5 extrem effiziente SEO-Maßnahmen, die selbst Technik-Laien umsetzen können

Es ist frustrierend.

Dir wird immer gesagt, dass du Suchmaschinenoptimierung für deinen Blog oder deine Website machen solltest.

Das Problem: Suchmaschinenoptimierung wird immer als Wissenschaft dargestellt. Als höchsttechnisch. Als kompliziert.

Doch das ist sie nur zum Teil:

Mit den folgenden Maßnahmen kannst du tausende Besucher pro Monat über Google bekommen, selbst wenn du ein absoluter Technik-Laie bist.

Und ohne auch nur in die Nähe eines Keywords zu kommen.

1. Schreib epische Meisterwerke

Schreib Artikel mit mindestens 1.000 Wörtern. Besser noch mehr.

Google liebt lange und ausführliche Artikel.

Mit langen Artikeln erziele ich sehr oft bessere Ranking als mit kurzen. Auch Studien von ahrefs, Backlinko und HubSpot zeigen eine starke Korrelation zwischen der Wortanzahl und dem Google-Ranking:

Ahrefs Studie zur Content-Länge

Vier Gründe warum das so ist:

  1. Lange Artikel decken von Natur aus mehr Suchbegriffe ab (auch, wenn du nicht explizit darauf achtest, welche einzubauen). Je länger der Artikel, desto mehr Futter für Google.
  2. Sie decken mehr Suchintentionen ab und es ist wahrscheinlicher, dass diese die Fragen oder Probleme von Suchmaschinen-Nutzern lösen.
  3. Sie ziehen eher Backlinks an als kurze Artikel.
  4. Sie werden öfter geteilt

Aber Achtung!

Deine Blogartikel sollten am Ende nicht so aussehen wie ein billiger Wikipedia-Abklatsch.

Es bringt nichts, wenn Quantität auf Kosten von Qualität geht.

Dann werden Suchmaschinen-Nutzer nämlich deinen Blogartikel so schnell verlassen, wie sie gekommen sind – und deine Rankings infolge negativer Nutzersignale fallen.

Also:

Schreib nicht einfach Artikel, die lang sind und viele Fragen zu einem Thema beantworten. Spar dir unnötige Begriffsdefinitionen und ellenlange FAQs, die kein Mensch interessiert!

Beantworte die Fragen, die wirklich wichtig sind. Achte auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe. Schüre Emotionen. Erzähl eine Geschichte. Halte deine besten Tipps nicht zurück.

Mach aus jedem Blogartikel ein episches Meisterwerk!

Mal ein Beispiel aus der Praxis:

Als ich meinen Artikel 200+ WordPress-Plugins im DSGVO-Check geschrieben hab, habe ich Null an SEO gedacht.

Mein Hauptgedanke war es, möglichst vielen Menschen zu helfen.

Mit dem Resultat, dass der Artikel mehr als 40.000 Klicks über Google bekommen hat (und er über 300 mal verlinkt und weit über 1.000 mal geteilt wurde):

Pro-Tipp: Nimm dir für jeden Artikel ausreichend Zeit, um ihn so gut wie möglich zu machen. Versuch nicht einen Artikel pro Tag oder mehrere Artikel pro Woche rauszuhauen. Es kann sein, dass du nur ein oder zwei epische Blogartikel pro Monat schaffst. Aber das ist okay.

2. Strukturiere deine Blogartikel

Sei ehrlich. Wie viele Blogartikel liest du bis ganz zum Ende?

Wahrscheinlich die allerwenigsten.

Der wichtigste Grund dafür ist (wie du dir schon denken kannst) ein langweiliger Schreibstil. Der zweitwichtigste die Formatierung und Struktur deiner Blogartikel.

Ellenlange, verschachtelte Sätze trüben die Freude am Lesen. Und zwar enorm.

Genauso wie Absätze, die einfach nicht zum Ende kommen (und aus einem Schul-Essay oder einer Doktorarbeit stammen könnten).

Auf diese 10 Punkte solltest du bei deinen Artikeln achten:

  1. Statte deine Blogartikel mit Zwischenüberschriften (h2, h3 etc.) aus
  2. Benutz nummerierte Listen, Aufzählungen und Tabellen.
  3. Schreib kürzere Absätze und kürzere Sätze.
  4. Ergänze deine Blogartikel durch Bilder, Videos, Audio-Dateien oder andere Medien.
  5. Füg ihnen ein Inhaltsverzeichnis hinzu
  6. Benutze Kursiv-Schrift und Fett-Schrift sparsam (setze stattdessen Absätze bestimmte Punkte hervorzuheben)
  7. Gib deinen Lesern die Struktur, die du in der Überschrift versprichst (wenn du eine Anleitung mit „7 Schritten“ versprichst, dann gibt ihnen auch eine Anleitung mit 7 nummerierten Schritten).
  8. Nicht zu kleine oder zu große Schrift
  9. Schrift hebt sich gut vom Hintergrund ab
  10. Ausreichend großer Zeilenabstand

Das Tolle daran ist:

Dadurch machst du nicht nur deine Leser glücklich, sondern auch Google.

Wenn du gut strukturierte und lesbare Artikel schreibst, hast du schon einmal 80% deiner Suchmaschinen-Konkurrenz etwas voraus.

Google belohnt eine gute Struktur übrigens auch mit einer besseren Anzeige in den Suchergebnissen, z. B. mit Site-Links unter der Meta-Beschreibung:

Site-Links in den SERPS

3. Konzentrier dich auf diese 6 Artikeltypen

Akzeptier es endlich.

Leute interessieren sich nicht für dich. Leute interessieren sich nur für ihre eigenen Ziele und Probleme.

Niemand gibt bei Google ein „Was hat Blogger XYZ am 14.05.2018 gemacht“ (es sei denn du bist Kylie Jenner).

Jemand der einen Suchbegriff bei Google eingibt, möchte etwas wissen, in Erfahrung bringen, lernen, tun oder hat ein Problem, zu dem er eine Lösung sucht.

Also lös seine Probleme und hilf ihm dabei, seine Ziele zu erreichen!

Und schreib die 6 Typen von Blogartikeln, die genau das tun, wie z. B.:

  1. Ratgeberartikel und Guides (der ultimate Guide zur Low-Fat Ernährung, die 10 besten Tipps für Berlin, 11 Tricks um Lebensmittel länger haltbar zu machen etc.)
  2. Tutorials und How-Tos (Knete selber machen, Wie du WordPress in 5 Minuten installierst etc.)
  3. Test- und Erfahrungsberichte
  4. Produktvergleiche (iPhone 8 Plus vs. Samsung Galaxy S8, die 3 besten Kinderrucksäcke)
  5. Rezepte
  6. Wissens- und Lexikon-Artikel

Allein dadurch, dass du mehr von den aufgezählten Artikeltypen schreibst, wirst du mehr Besucher über Google bekommen.

Selbst wenn du dir nicht die Mühe machst und dafür Keywords raussuchst.

4. Outreach is King!

Dein Blog kann noch so toll aussehen. Und deine Blogartikel noch so genial und episch sein.

Für gute Rankings brauchst du Backlinks. Wenn du die nicht hast, werden deine Blogartikel für immer auf der zweiten oder dritten Seite bei Google versauern.

Da gibt es aber ein Problem:

Wie bekommst du Backlinks, wenn niemand dich und deinen Blog kennt?

Die Antwort: Von anderen Bloggern aus deiner Nische.

Es gibt keine besseren und relevanteren Backlinks als von anderen Bloggern, die über ähnliche Themen schreiben wie du!

4.1 Kontakt aufnehmen

Es gibt guten Outreach und schlechten Outreach.

Schlechter Outreach besteht darin, tausende E-Mails an andere Blogger rauszuschicken und sie zu fragen, ob sie doch bitte deinen ach so tollen Artikel zum Thema XYZ verlinken würden.

Bitte mach das nicht.

Um Links (oder andere Formen der Aufmerksamkeit) zu betteln ist immer eine schlechte Strategie.

Wenn du jemanden auf dich aufmerksam machen willst, dann musst du zuerst:

Geben, geben und nochmals geben!

Diese Strategien haben sich für einen erfolgreichen Outreach bewährt:

  • Verlinke Blogartikel anderer Blogger (Stichwort: Content Curation)
  • Teil die Blogartikel anderer Blogger auf Facebook oder Twitter (vergiss nicht, sie dabei zu taggen!)
  • Erstell eine Blogroll
  • Veranstalte Blogparaden (oder nimm daran teil)
  • Kommentiere auf anderen Blogs (ergänze mit deinem Kommentar einen Blogartikel um eigene Erfahrungen und weitere sinnvolle Tipps, bitte ohne Link zu deinem eigenen Artikel!)
  • Biete deine Hilfe an
  • Biete Gastartikelplätze an (oder werde Gastautor auf einem anderen Blog)
  • Frag andere Blogger, ob du sie interviewen darfst
  • Schreib Zusammenstellungen der besten Blogs in deiner Nische

4.2 Keine One-Night-Stands!

Noch ein wichtiger Tipp, bevor du dich kopflos ins Getümmel stürzt:

Mach dir im Vorfeld eine Liste mit 10-20 Bloggern, mit denen du gerne zusammenarbeiten möchtest.

Achte darauf, dass diese gut zu deiner Zielgruppe passen und leg den Fokus darauf, langfristige Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Schreib nicht einen Gastartikel oder einen Kommentar und lass es dann gut sein.

Bau dir ein kleines Netzwerk mit Bloggern auf, die sich gegenseitig unterstützen.

So gewinnst du nicht nur regelmäßig neue Links, sondern auch neues Wissen, neue Perspektiven, neue Motivation und vielleicht sogar neue Freunde.

5. Installier ein Caching-Plugin

Du musst nicht wissen oder verstehen, was Caching ist. Du musst nur eins verstehen: Es ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Denn ohne Caching ist dein WordPress-Blog gähnend langsam.

Und Google hasst langsame Websites (genauso wie deine Leser).

Caching auf deinem Blog einzurichten ist denkbar einfach:

Installiere das Plugin Cache Enabler, aktiviere es und fertig. Du musst nichts weiter einstellen.

Cache Enabler – WordPress Cache
Cache Enabler – WordPress Cache
Entwickler: KeyCDN
Preis: Kostenlos

Nur dadurch sollte dein Blog zwei, dreimal oder sogar zehnmal so schnell werden. Das Resultat kannst du mit Pingdom testen (wähl den Server „Stockholm“ aus).

Hier eine meiner Kunden-Websites ohne Cache Enabler:

Website ohne Cache Enabler

Und hier mit:

Website mit Cache Enabler

Krasser Unterschied, oder?

Wenn deine Website trotz Caching-Plugin noch länger als 2 Sekunden lädt, ergibt es übrigens Sinn, noch tiefer in die Materie einzusteigen.

Wie du deine Ladezeit verbessern kannst, erfährst du z. B. in meinem umfangreichen Guide Wie du WordPress in 13 einfachen Schritten schneller machen kannst.

Pro-Tipp: Auch wenn du schon ein Caching-Plugin hast, lohnt es sich zu testen, ob Cache Enabler nicht schneller ist als dein bestehendes. Cache Enabler ist das schnellste kostenlose Caching-Plugin, das ich kenne.

Keine Ausreden mehr!

Du denkst dir jetzt vielleicht:

„Oh prima, denn muss ich mich ja nicht weiter mit irgendwelchem technischen Krams auseinandersetzen.“

oder:

„Dann mache ich setzte ich diese 5 Maßnahmen um. Und das reicht dann.“

Und ja, bei konsequenter Umsetzung kannst du 5.000, 10.000 oder mehr Besucher pro Monat damit bekommen.

Aber:

Die aufgezählten Maßnahmen sind noch einmal zwei-, drei- oder viermal so effizient, wenn du sie mit „technischen“ Maßnahmen verbindest, wie z. B.:

Also bitte nimm diesen Artikel nicht zum Anlass, dich zurückzulehnen.

Nimm ihn zum Anlass den ersten Schritt zu gehen und endlich mit SEO anzufangen!

Du willst einen Expertenblog aufbauen, der dir treue Leser und Kunden bringt?

Dann werde Teil unserer kostenlosen E-Mail-Community, um exklusive Tipps und Angebote rund um’s Bloggen und Online-Business zu erhalten. Und keinen Blogartikel mehr zu verpassen.

Abmeldung jederzeit möglich! Die Einwilligung umfasst unsere Hinweise zu Widerruf, Versanddienstleister und Statistik gemäß unserer Datenschutzerklärung. Wir schicken dir ca. 2 bis 5 E-Mails im Monat.

18 Gedanken zu “5 extrem effiziente SEO-Maßnahmen, die selbst Technik-Laien umsetzen können”

  1. Vielen Dank für die Tipps. Besonders mit Caching kann man noch viel rausholen. Nur Vorsicht vor dem gern gewählten WP Plugin W3 Total Cache, hier funktioniert nach Inbetriebnahme das mobile Menü oft nicht mehr, und auch die Suchlupe nicht mehr. Habe ich heute herausgefunden.

  2. Hallo Finn,
    danke für deinen Beitrag. Auch ich habe das Cache Enabler Plugin ausprobiert und war begeistert von der schnellen Ladezeit. Leider habe ich den Eindruck, dass seitdem WP Statistics nicht mehr funktioniert. Plötzlich zählte es keine Besucher mehr. Mittlerweile habe ich Cache Enabler wieder deaktiviert. Nun zeigt WP Statistics wieder mehr Besucher, aber so richtig funktioniert es noch immer nicht. Hast du da einen Rat für mich?
    Viele Grüße
    Feli

    • Hi Feli,

      WP Statistics funktioniert generell nicht mit Caching-Plugins. Deshalb würde ich von der Verwendung abraten.

      Wenn du es einfach willst, dann nimm Statify. Das funktioniert auch trotz Caching: https://de.wordpress.org/plugins/statify/

      Ansonsten nimm Google Analytics. Gibt zwar einiges datenschutzrechtlich zu beachten, dafür hast du sehr detaillierte Statistiken.

      LG

      Finn

  3. Wie immer ein klasse Beitrag. Vor allem Cache Enabler war mir persönlich neu. Bisher war WP Fastest Cache das Mittel der Wahl. Ein unterschied von sage und schreibe 1,8 sec . Das hat mich dann doch überrascht zumal hier tatsächlich das aktivieren gereicht hat wo bei WP noch endlos viel Zeit in die Einstellung geflossen ist. Für mich ein Diamond-Nugget. Es sind halt wie so oft die Kleinigkeiten. 😉

    • In der Tat. Kleinigkeiten machen oft viel aus. Und der Cache Enabler ist eine davon. 😉

      Letztes erst auf einer Kunden-Website:

      Ladezeit mit W3 Total Cache: 3,1 Sekunden
      Ladezeit nach Ersetzen durch Cache Enabler: 900 ms (!)

      LG

      Finn

  4. Danke für den tollen Artikel. Das mit dem Caching werde ich definitiv ausprobieren.
    Macht das Plugin was anderes als die Caching-Angaben die man manuell in die htaccess eintragen kann? (Habs noch nicht ausprobiert…)

    • Hi Julian,

      ja, Cache Enabler ist für sogenanntes Page-Caching zuständig (das heißt aus dynamischen Dateien werden statische Dateien).

      Was du wahrscheinlich meinst ist Browser-Caching (ist auch wichtig, aber nicht ganz so wichtig wie Page-Caching). Der Code dafür kommt in die .htaccess.

      Mehr Infos dazu findest du in meinem Artikel „WordPress schneller machen“: https://www.blogmojo.de/wordpress-schneller-machen/

      LG

      Finn

    • Danke für das Lob! Ich arbeite gerade stark an meinem Schreibstil und Artikelaufbau und anscheinend trägt das erste Früchte 😀

Schreibe einen Kommentar

Du willst einen Expertenblog aufbauen, der dir treue Leser und Kunden bringt?

Dann werde Teil unserer kostenlosen E-Mail-Community mit exklusiven Tipps und Angeboten rund um’s Bloggen!

Als Willkommensgeschenk bekommst du das E-Book Die 12 Gesetze unglaublich erfolgreicher Blogartikel!

Abmeldung jederzeit möglich! Die Einwilligung umfasst unsere Hinweise zum Widerruf, Versanddienstleister und Statistik entsprechend unserer Datenschutzerklärung. Wir schicken dir ca. 2 bis 5 E-Mails im Monat.

Nee, geh weg! Ich hab schon genug Leser und Kunden.