6 Link-Building-Fehler, die dich dein Ranking kosten

Link-Building-Fehler

Hast du das Gefühl, dass du viel für dein Link-Building tust, aber trotzdem nichts dabei herumkommt? Dass du schon bei etlichen Blogparaden mitgemacht, Kommentare über Kommentare und dutzende Gastartikel geschrieben hast und deine Sichtbarkeit bei Google kaum gestiegen ist?

Wenn ja, könnte das an der Art und Weise liegen, wie du Link-Building betreibst. Es kommt nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität deiner Links an, d. h. nicht nur wie viele Links du hast, sondern auch wie und wo diese gesetzt sind. Diese Fehler solltest du auf jeden Fall vermeiden:

Fehler #1: Du verlinkst deine URL falsch

Ein kleines, aber wichtiges Detail, das du bei der Verlinkung deines Blogs beachten solltest, ist die Verlinkung der richtigen URL. Schau dir mal diese 4 URLs an:

  1. http://blogmojo.de
  2. https://blogmojo.de
  3. http://www.blogmojo.de
  4. https://www.blogmojo.de

Auch wenn man bei allen auf der Startseite von Blogmojo landet und alle sehr ähnlich aussehen, sind das für Browser und für Google vier verschiedene URLs. Nur die letzte URL ist diejenige, die ich für Verlinkungen benutze.

Der Grund ist ein technischer. Über die ersten drei URLs kommt man zwar auch zu Blogmojo, aber über einen 301 Redirect. Das Problem daran ist, dass dadurch ein kleiner Teil des PageRanks, der von der verlinkenden Seite auf meine übertragen wird, verloren geht. Der Dämpfungsfaktor d. h. der Verlust durch eine Weiterleitung beträgt bei einem Redirect beträgt 15%. Das ist bei einem oder zwei falsch gesetzten Links kein Problem, aber wenn bei z. B. bei zwei Drittel deiner Links die URL falsch ist, dann verlierst du 10% deiner gesamten Linkpower.

Fehler #2: Du setzt nur nofollow-Links

Normale Links (sogenannte dofollow-Links) sehen so aus:

<a href="https://www.blogmojo.de">Link-Text</a>

Ein solcher Link überträgt ganz normal PageRank von der verlinkenden Webseite und sorgt dafür, dass die verlinkte Webseite (und die gesamte Domain) besser bei Google ranken.

Es gibt jedoch Seitenbetreiber, die ausgehende Links mit dem sogenannten nofollow-Attribut versehen, was dann so aussieht:

<a href="https://www.blogmojo.de" rel="nofollow">Link-Text</a>

Dieses Attribut sagt Google, dass es einen Links nicht in die Berechnung der Linkpopularität der verlinkten Seite miteinbeziehen soll und dementsprechend kein PageRank über diese Links fließt.

Bei WordPress wie auch bei Blogger sind z. B. alle Links aus Kommentaren standardmäßig auf nofollow gesetzt, damit man sich nicht die verlinkten Websites eines jeden Kommentators anschauen braucht, denn auch wenn du von deinem Blog auf Spam-Websites normal verlinkst, kann sich das schlecht auf dein eigenes Google-Ranking auswirken.

Deshalb solltest du immer im Voraus nachschauen, ob die Webseite von der du einen Link haben möchtest, Links mit oder ohne nofollow-Attribut setzt. Überprüfen kannst du das, indem du den Link im Browser markierst, mit der rechten Maustaste auf den markierten Link klickst und anschließend Kontextmenü Untersuchen auswählst. Noch einfacher geht es, wenn du diese Browser-Erweiterung installierst, mit der alle nofollow-Links automatisch markiert werden.

Fehler #3: Deine Links sind nicht relevant

Je relevanter eine Webseite für ein Keyword ist, desto besser schneidet sie in den Suchergebnissen ab. Deshalb ist es wichtig ist, dass du viele Links aufbaust, die von relevanten Webseiten kommen und dort in relevanten Content eingebettet sind, weil Google deine Inhalte dann ebenfalls als relevanter für ein Keyword einstuft.

Sagen wir, du hast einen Blog über Hundehaltung und einen Artikel über das Thema „Natürliche Hundeernährung“ gepostet und willst mit diesem Artikel für das Keyword natürliche hundeernährung bei Google ranken. Dann bringt es dir wenig bis gar nichts, Links von Websites zu bekommen, bei denen es um Autos oder Aquarienfische geht.

Stattdessen solltest du nach Websites oder anderen Blogs suchen, bei denen es ebenfalls um Hunde geht und versuchen von dort einen Link zu deinem Artikel zu bekommen.

Noch wichtiger als die allgemeine thematische Ausrichtung einer Website, ist die thematische Ausrichtung der Unterseite, auf der sich der Link zu deinem Artikel befindet. Auf der Unterseite sollte es ebenfalls um das Thema Hundeernährung, besser noch natürliche Hundeernährung gehen.

Um die Relevanz des Links weiter zu erhöhen, sollte er in relevanten Content über natürliche Hunderernährung eingebettet sein, also nicht alleine stehend im Footer oder in der Blogroll stehen, sondern in einen Text oder einen Absatz in einem Text, in dem es um natürliche Hundeernährung geht.

Fehler #4: Du verlinkst nur deine Startseite

Ich will nicht sagen, dass Links auf deine Startseite nichts bringen. Startseiten-Links sind wichtig und steigern die Autorität deiner gesamten Domain. Auch solltest du auf keinen Fall weniger Startseiten-Links zu setzen, wenn du mit deiner Startseite für bestimmte Keywords ranken willst.

Aber wenn du mit einem einzelnen Post für ein Keyword ranken möchtest, dann ist es am besten sich darauf zu konzentrieren, Links für diesen Post zu bekommen. Das bringt deutlich mehr als nur die Startseite zu verlinken oder Posts, die kein Ranking-Potenzial haben, da so die Linkpower auch dort ankommt, wo diese am meisten bringt.

Schon ein paar gezielte Links auf einen Post können den Unterschied zwischen Platz 10 und Platz 3 ausmachen!

Fehler #5: Du benutzt keine oder zu wenig Keywords im Linktext

Schau dir diese beiden Verlinkungsmöglichkeiten für meinen Post zum Thema „WordPress schneller machen“ an, mit welchem ich unter anderem für das Keyword „WordPress Performance verbessern“ ranken möchte.

  1. https://www.blogmojo.de/wordpress-schneller-machen/
  2. hier
  3. WordPress Performance verbessern

Im ersten Link steht im Linktext (auch Anchor- oder Verweistext genannt) die URL, im zweiten „hier“ und im dritten das Keyword „WordPress Performance verbessern“ für das ich unter anderem ranken möchte.

Der dritte Linktext ist ein Hinweis für Google, dass es in dem Post um das Thema „WordPress Performance verbessern“ geht, der erste und zweite nicht, wodurch die Relevanz und dementsprechend das Ranking für meinen Post steigt.

Auch wenn der Ranking-Faktor „Keyword im Linktext“ in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat, ist er immer noch wichtig, was nicht nur meine Erfahrung, sondern auch eine kürzlich durchgeführte Studie von Ahrefs zeigt.

Fehler #6: Du setzt auf Quantität nicht Qualität

Was für deine Posts gilt (Stichwort: Slow-Blogging), gilt auch für deine Links: Qualität geht immer vor Qualität!

  • Es ist besser in einem Artikel eines großen Online-Magazins verlinkt zu werden als sich in 30 Blogverzeichnisse einzutragen.
  • Es ist besser einen Gastartikel bei einem bekannten Blog zu schreiben als bei 10 kleinen Blogs in der Blogroll zu stehen.
  • Es ist besser sich einen Link zu verdienen, als 10 Links zu tauschen.

Wer Link-Building betreibt, ist dazu geneigt, es sich leicht zu machen. Viele Links in möglichst kurzer Zeit. Das Problem ist, dass Links niedriger Qualität erstens nicht viel bringen und zweitens deiner Seite sogar schaden können.

Mir ist es in 5 Jahren als Blogger schon mehr als einmal passiert, dass meine Websites wegen zu vieler schlechter Links bei Google massiv an Sichtbarkeit verloren haben. Es hat mich immer viel Zeit gekostet, diese Websites wieder auf die ersten Plätze zu bringen, und meine Fehler wieder gerade zu biegen. Zeit, die auch darin hätte investieren können weniger, aber dafür qualitativ hochwertigere Links zu setzen.

4 Gedanken zu “6 Link-Building-Fehler, die dich dein Ranking kosten

  1. Hallo,

    Danke für die nützlichen Hinweise. Ich bin auf deinen Post gestoßen, weil ich wahrscheinlich einen Fehler beim Linkaufbau begangen haben muss. Mein Blogpost rankte direkt nach Erstellung mit dem Keyword auf Seite 4 u mit einem Longtail auf Seite 1. Ich habe zwei Links in themenrelevanten Foren gesetzt, das Ranking wurde um ca. 2 Plätze besser. Doch heute musste ich plötzlich feststellen, dass ich meine Rankings verloren habe. Ist dir sowas auch schon passiert? Kann es sein, dass sich die Rankings wieder erholen?

    Vg Matze

    • Ja, sowas ist mir schon häufiger passiert. Gründe dafür:

      1. Normale Fluktuation (kommt vor, dass ein Blogpost mal für ein oder zwei Tage komplett aus dem Index verschwindet oder ein paar Seiten abrutscht und dann nach ein paar Tagen wiederkommt)
      2. Manueller Google Penalty (kommt sehr selten vor, ist mir bisher nur einmal passiert, kannst du in der Google Search Console sehen)
      3. Sehr spamlastiges Link-Building
      4. Dein Blog ist noch neu, hat wenige Backlinks und das Ranking hat sich nur aus dem Ranking-Boost ergeben, den Google neuen Websites für die ersten paar Wochen gibt.
      5. Für dein Keyword ist Aktualität sehr wichtig und dein Artikel ist mittlerweile veraltet.
      6. Deine Website ist mit Malware befallen oder für ein paar Tage offline gewesen.

      Ohne deinen Blog zu kenne, tippe ich am ehesten auf Punkt 1. 😉

      Hoffe, das hilft dir weiter!

  2. Hallo,
    Aber meinst du nicht am Anfang sollte das Motto gelten:
    “ Hauptsache es beachtet mich EGAL wer , als KEINER “ ?
    Slow kann auch JAHRE bedeuten( oder NIX)

    • Beim Link-Building geht immer Qualität vor Quantität. Das heißt aber nicht, dass du nur versuchen solltest, Links von großen Online-Magazinen zu bekommen. Fang an Links von Bloggern und anderen Websites zu bekommen, die dir vom Bekanntheitsgrad ebenbürtig sind und arbeite dich so langsam hoch.

      Es bringt dir mehr eine echte Empfehlung von einem relevanten Blog in deiner Nische zu bekommen, als hundert Links aus Verzeichnissen oder irgendwelchen Link-Schleudern aufzubauen. Auch wenn du vielleicht genauso so lange brauchst, um an diesen einen Link zu kommen.

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