Die Suche nach einem passenden WordPress-Hoster kann echt nervig sein!
Anfang 2017 war ich (mal wieder) mit meinem Hosting-Anbieter unzufrieden:
Langsamer Support, schlechte Ladezeit, häufige Ausfälle...
Infolgedessen sah ich mich zum dritten Mal in zwei Jahren nach einem neuen Host um. Dabei stieß ich auf Raidboxes und zog aufgrund vieler positiver Rezensionen meine beiden größten Blogs dahin um.
Wieder nur ein One-Night-Stand? Dieses Mal nicht!
In diesem Artikel erfährst du alles über Raidboxes, was du wissen musst:
Meine Erfahrungen als Langzeit-Kunde, Vorteile, Nachteile (ja, auch Raidboxes ist nicht perfekt), wie der Umzug abläuft, Performance und vieles mehr.
- Raidboxes ist ein deutscher Managed WordPress Hoster mit integriertem Varnish-Caching, automatischen Backups und täglichem Support-Chat von 8 bis 22 Uhr.
- In meinem historischen Performance-Test schnitt Raidboxes 37 % schneller bei Pingdom, 45 % schneller bei GTMetrix und 53 % schneller bei pagespeed.de ab als die damalige Vergleichsinstallation.
- Der aktuelle Einstiegstarif Mini kostet regulär 17 € netto pro Monat. Starter kostet 22 € und Fully Managed 35 €.
- Der kostenlose Umzugsservice und die 14-tägige Testphase machen den Wechsel zu Raidboxes sehr einfach.
1. Funktionsumfang
Bei Raidboxes handelt es sich um sogenanntes Managed WordPress Hosting.
Jeder Webhosting-Tarif, auch „Box“ genannt, beherbergt eine WordPress-Installation, die von Raidboxes vorkonfiguriert und gewartet wird.
Der Mini-Tarif kostet regulär 17 € netto pro Monat und bietet 1 vCore, 2 GB RAM sowie 5 GB SSD-Speicher.
Starter kostet regulär 22 € netto pro Monat und bietet 2 vCores, 4 GB RAM sowie 10 GB SSD-Speicher. Fully Managed kostet 35 € netto pro Monat, nutzt die gleichen Ressourcen und ergänzt automatische Plugin- und Theme-Updates.
Im Juli 2026 gilt für Neukunden eine zeitlich befristete Aktion mit 20 % Rabatt für höchstens 12 Monate. Der reguläre Preis ist für den langfristigen Vergleich aussagekräftiger.

1.1 Server-Technologie
Modern und stets auf dem neusten Stand zu sein wird bei Raidboxes großgeschrieben.
Nicht nur in puncto Benutzeroberfläche, sondern auch bei der Server-Technologie.
Jede Box bietet:
- Speicherplatz auf schnellen SSD-Festplatten
- PHP 7.2 bis 8.4
- Apache-Webserver mit integriertem Varnish-Caching
- Brotli-Komprimierung
- Kostenloses SSL-Zertifikat
- eine integrierte Staging-Umgebung, um Änderungen auf einer Kopie deiner Seite in einer realistischen Serverumgebung zu testen
- je nach Tarif SSH, WP-CLI und Git
1.2 Automatische Backups
Du benötigst bei Raidboxes nicht unbedingt ein Backup-Plugin!
Raidboxes erstellt automatisch tägliche Backups, die du einfach über das Dashboard einspielen oder herunterladen kannst.
Du kannst auch manuelle Backups erstellen. Im Mini-Tarif ist eins enthalten, im Starter-Tarif sind es drei und ab Fully Managed zehn:

1.3 Sicherheit
Auch ein Sicherheits-Plugin ist bei Raidboxes nicht unbedingt nötig!
Denn die WordPress-Installation ist von Haus aus schon sehr gut gegen Hacker-Angriffe abgesichert.
Zum Beispiel durch Maßnahmen wie:
- Erzwingen starker Passwörter
- DDoS-Schutz, Web Application Firewall und Exploit Detector
- Absicherung des Login-Bereichs mit serverseitigem Passwort
- Automatische Backups
- Managed WordPress Updates und im Fully-Managed-Tarif automatische Plugin- und Theme-Updates
- Blockierung von XML-RPC per Knopfdruck möglich
- Sichere Dateirechte
- Dateiänderungen im WordPress-Dashboard können in den Box-Einstellungen ausgeschaltet werden
- Umbenennen des Präfixes in der WordPress-Datenbank
- Kostenloses SSL-Zertifikat mit Let's Encrypt und Umstellung auf SSL per Knopfdruck

1.4 Voreingestellte Ladezeitoptimierung
Eigene Maßnahmen zur Ladezeitoptimierung entfallen bei Raidboxes zwar nicht ganz.
Du musst aber dank des serverseitigen Cachings, voreingestellter gzip-Komprimierung und des voreingestellten Browser-Cachings deutlich weniger machen.
In vielen Fällen reicht es schon, unnötige Plugins zu deinstallieren und Bilder zu komprimieren, um gute Ladezeiten zu erreichen.
2. Benutzeroberfläche & Bedienung
Ganz ehrlich:
Die Benutzeroberflächen vieler deutscher Hoster sind ein Graus.
Das gilt sowohl für die technische Verwaltung des eigenen Servers oder Hosting-Pakets als auch für die Vertragsverwaltung (obgleich die Vertragsverwaltung oftmals moderner ist).
Nicht so bei Raidboxes!
Raidboxes legt sehr viel Wert auf modernes Design, eine übersichtliche und intuitive Benutzeroberfläche und mobile Optimierung. Und das auch im Dashboard, nicht nur auf den Verkaufsseiten.
Direkt nach dem Login ins Dashboard siehst du als erstes eine Übersicht über deine Boxen:

Von hier aus kannst du entweder eine neue Box erstellen oder durch Klick auf eine der Boxen, zu den Einstellungen der jeweiligen Box kommen.
Die Box-Einstellungen finde ich ebenfalls sehr übersichtlich gestaltet:

In der Übersicht findest du die wichtigsten Einstellungen auf einen Blick.
So kannst du deinen verfügbaren Platz auf der SSD-Festplatte sehen, einen Passwortschutz einstellen, den Cache zurücksetzen, deine Domains konfigurieren, deine Logfiles einsehen oder auf deine MySQL-Datenbank zugreifen.
Über das Untermenü (direkt über dem Bild) kannst du dann auf weitere Einstellungen zugreifen, wie z. B.:
- Backups
- eine Übersicht über deine installierten Plugins und Themes
- die Vertragsverwaltung für die Box
- erweiterte technische Einstellungen zu Caching, PHP-Version, wp-config.php etc.
- Staging
- den Status deiner Box mit Statistiken zur RAM- und CPU-Nutzung
2.1 Mobile Nutzung
Die Benutzeroberfläche von Raidboxes ist im Gegensatz zu vielen anderen Hostern komplett responsive und lässt sich auch per Smartphone oder Tablet sehr gut bedienen:

Nur vereinzelt gibt es Elemente, die sich überlappen oder abgeschnitten werden, wie du z. B. an dem blauen Chat-Icon im Screenshot sehen kannst, das den letzten Punkt des Footer-Menüs verdeckt.
3. Performance
Schnelle Performance ist für mich bei einem WordPress-Hoster extrem wichtig.
Die folgenden Messungen stammen aus meinen früheren Tests. Sie dokumentieren die Leistung der damaligen Tarife und Testsysteme, sind aber keine aktuelle Leistungsgarantie für die heutige Serverkonfiguration.
Und ich kann sagen:
Raidboxes ist wirklich (in den meisten Punkten) schneller als die Konkurrenz.
3.1 Einzel-Vergleich mit all-inkl.com
Zunächst habe ich einen kleinen Einzeltest durchgeführt.
Ich habe meine Website im Starter-Tarif gegen einen Klon bei all-inkl.com antreten lassen (Tarif PrivatPlus).
Das ist dabei herausgekommen:
Host | Pingdom (Stockholm) | GTMetrix | TTFB | pagespeed.de |
|---|---|---|---|---|
| <a href="https://www.blogmojo.de/empfiehlt/raidboxes/" rel="sponsored">Raidboxes</a> | 473 ms | 2600 ms | 464 ms | 766 ms |
| <a href="https://www.blogmojo.de/empfiehlt/all-inkl/" rel="sponsored">all-inkl.com</a> | 752 ms | 4760 ms | 478 ms | 1630 ms |
Bei allen Tools habe ich 5 Messungen durchgeführt und danach den Mittelwert gebildet.
Der Setup beider Websites war dabei selbstverständlich gleich. Gleiches Theme. Gleiche Bilder. Gleiche Gesamtgröße und Anzahl an Server Requests.
Mit dem einzigen Unterschied, dass bei Raidboxes das serverseitige Page-Caching und bei all-inkl.com das Plugin Cache Enabler zum Caching aktiviert war.
Bei allen Tests schnitt Raidboxes besser ab als all-inkl.com:
- 2 % schnellere TTFB (eigentlich nicht der Rede wert)
- 37 % schneller bei Pingdom
- 45 % schneller bei GTMetrix
- 53 % schneller bei pagespeed.de.
3.2 Speed-Vergleich mit 14 anderen Webhostern
Später wollte ich es noch genauer wissen:
Ich habe einen ausführlichen Speed-Vergleich zwischen Raidboxes und 14 anderen Hosting-Anbietern durchgeführt. Du findest ihn in meinem Webhosting-Vergleich.
Und auch hier hat Raidboxes sehr gut abgeschnitten.
So konnte sich der Münsteraner Hoster im Ladezeit-Test mit Pingdom-Tools den ersten Platz sichern:

Bei GTMetrix schnitt die Test-Website von Raidboxes ebenfalls als Klassenbester ab:

3.3 Core Web Vitals
Bei den Core Web Vitals erziele ich ebenfalls hervorragende Werte mit Raidboxes.
In Kombination mit GeneratePress als Theme, Gutenberg und GenerateBlocks als Page-Builder, Asset Cleanup Pro, um unnötige CSS- und JS-Dateien zu entfernen, und WP Rocket komme ich auf mobile PageSpeed-Scores von 95 bis 100 für jede Seite bei Blogmojo:

Die Felddaten sind bei den meisten meiner Unterseiten sogar noch einige Zehntelsekunden besser als die Labdaten, wie du in der Origin Summary sehen kannst:

4. Verfügbarkeit
Seit meinem Start bei Raidboxes Anfang 2017 habe ich abgesehen von sporadischen, meist nachts stattfindenden Wartungsarbeiten keine längere Downtime erlebt.
Das spiegelt sich auch in meinem Verfügbarkeitsvergleich wieder, in dem Raidboxes auf eine Uptime von 100% kam:

5. Support
Der Support bei Raidboxes ist bis jetzt der beste, den ich je bei einem Webhoster erlebt habe.
Und das will etwas heißen!
Denn in über 12 Jahren als Blogger, Affiliate-Marketer und WordPress-Dienstleister habe ich bereits über 40 verschiedene Hosting-Anbieter für größere und kleinere Webprojekte getestet.
Der Support bei Raidboxes ist sogar besser als der bei webgo oder SiteGround. Und das will etwas heißen.
Warum?
Das hat vielerlei Gründe:
- In einem früheren Dreijahreszeitraum habe ich fünf Anfragen gestellt, die durchschnittlich in 5,6 Minuten beantwortet wurden.
- Jedes meiner Probleme bei Raidboxes konnte gelöst werden. Das Support-Team wirkte fachlich kompetent.
- Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Support versucht hat, mich so schnell wie möglich abzufrühstücken. Stattdessen möchte Raidboxes Probleme nachhaltig und zur Zufriedenheit des Kunden lösen.
- Ich wurde immer transparent über Änderungen im Dashboard und über Wartungsarbeiten informiert.
- Raidboxes bietet ein umfangreiches und übersichtliches Hilfecenter an.
- Raidboxes sucht die Nähe seiner Kunden und geht aktiv auf Feedback ein. Es gibt ein Feedback-Forum, in dem man Feature-Wünsche einreichen und darüber abstimmen kann.
Auch die Erreichbarkeit des Supports finde ich klasse:
Der Chat-Support ist täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar:

Alternativ kannst du eine E-Mail schreiben. Für den Pro-Tarif nennt RAIDBOXES zusätzlich telefonischen Support.
6. Raidboxes vs. WordPress.com
Vielleicht fragst du dich:
Warum unbedingt Raidboxes? Kann ich denn nicht einfach zu WordPress.com gehen, das ist doch auch Managed Hosting?
Klar, ist es. Und auch nicht das schlechteste.
Raidboxes bietet jedoch einige entscheidende Vorteile gegenüber WordPress.com:
- RAIDBOXES stellt dir je nach Tarif SFTP, SSH, WP-CLI und Git zur Verfügung. WordPress.com bündelt vergleichbare Entwicklerfunktionen im Business-Tarif.
- Du kannst deinen Blog bei Bedarf leicht zu einem anderen Host umziehen
- Du kannst trotz Managed Hosting bei RAIDBOXES viele fortgeschrittene Einstellungen selbst vornehmen
- RAIDBOXES bietet deutschsprachigen Support mit festen täglichen Chat-Zeiten
- Serverstandort in Deutschland
- RAIDBOXES-Tarife sind monatlich kündbar
7. Umzug zu Raidboxes
Der Umzug zu Raidboxes ist denkbar einfach.
Du hast zwei Möglichkeiten:
Entweder du nutzt das Raidboxes-Migrator Plugin auf deiner bestehenden WordPress-Website oder du nutzt den kostenlosen Umzugsservice:

Für den Umzugsservice musst du lediglich deine Login-Daten für WordPress und die Zugangsdaten für deinen FTP-Server angeben:

Der Umzug erfolgt nach Beantragung dann in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
Ist der Umzug abgeschlossen, taucht deine Website dann direkt als neue Box im Dashboard bei Raidboxes auf.
Zunächst ist diese unter einer Subdomain erreichbar, wie z. B.c9ptdjm.myraidbox.de. Um deine eigene Domain zu verwenden, musst du diese in den Einstellungen der Box zuordnen.
Falls deine Domain bei einem anderen Anbieter liegt, musst du deine A-Records bei deinem Hosting-Anbieter auf die IP-Adresse deiner BOX einstellen.
Wie das geht, kannst du in dieser Anleitung nachlesen.
8. Fazit
Raidboxes bekommt von mir 4,7 von 5 Sternen! Mit regulär 17 € für Mini und 22 € für Starter pro Website ist der Anbieter zwar etwas teurer als klassisches Shared Hosting.
Dafür bekomme ich nicht nur eine superschnelle WordPress-Installation, mit der ich traumhafte Ladezeiten von 300 bis 700 ms erreiche, sondern erspare mir auch viel Administrationsaufwand:
WordPress ist bereits vorinstalliert, ich kann auf HTTPS per Knopfdruck umstellen, Raidboxes zieht meine Website kostenlos für mich um und ich muss mir um Caching, Backups und Sicherheit weniger Gedanken machen, weil alles schon vorkonfiguriert ist.
Deshalb eignet sich Raidboxes auch sehr gut für Anfänger, für Umsteiger von anderen Hostern oder generell Menschen, die so wenig mit Technik zu tun haben möchten, wie möglich.
Das einzige Manko:
Wenn du über deine Domain E-Mails verschicken möchtest (z. B. info@deinedomain.de), benötigst du einen weiteren Mailserver.
RAIDBOXES bietet E-Mail-Postfächer als Zusatzleistung ab 3 € netto pro Monat an.
Jetzt Raidboxes 14 Tage kostenlos testen!
Vorteile
- Kinderleichte Bedienung und Installation
- Integriertes serverseitiges Varnish-Caching
- Staging (damit kannst du Änderungen am Design testen, ohne dass man es an deiner Live-Website sieht)
- Kein Caching-Plugin erforderlich
- Automatische tägliche Backups
- Abgesicherte WordPress-Installation
- PHP 7.2 bis 8.4
- Apache-Webserver und Brotli-Komprimierung
- Gratis SSL-Zertifikat über Let's Encrypt
- Umschaltung von http auf https per Knopfdruck (URLs werden automatisch in der Datenbank umgestellt)
- Diverse fortgeschrittene Sicherheitseinstellungen (Security Header, Single Sign-On,XML-RPC Blocker etc.)
- Schneller und sehr netter Support
- Die Boxen sind monatlich kündbar
- Boxen können 14 Tage kostenlos getestet werden (Ab dem Pro-Tarif 4 Tage)
- kostenloser Umzugsservice
- unterstützt WordPress-Multisites
Nachteile
- kein exec() erlaubt, wodurch du Plugins wie den EWWW Image Optimizer nicht mehr nutzen kannst (nur mit API)
- wp-config.php und andere WordPress-Systemdateien nicht bearbeitbar (du kannst jedoch Sondereinträge über die Box-Einstellungen vornehmen, z. B. um Post-Revisionen zu beschränken)
- keine Domain inklusive
- E-Mail-Postfach kostet extra






