Aktion: Bring Back the Blogroll!

Es gibt einen Trend in der Bloggerszene, den ich sehr schade finde: Blogger verlinken sich immer weniger gegenseitig.

Ein Teilaspekt davon ist, dass immer weniger Blogger eine Blogroll nutzen.

In einer kürzlichen Umfrage in meiner Facebook-Gruppe SEO- und Online-Marketing für Blogger, an der 102 Blogger teilgenommen haben, haben nur 40 (!) angegeben, dass sie aktuell ein Blogroll haben.

Das sind gerade einmal 39%. Das ist eindeutig zu wenig!

Deshalb plädiere ich dafür: Holt die Blogroll zurück!

1. Was ist eigentlich eine Blogroll?

Eine Blogroll ist eine Liste mit externen Links zu anderen Blogs (oder Websites).

Sie dient dazu, deinen Lesern Blogs zu empfehlen, die für sie interessant sein könnten, oder Blogs zu zeigen, die du gerne liest.

Die Blogroll steht üblicherweise in der Sidebar, im Footer oder auch auf einer Extra-Seite auf dem Blog, die über das Menü erreichbar ist. Sie wird auch manchmal mit „Lieblingsblogs“, „Linkliebe“ oder „Empfohlene Blogs“ betitelt.

Blogroll-Beispiel

2. Warum ist die Blogroll so wichtig?

Es gibt mehrere gute Gründe, warum eine Blogroll wichtig ist und warum du sie unbedingt auf deinem Blog nutzen solltest:

  1. Sie ist für Leser nützlich, weil du ihnen Inhalte empfiehlst, die sie interessieren könnten.
  2. Sie ist ein geniales Instrument, um zu netzwerken! Dadurch, dass du andere Blogs verlinkst, kannst du neue Kontakte knüpfen und wirst ggf. auch zurückverlinkt.
  3. Die Blogroll ist ein Symbol für den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit unter Bloggern!
  4. Du hilfst anderen Bloggern mehr Besucher zu bekommen und besser bei Google zu ranken. Dadurch unterstützt du die gesamte Blogosphäre und trägst dazu bei, dass Blogs ihren Platz in der deutschen Medienlandschaft behaupten können.

3. Wie setze ich eine Blogroll am besten um?

3.1 Footer vs. Sidebar vs. Extra-Seite

Klassisch wird eine Blogroll in einem Widget im Footer oder in der Sidebar platziert. Ich persönlich ziehe es vor, meine Blogroll auf eine Extra-Seite auszulagern.

Das hat den Vorteil, dass ich den verlinkten Blogs noch eine Beschreibung hinzufügen kann (worum es auf dem Blog geht und warum dieser lesenswert ist, was dem verlinkten Blog auch beim Google-Ranking hilft).

Zudem kann ich dadurch deutlich mehr Blogs empfehlen, ohne dass es unübersichtlich wird. Und ich kann die verlinkten Blogs besser in Kategorien einteilen. Dadurch sind meine Empfehlungen relevanter für den Leser, was bei einer seitenweiten Blogroll in Footer oder Sidebar nicht immer der Fall ist.

Die Blogroll in der Sidebar zu platzieren hat hingegen den Vorteil, dass sie eher von Besuchern gesehen und verlinkte Blogs eher geklickt werden.

3.2 Wie benennen?

Eine Blogroll muss nicht unbedingt Blogroll heißen, sondern kann auch Titel wie „Lieblingsblogs“, „Linkliebe“, „Empfohlene Blogs“, „Blog-Links“ oder einfach nur „Blogs“ haben.

Ich ziehe die Bezeichnung „Lieblingsblogs“ vor, weil Leser wahrscheinlich eher etwas anfangen können als mit „Blogroll“.

3.3 Blogroll als Feed darstellen

Eine tolle Möglichkeit, um die eigenen Blogroll ein bisschen aufzupeppen, ist es diese als Feed darzustellen. Das heißt du zeigst in deiner Blogroll die jeweils neusten Artikel deiner Lieblingsblogs an.

Umsetzen lässt sich das zum Beispiel mit dem Plugin FEEDZY RSS Feeds Lite, mit dem du per Shortcode oder Widget eine Feed-Liste in deinen Blog integrieren kannst.

Wie das Plugin in Aktion aussieht, kannst du z. B. auf der Linkliebe-Seite bei LexasLeben oder den Lieblingsblogs von Anne Schwarz sehen.

Blogroll per Plugin als Feed darstellen

3.4 Logos oder Screenshots anstatt Text-Links

Eine lange Link-Liste in der Blogroll anzuzeigen ist dir zu langweilig?

Dann binde doch die Logos oder Screenshots deiner Lieblingsblogs ein, wie z. B. in der Blogroll von mxliving! Vielleicht sogar mit ergänzender Beschreibung und Begründung, warum deine Leser unbedingt auch diese Blogs lesen sollten.

Blogroll mit Logos und Screenshots

3.5 dofollow vs. nofollow

Wer Blogroll-Links auf nofollow stellt ist ein Arschloch. Punkt.

Blogroll-Links sollten immer dofollow sein. Schließlich sind es echte Empfehlungen und sollten auch für Google als solche zählen.

3.6 Blogroll und SEO

In meiner Facebook-Gruppe wurde angemerkt, dass eine seitenweite Blogroll schlecht für das Google-Ranking der eigenen Website sein könne.

Ich denke, dass du dir wenig Sorgen darum machen musst und dass bei der Blogroll der Vernetzungsgedanke im Vordergrund stehen sollte und nicht mögliche Ranking-Vorteile bei Google.

Ich würde allerdings zwei Dinge beachten:

Erstens solltest du es nicht übertreiben und mehr als 30 Links in der Sidebar oder im Footer platzieren (ist eh zu unübersichtlich und eine Extra-Seite ergibt dann mehr Sinn). Zweitens solltest du darauf achten, keine spamlastigen Blogs zu verlinken, was in Googles Augen sog. Bad Neighborhood wäre. Das ist bei Blogs jedoch sehr selten der Fall.

Weitere lesenswerte Artikel über Blogrolls:

PS: Ich würde mich freuen, wenn du diese Aktion unterstützt und diesen Artikel teilst! Hier gibt es auch eine Grafik zum Pinnen:

In diesem Artikel erkläre ich, was eine Blogroll ist, warum sie wichtig für deinen Blog ist und wie du sie am besten umsetzt.

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9 Gedanken zu “Aktion: Bring Back the Blogroll!

  1. Hi Finn,
    guter Artikel!
    Hab noch ne Frage, die zwar nicht wirklich zum Thema passt, aber egal 😉
    Und zwar gefällt mir die Schreibschrift in dem Bild sehr gut (+ 5 Tipps wie man sie umsetzt ….).
    Bitte teile mir doch mit, wie die heisst!
    Danke!

  2. Hey Finn,

    schön das du dieses Thema ansprichst. Früher war die Blogroll ja ein Must-Have in jedem Blog. Heutzutage sieht man diese immer seltener – schade eigentlich.

    Ich selbst nutze derzeit keine Blogroll. Aber dank deines Artikel denke ich mal wieder drüber nach. Vielleicht werde ich hier mal ein paar nützliche und empfehlenswerte Blogs auflisten :-).

    Danke und liebe Grüße.

    Sven

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