WordPress ist das mit Abstand am häufigsten benutzte System zur Erstellung einer Website.
Über 40 % aller Websites werden aktuell damit betrieben. Tendenz steigend.
Aber WordPress ist nicht gleich WordPress:
Mit WordPress .com auf der einen und WordPress .org auf der anderen Seite gibt zwei Versionen von WordPress, die sich in ihrer Philosophie und ihren Eigenschaften stark unterscheiden.
Während WordPress .org die selbst gehostete Variante ist, bei der du zwar mehr Freiheiten genießt, dafür aber auch deutlich mehr Arbeit an dir selbst hängen bleibt, bietet ist WordPress .com eine „Rundum-sorglos-Plattform“.
In unserem ausführlichen Testbericht haben wir untersucht, wie gut WordPress.com wirklich ist und wie es sich im Vergleich zu anderen Anbietern wie Jimdo oder Wix schlägt.
1. Fazit
Testkategorien
Vorteile
- +Kostenloser Tarif
- +sehr gute Blog-Funktion
- +große Template-Auswahl
Nachteile
- −mehr Einarbeitung als bei einfachen Drag-and-drop-Baukästen
- −Entwicklerfunktionen erst im Business-Tarif
- −kein Telefon-Support
- −Business- und Commerce-Tarife recht teuer

WordPress.com im damaligen Explorer-Tarif hat in unserem Website-Baukasten-Vergleich mit 60,3 Punkten den 5. Platz belegt. Dieser Tarif heißt heute Premium.
WordPress.com überzeugt natürlich als Plattform für Blogger. Hier treffen sich hervorragende Blog-Funktionen mit einer großen Template-Auswahl und bilden so das Gerüst für viele professionelle Blogs.
Die größte Verbesserung seit unserem ursprünglichen Test ist die Plugin-Freigabe. WordPress.com erlaubt inzwischen in allen kostenpflichtigen Tarifen die Installation von Plugins.
Entwicklerfunktionen wie SFTP, SSH, WP-CLI und Git sowie Echtzeit-Backups sind weiterhin dem Business-Tarif für 25 € pro Monat vorbehalten.
Jetzt WordPress.com kostenlos testenFür wen eignet sich WordPress.com?
WordPress.com eignet sich für Einsteiger und kann eine gute Lösung für dich sein, wenn du dich erstmalig an WordPress oder auch überhaupt an das Erstellen einer Website herantraust.
Auch für einen privaten Blog, wie z. B. ein Reise- oder Auslandstagebuch ist WordPress.com eine gute Wahl.
2. Preise & Kosten
Dir stehen mit WordPress.com verschiedene Tarife zur Auswahl, die sich vor allem im Grad der Individualisierbarkeit stark unterscheiden.
2.1 Kostenlose Version von WordPress.com
Die kostenlose Version ist wirklich nur für absolute Einsteiger geeignet, die ein Hobby-Projekt umsetzen wollen.
Der Funktionsumfang ist im Vergleich zu den kostenpflichtigen Tarifen deutlich eingeschränkt.
Du kannst keine eigenen Plugins installieren und hast weniger Designoptionen. Außerdem erhältst du lediglich die bereits angesprochene WordPress.com-Subdomain, die nur wenig Professionalität vermittelt.
Grundsätzlich kann man den kostenlosen WordPress.com Tarif wirklich nur dann empfehlen, wenn du noch nie mit WordPress gearbeitet hast und einen kurzen Blick auf das CMS werfen möchtest, um auszuloten, ob das System überhaupt etwas für dich ist.
Für eine professionelle Website mit eigener Domain und zusätzlichen Funktionen reicht der kostenlose Tarif nicht aus.
Übrigens: Du erhältst 1 GB Speicherplatz mit diesem Tarif. Der kostenlose Support ist hingegen nicht enthalten.
Jetzt WordPress.com kostenlos testen2.2 Welche Premium-Pakete gibt es?
Möchtest du mit WordPress.com eine professionelle Website betreiben, stehen dir vier verschiedene Premium-Tarife zur Auswahl.

Personal für 4 € pro Monat
Mit dem Personal-Tarif erhältst du bei jährlicher Zahlung eine Domain für das erste Jahr ohne Aufpreis und Zugang zum Support.
Der Speicherplatz wird auf 6 GB erhöht und die lästige WordPress.com Werbung fällt weg.
Außerdem kannst du bereits in diesem Tarif Plugins aus dem Verzeichnis mit mehr als 50.000 Erweiterungen installieren.
Premium für 8 € pro Monat
Premium enthält 13 GB Speicherplatz, Premium-Themes, Video-Uploads und zusätzliche Designfunktionen. Plugins sind auch hier freigeschaltet.
Business für 25 € pro Monat
Business enthält 50 GB Speicherplatz, priorisierten Support rund um die Uhr, Echtzeit-Backups sowie SFTP, SSH, WP-CLI und Git-basierte Deployments.
2.3 Kann ich mit WordPress.com einen Online-Shop erstellen?
Ja, du kannst mit WordPress.com einen eigenen Online-Shop erstellen.
Der dafür vorgesehene Commerce-Tarif kostet bei jährlicher Zahlung 45 € pro Monat.

Fairerweise muss man allerdings anmerken, dass dies der beste WordPress.com Tarif ist und dir wirklich etwas für dein Geld geboten wird.
Zunächst einmal sind alle Funktionen des Business-Tarifs enthalten.
Hinzukommen folgende Funktionen:
- eine kostenlose 15-minütige Onboarding-Sitzung in englischer Sprache für neue Business- und Commerce-Websites
- Zahlungen in mehr als 60 Ländern akzeptieren
- Einbindung führender Versandunternehmen direkt auf deiner Website
- unbegrenzt viele Produkte und Bestellungen
- Shop-Erweiterungen für Produktempfehlungen, Gutscheine und abgebrochene Warenkörbe
2.4 Wie viel kostet eine Domain?
Eine eigene Domain ist ab dem Personal-Tarif bei jährlicher, zweijährlicher oder dreijährlicher Zahlung im ersten Jahr enthalten. Für Monatstarife gilt dieses Angebot nicht.
Die Laufzeit beträgt zunächst ein Jahr.
Sofern du es wünschst, kannst du die Domain zum regulären Preis immer wieder für ein Jahr verlängern.
3. Testergebnisse im Detail
3.1 Funktionsumfang
Speicherplatz und Traffic
Im Vergleich zu anderen Homepage Baukästen variiert bei WordPress.com lediglich der Speicherplatz zwischen den einzelnen Tarifen. Wie viel Traffic deine Seite erhält, spielt keine Rolle.
Die Abstufungen im Speicherplatz sind wie folgt:
- Kostenlos: 1 GB
- Personal: 6 GB
- Premium: 13 GB
- Business: 50 GB
- Commerce: 50 GB
Eigene Domains

Im kostenlosen Paket ist bereits eine WordPress.com-Subdomain inbegriffen.
Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Domain, sondern um eine Adresse wie deinname.wordpress.com. Für einen professionellen Internetauftritt empfehlen wir diese Lösung nicht.
Schließlich beinhaltet bereits der Personal-Tarif bei mindestens jährlicher Zahlung eine eigene Domain für das erste Jahr.
Blog
WordPress ist die Blogging-Plattform schlechthin - sozusagen ein Synonym für den Begriff „Blog“.

Neue Beiträge sind in Sekundenschnelle entworfen und veröffentlicht.
Hier steht dir der neue Gutenberg-Editor zur Verfügung, der zwar umstritten ist, allerdings von Update zu Update besser wird.
Um nur einige der zahlreichen Funktionen zu nennen, du kannst:
- Artikel mit Kategorien, Tags, Metadaten versehen
- Profile für Autoren erstellen
- Entwürfe erstellen und Speichern
- benutzerdefinierte Links erstellen
- Umfangreiche Social-Media-Möglichkeiten einbinden
- Veröffentlichkeitsdatum eines Posts individuell festlegen
Das Design deiner Beiträge fügt sich dabei nahtlos in das Design der Website ein.
Online-Shop
Wenn es dein primäres Ziel ist, einen eigenen Online-Shop ins Leben zu rufen, dann raten wir dir von WordPress.com ab, denn hier gibt es, ehrlich gesagt, deutlich einfachere und bessere Lösungen, beispielsweise Shopify.
WordPress.com ist hier nicht nur etwas umständlich und komplex, sondern auch wirklich teuer.
Einfache Zahlungsblöcke sind bereits in WordPress.com enthalten. Für einen vollständigen WooCommerce-Shop mit den enthaltenen Shop-Funktionen ist der Commerce-Tarif für 45 € pro Monat vorgesehen.
Hier haben also andere Plattformen ganz klar die Nase vorn.
Solltest du dich dennoch für WordPress.com entscheiden, steht dir natürlich ein toller Online-Shop mit vielen Funktionen zur Verfügung, über den du physische und elektronische Produkte verkaufen kannst.
Zusätzliche Features, wie beispielsweise Kundenbewertungen, müssen jedoch über Add-ons hinzugefügt werden und sind nicht im Standard-Paket enthalten.
SEO
WordPress.com optimiert alle Websites technisch für Suchmaschinen. Im kostenlosen Tarif kannst du unter anderem Titel, URLs, Überschriften, Alt-Texte und Auszüge bearbeiten.
Der Premium-Tarif ergänzt eigene SEO-Titel, Meta-Beschreibungen und Sichtbarkeitseinstellungen für einzelne Seiten. Staging und weitere Entwicklerwerkzeuge gehören zum Business-Tarif.
Da Plugins inzwischen in jedem kostenpflichtigen Tarif verfügbar sind, kannst du bereits ab Personal ein SEO-Plugin installieren. Damit ist WordPress.com in diesem Punkt deutlich flexibler als bei unserem früheren Test.
In einem kostenpflichtigen Tarif hast du somit zwei Möglichkeiten, um SEO-Maßnahmen für deinen Blog umzusetzen:
- Du nutzt die im jeweiligen Tarif enthaltenen SEO-Funktionen von WordPress.com
- Du installierst ein SEO-Plugin wie zum Beispiel Rank Math
Besucherstatistiken
WordPress.com stellt dir ein Statistik-Tool zur Verfügung, das wahrscheinlich den meisten Bloggern völlig genügen wird.

Du siehst sofort:
- Welche Beiträge/Seiten besucht wurden
- Wie der Besucher auf deine Seite kam (Suchmaschine, Referrer, etc.)
- Wo und wie oft geklickt wurde
Die bereits integrierte Statistik macht es dir auch in Sachen Datenschutz deutlich einfacher, denn es gibt neben WordPress.com keinen weiteren Auftragsdatenverarbeiter.
Was uns ausgezeichnet gefällt ist auch die Statistik-Funktion im Seiten-Bereich. Hier kannst du sofort erkennen, wie viele Besucher eine spezielle Seite in der Vergangenheit hatte.

Kontaktformular
Über den Gutenberg-Editor lässt sich im Handumdrehen ein simples Kontaktformular an jeder erdenklichen Stelle deiner Website installieren.

Allerdings liegt die Betonung hier auf „simpel“: Name, E-Mail-Adresse und Nachricht sind die drei Felder, die dir hier zur Verfügung stehen.
Wenn du ein umfangreicheres Formular einpflegen möchtest, kannst du in jedem kostenpflichtigen Tarif ein Plugin wie Contact Form 7 installieren.
Passwort-Schutz
Einzelne Inhalte lassen sich mit den eingebauten WordPress-Funktionen schützen. Plugins für komplexere Mitgliederbereiche kannst du in jedem kostenpflichtigen Tarif installieren.
Du könntest also exklusive Beiträge erstellen, die nur den Besuchern gezeigt werden, die auch dafür bezahlen. So lässt sich relativ simpel ein einfacher Mitgliederbereich aufbauen.

Allerdings musst du deine Website hierfür mit dem Bezahldienstanbieter Stripe verbinden, was allerdings kein größeres Problem darstellen sollte.
Erweiterbarkeit (Widgets, Plugins, Apps etc.)
Einer der größten Vorteile von WordPress ist die Erweiterbarkeit. Durch Plugins kannst du deine Website um nahezu jede gewünschte Funktion erweitern, denn das WordPress-Plugin-Verzeichnis bietet dir mehr als 50.000 Erweiterungen.
Seit April 2026 hast du mit jedem kostenpflichtigen WordPress.com-Tarif Zugriff auf diese Plugins.

Du hast übrigens auch die Möglichkeit, zahlreiche Widgets zu deiner Seite oder deinem Footer hinzuzufügen.

So kannst du beispielsweise die neusten Beiträge oder die neusten Kommentare in einer übersichtlichen Zusammenfassung anzeigen lassen.
Newsletter
WordPress.com bringt inzwischen in jedem Tarif eine eigene Newsletter-Funktion mit.
Damit kannst du Anmeldeformulare einfügen, neue Beiträge automatisch per E-Mail versenden und Öffnungs- sowie Klickraten auswerten.
Auch der kostenlose Tarif erlaubt neue Anmeldungen. Der Import bestehender Kontakte ist dort allerdings auf insgesamt 100 Abonnenten begrenzt, während die kostenpflichtigen Tarife keinen festen Importgrenzwert haben.
Alternativ kannst du in einem kostenpflichtigen Tarif ein Newsletter-Plugin installieren oder einen Dienst wie Mailchimp anbinden.

Passende Opt-in-Formulare kannst du im Anschluss an jeder gewünschten Stelle auf deiner Website einbinden.
3.2 Bedienbarkeit
Die Bedienbarkeit von WordPress.com ist mit etwas Übung wirklich simpel.
Das Backend ist sehr übersichtlich gehalten und kommt in einem sehr dezenten und minimalistischen Design.

Zugegeben: Wenn du dich das erste Mal in deinem Administrator-Bereich einloggst, wirst du vielleicht aufgrund des großen Funktionsumfangs etwas erschlagen fühlen. Das sollte sich jedoch nach den ersten Malen legen.
Der Block- und Website-Editor zeigt dir Inhalte und Layout heute weitgehend direkt während der Bearbeitung. Für die exakte Darstellung im gewählten Theme solltest du trotzdem die Vorschau nutzen.
Im Vergleich zum freieren Drag-and-Drop-Editor von Wix ist die Bedienlogik stärker durch Blöcke, Templates und globale Stile vorgegeben. Nach einer kurzen Eingewöhnung lässt sich damit aber gut arbeiten.
Page-Builder wie Elementor kannst du als Plugin in jedem kostenpflichtigen Tarif installieren.
Sehr positiv ist hingegen die Ladezeit des Admin-Bereichs und auch die Anpassung an mobile Geräte.
Theoretisch könntest du auch via Smartphone oder Tablett an deiner Website arbeiten, was jedoch aufgrund des sehr kleinen Displays nicht wirklich praktikabel ist. Kommentare beantworten oder andere kleine Arbeiten lassen sich so jedoch definitiv auch von unterwegs aus durchführen.
Zusammenfassung:
- Toller übersichtlicher Admin-Bereich
- Schnelle Ladezeiten und für Mobilgeräte optimiert
- Gigantischer Funktionsumfang
- Visueller Block- und Website-Editor
- Mehr Einarbeitung als bei einfacheren Baukästen nötig
3.3 Templates
Auswahl
Die Auswahl der Templates ist umfangreich und völlig ausreichend, um wirklich jedes Projekt in jeder Nische umzusetzen.

Geladen werden die vorgefertigten Templates direkt im Admin-Bereich und können im Anschluss sehr flexibel an die eigenen Vorstellungen angepasst werden.
Designqualität
Bei seinen Templates lässt WordPress.com wirklich gute Qualität sprechen.
Diese sind modern und minimalistisch bis hin zu grafisch aufregend. Dadurch findet nicht nur das kleine Unternehmen um die Ecke, sondern auch der Privatblogger bis hin zum professionellen Fotograf, der sehr viel wert auf eine extravagante Aufmachung legt, garantiert ein passendes Design in hervorragender Qualität.
Responsiveness
Selbstverständlich sind alle Templates in WordPress.com für Mobilgeräte optimiert.
Im Backend kannst du weitere Einstellungen vornehmen.

Anpassbarkeit (CSS, eigener Code etc.)
WordPress.com bietet dir die Möglichkeit, eigenes CSS oder eigenen Code hinzuzufügen und das Design dadurch individueller an deine Vorstellungen anzupassen.
Custom CSS und einfache Code-Einbindungen sind ab dem Personal-Tarif möglich. Entwicklerzugänge wie SFTP, SSH und WP-CLI bleiben dem Business- und Commerce-Tarif vorbehalten.
3.4 Hilfe und Support
Wenn du Probleme beim Erstellen einer Website hast, dann bist du dank einer gigantischen WordPress Community mit Sicherheit nicht allein.
Im Vergleich zu anderen Homepage-Baukästen erhältst du bei WordPress nicht nur Unterstützung durch WordPress.com, sondern findest auch Hilfe in Tausenden von Foren und Community-Gruppen.
Das ist sicher!
Die Happiness Engineers stehen in allen kostenpflichtigen Tarifen rund um die Uhr zur Verfügung. Einen Telefon-Support gibt es weiterhin nicht.

3.5 Sprachen
WordPress.com kommt mit einem komplett auf Deutsch übersetzten Admin-Bereich.
Außerdem sind Hilfedokumente zu nahezu allen Themen ebenfalls auf Deutsch vorhanden.
Hier bleiben also keine Wünsche offen!
3.5.1 Mehrsprachige Websites
Wenn du mit WordPress.com eine mehrsprachige Seite aufbauen möchtest, stehen dir hier zahlreiche unterschiedliche Lösungen zur Verfügung. Nämlich in Form verschiedener Plugins.

Da Plugins in jedem kostenpflichtigen Tarif verfügbar sind, kannst du eine mehrsprachige Website inzwischen bereits ab Personal umsetzen.
Dafür warten dann aber Umsetzungsmöglichkeiten, die sich wirklich perfekt an deine Vorstellungen anpassen lassen.
3.6 DSGVO und Rechtliches
Das Hosting deiner WordPress.com Website läuft über das Unternehmen Automattic Inc., das Server-Standorte auf der ganzen Welt unterhält.
Personenbezogene Daten können sowohl in der EU als auch in den USA gespeichert werden. Beim erstmaligen Aktivieren der Hosting-Funktionen kann der Business-Tarif inzwischen „EU West“ als primäres Rechenzentrum wählen. Da WordPress.com Daten für Ausfallsicherheit in mehrere Rechenzentren kopiert, ist das jedoch keine ausschließliche Speicherung in einer einzigen Region. Für bereits aktivierte Business-Websites und für Commerce-Websites lässt sich das primäre Rechenzentrum derzeit nicht nachträglich festlegen.
Wenn du WordPress.com geschäftlich nutzt und dabei Daten deiner Besucher verarbeitest, kannst du in den Datenschutzeinstellungen deines Kontos einen Auftragsverarbeitungsvertrag anfordern.
Über alle Cookies, die WordPress.com automatisch setzt, kannst du dich hier informieren.
Einen dicken Minuspunkt gibt es allerdings für die Tatsache, dass WordPress.com keine Impressums- oder Datenschutzerklärungs-Vorlagen bereitstellt. Hierfür musst du selbst Seiten erstellen und passende Texte im Idealfall von einem Anwalt (im Internet gibt es zahlreiche kostenlose Generatoren) zusammenstellen lassen.
Einen einfachen Cookie-Hinweis kannst du mit dem Cookie-Consent-Block beziehungsweise dem älteren Consent-Widget einblenden. Auf werbefinanzierten kostenlosen Websites wird ein entsprechender Hinweis automatisch angezeigt.
Der eingebaute Block besitzt jedoch keinen Ablehnen-Button. Wenn du eine umfassendere Einwilligungsverwaltung mit vorherigem Script-Blocking benötigst, kannst du in einem kostenpflichtigen Tarif ein spezialisiertes Plugin installieren.
3.7 Backup, Wiederherstellung und Portabilität
Im WordPress.com Admin-Bereich ist das Plugin Jetpack standardmäßig integriert, mit dessen Hilfe du problemlos Backups erstellen und diese wiederherstellen könntest.

Automatische Echtzeit-Backups mit Ein-Klick-Wiederherstellung gehören zum Business- und Commerce-Tarif.
In den anderen Tarifen stehen unter anderem die Versionshistorie für Inhalte und die Exportfunktion zur Verfügung. Das ersetzt jedoch kein vollständiges Website-Backup.
In kostenpflichtigen Tarifen kannst du außerdem ein kompatibles Backup-Plugin installieren.
3.8 Core Web Vitals und Ladezeit
Im Rahmen unseres Website-Baukasten-Vergleichs haben wir die absolute Ladezeit und die Core Web Vitals eines jeden Baukastens gemessen.
Dazu haben wir bei allen Anbietern eine Test-Website angelegt, die zum einen das gleiche Design aufweist und zum anderen mit denselben fünf Bildern und demselben Platzhalter-Text versehen ist, um möglichst akkurate Ergebnisse zu bekommen.
Die Test-Website von WordPress.com schneidet bei den Core Web Vitals im mittleren Bereich ab. Sie kommt auf einen PageSpeed-Score von 75, mit teilweise guten aber auch schlechten Werten in den verschiedenen Messwerten:

De von Pingdom Tools gemessene absolute Ladezeit (mit Standort in Frankfurt am Main) von 0,857 Sekunden ist angemessen angesichts des einfachen Aufbaus der Test-Website:

4. Beispiele für WordPress.com-Websites
Es gibt zahlreiche renommierte Unternehmen, die auf WordPress vertrauen.
Darunter ist zum Beispiel die Harvard University:

5. Alternativen zu WordPress.com
Die bekannteste Alternative zu WordPress.com ist WordPress.org. Den Unterschied zwischen beiden Systemen beschreiben wir im nächsten Kapitel genauer.
Außerhalb des WordPress-Kosmos gibt es ehrlich gesagt nur sehr wenige Homepage-Baukästen, die mit dem gigantischen Funktionsumfang von WordPress.com mithalten können.
Das ist auch kein Wunder, schließlich ist WordPress.com als Content-Management-System ausgelegt, das mit großen Datenmengen und somit auch mit sehr großen Websites problemlos zurechtkommt.
Bessere Alternativen findest du vor allem dann, wenn du ein spezielles Projekt umsetzen möchtest.
- Der Webshop: Liegt der Fokus auf dem Verkauf von Produkten, würden wir dir unbedingt zu Shopify raten. Shopify konzentriert sich zu 100 % auf den Produktvertrieb und hat in diesem Bereich somit ganz klar die Nase vor. Übrigens auch was den Schwierigkeitsgrad angeht.
- Kleine Seiten: Möchtest du nur eine kleine Website mit nur wenigen Unterseiten realisieren, dann würden wir dir zu einem Homepage-Baukasten wie Wix raten. Der Einstieg fällt hier deutlich leichter.
6. WordPress.com vs. WordPress.org: Was ist der Unterschied?
Die größten Unterschiede zwischen beiden Systemen sind der Preis und der Grad der Eigenverantwortung.
Was meinen wir damit?
Bei WordPress.com werden dir viele Dinge wie zum Beispiel das Hosting und die Verknüpfung mit einer Domain abgenommen. Außerdem steht dir ab dem Personal-Tarif Support zur Verfügung.
Dafür bezahlst du bei WordPress.com einen Preis.
Wie hoch dieser Preis ist, hängt davon ab, wie viele Funktionen du von der eigentlichen WordPress-Installation nutzen möchtest.
WordPress.org ist zu 100 % kostenlos.

Dafür musst du dich jedoch auch um alles selbst kümmern.
Das heißt, du musst zunächst einen Vertrag mit einem Hoster abschließen, der dir einen Webspace zur Verfügung stellt. Außerdem benötigst du eine Domain, die mit dem Webspace verknüpft ist.
Im Anschluss kannst du WordPress auf diesem Webspace installieren und deine Seite aufbauen.
Du genießt von Beginn an den gesamten Funktionsumfang des Systems ohne jegliche Einschränkungen.
Auch die Wartung der Seite bleibt dir jedoch wirklich komplett selbst überlassen.
Einfach ausgedrückt: WordPress.com ist sozusagen das Rundum-sorglos-Paket, das allerdings auch seinen Preis hat. Die Freiheit von WordPress.org ist zwar kostenlos, erfordert jedoch ein gewisses Fachwissen.
Dennoch solltest du auch vor WordPress.org keine Angst haben, denn es gibt unzählige Anleitungen im Netz, die dich auf dem Weg zu deiner eigenen WordPress-Website begleiten.
7. FAQ
Hier findest du Antworten auf häufige Fragen rund um WordPress.com:






