Off-Page-SEO oder warum du trotz Keyword-Optimierung schlecht rankst

In letzter Zeit lese ich immer mal wieder Artikel zum Thema SEO. Ich finde solche Artikel super spannend und finde es auch sehr interessant, wie andere Blogger daran gehen und was sie für wichtig halten. Manchmal lese ich Artikel, die wirklich hilfreich sind, manchmal frage ich mich allerdings auch, ob die Leute wirklich ernst meinen, was sie da schreiben. Eines hatten aber alle diese Artikel gemein: Es geht immer nur um On-Page-Optimierung. Wie finde ich gute Keywords? Welche Tools kann ich für das Monitoring meiner Seite nutzen? Etc. Und klar, solche Dinge sind super wichtig und trotzdem wird dabei übersehen, dass es noch einen weiteren Punkt gibt, den man im Kopf haben sollte und der oftmals das „Zünglein an der Waage ist“: die Off-Page-Optimierung.

1. Off-Page-Optimierung. Ähh, was?

Im SEO teilt man die Optimierung einer Seite grob in zwei Kategorien: On-Page und Off-Page. On-Page ist all das, was ich auf meiner Seite selber machen kann, also von Keywords über Meta-Beschreibung bis hin zu der Ladezeit. Eine gute Artikel-Serie zum Thema On-Page-Optimierung findet ihr übrigens hier bei Mamaskind.de. Off-Page ist hingegen all das, was nicht direkt auf meiner Seite passiert aber einen Einfluss auf sie hat. Im Grunde ist das vor allem eins: Links.

Links sind super wichtig und darum möchte ich euch hier mal einen Überblick darüber geben, welche verschiedenen Links es gibt, warum Links unterschiedlich viel wert sind, wie man Linkbuilding selber in die Hand nehmen kann und worauf man dabei achten sollte. Denn wenn du keine guten Links hast oder die Links nicht auf die richtigen Seiten zeigen, dann hilft dir auch die beste Keyword-Optimierung nicht und dein Blog wird bei Google kaum auf den ersten Plätzen landen.

2. Welche verschiedenen Links gibt es?

Links werden im Grund danach eingeteilt, von welchen Seiten sie kommen. Auch Google erkennt, von welchen Seiten deine Links kommen und darum ist es recht wichtig, dass das Link-Profil gemischt ist, das heißt, dass du Links aus verschiedenen Quellen bekommst.

  • Links aus Foren
    Foren kennt ihr bestimmt alle. Der ein oder andere hat sicherlich auch schon mal was in einem Forum geschrieben oder dort etwas nachgelesen. Foren-Links zeigen Google, dass eine Seite in der „breiten Bevölkerung“ einen guten Stellenwert hat und empfohlen wird.
  • Links von Frageseiten
    Frageseiten sind Seiten wie gute Frage, frag Mutti o.Ä. Ähnlich wie bei den Foren zeigen auch diese Seiten, dass eine Seite bekannt und empfehlenswert ist.
  • Links von anderen Blogs
    Andere Blogs zu dem gleichen Thema sind super für das eigene Link-Profil. Das zeigt Google, dass man guten Content hat, den andere Blogger ebenfalls wertschätzen.
  • Links aus großen Portalen
    Große Portale sind Websites mit hohen Zugriffszahlen und viel Inhalt. Dazu gehört zum Beispiel Urbia, GoFeminin oder auch die Huffington Post. Eine Empfehlung (Link) aus einem solchen Portal ist super, da es Google zeigt, dass deiner Seite vertraut wird.

3. Warum ist Link nicht gleich Link? Wie erkenne ich seinen Wert?

Dass Links unterschiedlich viel Wert sind, liegt an diversen Faktoren. Ich schreibe jetzt aus SEO-Sicht, das bedeutet, dass hier ein Link viel Wert ist, der von Google gut bewertet wird. Das bedeutet nicht, dass man über diesen Link viele neue Besucher bekommt oder bekannter wird. Das beides schließt sich zwar nicht aus, geht aber keinesfalls Hand in Hand.

  • Ein Link von einer starken Seite ist mehr wert
    Ein Faktor dafür, wie viel ein Link wert ist, ist die Seite, auf der der Link gesetzt wird. Dabei ist die Faustregel, je mehr Links diese Seite hat, desto mehr ist auch ein Link von dieser Seite wert. Je größer die Seite, desto mehr ist ein Link wert. Sogenannte dofollow-Links sind dabei immer viel wertvoller als ein nofollow-Link (nofollow ist ein Marker, der Google sagt, dass dieser Link nicht gewertet werden soll, dieser Link bringt dir also nicht viel).
  •  

  • Ein Link aus einem thematisch passenden Artikel ist mehr wert
    Wenn ich eine Seite zum Thema Schildkröten habe, und einen Link von Urbia aus einem Artikel zum Thema Windeln bekomme, ist dieser Link weniger wert als ein Link von einem großen Portal zum Thema Haustiere, bei dem ich einen Link aus einem Artikel über Schildkröten bekomme. Warum? Links sind Empfehlungen. Anhand dieser Empfehlungen schätzt Google ein, worum es in dem verlinkten Artikel geht. Am besten ist es nun natürlich, wenn diese Empfehlung Google gleich auf das richtige Keyword hinweist. Das heißt nicht, dass der andere Link gar nichts wert ist, aber er ist halt weniger wert.
  •  

  • Links, die ich selber setzen kann sind weniger wert
    Ein Link aus einem Kommentar oder einer Signatur ist weniger wert als ein Link aus einem Artikel. Das liegt einfach daran, dass Google Links als Empfehlung sieht. Eine Empfehlung, die ich mir selber gebe, ist dabei naturgemäß nicht so viel wert wie eine Empfehlung von jemand anderem. Bei Gastartikeln ist es übrigens etwas anders, da ich hier den Link zwar selber setze, es ist aber trotzdem eine „echte“ Empfehlung, da ich ja dazu eingeladen wurde einen Artikel zu schreiben, weil dem anderen gefällt wie ich schreibe, was ich schreibe oder warum ich schreibe.

3.1 Wie bestimme ich den Wert eines Links?

Den Wert eines Links zu bestimmen ist immer ein bisschen eine persönliche Einschätzung. Wenn man die drei oben genannten Faktoren berücksichtigt, kann man viele Links zumindest in eine Rangfolge bringen. Den wirklichen Wert eines Links kann man dabei zwar nicht bestimmen, aber man erkennt zumindest welcher Link einen weiter bringt und auf welchen man auch verzichten kann. Sehr große Portale nehmen übrigens für einen Links aus einem Artikel bis zu 2.000 €, sie schätzen ihren Link also sehr wertvoll ein und es gibt einige Leute, die solche Links kaufen.

4. Link-Building selber in die Hand nehmen. Link…was??

Als Link-Building bezeichnet man es, wenn man selber dafür sorgt, dass seine Seite mehr Links bekommt. Das machst du zum Beispiel auch, wenn du auf einem anderen Blog kommentierst und dabei deine Website einträgst. Link-Building ist vor allem am Anfang wichtig, da du ohne Links wenig Traffic bekommst, wenig Traffic bedeutet, dass wenig Leute dich kennen und verlinken und das sorgt wiederum dafür, dass du keine neuen Links bekommst. Ein Teufelskreis. Den du durchbrechen kannst, indem du selber ein paar gute Links platzierst.

4.1 Kommentare auf anderen Blogs

Kommentare sind am Anfang gut um sich bekannt zu machen und um deiner Seite ein paar einfache Links zu verschaffen. Man sollte aber aufpassen, denn, wie oben erläutert, Google erkennt, dass du Kommentare selber schreibst und wenn du nur Links aus Kommentaren hast, hilft das deiner Seite auf lange Sicht nicht weiter. Also, ein paar ja, aber nicht übertreiben. Um zu erkennen, ab wann man übertreibt, sollte man sich regelmäßig sein eigenes Linkprofil (zum Beispiel in den Google Webmaster-Tools) anschauen. Wenn dort die Kommentare mehr als 50% der Links ausmachen, mache lieber erstmal Pause. Oder kommentiere ohne einen Link zu hinterlassen.

4.2 Gastartikel

Gastartikel sind super um Links zu bekommen und sich gleichzeitig zu vernetzen. Wenn du klein bist, schreibe Blogs an, die ebenso klein sind. Biete im Gegenzug einen Gastartikel bei dir an! Und sei nicht demotiviert, wenn keiner Antwortet. Linkbuilding ist manchmal auch Klinkenputzen und 20 Leute anschreiben und keine einzige Rückmeldung bekommen. Denke immer: Irgendwann bin ich groß und dann willst du was von mir und dann ignoriere ich dich so wie du mich jetzt! 😉 (Bitte nicht ganz ernst nehmen und dabei bedenken, dass die großen Blogs teilweise wirklich viele Anfragen bekommen…)

4.3 Foren

Damit dein Linkprofil möglichst natürlich wirkt, fehlen dir jetzt nur noch ein paar Foren-Links. Die sind nicht so leicht zu bekommen aber mit ein wenig Geduld und Fleiß klappt auch das. Ich baue mir in verschiedenen Foren gute Profile auf und versuche den Nutzern dort wirklich zu helfen. Und manchmal hat man dann Glück und kann in einem Beitrag ganz natürlich auf die eigene Seite verweisen.

Wem das zu anstrengend ist, der hat auch die Möglichkeit seine Seite in verschiedene Foren schlicht und einfach vorzustellen. Dazu braucht man kein tolles Profil aufbauen und bekommt schnell und unkompliziert einen schönen Link. Gefasst machen solle man sich aber darauf, dass man eventuell nicht nur positives Feed-Back für seine Seite bekommt. In diesen Foren sind viele SEO-Pros und Affiliate-Marketing-Leute unterwegs und da herrscht oft Neid und Missgunst anstelle eines Gemeinschaftsgefühls.

4.4 Linkbuilding für Pros

Und wenn du wirklich Langweile hast und deinen Blog bei Google auf Platz 1 katapultieren willst, dann bau dir doch dein eigenes PBN auf 😉
Oh weh, was ist das schon wieder??
PBN steht für „Private Blog Network“ oder auch „Privates Blog-Netzwerk“, wobei es sich um Seiten handelt, die du registrierst und von denen du dann zu deiner eigenen Seite einen Link setzt. Ziel dabei ist es möglichst starke Seiten zu bekommen und das Blognetzwerk dabei so zu verstecken, dass man nicht merkt, dass es alles deine eigenen Seiten sind.

Ja, im Grunde ist das eine sehr unfaire Technik und Google seiht das gar nicht gerne. Ja, das macht unglaublich viel Arbeit und kostet viel Geld (allein das Hosting für die Seiten, ganz zu schweigen von dem Kaufpreis). Empfehlen kann ich es nicht. Ich möchte trotzdem hier einmal darauf hinweisen, um vielleicht ein bisschen verständlicher zu machen, warum es Seiten gibt, die eigentlich ganz furchtbar sind und die dennoch super gut ranken.

Das Geheimnis ist meist ein riesiges Blognetzwerk. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass diese Methode keine langfristigen Erfolge sichert und es langfristig wahrscheinlich mehr bringt schön fleissig Gastartikel zu schreiben 🙂

4.5 Auch das Linkziel sollte bedacht werden

Als letzten Punkt gilt es noch eine Kleinigkeit zu bedenken: Auf welche Seite verlinke ich und wie formuliere ich den Linktext. Ein Großteil der Links, die man natürlich bekommt, geht auf die Startseite und einige auf Unterseiten. Wenn ich nun mit einem speziellen Artikel ranken möchte, dann ist es zwar wichtig, dass meine Seite insgesamt viele gute Links hat, es hilft zudem aber ungemein, wenn auf den speziellen Artikel ein paar Links zeigen. Ein kleiner Teil dieser Links sollte zudem so heißen wie das Keyword, für das ich ranken möchte (also wenn ich für Schildkröte ranken will, sollte ich meinen Artikel ein paar mal mit „Schildkröte“ verlinken), das sind Links die das Ranking richtig gut nach oben treiben, allerdings muss man hier sehr aufpassen, da zu viele solcher Keyword-Links von Google abgestraft werden – und dann erreiche ich genau das Gegenteil von dem, was ich eigentlich wollte.

5. Das Wichtigste zum Schluss: Hör auf mit Links zu geizen!

Du willst selber Links von anderen? Ok, dann sei auch du großzügiger mit deinen Links! Ein Link von dir zu einer anderen Seite tut dir nicht weh, schadet dir nicht (es sei denn du linkst zu einer spammy Pornoseite) und kostet dich nichts. Warum horten Blogger dann ihre Links teilweise wie einen Goldschatz?? Und hör auf Links auf „nofollow“ zu setzen (es sei denn es ist ein Werbelink)! Das bringt dem anderen nichts und dir auch nicht. Und wenn du Angst hast, dass der andere durch einen Link besser rankt als du, dann mach dir bewusst wie selten man auf das gleiche Keyword geht, wie groß das Internet ist und dass wir alle unseren Platz dort finden können. Gemeinsam! Bei 90% der Suchanfragen ranken auf den ersten 3 Plätzen die großen Seiten (urbia, familie, etc), warum sollte dort nicht stattdessen ein kleiner (oder großer) Blogger ranken und ein Stück vom Kuchen abbekommen? Und je mehr Links du vergibst, desto mehr wirst du bekommen!

6. Woher weiß ich das eigentlich?

Mein Mann ist seit 5 Jahren selbstständiger Blogger und seit 4 Jahren leben wir beide davon. Wir kommen eigentlich aus dem Bereich des Affiliate-Marketing, in dem SEO ein weit größere Rolle spielt, als bei den Bloggern. Wir arbeiten darauf hin möglichst viel Traffic durch Google zu bekommen, für Keywords, die wir vorher sorgfältig auswählen und die immer einen kommerziellen Charakter haben. So wie andere Leute Sponsored Posts schreiben, so schreiben wir Artikel zu bestimmten Keywords, in die wir Affiliate-Links einbinden und die wir dann bei Google möglichst gut platzieren. Dadurch schafft man Einnahmequellen, die auch über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben (können).

Dir raucht der Kopf? Du möchtest aber trotzdem mehr zum Thema SEO lesen und weitere Einblicke in die Welt des Affiliate-Marketing? Dann lass mich das gerne wissen! Falls Interesse besteht, kann ich auch gerne mal an einem konkreten Keyword beispielhaft zeigen, wie wir SEO betreiben und was man davon erwarten kann 🙂

Du willst einen Expertenblog aufbauen, der dir treue Leser und Kunden bringt?

Dann werde Teil unserer kostenlosen E-Mail-Community, um exklusive Tipps und Angebote rund um’s Bloggen und Online-Business zu erhalten. Und keinen Blogartikel mehr zu verpassen.

Abmeldung jederzeit möglich! Die Einwilligung umfasst unsere Hinweise zu Widerruf, Versanddienstleister und Statistik gemäß unserer Datenschutzerklärung. Wir schicken dir ca. 2 bis 5 E-Mails im Monat.

2 Gedanken zu “Off-Page-SEO oder warum du trotz Keyword-Optimierung schlecht rankst”

Schreibe einen Kommentar

Du willst einen Expertenblog aufbauen, der dir treue Leser und Kunden bringt?

Dann werde Teil unserer kostenlosen E-Mail-Community mit exklusiven Tipps und Angeboten rund um’s Bloggen!

Als Willkommensgeschenk bekommst du das E-Book Die 12 Gesetze unglaublich erfolgreicher Blogartikel!

Abmeldung jederzeit möglich! Die Einwilligung umfasst unsere Hinweise zum Widerruf, Versanddienstleister und Statistik entsprechend unserer Datenschutzerklärung. Wir schicken dir ca. 2 bis 5 E-Mails im Monat.

Nee, geh weg! Ich hab schon genug Leser und Kunden.