Den perfekten Blognamen finden: So geht’s!

Der Blogname kann entscheidend für den Erfolg deines Blogs sein. Nicht nur ist er bestimmend für den ersten Eindruck, den dein Blog auf Besucher hat, sondern auch dafür, dass sich jemand an deinen Blog erinnert.

Natürlich kannst du als Blogger jederzeit ein Rebranding vornehmen und einen anderen Blog- und Domainamen wählen, aber das ist so gut wie immer mit Besucher und Einnahmensverlusten verbunden. Um von Anfang an, einen guten Eindruck bei deinen Besuchern zu hinterlassen und ein späteres Re-Branding zu vermeiden, habe ich eine Checkliste erstellt, mit der du einen perfekten Blognamen finden kannst.

1. In der Kürze liegt die Würze!

Ich empfehle dir, einen Blognamen zu wählen, der so kurz wie möglich ist. Das ist wichtig, damit sich Besucher deinen Blognamen merken können und nicht nach Verlassen deines Blogs gleich wieder vergessen.

Was denkst du können sich Besucher besser merken?

a) blogmojo.de
b) blogbekanntmachenundreichwerden.de

Ich empfehle dir einen Blognamen zu wählen, der maximal 15 Zeichen enthält. Dadurch ist er erstens leicht zu merken und zweitens kannst du dir dadurch gleichnamige Benutzernamen in sozialen Netzwerken sichern, die oft ein Limit von 15 Zeichen haben.

Wenn du dich für einen Namen entscheidest, der mehr als 15 Zeichen hat (wie z. B. blogbekanntmachenundreichwerden.de), musst du bei einigen sozialen Netzwerken deinen Namen abkürzen, was unschön aussieht:

twitter.com/blogbekanntmach (abgeschnitten auf 15 Zeichen)
twitter.com/bbmurw (merkwürdige Abkürzung, die man sich nicht gut merken kann)

2. Blogname lässt das Thema deines Blogs erkennen

Wenn du einen wirklich guten Blognamen finden möchte, solltest du nicht nur auf die Länge des Names, sondern auch die Relevanz zu dem Thema, über das du schreibst, achten. Besucher sollten idealerweise schon beim Lesen deines Blognamens (und Logos) erkennen können, worum es auf deinem Blog ungefähr geht. Das hat folgende Vorteile:

  • Du zeichnest dich als Experte aus und vermittelst, dass Besucher auf deinem finden, wonach sie suchen
  • Besucher sehen, dass sie weitere Infos zum Thema auf deinem Blog finden
  • Ranking-Bonus bei Suchmachinen für Keywords im Domainnamen

Zum dritten Punkt noch ein Beispiel: Bei der Suche nach einem Blognamen für Blogmojo habe ich von Anfang an nach Namen gesucht, die das Wort „Blog“ enthalten. Warum? Weil viele Keywords, für die ich bei Google ranken möchte dieses Wort enthalten, wie z. B. blog erstellen, blognamen finden, mit blog geld verdienen oder blogger werden, oder zumindest dafür relevant sind.

3. Je einfacher, desto besser!

Nicht nur die Länge und die Relevanz sind entscheidend dafür, ob sich jemand deinen Blognamen merken kann, sondern auch die Komplexität. Wenn Besucher nicht wissen, wie sie deinen Blognamen schreiben, geschweige denn aussprechen sollen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie nicht wiederkommen oder zumindest deinen Blog schwerer wiederfinden. Folgendes solltest du, wenn möglich, im Blognamen vermeiden.

  • Längere unzusammenhängende Zahlen- oder Buchstabenfolgen (superblogger5987.de oder ftkjblogger.de)
  • Lange Akronyme (mmorpg-blog.de)
  • Fachbegriffe (antikarzinogenblog.de)
  • Fremdwörter (rekonvaleszenzblog.de)
  • Anglizismen (recycleblog.de)
  • Fremdsprachige Wörter oder Wortfolgen, sofern nicht weitläufig bekannt (monsieurblog.de oder potentialityvsactuality.de)
  • Deutsche Wörter mit kontraintiutiver Rechtschreibung (portemonnaieblog.de)

Solltest du dich wider meinem Rat für einen langen Blognamen entscheiden, empfehle ich zur besseren Lesbarkeit die Verwendung von Bindestrichen (gesellschaft-fuer-reiseblogger.de).

4. Einen Blognamen finden, der einzigartig und unverwechselbar ist

Namenskonkurrenz zu haben ist nicht so schön. Das kann erstens dazu führen, dass Besucher dein Blog mit einem anderen Blog verwechseln oder dein Blog schlechter bei Google finden. Zweitens kann es passieren, dass viele Domains oder Accounts in sozialen Netwerken mit deinem Blognamen nicht mehr frei sind und du Ausweichmöglichkeiten finden musst.

Der dritte, und der in meinen Augen wichtigste Punkt, ist das Markenrecht. Wenn jemand dein Blognamen als Marke registriert hat oder dein Blogname eine registrierte Marke enthält (z. B. facebookblog.de), kann es passieren, dass du abgemahnt wirst und unter Umständen deine Domain verlierst.

Ob dein Wunschname möglicherweise eine registrierte Marke enthält, kannst du bei MarkenChk oder tmdb nachschauen. Bei Markenchk kannst du gleichzeitig auch sehen, ob Domains und Social-Media-Benutzernamen mit deinem Wunschnamen schon besetzt sind.

5. Tools, die bei der Suche helfen

Auf der Suche nach einem Blognamen benutze ich zum einen Tools, wie z. B. Namensgeneratoren oder Thesauri, die mir dabei helfen einen, gute Blognamen ausfindig zu machen. Zum anderen nutze ich Tools, mit denen ich prüfe, ob passende Domains und Social-Media-Benutzernamen zu meinem Blognamen noch verfügbar sind und ob ich ggf. Markenrechte dadurch verletzte.

  • Excel oder eine Notizen-App (Zum Aufschreiben möglicher Blognamen oder Namensbestandteile)
  • Woxikon (Thesaurus zum Finden deutscher Synonyme)
  • openthesaurus.de (Thesaurus zum Finden deutscher Synonyme)
  • Thesaurus.com (Thesaurus zum Finden englischer Synonyme)
  • Naminum (Generiert Suffixe und Präfixe zu einem vorgegebenen Wort)
  • Markenchk (Checkt, ob schon Domains, Social-Media-Account oder Marken zum eingebenen Namen existieren)
  • TMDB (Umfassende Datenbank zur Markenrecherche)

6. Welche Domainendung wählen?

Für einen deutschen Blog ist eine .de- oder .com-Domain wahrscheinlich die beste Wahl, da diese Domains deutschen Besuchern am vertrautesten sind. In Ausnahmefällen kannst du auch zu einer .net- oder .org-Domain greifen.

Von den neuen Domainendungen, wie z. B. .xyz, .codes, .pics, .name, .blog, .one oder .guru, würde ich dir eher abraten, da sich diese noch nicht weitflächig durchgesetzt haben.

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