Wie dir als Technikmuffel tausende Leser verloren gehen

Technikmuffel

Ich habe mittlerweile sehr viele Blogger und Bloggerinnen persönlich auf Workshops und Konferenzen oder online kennengelernt und im Zuge dessen hunderte Blogs aus den verschiedensten Themenbereichen gelesen und (Nerd, der ich bin) analysiert.

Dabei ist mir etwas aufgefallen, was ich sehr schade finde:

90% aller Blogger sind Technikmuffel. Klick um zu Tweeten

Blogs, die keine oder nur wenige technische Mängel aufweisen, sind leider eher die Ausnahme. Das gilt für kleine und große Blogs gleichermaßen.

Und dadurch geht so unglaublich viel Potenzial verloren! Viele Blogger verlieren tausende Besucher im Monat, weil sie keine Lust haben, sich mit WordPress, Ladezeit, Domains, Hosting oder SEO auseinanderzusetzen.

Im Folgenden habe ich mal die größten Technikmuffeleien aufgeführt, die mir begegnet sind und die du auf jeden Fall vermeiden solltest.

1. Keine Weiterleitung von www zu nicht-www (oder umgekehrt)

Schau dir diesen beiden URLs an:

https://www.blogmojo.de
https://blogmojo.de

Was einige nicht wissen, ist, dass es sich dabei technisch um zwei verschiedene Domains (der Teil der URL, der fett markiert ist) handelt, auf denen man prinzipiell verschiedene Webseiten anzeigen könnte.

Da dies in 99,999% aller Fälle nicht wünschenswert oder sinnvoll ist, sollte die nicht verwendete Domain auf die andere weitergeleitet werden.

Ein Beispiel, warum das wichtig ist:

Ich habe meinen Blog unter der Domain www.blogmojo.de laufen. Nun gibt jemand in die Adress-Zeile im Browser blogmojo.de ohne www ein. Wenn beide Domains nicht auf denselben Server oder dasselbe Serververzeichnis zeigen, bekommt derjenige entweder eine Fehler-Seite oder eine Dummy-Seite „Hier entsteht eine neue Internet-Präsenz.“ angezeigt. Frustriert verlässt er die Seite wieder und du hast einen Leser verloren.

Der Fehler kann zwei verschiedene Ursachen haben.

  1.  Die A-Records in den DNS-Einträgen für deine Root-Domain (.blogmojo.de) und die www-Subdomain (www.blogmojo.de) zeigen auf zwei verschiedene IP-Adressen.
  2. Die Root-Domain und die www-Subdomain zeigen auf zwei verschiedene Server-Verzeichnisse.

Dies kannst du im Adminstrationsbereich deines Hosters (oder deines separaten Domain-Anbieters) einstellen. Wenn du die entsprechenden Optionen nicht findest, frag einfach deinen Hoster, ob er das für dich einrichtet.

Hinweis: Ich sehe auch, dass einige Blogger sich und andere falsch verlinken oder sogar auf Visitenkarte die falsche Blog-URL verwenden. Besonders häufig kommt das bei Blogspot oder WordPress.com-Blogs vor: http://www.meinblog.wordpress.com oder http://www.meinblog.blogspot.de ist falsch! Es muss http://meinblog.wordpress.com bzw. http://meinblog.blogspot.de ohne www heißen!

2. Keine Weiterleitung alter Permalinks

Viele Blogs werden von vielen großen Online-Magazinen und anderen Bloggern verlinkt, haben aber irgendwann mal die Permalink-Struktur umgestellt und keine Weiterleitungen eingerichtet.

Das hat erstens zur Folge, dass alle Besucher, die über die alten Links kommen, auf einer 404-Seite landen. Zweitens sorgt das dafür, dass die Link-Power verloren geht, woran die Google-Sichtbarkeit massiv leidet.

Also denk unbedingt daran, wenn du deine Permalink-Struktur umstellst (z. B. von /2017/10/02/beitrag-xyz/ zu /beitrag-xyz/), die entsprechenden Weiterleitungen in die .htaccess-Datei einzutragen. Helfen kann dabei dieses kleine nützliche Tool von Yoast.

3. Keine Weiterleitung zur neuen Domain

Der letzte und schlimmste Weiterleitungsfehler, ist die fehlende Weiterleitung bei einem Domainwechsel (oft einhergehend mit einem Blognamenwechsel).

Leider Gottes kommt dieser genauso häufig oder vielleicht noch häufiger vor als Weiterleitungsfehler 1. und 2. (denn man ändert selten seine Permalink-Struktur und bei den meisten Hostern ist die Weiterleitung von www zu nicht-www oder umgekehrt schon gegeben).

Schlimm ist dieser aus drei Gründen:

  1. Über direkte Eingaben im Browser kommen keine Besucher mehr
  2. Über Verlinkungen kommen keine Besucher mehr
  3. Deine gesamten Google-Rankings gehen den Bach runter (manchmal auch durch Duplicate Content, weil der alte Blog neben dem neuen bestehen bleibt)

In manchen Fällen ist der neue Blog selbst nur durch aufwändige Google-Suche auffindbar, was für Leser des Blogs ein Schlag ins Gesicht ist.

Falls du eine eigene Domain hast, lässt sich der Fehler durch Hinzufügen einer Zeile in die .htaccess-Datei im Root-Verzeichnis deiner Domain (bitte die URL im Beispiel durch deine eigene ersetzen!):

redirect 301 / https://www.deineneuedomain.de

Für die Weiterleitung eines Blogspot-Blogs auf einen WordPress-Blog empfehle ich das Plugin Blogger 301 Redirect (das zwar keine echten 301-Weiterleitungen erstellt, aber trotzdem gut funktioniert).

Für die Weiterleitung eines WordPress.com-Blogs muss man die kostenpflichtige Erweiterung Site Redirect für 13 USD im Jahr kaufen. #bessergleichselbsthosten

4. Zugriff für Suchmaschinen gesperrt

Wer WordPress neu installiert oder den eigenen Blog neu aufsetzt und dafür eine Test-Installation unter einer anderen Blog-URL erstellt, setzt oft einen Haken bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu akzeptieren.“ (im WordPress-Adminbereich zu finden unter Einstellungen > Lesen > Sichtbarkeit für Suchmaschinen).

Das ist schön und gut. Blöd ist nur, wenn man vergisst, den Haken wieder rauszunehmen und der eigene Blog für Tage oder Wochen nicht in den Google-Suchergebnissen auftaucht. Das ist mir auch schon einmal passiert und es hat mich an die 3.000 Besucher gekostet, weil mein Blog für eine Woche nicht bei Google gelistet war.

Hinweis: Das ist zwar ein blöder Fehler, aber längerfristig solltest du deine alten Rankings bei Google wiedererlangen. Du wirst nicht von Google abgestraft oder im Ranking herabgestuft, nur weil dein Blog für eine kurze Zeit auf noindex steht, was auch Sinn ergibt, denn die Indexierbarkeit eines Blogs hat an sich nichts mit der Qualität oder Relevanz seiner Inhalte zu tun.

5. Zerschossenes Design (z. B. durch Minify- oder Caching-Plugins)

Was ich auch häufiger sehe, sind Blogs, deren Design durch Minify- oder Caching-Plugins zerschossen ist. Auch mir ist das schon des Öfteren passiert.

Die Ausmaße davon reichen von Sidebars, die nicht neben dem Artikel, sondern darunter angezeigt werden, über kaputte Menüs bis zu Blogs, die gar keinen Inhalt, sondern nur eine weiße Seite anzeigen. Warum das nicht so toll ist, brauche ich wohl niemandem erklären.

Hier ein Beispiel eines zerschossenen Blogs, dessen Besitzer zu faul dazu war, nach Änderungen am Design den Cache zu leeren:

Dass das Design zerschossen ist, fällt dabei oft über Tage nicht auf, denn bei vielen Caching- oder Minify-Plugins werden die Änderungen nicht angezeigt, wenn man in WordPress eingeloggt ist.

Beheben kann man entstehende Probleme durch Anpassung der Einstellungen in den Plugins, z. B. durch Ausschluss bestimmter Javascript- oder CSS-Dateien vom Caching bzw. Minifying oder durch Deaktivierung inkompatibler Plugins.

6. Lange Ladezeiten

Lange Ladezeiten sind eines der Hauptprobleme, die ich bei so gut wie jedem Blog sehe.

Wenn man die meisten Blogs durch PageSpeed Insights jagt, bekommt man ein solches Ergebnis:

Und das hat mitunter fatale Auswirkungen. Erstens kann es dazu führen, dass Besucher deinen Blog frustriert wieder verlassen (und vielleicht auch niemals wieder kommen). Zweitens hat ein schneckenlahmer Blog Nachteile für deine Sichtbarkeit bei Google. Ladezeit ist vor allem in der mobilen Suche ein sehr wichtiger Ranking-Faktor.

Ich selbst bin meist geduldig, aber wenn eine Webseite 10 Sekunden oder länger lädt, klappen sich bei mir die Fußnägel hoch. Viele Besucher verlassen deine Website schon nach 5 Sekunden wieder.

Dabei kannst du deine Ladezeit mit nur einigen wenigen Maßnahmen drastisch verbessern:

  • Installier ein Caching-Plugin, wie z. B. Cache Enabler oder WP Super Cache. Dabei reicht es bei beiden, wenn du die Caching-Funktion aktivierst. Die sonstigen Einstellungen brauchst du gar nicht anzufassen.
  • Aktiviere gzip-Kompression
  • Aktiviere Browser-Caching
  • Komprimiere deine Bilder (z. B. mit ImageOptim oder dem EWWW Image Optimizer)
  • Deaktiviere unnötige Plugins
  • Benutz PHP 7 anstatt PHP 5.x

Für alle Maßnahmen zusammen brauchst du vielleicht 15 Minuten (das Komprimieren der Bilder dauert natürlich länger, aber mit einem Plugin lässt sich der ganze Prozess automatisieren). Dafür lädt deine Website 50-70% schneller als vorher.

Mehr dazu findest du in meinem Artikel „WordPress schneller machen„.

7. Kein HTTPS

HTTPS ist ein wichtiger Ranking-Faktor für Google und ein starkes Vertrauenssignal an deine Leser: „Die Daten, die du an mich sendest, werden verschlüsselt übertragen.“

Wer kein HTTPS verwendet, muss erstens damit rechnen, nicht so gut bei Google zu ranken, und zweitens, dass einige Besucher abspringen. Nicht nur wird das Bewusstsein für Datenschutz und -sicherheit bei Nutzern größer, auch warnen mittlerweile Browser wie Google Chrome oder Firefox vor Websites ohne Verschlüsselung. Besonders offensiv bei Integration von Formularen, mit denen persönliche Daten übertragen werden, mit Hinweisen wie „Nicht sicher“:

Obwohl es höchste Zeit ist, haben mit Sicherheit 80% aller Blogger und Bloggerinnen noch nicht auf HTTPS umgestellt. Falls du zu den 80% gehörst, lies dir meine Anleitung „WordPress auf HTTPS umstellen“ durch.

Die Umstellung dauert in der Regel nicht lange und das Zertifikat ist bei vielen Hostern mittlerweile kostenlos.

8. Blog ist nicht selbst gehostet

Natürlich geht es deutlich einfacher seinen Blog bei WordPress.com oder Blogger zu erstellen. Du kannst sofort damit loslegen zu schreiben und brauchst dich nicht vorher über Hosting, WordPress, FTP-Server etc. zu informieren.

Dafür erlebst du später dein blaues Wunder, wenn du ein bisschen mehr mit deinem Blog anstellen willst als nur Blogartikel zu veröffentlichen:

  • Du kannst dein Design nicht so anpassen, wie du es gerne hättest
  • Du kannst keine eigenen Themes verwenden
  • Du kannst keine Plugins installieren und deinen Blog nur bedingt um Funktionen erweitern
  • Du kannst an den Server-Einstellungen nichts ändern
  • Du hast kannst nicht per FTP auf deine Dateien zugreifen
  • Du bist an eine Plattform gebunden und kannst nicht eben mal den Hoster wechseln

Neben den technischen Einschränkungen kommt dazu, dass manche Blog-Dienste wie z. B. WordPress.com zwar in der Basis-Version kostenlos sind, wenn man aber eine eigene Domain, Extra-Funktionen oder mehr Speicherplatz möchte, zahlt man ordentlich drauf.

Erweiterte SEO-Funktionen und die Entfernung des WordPress.com-Brandings erfordern z. B. die Business-Version, die sage und schreibe 25 € Monat kostet. Gutes Hosting inkl. Domain bekommt man brandingfrei und mit SEO-Funktionen schon ab 5 € im Monat.

Bitte wag den Schritt, selbst zu hosten. Es zahlt sich irgendwann aus. Großes Indianer-Ehrenwort.

9. Nicht auf allen Endgeräten oder Browsern gut lesbar

Es kommt immer seltener vor, dennoch sehe ich sie noch ab und zu: Blogs, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind, und nur eine Desktop-Version anbieten.

Wenn das auf dich zutrifft, lass bitte alles stehen und liegen und kümmern dich darum, entweder eine mobile Version bereitzustellen, z. B. mit WPtouch, oder dafür zu sorgen, dass dein Blog „responsive“ wird (am einfachsten durch ein neues Theme).

Auch, wenn dein Blog schon responsive ist oder eine mobile Version hat, solltest du vorsichtshalber noch einmal auf verschiedenen Smartphones und Tablets testen, ob alles richtig angezeigt wird. Das kannst du in Google Chrome recht einfach über die Entwickler-Konsole machen.

Das gleiche gilt übrigens nicht für verschiedene Auflösungen und Endgeräte. Dein Blog sollte auch für verschiedene Browser optimiert sein. Ich habe auf meinem Macbook neben Safari immer noch Google Chrome, Opera und Firefox installiert, um zu überprüfen, ob mein Blog auch in anderen Browsern gut aussieht.

10. Keine Backups

Ich mache von restlosen allen Daten, die ich tagtäglich benutze, Backups. Dazu zählen nicht nur WordPress-Dateien und -Datenbanken, sondern auch alle Dateien auf dem Rechner und meine E-Mails.

Warum? Weil ich schon mehrmals Datenbanken zerschossen habe, aus Versehen Dateien gelöscht habe oder mein Rechner abgeraucht ist. Und mitunter habe ich Tage oder sogar einmal eine ganze Woche gebraucht, um alles wiederherzustellen.

Und das kann dir jederzeit auch passieren. WordPress-Websites z. B. werden häufiger gehackt als man denkt. In WordPress 4.7.0 und 4.7.1 zum Beispiel klaffte eine Lücke, durch die es für Angreifer möglich war, Content in Posts einzuschmuggeln:

Durch diese Lücke wurden Anfang des Jahres hunderttausende WordPress-Blogs gehackt.

Ein guter Hoster macht natürlich auch Backups für seine Kunden. Er ist laut einem Urteil des LG Duisburg von 2014 auch dazu verpflichtet. Aber an deiner Stelle würde ich mich nicht darauf verlassen, denn oft machen Hoster nur einmal die Woche ein Backup, was bedeuten kann, dass dir bei einem Ausfall eine ganze Woche Arbeit verloren geht.

11. Schlechter Hoster

Man bekommt ein Hosting-Paket inkl. Domain schon ab 1,00 € im Monat. Wer bei der Auswahl des passenden Hosters aber nur nach dem Preis geht, zahlt am Ende drauf. Und das nicht nur durch schlechte Ladezeiten und Verfügbarkeit, sondern auch durch lahmen Kundensupport.

Wenn deine Website down ist und dein Hoster mehr als eine Stunde braucht, um das Problem in den Griff zu bekommen oder zumindest auf deine Anfrage zu reagieren, dann solltest du gleich den Hoster wechseln. Glaub mir, es erspart dir viel Stress, wenn du weißt, dass du dich im Ernstfall auf deinen Hoster verlassen kannst.

Generell rate ich von Massenhostern, wie z. B. Strato, 1 & 1, DomainFactory oder One.com ab. Zu den Hostern, die ich bedingungslos empfehlen kann und bei denen ich selbst (mitunter seit Jahren) Kunde bin, zählen:

12. Kein Tracking installiert

Ein Tracking-Tool, wie z. B. Google Analytics oder Piwik, ist sehr wichtig für deinen Erfolg als Blogger. Du erfährst dadurch unter anderem:

  • welche Endgeräte deine Besucher benutzen
  • aus welchen Ländern oder Landesteilen deine Besucher kommen
  • welche Browser und Display-Auflösungen sie verwenden
  • welche Seiten sie auf deinem Blog anschauen und wie lange sie diese Seiten anschauen
  • von welchen Kanälen sie kommen (Social Media, Suchmachinen, direkte Eingabe im Browser oder über einen Link)

Diese Informationen sind eine große Hilfe dabei, deinen Blog und deine Blogartikel so zu optimieren, dass sie bei deinen Lesern gut ankommen und herauszufinden, wie du neue Leser gewinnen kannst.

Die Besucher-Statistik der letzten 7 Tage unseres Eltern-Blogs Faminino zeigt zum Beispiel, das über 80% aller Besucher den Blog über das Smartphone lesen. Das heißt, dass wir ein besonderes Augenmerk darauf legen müssen, dass unsere Blogartikel für Smartphone-Nutzer lesbar sind.

Kurzum: Wenn du kein Tracking installiert hast, kannst du das Potenzial deines Blogs nicht vollends ausschöpfen.

13. Kein SEO für Bilder

Einen Fehler, auf den ich auch noch kurz eingehen möchte, sind unoptimierte Bilder.

Ich habe den Punkt bereits im Abschnitt „Lange Ladezeiten“ angeschnitten, allerdings reicht die Optimierung von Bildern noch weiter.

Nicht nur sollten Bilder so weit es geht komprimiert werden (natürlich ohne dass die Qualität davon beeinflusst wird) und in der richtigen Skalierung bereitgestellt werden, sondern auch suchmaschinenoptimiert werden.

Dazu zählt erstens einen beschreibenden Dateinamen (möglichst mit Keyword) für das Bild zu wählen, also nicht 979298jk.jpg sondern der-beste-wanderrucksack.jpg. Zweitens solltest du alt-Tag und den title-Tag deiner Bilder füllen und darin das Bild so gut wie möglich beschreiben.

Das sorgt erstens für bessere Platzierungen deiner Bilder in der Google-Bildersuche und zweitens für bessere Rankings deiner Blogartikel. Darüber hinaus sorgt es dafür, dass auch blinde Personen vom Inhalt deiner Bilder profitieren können, da diese oft Screen-Reader benutzen, die den Dateinamen oder alt-Tags vorlesen.

Aber ich will mich lieber auf's Schreiben konzentrieren!

Glaub mir, das will ich auch. Und es gibt auch so einige Dinge, die ich am Bloggen oder meiner Selbstständigkeit nicht mag. Steuern und Buchhaltung zum Beispiel. Wenn das Ende des Quartals oder des Jahres naht, fange ich meist an zu stöhnen: „Och nö, jetzt muss ich wieder meine Steuern machen“.

Aber ich habe gelernt, das zu akzeptieren und sogar angefangen, es zu mögen. Denn hat mir selbst sehr viel gebracht, mich mit Steuern und Buchhaltung auseinanderzusetzen. Nicht nur weiß ich, wie viel Budget ich jeden Monat zur Verfügung habe und habe einen Überblick über meine Ein- und Ausgaben. Und ich habe in meiner 6-jährigen Selbstständigkeit schon tausende Euro dadurch gespart, dass ich mich über deutsches Steuerrecht schlau gemacht habe.

Entwickele dich weiter und lern etwas Neues, auch wenn es anfangs schwer fällt!

#SeikeinTechnikmuffel!

14 Gedanken zu “Wie dir als Technikmuffel tausende Leser verloren gehen

  1. Schöner Artikel, der einige wachrütteln dürfte.
    Ich scheine kein Technikmuffel zu sein, zumindest habe ich die hier von dir genannten Punkte alle bedacht 😉
    Klar, Optimierungspotenzial ist auch bei mir noch gewaltig vorhanden, aber besser geht sowieso immer. Die Nichtumsetzung liegt in meinem Fall meist an Unlust. Und da es „nur“ ein Hobbyblog ist, erlaube ich mir die. Solange es halt nicht gravierend schlimm ist und meine Ladezeiten beispielsweise unter 1,5s bleiben.
    LG Lexa

    • Hi Lexa,

      ja, das Wachrütteln ist Sinn und Zweck des Artikels! 😉

      Natürlich hat alles seine Grenzen, meine Blogs sind auch nicht 100% technisch perfekt. Ab einem bestimmen Punkt ergibt technische Optimierung (genauso wie Suchmaschinenoptimierung) auch keinen Sinn mehr. Mein Artikel soll auf keinen Fall eine Einladung zum Perfektionismus sein.

      Liebe Grüße

      Finn

      PS: Deine Ladezeit sieht in der Tat gut aus. Ich würde dir noch empfehlen Browser-Caching zu aktivieren. Bringt viel und die Einbindung via .htaccess ist ruckzuck gemacht.

  2. Hey Finn,

    wieder ein sehr gelungener Artikel mit zahlreichen Tipps.

    Der Artikel gibt einen guten Einblick, was man als Blogger bzw. Websitenbetreiber im Bereich Technik alles im Auge behalten sollte.

    Dazu gehört auch der „HTTPS Trend“.

    Einer meiner Blogs habe ich bereits erfolgreich auf HTTPS umgestellt – die anderen Folgen noch (zeitnah). Ich denke auch, dass HTTPS enorm wichtig ist. Das sollte nicht nur aus SEO-Sicht erfolgen.

    Auch sehr verbreitet – zu viel eingesetzte WordPress-Plugins: Hier sollte tatsächlich eine Sensibilierung stattfinden. Bei Interesse kannst du gern auf meinen speziell dafür verfassten Artikel verlinken: http://godlikenews.de/2016/12/12/weniger-wordpress-plugins-installieren/

    Viele Grüße,

    José

    • Hi José,

      vielen Dank für das Lob! 😉

      Ja, HTTPS finde auch abseits von SEO wichtig. Wenn ich selbst an eine Website persönliche Daten übermittele, möchte ich nicht, dass damit Schindluder getrieben wird.

      Zu viele WordPress-Plugins sind eine der Hauptursachen für schlechte Ladezeiten. Zudem sind Plugins oft ein Einfallstor für Hacker. Deswegen stimme ich dir vollkommen zu: Je weniger, desto besser.

      Liebe Grüße

      Finn

    • Hi Regina,

      ich sehe immer wieder, dass viele Blogger keine Lust darauf haben, sich mit der Technik Ihres Blogs auseinanderzusetzen und darunter Usability und Google-Rankings leiden.

      Das finde ich sehr schade, vor allem weil viele Blogger echt tolle Inhalte haben, die dadurch weniger gelesen werden. Deswegen war es mal Zeit für einen Weckruf! 😉

      Liebe Grüße und bis bald!

      Finn

  3. Hi Finn,
    leider wurden meine Smileys im ersten Kommentar verschluckt. Daher kommt die Ironie des 1. Satzes nicht so rüber 😉

    Weißt du, was sehr hilfreich wäre? Eine Liste mit guten Plugins, die du empfehlen kannst. Du hast ja schon ein paar vorgeschlagen. Gibt es noch mehr, die du sagst, die sind super hilfreich beim Betrieb für WordPress? Falls ja, wäre das eine tolle Idee für einen Artikel.
    Oder was ich mich auch frage, was ist das beste Verhältnis zwischen komprimierten Bildern, die noch toll aussehen für den Betrachter und trotzdem eine sinnvolle Größe haben. Welche Größe ist vertretbar pro Bild bzw. vielleicht sogar in Summe für einen Artikel? Gibt es hier Best practices?
    Das wären sicherlich interessante Fakten.

    LG Regina

    • Hi Regina,

      ich habe vor einigen Monaten einen Artikel über die meiner Ansicht nach besten und wichtigsten WordPress Plugins geschrieben. Schau mal rein: https://www.blogmojo.de/die-besten-wordpress-plugins/

      Was die Bilder betrifft, verwechselst du, glaube ich, Komprimierung mit der Bildgröße. Es gibt bei Bildern generell drei Eigenschaften, die für deren Dateigröße wichtig sind:

      – Die Größe (meist angegeben in Pixel)
      – Die Qualitätsstufe (einstellbar beim Speichern in GIMP, Photoshop etc.)
      – Komprimierung/Bildkompression (ohne Qualitätsverlust oder mit Qualitätsverlust), ist vergleichbar mit dem „Zippen“ von Dateien, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Bildkompression

      Größe: Ich lade Bilder nicht in der Originalgröße, aber auch nicht zu klein hoch (für Beitragsbilder meist 2000 Pixel in der Breite und 1000 Pixel in der Höhe), denn bei vielen sozialen Netzwerken, werden die Bilder sonst nicht richtig angezeigt. Aber man kann durchaus auch Bilder in der Originalgröße hochladen (wenn man genug Speicherplatz auf dem Server hat), denn WordPress erstellt eh aus hochgeladenen Bildern automatisch passende Größen.

      Qualitätsstufe: In GIMP speichere ich JPG-Bilder in der Qualitatsstufe 85, in Photoshop in Qualitätsstufe 10. Sind dadurch deutlich kleiner als bei maximaler Qualitätsstufe, aber man merkt den Unterschied kaum.

      Bildkompression: Vor dem Upload komprimiere ich Bilder mit ImageOptim, beim Upload werden die Bilder noch einmal vom WordPress Plugin EWWW Image Optimizer optimiert. Ich komprimiere Bilder ausschließlich ohne Qualitätsverlust (lossless compression).

      Ich hoffe, das hilft dir weiter!

      Liebe Grüße

      Finn

  4. Dein Artikel hier ist es so geil, dass ich ihn mir jetzt in meinen Favoriten abgespeichert habe. Einige Punkte habe ich wirklich auch noch nicht gemacht. Jetzt weiß ich für was ich das schöne Wetter am Wochenende verwende. Um auch noch die restlichen Fehler auszumerzen. Super Artikel danke.

  5. Vielen Dank für den tollen Artikel mit den vielen hilfreichen Tipps! Auch ich muss mich an dieser Stelle als Technik Muffel outen, habe aber Gott sei Dank das Glück einen Freund zu haben, der sich damit auseinander gesetzt hat. Kann nur unterschreiben, dass wirklich ALLE deine Punkte wichtig sind und meinem Blog bei Google und Co. extrem weiter gebracht haben. Die Arbeit lohnt sich wirklich :-). LG Christina

    • Hi Christina,

      super, freut mich, dass dir mein Artikel gefällt! 😉

      PS: Dein Blog-Design gefällt mir sehr gut! Ich sehe allerdings, dass bei dir nicht alles über HTTPS geladen wird, deswegen wird im Browser kein grünes Schloss angezeigt. Liegt wahrscheinlich an den Badges im Footer von Lionshome, Bloggeramt und Co.

      LG

      Finn

Schreibe einen Kommentar