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WordPress Child-Theme erstellen: Der ultimative Guide (2021)

Ein Child-Theme bei WordPress erstellen

Bist du mit dem Design deines WordPress-Themes nicht hundertprozentig zufrieden und möchtest individuelle Anpassungen vornehmen, um die Optik besser an dein Projekt anzupassen?

Oder genügen dir die Funktionen deines Themes nicht und du planst weitere Features hinzuzufügen?

Dann solltest du ein Child-Theme nutzen. Vor allem, wenn du Änderungen am Code deines WordPress-Themes vornehmen oder Code ergänzen möchtest.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Was ein Child-Theme überhaupt ist und warum du eins verwenden solltest
  • Wo du vorgefertigte Child-Themes zu deinem Theme findest
  • Wie du eigenständig ein Child-Theme anlegen kannst

1. Was ist ein Child-Theme?

Um zu erklären, was ein Child-Theme ist und wo dessen Funktionalität liegt, möchte ich ein kurzes Szenario darstellen:

Stell dir vor, du hast das Ziel, die Optik deines WordPress-Themes komplett an die Corporate Identity deines Unternehmens anpassen.

Um das zu ermöglichen, kannst du im WordPress-Backend über Design > Theme Editor über die style.css relativ simpel Informationen zum Code hinzufügen.

Hier kannst du zum Beispiel Schriftarten, Farben oder das Erscheinungsbild der gesamten Website editieren (wie das geht, verrate ich dir später). So musst du beispielsweise nicht jede Überschrift einzeln editieren, sondern nimmst globale Änderungen am Design vor.

Die style.css ermöglicht es dir, umfangreiche Änderungen am Code vorzunehmen

Das Problem ist nur:

Deine Änderungen in der style.css würden bei jedem Update des Themes gelöscht (weitere Nachteile schauen wir uns später an).

Um das zu verhindern, solltest du ein Child-Theme erstellen.

Ein Child-Theme ist eine exakte Kopie deines eigentlichen Themes (Parent-Theme), das dessen Eigenschaften erbt.

Das heißt:

Du kannst nach Herzenslust Änderungen am Theme vornehmen, ohne das Parent-Theme in irgendeiner Weise zu beeinflussen.

Wichtig: Ein Child-Theme kann nur in Verbindung mit dem übergeordneten Parent-Theme funktionieren! Du solltest dieses also auf keinen Fall löschen!

2. Vorteile eines Child-Themes

Ein Child-Theme zu erstellen hat 3 entscheidende Vorteile. Den größten Vorteil habe ich bereits im vorherigen Abschnitt kurz angeschnitten:

1. Keine Veränderungen nach Updates

Wenn du Änderungen an deinem Theme in der style.css oder der functions.php vornimmst, werden diese bei einem Update des Themes überschrieben. Du wärst also gezwungen, nach jedem Update deine zuvor durchgeführten Code-Anpassungen erneut vorzunehmen, was je nach Umfang eine sehr zeitintensiv sein kann.

Hier schafft ein Child-Theme Abhilfe.

Da es sich beim Child-Theme um einen Klon deines eigentlichen Themes handelt, kannst du hier Änderungen vornehmen, ohne dein eigentliches Theme zu beeinflussen. So bleiben die Änderungen auch bei Updates unberührt, da ja nicht das Child-Theme, sondern das Parent-Theme aktualisiert wird.

2. Testen von Änderungen ist gefahrlos möglich

Mithilfe eines Child-Themes kannst du alle Anpassungen, die dir in den Sinn kommen, zunächst gefahrlos testen.

Sollte eine Änderung am Code nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen oder gar schwerwiegende Fehler auf der Website verursachen, kannst du sofort wieder auf das Parent-Theme umstellen.

3. Einfach zu erstellen

Es klingt zunächst nach einem großen Aufwand, einen Klon eines Themes zu erstellen.

Gute Nachricht: Ist es nicht!

Für viele Themes existieren sogar vorgefertigte Child-Themes, die du nur herunterladen und installieren musst (eine Liste findest du im übernächsten Abschnitt).

Auch das manuelle Erstellen wird dich jedoch nicht vor größere Probleme stellen und wird ebenfalls in einem Kapitel von mir Schritt für Schritt erklärt.

3. Nachteil eines Child-Themes

Auch wenn ein Child-Theme zahlreiche Vorteile mit sich bringt, existiert doch ein Nachteil:

Ziel des Child-Themes ist es, gewisse Dateien sozusagen zu konservieren. Insbesondere functions.php und style.css (und einige weitere) sollen schließlich bei einem Update nicht überschrieben werden.

Sollte sich in diesen Dateien jedoch eine Sicherheitslücke befinden, wird diese durch spätere Updates nicht geschlossen.

Abhilfe schafft ein kleines WordPress-Plugin mit dem Namen Child Theme Check. Es vergleicht die Dateien deines Child-Themes mit denen des Parent-Themes und macht dich auf Unterschiede aufmerksame.

4. Bietet mein Theme ein vorgefertigtes Child-Theme?

Viele Theme-Anbieter (oder auch freie Webentwickler) stellen dir vorgefertigte Child-Themes zur Verfügung, die du kostenlos herunterladen und installieren kannst.

Achtung: Vertraue hier bitte ausschließlich auf seriöse Quellen, also z. B. bekannte WordPress-Portale oder die Entwickler selbst. Falls du keine findest, erstelle das Child-Theme besser in Eigenregie.

Hier findest du eine Liste mit beliebten WordPress-Themes, für die es vorgefertige Child-Themes gibt:

ThemeLink
AvadaDownload
DiviDownload
EnfoldDownload
The7Download
Twenty NineteenDownload
Stockholm ThemeDownload
Monstroid2Download
GeneratePressDownload
Impreza ThemeDownload
BeThemeDownload
The X ThemeDownload
PILEDownload
Neve ThemeDownload
Astra 3.0Download
Jupiter XDownload
BridgeDownload
Uncode Theme Download
Storefront von WooThemesDownload

5. Ein Child-Theme per Plugin anlegen

In der Liste ist dein Theme nicht dabei?

Kein Problem.

Du kannst ein WordPress Child-Theme auch im Handumdrehen selbst erstellen.

Hierfür existieren zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

  1. Du erstellst ein Child-Theme mittels eines Plugins
  2. Du erstellst das Child-Theme manuell (zeige ich dir im nächsten Abschnitt)

Zunächst schauen wir uns an, wie du das Ganze mithilfe des kostenlosen WordPress-Plugins Child Themes Generator machen kannst:

Um ein Child Theme zu erstellen kannst du einfach das Plugin WordPress Child Theme Generator verwenden

Der große Vorteil davon ist:

Das Plugin ist selbsterklärend und die vielen positiven Bewertungen machen deutlich, dass es genau das tut, was es soll. Selbstverständlich ohne die Performance deiner Website zu verschlechtern.

Nach der Installation findest du den Generator unter Einstellungen > Child-Theme Gen.

Das Plugin Child Theme Generator ist wirklich selbsterklärend und zeigt dir ganz genau, was du zu tun hast.

Die Anwendungsoberfläche ist simpel:

Du kannst entweder ein neues Child-Theme erstellen oder bereits erstellte Themes wieder löschen.

Um ein neues Child-Theme zu erstellen, musst du lediglich Titel und Beschreibung einfügen (das Feld “Child-Theme-URL” musst du nicht befüllen) und zum Abschluss auf “Erstelle ein neues Child-Theme” klicken.

Innerhalb weniger Sekunden wird dieses vom Plugin erstellt und kann unmittelbar im Anschluss durch einen einfachen Klick aktiviert werden.

Ob das Theme tatsächlich aktiviert wurde, kannst du unter Design > Themes überprüfen.

In unserem Fall hat alles wunderbar geklappt.

Du kannst sofort überprüfen, ob ein Child Theme erfolgreich erstellt wurde, indem du einen Blick unter Einstellungen > Themes wirfst

6. Ein Child-Theme manuell anlegen

Wie bereit angesprochen gibt es neben der Möglichkeit, das Child-Theme mittels eines Plugins zu erstellen, auch eine manuelle Lösung. Heißt: Du kannst die Schritte, die das Plugin im Hintergrund durchführt, auch eigenständig Schritt für Schritt erledigen.

Zugegeben ist das deutlich aufwendiger.

Auf der anderen Seite sparst du dir ein weiteres WordPress Plugin innerhalb deiner Installation. Gerade, wenn du bereits viele Plugins in Verwendung hast, kann dieser Weg durchaus Sinn ergeben. Zudem lernst du die Dateistruktur von WordPress besser kennen – eine wichtige Voraussetzung meiner Meinung nach, wenn du häufiger mit dem System arbeitest.

Und wenn wir ehrlich sind, ist es nicht wirklich eine Raketenwissenschaft, ein Child-Theme manuell zu erstellen.

Wie die manuelle Erstellung eines Child-Themes funktioniert, zeige ich dir jetzt!

6.1 Theme-Ordner anlegen

Bevor du mit den praktischen Maßnahmen beginnen kannst, benötigst du zunächst einen FTP-Zugang zu deinem Webspace. Du begibst dich also nicht klassisch in das Backend deiner Website über /wp-admin, sondern greifst mit einem externen Tool auf deinen Webspace zu.

Das ganze sieht dann ähnlich aus wie der Microsoft Datei Explorer.

Ein kostenloses Tool für dieses Vorhaben ist FileZilla, das ich dir wärmsten empfehlen kann.

Mit FileZilla kannst du dich im Handumdrehen mit deinem Webspace verbinden.

Um erfolgreich eine Verbindung mit deinem Webspace herstellen zu können, benötigst du neben FileZilla die folgenden Daten, die du in der Regel im Mitgliederbereich deines Webhoster findest:

  1. Server-Name
  2. FTP-Benutzername
  3. FTP-Passwort
  4. Port

Diese Daten gibst du in der Kopfzeile von FileZilla ein und connectest dich im Anschluss mit deinem Webspace.

Sobald die Verbindung steht, ist es deine Aufgabe, einen Ordner zu erstellen, in dem die Dateien deines Child-Theme später abgelegt werden. Diesen Ordner darfst du jedoch nicht irgendwo innerhalb deines Webspace platzieren, sondern unbedingt unter wp-content > themes.

Erstelle einen Ordner für dein Child-Theme über FTP.

In unserem Fall siehst du hier bereits den Ordner “DiviChildTheme”, den wir mithilfe des Plugins erstellt haben (siehe vorheriges Kapitel).

Um keine Verwirrung zu stiften, erstellen wir einen zweiten Child-Theme-Ordner mit dem Namen “DiviChildThemeManuell”.

Das erledigst du wie gewohnt mit einem Rechtsklick und erstellst im Anschluss ein neues Verzeichnis.

Child Theme Ordner mittels FileZilla erstellen

6.2 style.css erstellen

Im zweiten Schritt erstellen wir die erste Datei des Child-Themes, die sogenannte style.css.

Diese Datei ist später dafür verantwortlich, individuelle Design-Anpassungen im Child-Theme abzuspeichern. Wie bereits beschrieben ohne, dass das Parent-Theme in irgendeiner Weise geändert wird.

Um die style.css zu generieren, erstellst du mittels eines HTML-Editors oder Nur-Text-Editors eine Textdatei, die unbedingt den Namen style.css erhält.

Hier fügst du folgenden Inhalt ein:

/*<br>Theme Name: Divi Child Manuell<br>Description: Manuell erstelltes Child Theme<br>Author: Blogmojo<br>Author URI: https://www.blogmojo.de<br>Template: divi<br>Version: 1.0<br>Text Domain: divi-child-manuell<br>*/
Code-Sprache: HTML, XML (xml)

Achtung: Natürlich solltest du den Inhalt entsprechend an deine individuellen Angaben anpassen.

Die style.css erstellst du mit einem Text-Editor.

Wichtig: Achte bei Template bitte darauf, dass du exakt den Namen des Parent-Theme verwendest (auch Groß- und Kleinschreibung beachten!), da andernfalls eine Fehlermeldung im Backend erzeugt wird. WordPress kann sonst Child- und Parent-Theme nicht verknüpfen.

Parent- und Child-Theme müssen sich erkennen und die korrekten Namen verwenden

Nachdem du die Datei erstellt hast, lädst du diese auf deinen Webspace, in den in Schritt 1 erstellen Ordner hoch.

Die fertige style.css lädst du in das Standard-Verzeichnis deines Themes hoch.

6.3 functions.php erstellen

Damit dein Child-Theme korrekt funktioniert, müssen wir eine weitere Datei erstellen: die functions.php.

Diese Datei hat die Aufgabe, das Child-Theme mit dem Parent-Theme zu verknüpfen und WordPress klarzumachen, dass beide Themes miteinander verwandt sind. Außerdem kannst du deinem Child-Theme hier später Funktionen hinzufügen, die das Parent-Theme nicht enthält.

Um die Datei zu erstellen, gehst du analog zu Schritt 2 vor. Du erstellst ein Textdokument mit dem Namen “funciotns.php” und fügst hier folgenden Code ein:

<?php /** * Parent-Theme CSS */ function child_theme_styles() { wp_enqueue_style( 'parent-style', get_template_directory_uri() . '/style.css' ); wp_enqueue_style( 'child-theme-css', get_stylesheet_directory_uri() .'/style.css' , array('parent-style')); } add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'child_theme_styles' );?>
Code-Sprache: HTML, XML (xml)

Abspeichern, in den Child-Theme-Ordner hochladen und fertig!

Der Ordner deines Child-Themes sollte an dieser Stelle, wenn du alles richtig gemacht hast, folgendermaßen aussehen…

Fertige Ordner des Child-Themes.

Ist das der Fall, sind bereits 90 % geschafft.

Auf geht’s zum letzten Schritt.

6.4 Screenshot hochladen

Um dein Child-Theme zu individualisieren und es eindeutig im WordPress Backend erkennbar zu machen, kannst du einen Screenshot oder ein Bild hinzufügen.

Dieses Bild benennst du “screenshot.png” und lädst es als die letzte von drei Dateien in deinen Child-Theme-Ordner hoch.

Fertig!

An dieser Stelle kannst du überprüfen, ob alles funktioniert hat. Gehe hierzu im WordPress Backend in Design > Themes, wo dein gerade erstelltes Child-Theme nun erscheinen soll.

In unserem Fall erkennst du das mittels Plugin erstellte Child-Theme ganz links, sowie das manuell erstellte Child-Theme, dem ich einen wunderschönen Screenshot der Blogmojo-Webseite zugewiesen habe 😉 ganz rechts. In der Mitte befindet sich das Parent-Theme.

Das erfolgreich erstellte Child-Theme sollte unter Design>Themes zu finden sein.

6.5 Einstellungen vom Parent-Theme exportieren (Customizer)

Bevor du das soeben erstellte Child Theme aktivierst, solltest du zunächst überprüfen, ob du an deinem Parent-Theme bereits individuelle Änderungen am Design vorgenommen hast.

Das Problem ist nämlich: Diese werden vom Child-Theme nicht automatisch übernommen und würden verloren gehen.

Doch keine Panik.

Es existiert eine einfache und vor allem schnelle Möglichkeit, alle Anpassungen des Parent-Theme mit nur wenigen Mausklicks in das Child-Theme zu integrieren.

Wir nutzen hierfür den WordPress Customizer in Kombination mit dem Plugin “Customizer Export/Import”.

Customizer Export/Import WordPress Plugin

Sobald du dieses wirklich geniale Plugin installiert hast, wird das Menü deines WordPress Customizer um einen Punkt erweitert, der gerade im Hinblick auf die Aktivierung eines Child-Theme wirklich alles extrem vereinfacht…

WordPress Customizer mit Import/Export Funktion

Für denn Fall, dass du Designanpassungen vorgenommen hast, kannst du diese nun einfach und schnell exportieren und als Datei auf deinem PC abspeichern – wir benötigen diese Datei später.

Nun wird es endlich Zeit, unser neu erstelltes Child-Theme endlich zu aktivieren!

6.6 Child-Theme aktivieren

Um unser Child-Theme aktivieren zu können, begeben wir uns noch einmal in die Theme-Übersicht im WordPress Backend.

Hier klicken wir auf das Theme, das wir aktivieren möchten.

Ich empfehle dir unbedingt zunächst zu überprüfen, ob das Theme wirklich reibungslos funktioniert, indem du eine Live-Vorschau ansiehst. Erst nach erfolgreicher Sichtung kannst du das Child-Theme im nächsten Schritt aktivieren.

Child-Theme-Vorschau und Aktivierung

6.7 Einstellungen vom Parent-Theme importieren

Sofern du in Schritt 5.5 Design-Anpassungen deines Parent-Theme exportiert hast, ist es nun an der Zeit, diese im Child-Theme zu importieren.

Hierfür begibst du dich zurück in den Customizer.

Unter dem bereits bekannten Menüpunkt “Import/Export” kannst du nun die zuvor exportierte Datei hochladen und aktivieren. Auf diese Weise werden sofort alle Designänderungen des Parent-Theme auf das Child-Theme übertragen.

Bei zukünftige Anpassungen am Child-Theme bleibt das Parent-Theme ab sofort unberührt.

Welche gängigen Anpassungen du einfach und schnell an deinem Child-Theme vornehmen kannst, möchte ich dir jetzt zeigen.

7. Das Design des Child-Themes anpassen

Nachdem du dein Child-Theme aktiviert hast, steht dir die gesamte Welt der CSS-Codes und Style-Anpassungen zur Verfügung.

Das Tolle ist: Auch wenn du auf diesem Gebiet bislang unerfahren bist, kannst du nicht wirklich etwas kaputt machen, da du ja ein Child-Theme verwendest.

Genial, oder nicht 😎

Zur Verdeutlichung möchte in an dieser Stelle kurz etwas verdeutlichen: Der Vorteil von Style-Anpassungen über das Theme ist es, dass diese Anpassungen die GESAMTE Website betrifft. Natürlich kannst du Änderungen auch auf den jeweiligen Unterseiten manuell durchführen, was jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Wenn du also möchtest, dass alle Überschriften, Bilder, Textabschnitte, etc. auf deiner Website in einem einheitlichen Design erscheinen, dann ist eine CSS-Anpassungen über das Child-Theme garantiert die richtige Lösung.

Einige Beispiele möchte ich dir jetzt vorstellen.

Übrigens: CSS-Codes kannst du direkt in der style.css des Child-Themes einfügen. Diese Datei findest du unter Design > Template-Editor.

Anpassungen am Design kannst du in der style.css vornehmen.

Alternativ kannst du selbstverständlich auch den Customizer verwenden.

Beispiel 1: Überschriften ändern

Durch den nachfolgenden Befehl veränderst du alle Seitentitel.

Achtung: Das betrifft also alle SEITEN, nicht die BEITRÄGE. Beiträge tragen die Bezeichnung “.post”.

Durch diesen Code wird die Schriftfarbe (das geniale Blogmojo-Pink) modifiziert, außerdem wird die Überschrift zentriert dargestellt. Selbstverständlich kannst die viele weitere Code-Bestandteile nach Belieben hinzufügen.

h1.site-title { color: #ff4987; text-align:center; }
Code-Sprache: CSS (css)

Beispiel 2: Blog-Zwischenüberschrift ändern

Auf Blogmojo werden unter Zwischenüberschriften in Blogbeiträgen Trenner dargestellt. Dies könntest du mit folgendem Befehl umsetzen:

.post h2 {<br>padding-bottom: 10px;<br>border-bottom: 3px solid #<strong>ff4987</strong>;<br>margin-top: 80px;<br>}
Code-Sprache: HTML, XML (xml)

Beispiel 3: Bildschatten hinzufügen

Als weiteres Beispiel möchte ich dir zeigen, wie du automatisch zu allen Bildern, die du in Blogposts verwendest, einen Bildschatten darstellst.

.type-post img {<br>-webkit-box-shadow: 4px 3px 9px 0px rgba(50, 50, 50, 0.75);<br>-moz-box-shadow: 4px 3px 9px 0px rgba(50, 50, 50, 0.75);<br>box-shadow: 4px 3px 9px 0px rgba(50, 50, 50, 0.75);<br>}
Code-Sprache: HTML, XML (xml)

Beispiel 4: Schriftart global ersetzen

Bist du mit der Schriftart eines Themes nicht zufrieden, kannst du diese selbstverständlich im Child Theme global verändern.

Wichtig: Hier arbeiten wir nicht in der style.css, sondern in der functions.php – du veränderst also nicht etwas am Styling der Website, sondern fügst dem Theme eine weitere Funktion hinzu. In diesem Fall die Funktion, eine Schriftart über Google Fonts abzurufen.

Dafür musst du zunächst in der Fonts-Datenbank nach der gewünschten Schriftart (im Beispiel habe ich mich für Lato entschieden) suchen…

In deinem Child-Theme kannst du die Fonts global ersetzen

…und im Anschluss folgenden Befehl in der functions.php einfügen:

function load_google_fonts() { wp_register_style('googleFonts', 'https://fonts.googleapis.com/css2?family=Lato:wght@300'); wp_enqueue_style( 'googleFonts'); } add_action('wp_print_styles', 'load_google_fonts');
Code-Sprache: JavaScript (javascript)

Die URL https://fonts.googleapis.com/css2?family=Lato:wght@300ersetzt du je nach Schriftart und gewünschten Schriftstärken (einfach von Google Fonts kopieren).

Beispiel 5: Globale Änderungen an Header und Footer

Möchtest du Änderungen an Seitenteilen wie Footer oder Header vornehmen, musst du zunächst die hierfür notwendigen Dateien aus dem Ordner deines Partent-Theme kopieren und im Ordner des Child-Theme einfügen.

Jeder Seitenbestandteile verfügt nämlich über eine eigene .php-Datei.

Wenn du Änderungen an Header und Footer vornehmen möchtest, musst du diese Dateien zunächst kopieren

Nachdem du diese Dateien in den Ordner des Child-Themes eingefügt hast, erscheinen diese als Auswahlmöglichkeit im Theme-Editor und du kannst Code-Bestandteile hinzufügen.

8. Probleme mit Child-Themes beheben

Du bist nun in der Lage, ein Child-Theme manuell oder mithilfe eines Plugins zu erstellen, sowie das Design zu verändern und Funktionen hinzuzufügen.

In diesem abschließenden Kapitel möchte ich mich der Frage widmen: Was kann ich Probleme mit dem Child-Theme beheben?

Da es sich in der Regel immer wieder um die gleichen Fehler handelt, die im Umgang mit einem Child-Theme gemacht werden, solltest du zunächst die folgende Checkliste Punkt für Punkt abarbeiten. Ich bin mir sicher, dass 99 Prozent aller Probleme hiermit gelöst werden.

Nun aber zur Checkliste:

  1. Überprüfe, ob du das Child-Theme nach der Installation überhaupt aktiviert hast. Vielleicht ist nach wie vor das Parent-Theme aktiviert? Dementsprechend werden Änderungen, die du im Theme-Editor am Child-Theme vornimmst, logischerweise nicht dargestellt.
  2. Aktualisieren den Cache deiner Website und deines Browsers. Sofern du eine gecachte Version deiner Website betrachtest, kannst du Änderungen nicht erkennen.
  3. Überprüfe, ob du alle Dateien korrekt benannt hast. Dieser Fehler schleicht sich sehr gerne aus. Aus functions.php wird zum Beispiel funcions.php (ist mit selbst beim Erstellen der Schritt-für-Schritt-Anleitung in Kapitel 5 passiert). Kontrolliere auch den Inhalt der style.css, insbesondere den Namen des Parent-Theme. Hier müssen auch Groß- und Kleinschreibung beachtet werden!
  4. Sollte das alles nicht geholfen haben, kannst du im letzten Schritt wp-debug in der wp-config.php deines Child-Themes auf “true” setzen. Hierzu musst du diese Datei zunächst aus dem Ordner des Parent-Theme kopieren und im Ordner des Child-Theme einfügen. Im Anschluss kannst du den Inhalt wie gewohnt mit einem Editor ändern und das gewünschte “true” einfügen. Rufst du deine Website im Anschluss auf, solltest du eine weiße Seite sehen. Eine Fehlermeldung sollte dir außerdem anzeigen, welche Datei bzw. welcher Code das Problem mit dem Child-Theme verursacht.
Finn Hillebrandt

Finn Hillebrandt

Gründer von Blogmojo, WordPress-Fan und SEO-Experte mit 10+ Jahren Erfahrung.

Finns große Leidenschaft ist es, epische Blogartikel zu schreiben und bei Google zu ranken (und nein, dass du hier gelandet bist, ist kein Zufall). 😎

Sein Motto und seine Mission lauten: Unf*ck SEO! ✊

Bei SEO setzt er entsprechend nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests und Recherchen durch, um herauszufinden, wie Google wirklich tickt (Achtung, Nerd-Alarm!).

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