.

5.1 Hosting für Anfänger und kleine Websites

Für Anfänger und kleinere Websites, die bis zu 2.000 Seitenaufrufe am Tag bekommen, empfehle ich entweder einen kleineren vServer oder ein Shared-Hosting-Paket bei einem normalen Webhoster:

  1. WPspace Pro
  2. webgo CMS Pro (sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auch für mehrere Websites geeignet)
Hinweis: Bei Shared Hosting teilst du dir einen Server und dessen Ressourcen mit anderen Kunden.

5.2 Hosting für mittelgroße Websites

Für Websites oder Blogs mit 2.000 bis 7.000 Seitenaufrufen am Tag empfehle ich unbedingt einen vServer:

  1. WPspace Pro XL
  2. webgo Managed SSD vServer
Hinweis: Bei einem vServer teilst du dir ebenfalls einen Server mit anderen Kunden, hast aber fest zugewiesene Server-Ressourcen. Das heißt du wirst von der Überbenutzung anderer Kunden nicht negativ beeinflusst:

5.3 Hosting für große Websites und Online-Shops

Für Websites oder Blogs mit mehr als 7.000 Seitenaufrufen am Tag oder für einen Online-Shop solltest du am besten auf einen eigenen Server, einen sogenannten Dedicated Server, oder einen großen vServer umsteigen.

Bei Dedicated Servern hat man immer zwei Möglichkeiten: Managed Server oder Root Server. Bei ersterem wird die Server-Software vom Host betreut, bei zweiterem musst dich darum selbst kümmern.

Wenn du nichts von Server-Administration weißt, würde ich dir immer zu einem Managed Server raten. Denn aus einem Server die maximale Performance herauszuholen und diesen gegen Angriffe abzusichern, erfordert viel Zeit und Fachwissen.

  1. WPspace Woocommerce
  2. webgo Managed Dedicated Server

5.4 Hosting für Affiliates, Webdesigner und Agenturen

Du betreibst als Affiliate betreust als Webdesigner oder Agentur die Websites vieler Kunden?

Dann muss eine Lösung her, mit der sich viele Websites ohne Leistungseinbußen auf einmal hosten lassen:

  1. WP-Projects Managed Agenturserver
  2. webgo Managed Dedicated Server

6. Was sollte ein guter WordPress-Hoster bieten?

Damit deine WordPress-Website möglichst schnell und fehlerfrei läuft, du so wenig Stress wie möglich damit hast und du datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite bist, sollte dein Webhoster bestimmte Kriterien erfüllen.

6.1 Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV)

Hosting-Anbieter sind Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Dementsprechend solltest du, um datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, mit deinem Hoster einen Auftragsverarbeitungsvertrag (auch AV-Vertrag oder AVV genannt) abschließen.

Der Vertragsabschluss sollte idealerweise online und mit wenigen Klicks möglich sein. Eine Auswahl verschiedener WordPress-Hosts, die AV-Verträge anbieten, findest du in meiner Liste mit AV-Verträgen.

WordPress-HosterAV-Vertrag
WPspaceIm Kundenbereich abschließbar
raidboxesOnline ausfüllen und per E-Mail schicken
HostPressHerunterladen, unterschreiben und per E-Mail schicken
WP-ProjectsIm Kundenbereich abschließbar
WordPress.comIm Kundenbereich anfordern und per E-Mail schicken

6.2 Gratis SSL-Zertifikat

Ein SSL-Zertifikat ist mittlerweile Pflicht für jede Website. Nicht nur aus Datenschutzgründen, sondern auch weil…

  1. Browser wie Firefox oder Chrome nicht verschlüsselte Verbindungen zu Websites als nicht sicher brandmarken.
  2. HTTPS Ranking-Vorteile bei Google bietet.
  3. deine Website dann von HTTP/2 profitieren kann, was deine Ladezeit verbessert.

Alle in diesem Artikel vorgestellten WordPress-Hoster bieten kostenlose SSL-Zertifikate über Let’s Encrypt an. Die Einrichtung ist einfach bis sehr einfach:

Hosting-TarifSSL-ZertifikatEinrichtung
WPspace ProLet’s Encrypteinfach
raidboxes STARTERLet’s Encryptsehr einfach
WP-Projects Basic 4.0Let’s Encrypteinfach
HostPress STARTERLet’s Encrypteinfach
WordPress.com PROLet’s Encryptautomatisch

Bei Raidboxes musst du zum Beispiel nur einen Schalter umlegen, um WordPress auf HTTPS umzustellen. Dabei wird nicht nur das SSL-Zertifikat eingerichtet, sondern es werden auch alle URLs in der WordPress-Datenbank umgestellt:

SSL in den Raidboxes-Einstellungen aktivieren

6.3 Serverstandort in Deutschland (oder zumindest in der EU)

Datenschutzrechtlich ist es mit Abstand am sichersten, wenn die Server deines Hosters in Deutschland stehen. Am zweitsichersten ist ein Standort innerhalb der EU, da dort dank der DSGVO das gleiche hohe Datenschutzniveau gilt.

Was die Ladezeit betrifft, sollte das Rechenzentrum deines WordPress-Hosters möglichst nahe am Standort deiner Besucher sein. Sonst verlängert sich die Ladezeit durch den längeren Leitungsweg.

Hier findest du einen Überblick über die Standorte aller getesteten Hoster:

WordPress-HosterServerstandortRechenzentrum
WPspaceDeutschlandHetzner, gridscale
raidboxesDeutschlandHetzner, dogado, Digital Ocean
WP-ProjectsDeutschlandHetzner, diva-e
HostPressDeutschlandgridscale, Hetzner, Krämer IT
WordPress.comUSAAWS (Amazon Web Services)

Das heißt:

Wenn deine Besucher größtenteils aus Deutschland kommen, sollte dein Server auch in Deutschland (oder ggf. auch in einem Nachbarland wie Österreich oder den Niederlanden stehen).

6.4 Festplatten-Speicher

SSD-Festplatten haben nicht nur schnellere Zugriffszeiten als HDDs, sondern können auch mehr Ein-/Ausgaben pro Sekunde (IOPS) durchführen.

Das spiegelt sich auch in der Ladezeit und der Laststabilität deiner Website wider. Vor allem MySQL-Datenbanken sollten auf SSD-Festplatten liegen.

Zudem sollte pro WordPress-Installation genug Speicherplatz zur Verfügung stehen:

Hosting-TarifTypSpeichergröße
WPspace ProSSD5 GB
raidboxes STARTERSSD5 GB
WP-Projects Basic 4.0SSD25 GB
HostPress STARTERSSD10 GB
WordPress.com ProHDD50 GB

6.5 PHP-Version

Gutes Hosting für WordPress sollte mindestens PHP 7.4 anbieten, besser noch PHP 8.0 oder höher. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch aus Performance-Gründen.

Denn mit PHP 7+ laufen WordPress bis zu dreimal so schnell wie mit PHP 5.6!

Laut einer Untersuchung des amerikanischen WordPress-Hosters Kinsta kommt die neuste PHP-Version 7.4 auf sage und schreibe 313 Requests/Sekunde, während PHP 5.6 gerade einmal ca. 98 schafft:

PHP 5 vs. PHP 7

Hier findest du einen Überblick darüber, welcher Tarif welche PHP-Version bietet:

Hosting-TarifPHP-Versionen
WPspace Pro7.3 – 8.1
raidboxes STARTER7.2 – 7.4
WP-Projects Basic 4.07.2 – 8.1
HostPress STARTER7.3 – 8.1
WordPress.com Pro7.4 (nicht änderbar)

6.6 Die richtigen PHP-Einstellungen

Neben der PHP-Version sind auch die richtigen PHP-Einstellungen für die Performance deiner WordPress-Website wichtig. Achte auf Folgendes:

  • memory_limit = mind. 128M, besser noch 256M
  • mod_rewrite = ON (nötig für schöne Permalinks)

Zudem ist es hilfreich, wenn man wichtige PHP-Einstellungen selbst verändern kann, wie z. B. upload_max_filesize, max_execution_time, max_input_vars oder post_max_size.

Hosting-TarifPHP Memory Limit
WPspace Pro256 MB
raidboxes STARTER256 MB
WP-Projects Basic 4.0256 MB
HostPress STARTER256 MB
WordPress.com Pro512 MB

6.7 HTTP/2 und HTTP/3

HTTP/2 ist der Nachfolger von HTTP/1.1. Durch bessere Komprimierung und das Zusammenfassen mehrerer Server-Anfragen beschleunigt HTTP/2 die Datenübertragung vom Webserver zum Browser enorm.

HTTP/3 ist der Nachfolger von HTTP/2, früher bekannt als HTTP-over-QUIC. QUIC (Quick UDP Internet Connections) wurde ursprünglich von Google entwickelt. HTTP/3 wird von vielen modernen Browsern bereits unterstützt. Seit Version 87 ist es standardmäßig in Chrome aktiviert.

Hier findest du einen Überblick darüber, welcher Hosting-Tarif welche HTTP-Version(en) unterstützt:

Hosting-TarifHTTP-Version
WPspace ProHTTP/2
raidboxes STARTERHTTP/2
WP-Projects Basic 4.0HTTP/3 & HTTP/2
HostPress STARTERHTTP/2
WordPress.com ProHTTP/2

6.8 Guter Support

Der ideale WordPress-Hoster sollte kompetenten Support bieten. Für Notfälle am besten rund um die Uhr und an 7 Tagen die Woche erreichbar sein.

Eine schnelle Reaktionszeit auf Anfragen ist ebenfalls sehr wichtig. Lange Ausfallzeiten, eine langsame Website oder Fehlfunktionen sorgen für Frust bei Besuchern, Einnahmeverluste und können negative Auswirkungen auf deine Google-Rankings haben.

6.9 Hohe Uptime

Neben der Performance ist auch die Zuverlässigkeit bei WordPress-Webhostern entscheidend.

Die schnellste WordPress-Website bringt dir nichts, wenn dieser einmal die Woche für einen halben Tag offline ist. Ideal ist eine Uptime (Verfügbarkeit) von 99,8 % oder höher.

Hosting-TarifUptime (06/21 bis 06/22)
WPspace Prowird ergänzt
raidboxes STARTER99,998 %
WP-Projects Basic 4.0wird ergänzt
HostPress STARTER99,989 %
WordPress.com Prowird ergänzt

7. FAQ

Hier findest du Antworten auf häufige Fragen zu WordPress-Hosting:

Gibt es kostenloses WordPress-Hosting?

Ja, es gibt kostenloses WordPress-Hosting.

WPspace bietet einen dauerhaften kostenlosen Hosting-Tarif an, der Platz für eine WordPress-Website und 300 MB Speicher enthält.

Auch mit WordPress.com kannst du einen kostenlosen WordPress-Blog erstellen. Dort kannst du jedoch keine eigenen Plugins oder Themes installieren und keine eigene Domain aufschalten.

Was ist mit US-amerikanischen WordPress-Hostern?

Ich rate von US-amerikanischen WordPress-Hostern wie WPEngine, Bluehost, Kinsta, Flywheel oder Dreamhost für eine deutsche Website eher ab.

Das hat mehrere Gründe:

  • Es gibt meist nur englischsprachigen Support
  • Probleme mit dem Datenschutz
  • Support durch Zeitverschiebung schwerer zu erreichen
  • Ladezeit ist durch längeren Leitungsweg deutlich höher (oft mehr als eine Sekunde höher)

Welche Mindestanforderungen gibt es für WordPress?

WordPress gibt in seinen Mindestanforderungen folgende Werte für Webhoster vor:

  • PHP-Version 7.4 oder höher.
  • MySQL-Version 5.7 oder höher oder alternativ MariaDB-Version 10.3 oder höher.
  • HTTPS-Unterstützung (SSL-Zertifikat installierbar)

WordPress läuft zwar auch mit PHP 5.6.20+ und MySQL 5.0+. Die Nutzung dieser Versionen stellt jedoch ein Sicherheitsrisiko dar, da diese nicht mehr weiterentwickelt werden.

Ein SSL-Zertifikat ist zum Betrieb von WordPress ebenfalls nicht unbedingt erforderlich, aber aus Sicherheit- und Datenschutzgründen empfehlenswert.

Wie kann ich WordPress installieren?

Um WordPress bei deinem Webhoster zu installieren, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Richte ein SSL-Zertifikat an (mit Let’s Encrypt)
  2. Erstelle eine Datenbank
  3. Lade die WordPress-Installationsdateien in deutscher Sprache als ZIP-Datei herunter und entpacke sie
  4. Benenne wp-config-sample.php in wp-config.php um und trage die Zugangsdaten zur Datenbank bei deinem Webhoster (Datenbankname, Datenbankbenutzer und Passwort) ein
  5. Übertrage mit dem Programm FileZilla alle Dateien auf deinen FTP-Server (in das Verzeichnis, das deiner Domain zugeordnet ist)
  6. Ruf deine Website-URL auf und folge den weiteren Anweisungen

Eine umfangreiche und für Anfänger geeignete Anleitung, wie du WordPress installieren kannst, findest du hier: WordPress installieren: Die idiotensichere Anleitung

Wenn du dich für einen Managed WordPress-Hoster entscheidest, kannst du dir die Mühe sparen, denn WordPress ist dort schon vorinstalliert.

Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gründer von Blogmojo, SEO-Experte mit 11+ Jahren Erfahrung, WordPress-Fan

Finn hilft Online-Unternehmern mehr Kunden und Besucher über Google zu bekommen.

Er setzt dabei nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt. Achtung, Nerd-Alarm! 🤓

Er teilt sein Wissen hier auf dem Blog in 80+ Fachartikeln zu Online-Business, WordPress und SEO sowie in Online-Kursen, wie z. B. seinem SEO-Kurs „New Level SEO“ und seinem Mini-Kurs „Kann ich ranken?“.

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